BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft ist erst seit 2014 als Versorger aktiv und hat seit 2015 bereits mehr Verbraucherbeschwerden auf Reclabox als Großkonzerne wie Eon oder Vattenfall. Besonders häufig beschweren sich Verbraucher über verspätete Auszahlungen von Guthaben und Boni sowie über fehlerhafte oder verspätete Stromabrechnungen. Auch bei der Vertragskündigung gibt es Probleme, sodass manch ein Verbraucher unfreiwillig länger Kunde bei BEV blieb. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie erfolgreich BEV kündigen und ungewollte Vertragsverlängerungen verhindern.

Frühzeitig und am besten selber BEV kündigen

Sie gehen ein Risiko ein, wenn Sie ihrem neuen Stromanbieter die Kündigung überlassen. Schließlich kennen nur Sie alle Vertragsdetails. Zudem geht bei der Kündigung durch den neuen Stromanbieter Zeit verloren. Dies ist insbesondere kurz vor Kündigungsfrist und im Falle eines zweiwöchigen Sonderkündigungsrechts problematisch. Es besteht somit die Gefahr, dass Ihr neuer Stromanbieter die Frist nicht einhält. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, BEV selber zu kündigen:

Mindestens vier Wochen vor Kündigungsfrist sollten Sie kündigen – besser noch früher. Der Grund liegt darin, dass Ihre Kündigung per E-Mail oder Fax nicht anerkannt wird. Aus Kostengründen sollten Sie jedoch zunächst versuchen, per E-Mail (kundenservice@bev-energie.de) oder Fax zu kündigen.

 

BEV Kündigungsvorlage

[Ihr Vor- und Nachname] │ [Ihre Straße und Hausnummer] │ [Ihre PLZ & Wohnort]

 

BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH

Nymphenburger Straße 154

80634 München

 

Kundennummer: [Ihre Nummer]

Zählernummer: [Ihre Zählernummer]

 

Kündigung meines Stromvertrags

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meinen oben genannten Stromvertrag fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bitte senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung der Kündigung innerhalb von 14 Tagen zu und nennen Sie mir das Vertragsende.

Ich weise darauf hin, dass Sie seit dem 01.10.2016 eine Kündigung per E-Mail oder Fax akzeptieren müssen (§309 Nr. 13 BGB).

Viele Grüße

[Ihr Name]

 

Wenn die Kündigungsbestätigung ausbleibt

Wenn BEV Ihre Kündigung nicht innerhalb der 14-tägigen Frist bestätigt, dann sollten Sie vorsichtshalber zusätzlich postalisch kündigen. Am sichersten ist die Kündigung per Einschreiben/Einwurf.

Sie als Kunde hat die Pflicht den Erhalt der Kündigung beim Stromanbieter nachzuweisen. Einige Stromanbieter nutzen diesen Umstand anscheinend aus und bestreiten, die Kündigung erhalten zu haben. Damit Sie nicht Opfer dieses Tricks werden, empfehle ich die Kündigung postalisch per Einschreiben/Einwurf für ca. 5 €. Diese Variante ist der Kündigung per Einschreiben/Rückschein vorzuziehen. Denn bei einer Kündigung per Einschreiben/Rückschein könnte der Stromanbieter den Empfang der Kündigung noch verzögern. Den „Einwurf“ der Post kann der Stromanbieter jedoch nicht verhindern (außer er würde seinen Postkasten abmontieren, wovon ich mal nicht ausgehe). Insbesondere bei zeitkritischen Kündigungen ist die Variante „per Einschreiben/Einwurf“ daher die bessere.

Für die postalische Kündigung können Sie die gleiche Vorlage verwenden. Den letzten Absatz („Ich weise darauf hin…“) sollten Sie jedoch weglassen.

Wechseln Sie zu einem seriösen Stromanbieter!

