Enstroga ist ein kleiner Stromanbieter. Dennoch beschweren sich zahlreiche Verbraucher über das Unternehmen. Die meisten Kunden beklagen Probleme mit der Guthabenauszahlung sowie über versteckte und überhöhte Preiserhöhungen. Die AGBs des Unternehmens weisen zudem zahlreiche verbraucherunfreundliche Klauseln auf, die den Neukundenbonus einschränken und versteckte Zusatzkosten ankündigen.

Hier erfahren Sie, wie Sie sich gegen den Stromanbieter enstroga wehren können. Zukünftig sollten Sie Stromanbieter wie enstroga meiden und ausschließlich seriöse Strom- und Gasanbieter auswählen, die Ihnen keine Probleme. Welche Strom- und Gasanbieter seriös sind, erfahren Sie hier:

seriöse Stromanbieter

Stromrechnung fehlt / Guthaben nicht ausgezahlt

  • Nach sechs Wochen muss der Stromanbieter Ihnen die Stromrechnung zugesendet haben. Wenn die Stromrechnung ein Guthaben aufweist, muss dieses umgehend, spätestens jedoch mit der nächsten Abschlagszahlung, erstattet werden. Der Sofortbonus muss wie vereinbart (i.d.R. 60 oder 90 Tage nach Belieferungsbeginn) ausgezahlt werden.
  • Wenn Enstroga diese rechtliche Vorgabe nicht einhält, sollten Sie eine mindestens 14-tägige-Frist stellen, bei der Sie ein konkretes Datum (also xx.xx.2018) angeben. Vergessen Sie nicht, Ihre Vertragsnummer und Kundennummer mitzuteilen und drohen Sie mit der Schlichtungsstelle:

Betreff: Stromrechnung ist verspätet
Vertragsnummer: xxx; Kundennummer: xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie sind Ihrer gesetzlichen Pflicht nicht nachgekommen und haben meine Stromrechnung 6 Wochen nach dem Abrechnungszeitraum noch nicht erstellt. Ich erwarte eine sofortige Erstellung meiner Stromabrechnung und Überweisung eines möglichen Guthabens bis zum xx.xx.201x und behalte mir weitere Schritte vor (z.B. Sonderkündigung aufgrund Vertragsverletzung Ihrerseits).

Mit freundlichen Grüßen

  • Wenn das Unternehmen diese Frist nicht einhält, können Sie vier Wochen nach erstmaliger Beschwerde die Schlichtungsstelle einschalten. Zusätzlich können Sie direkt nach Ablauf der Frist eine Beschwerde auf de.Reclabox.com schreiben.
  • Weiterführende Hinweise finden Sie hier.

Überzogene und versteckte Preiserhöhungen

In vielen Fällen sind Preiserhöhungen von Stromdiscountern unzulässig. Diese werden häufig nicht transparent genug mitgeteilt und/oder fallen die Preiserhöhungen zu hoch aus.

  • Preiserhöhungen müssen transparent mitgeteilt werden. Der Betreff, Überschriften und der Text müssen den Verbraucher leicht verständlich auf Preiserhöhungen hinweisen. Preiserhöhungen, die versteckt in langen Texten oder als Werbe-flyer getarnt sind, sind nicht zulässig und damit unwirksam.
  • Der Stromanbieter darf nur die gestiegenen Kosten (z.B. Energiebeschaffung, Vertrieb) an den Verbraucher weiterreichen. Unzulässig hingegen ist, wenn mit Hilfe der Preiserhöhungen der Stromanbieter seinen Gewinn steigern möchte. Bei hohen Preiserhöhungen von 10% und mehr kann somit zu Recht die Zulässigkeit der Preiserhöhung angezweifelt werden.
  • Weiterführende Hinweise, Gerichtsurteile, Beispiele für unzulässige Preiserhöhungen und Musterschreiben finden Sie hier.

Fehlerhafte Stromrechnung

  • Fehler bei der Anerkennung vom Neukundenonus und beim berechneten Verbrauch sind leider keine Seltenheit. „Fehler“ schleichen sich bei einigen Stromanbietern auch hinsichtlich der geleisteten Anzahlungen ein.
  • Kontrollieren Sie daher Ihre Stromrechnung sorgfältig und fordern Sie bei Fehlern eine Korrektur ein.
  • Wie Sie mit Hilfe einer Vorlage Ihre Stromrechnung kontrollieren können, erfahren Sie hier.

Neukundenbonus nicht anerkannt

  • Enstroga schließt auf vielfältige Weise den Neukundenbonus in seinen AGBs aus. Dadurch ist Ärger mit dem Verbraucher vorprogrammiert.
  • In den meisten Fällen haben Gerichte diese Einschränkungen als unzulässig eingestuft. Es lohnt sich daher gegen einen verweigerten Neukundenbonus vorzugehen.
  • Wie Sie argumentieren sollten und wie gut Ihre Erfolgsaussichten sind, hängt vom Grund der Verweigerung und der Formulierung der AGBs ab. Weiterführende Hinweise für Ihren spezifischen Sachverhalt entnehmen Sie den folgenden Links: Photovoltaikanlage, gewerbliche Nutzung, Mehrtarifzähler/Doppelzähler, keine 12-monatige Versorgung, vorzeitige Kündigung.

Zu hohe Abschläge

  • Stromabschläge müssen sich am Vorjahresverbrauch orientieren.
  • Nur wenn kein Vorjahresverbrauch vorliegt, darf der Stromanbieter die Abschlagszahlungen nach dem Durchschnittsverbrauch vergleichbarer Kunden berechnen.
  • Sie brauchen nicht in Vorleistung zu gehen (Ausnahme: Verträge mit Vorauszahlungen). Somit sollten die Abschläge 1/12 der voraussichtlichen Stromkosten für ein Jahr betragen.
  • Fordern Sie niedrigere Abschlagszahlungen ein. Falls der Stromanbieter nicht einlenkt, bieten Sie an die Zählerstende monatlich zu übermitteln. Wenn der Stromanbieter auch dann nicht reagiert, können Sie die Schlichtungsstelle einschalten. Kündigen Sie dies am besten vorab an.
  • Weiterführende Hinweise finden Sie hier.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Enstroga gemacht?

In diesem Text hat der Autor seine Meinung wiedergegeben. Hierzu hat er sorgfältig recherchiert. Trotz dieser Sorgfalt sind Fehler oder Ungenauigkeiten nicht auszuschließen und dieser Text stellt keine (Rechts-)Beratung dar.

Ärger mit Enstroga

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere

seriöse Stromanbieter finden