Auf Foren wird berichtet, dass einige Stromanbieter (z.B. Stromio (Grünwelt Energie), gas.de) die Kündigung per E-Mail oder Fax verweigern. Dies ist nicht zulässig und betroffene Verbraucher sollten sich wehren.

Kündigung per E-Mail/Fax ist seit 10/2016 zulässig

Der Bundesgerichtshof (BGH – Az.: III ZR 387/15) hat am 14.07.2016 entschieden, dass Kündigungen per E-Mail nicht verweigert werden dürfen, wenn alle weiteren Erklärungen (z.B. Vertragsschluss, Vertragsänderungen) elektronisch erfolgen. AGBs, die Kündigungen per E-Mail ausschließen sind demnach unzulässig.

Seit dem 1.10.2016 dürfen Stromanbieter nicht mehr verlangen, dass die Verbraucher postalisch kündigen. Seitdem reicht für eine Kündigung des Stromvertrags ein Schreiben, dass per E-Mail, Fax etc. übermittelt wird. Der § 309 Nr. 13 BGB wurde angepasst und das sogenannte Schriftform­erfordernis wurde durch das weniger formstrenge Textformerfordernis abgelöst.

Folgen aus der nicht anerkannten Kündigung (z.B. Vertragsverlängerungen) brauchen Sie sich somit nicht gefallen zu lassen.

Falls Ihr Stromanbieter nicht auf Ihre Beschwerde reagiert, empfehle ich Ihnen, Ihre Beschwerde auf de.reclabox.com zu veröffentlichen. Häufig lenken die Unternehmen dann ein.

Wechseln Sie zu einen seriösen Stromanbieter

Es gibt nur wenige Stromanbieter, die den Kunden Probleme bei der Vertragskündigung bereiten. Bei einem seriösen Stromanbieter wäre Ihnen dies nicht passiert. Beim Wechsel sollten Sie u.a. Stromanbieter mit vielen Verbraucherbeschwerden meiden. Eine einfache Vorgehensweise finden Sie hier:

Kündigung per E-Mail/Fax verweigert – wehren Sie sich!

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