Viele Verbraucher haben schlechte Erfahrungen mit BEV gemacht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass unseriöse Stromanbieter viel Zeit und Nerven kosten. Zudem stellen sich diese Unternehmen häufig im Nachhinein als teurer heraus. Eine konfliktfreie Strom-Belieferung erhalten Sie, wenn Sie zu einen seriösen Stromanbieter wechseln. Diese sind häufig nicht teurer als BEV. Eine Einfache Vorgehensweise finden Sie hier:

Wenn Sie einen seriösen Stromanbieter suchen, bei dem das ganze Vertragsverhältnis reibungslos verläuft, sollten Sie daher die Stromanbieter mit den vielen Verbraucherbeschwerden meiden. Wie Sie vorgehen sollten, erfahren Sie hier:

 

In diesem Text hat der Autor seine Meinung wiedergegeben. Hierzu hat er sorgfältig recherchiert. Bei den genannten Verbraucherbeschwerden stützt sich der Autor auf die Seite de.reclabox.com. Trotz dieser Sorgfalt sind Fehler oder Ungenauigkeiten nicht auszuschließen und dieser Text stellt keine (Rechts-)Beratung dar.

Aus welchen Gründen möchten Sie BEV kündigen? Ich freue mich über Ihren Kommentar!

 

12 Gedanken zu „BEV kündigen

  • 27. Dezember 2017 um 16:40
    Permalink

    Die Kündigungshilfe ist eine gute und ehrliche Unterstützung.
    Aus diesem Grunde werde ich bei gleichwertigem Angebot bei der BEV bleiben.

     
    Antworten
  • 22. Februar 2018 um 18:10
    Permalink

    Hallo,
    die Seite finde ich nicht schlecht, aber das hier verwirrt mich doch sehr: „Damit Sie nicht Opfer dieses Tricks werden, empfehle ich die Kündigung postalisch per Einschreiben/Einwurf für ca. 5 €. Diese Variante ist der Kündigung per Einschreiben/Rückschein vorzuziehen. Denn bei einer Kündigung per Einschreiben/Einwurf könnte der Stromanbieter den Empfang der Kündigung noch verzögern. Insbesondere bei zeitkritischen Kündigungen ist die Variante „per Einschreiben/Einwurf“ die bessere.“

    Sie schreiben, dass die Kündigung per Einschreiben/Einwurf die bessere Variante der Kündigung wäre. Gleichzeitig schreiben Sie, dass diese Variante dem Stromanbieter noch die Möglichkeit gibt, die Kündigung zu verzögern.

    Was ist denn nun korrekt?

     
    Antworten
    • 23. Februar 2018 um 20:20
      Permalink

      Vielen Dank für Ihren Hinweis. In der Tat habe ich hier einen Fehler begangen. Es muss heißen „Denn bei einer Kündigung per Einschreiben/Rückschein könnte der Stromanbieter den Empfang der Kündigung noch verzögern.“
      Ich habe den Text entsprechend angepasst und einen erklärenden Satz noch hinzugefügt.

       
      Antworten
  • 8. März 2018 um 09:38
    Permalink

    Das Einschreiben/Rückschein kostet etwa 5€ und bedeutet, dass der Empfänger den Empfang quittieren muss.
    Das Einschreiben/Einwurf kostet 2,15€ und bedeutet, dass es nur in den Briefkasten geworfen wird.
    Ich persönlich finde ja eine Unterschrift über den Empfang sehr viel sinnvoller als nur den Nachweis, dass es im Briefkasten gelandet ist, lasse mich da aber gern eines besseren belehren.

    Gibt es tatsächlich Stromanbieter, die den Empfang von Einschreiben/Rückschein verweigern?

    Hintergrund ist, dass ich die BEV kündigen möchte, nachdem mein Widerspruch auf die Abrechnung am 06.01. bis jetzt nicht bearbeitet wurde. Ich telefoniere seit 4 Wochen wöchentlich mit dem Callcenter, immer wird gesagt, es wird sich direkt darum gekümmert. Nichts passiert. Es geht auch direkt um über 4000kw/h Zuviel die berechnet wurden.

     
    Antworten
    • 8. März 2018 um 22:42
      Permalink

      Diesen Hinweis habe ich von einem sehr erfahrenen Kenner dieser Branche erhalten. Ursprünglich habe ich ein Einschreiben per Rückschein empfohlen. Weil anscheinend einige wenige aber findige Stromanbieter die Briefe nicht immer angenommen wurden, wurden Kündigungsfristen nicht eingehalten.
      Ich bekomme sehr häufig mit, dass Verbraucher mit dem Call-Center telefonieren und so versuchen die Lösung herbeizuführen. Ich tue dies auch – allerdings nicht bei den Stromanbietern, über die wir hier reden. Meine Erfahrung ist, dass nur bei schriftlicher Mahnung die Stromanbieter tätig werden.
      Leider werden manchmal Stromanbieter auch erst tätig, wenn die Schlichtungsstelle eingeschaltet wurde. Gestern (07.03.2018) laß ich, dass fehlende Guthabenauszahlungen der häufigste Grund für die Einschaltung der Schlichtungsstelle im Jahr 2017 war.

       
      Antworten
  • 23. März 2018 um 11:57
    Permalink

    Hallo,
    auch ich bin seit Mai 2017 bei BEV. Es gibt dort keinen Benutzer Account. Man kann also nichts überprüfen. Das komische ist, das bei Verivox die BEV an erster Stelle der Empfehlungen steht. Ich habe bei Verivox den Anbieterwechsel durch geführt zu immergrün. Jetzt habe ich eine Mail von immergrün bekommen. Die schreiben das sie mich nicht beliefern können. Die Gründe dürfen sie nicht nennen. Ein Anruf bei Verivox brachte auch nichts. Die wissen angeblich nichts. Dabei werben die doch mit Wechselsicherheit.
    Jetzt habe ich bei BEV per Einschreiben Einwurf sowie per Email gekündigt. Mal sehen was sich tut. Das Problem ist, das der Kündigungstermin immer näher rückt.
    Gruß Jürgen

     
    Antworten
    • 24. März 2018 um 14:35
      Permalink

      BEV hat auf Verivox sehr gute Bewertungen (aktuell 92%) und auf Check24 4,5 von 5 Sternen. Den Grund für die sehr guten Bewertungen sehe ich darin, dass insbesondere der Wechsel des Stromanbieters bewertet wird und nur selten die Verbraucher nach dem ersten Belieferungsjahr ihr Urteil abgeben. Aber erst nach einem Jahr zeigt es sich, ob man den richtigen Stromanbieter ausgewählt haben.
      Mich wundert es, dass immergrün die Gründe für den fehlgeschlagenen Wechsel nicht nennen können.
      Gut, dass Sie per Einschreiben Einwurf gekündigt haben. So wird es mit dem Wechsel des Stromanbieters bestimmt klappen.
      Gestehen Sie mir am Schluss noch eine Anmerkung zu Ihrem neuen Stromanbieter immergrün: Dieses Unternehmen ist aus meiner Sicht nicht empfehlenswert. Es gibt viele Verbraucher, die Probleme hatten und die AGBs stecken voller Überraschungen. Teilweise wird der Bonus überraschend eingeschränkt. Neben dem Preis sollten Sie aus meiner Sicht auch auf Qualität achten. Diese zeigt sich darin, dass Verbraucher sich über den Stromanbieter Ihrer Wahl nur selten beschwert, die AGBs keine verbraucherfeindlichen Klauseln enthalten und die Service-Qualität gut ist. Wie Sie genau dabei vorgehen sollten und wie die Stromanbieter hinsichtlich dieser Kriterien abschneiden, können Sie hier herausfinden.

       
      Antworten
    • 29. März 2018 um 13:07
      Permalink

      bei mir wurde durch Vattenfall gekündigt, ca. 8 Wochen vor Vertragsende. Im Vertrag sind 6 Wochen Kündigungsfrist vereinbart. Vattenfall wurde mitgeteilt, dass kein Wechsel zustande käme, weil ich Vertragsbindung bis 2019 hätte. Jetzt frage ich mich wer hier nicht rechnen kann. Sehr unseriöses mit ignoranten Dilettanten besetztes Unternehmen. FINGER WEG

       
      Antworten
      • 30. März 2018 um 08:07
        Permalink

        Ich hatte ebenfalls Probleme bei meiner Vertragskündigung. Damals hatte ich einen falschen Kündigungstermin mitgeteilt. Das tatsächliche Vertragsende war nur ein paar Tage früher. Daraufhin teilte mein damaliger Stromanbieter dem neuen Stromanbieter mit, dass der nächste Kündigungstermin erst gut ein Jahr später ist als von mir angegeben. Dies hat der neue Stromanbieter nicht hinterfragt.
        Ich habe folgende Schlussfolgerungen aus diesen Erfahrungen gezogen: Ich kündige nur noch selbst den Stromanbieter. Zudem kündige ich mindestens vier Wochen vor der tatsächlichen Frist, um noch rechtzeitig auf Überraschungen reagieren zu können.

         
        Antworten
    • 7. April 2018 um 08:21
      Permalink

      Hallo
      Mir geht es genauso. Wollte Wechsel, aber es nimmt mich einer. Habe schon drei Versuche gestartet aber immer kommt die e-mail zurück wie sie schreiben.
      Nun werde ich auch kündigen.

       
      Antworten
  • 11. April 2018 um 10:18
    Permalink

    Kann das mit BEV nur bestätigen. Wollte von BEV zu idealenergie (offenbar der gleiche „Laden“ wie immergrün). Der erste Versuch mit „baldmöglichstem“ Wechseltermin wurde so abgelehnt:
    „Wie von Ihnen gewünscht, haben wir uns umgehend um die Kündigung Ihres Vertrages mit Ihrem bisherigen Anbieter bemüht. Bedauerlicherweise waren diese Bemühungen nicht erfolgreich.“
    Der zweite Versuch mit konkretem Beliefertermin (Vertragsende mit BEV) wurde so abgelehnt:
    „Für das Zustandekommen einer Energiebelieferung ist eine datentreue Abstimmung zwischen Netzbetreiber, Vorversorger und neuem Anbieter erforderlich. Die Zustimmung einer der beteiligten Parteien kann verweigert werden, wenn ein reibungsloser Übergang in ein neues Belieferungsverhältnis nicht gewährleistet scheint.
    Bedauerlicherweise liegt uns die Zustimmung zur weiteren Bearbeitung Ihres Antrags nicht vor. Es tut uns leid, dass wir keine besseren Nachrichten für Sie haben, jedoch ist es aus obigen Gründen zurzeit nicht möglich einen Energieliefervertrag für Sie abzuschließen.“
    Übel, dass hier als Grund auch mangelnde Bonität ins Feld geführt wird: „Einschätzungen hinsichtlich der Vertragslaufzeit können hier ebenso eine Rolle spielen wie beispielsweise Angaben zur Bonität.“
    Ich vermute, es gibt hier eine Absprache der Anbieter untereinander, die uns Wechselverbraucher nicht haben wollen. Gegen BEV musste ich bereits wegen einer versteckten Preiserhöhung einen Anwalt bemühen. Die Preiserhöhung wurde dann „kulanterweise“ zurückgenommen.

    Die Lösung für mich ist nun, selbst bei BEV zu kündigen und einen anderen Anbieter zu suchen. Eventuell erst mal in die Grundversorgung und dann zu einem anderen Anbieter, das scheint mir aussichtsreicher zu verlaufen.

     
    Antworten
    • 11. April 2018 um 12:26
      Permalink

      Vielen Dank für Ihre Ausführliche Beschreibung!
      Ich teile Ihre Einschätzung: An Ihrer Stelle würde ich selber kündigen. Sobald Sie die Kündigungsbestätigung haben, können Sie zu einem neuen Stromanbieter wechseln.
      Ich Vermutung, die Stromanbieter würden sich abstimmen, kann ich natürlich nicht bestätigen. Wirtschaftlich gesehen ist es natürlich für eine 365 AG (idealenergie) nicht attraktiv, einen Vertrag mit einem Dauerwechsler abzuschließen und für BEV ist es nicht attraktiv, wenn der Kunde bereits nach dem ersten Vertragsjahr wieder kündigt. Wirtschaftlich attraktiv wäre natürlich so eine Absprache. Ich kann mir dies aber nicht vorstellen, weil dies natürlich verboten ist und drastische Strafen für die beteiligten Unternehmen nach sich ziehen dürfte. Interessant wäre es natürlich, dem nachzugehen. Wenn andere Verbraucher Schwierigkeiten beim Wechsel zwischen den Stromanbietern BEV und 365 AG/idealenergie/immergrün (sowie anderen Stromanbietern mit den vielen Verbraucherbeschwerden) hatten, bitte ich um Kommentierung!

       
      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*