Ärger mit immergrün & Co: Abschlag & Preis erhöht, Vertrag gekündigt

INHALTSVERZEICHNIS

  1. Überblick
    a) aktuelle Probleme
    b) Hilfe für betroffene Kunden
  2. Aktuelle Ereignisse:
  3. Kündigungen durch Energieanbieter
    a) außerplanmäßige (unzulässige?) Kündigungen

    b) Kündigungen zum Vertragsende
  4. Preiserhöhungen:
    zur Höhe | zur Rechtmäßigkeit
  5. Drastische Abschlagserhöhungen:
    Die E-Mails | Zur Rechtmäßigkeit
  6. Insolvenzen & Bilanzkreiskündigungen
  7. Kommentare von betroffenen Kunden

aktualisiert am 20.03.2022 

I. Überblick

a) aktuelle Probleme von Strom- & Gaskunden

⇒ Fehlt ein Unternehmen? Info bitte an [email protected] Danke!

Ausgewählte Zeitungsartikel:

  • Handelsblatt (31.1. & 16.02.): Schadensersatz gegenüber Stromio
  • Stuttgarter Nachrichten (17.12.): Der Markt für Strom & Gas steht Kopf (Bezahlinhalt)
  • E&M (3.11.): immergrüns vorgezogene Kündigungen; Staatsanwaltschaft ermittelt
  • WiWo (29.10.): Nächste Insolvenz
  • Zfk (25.10.): immergrün erhöht Abschlagszahlungen drastisch
  • BILD (14.10.): Weitere Strom- und Gasversorger kündigen Verträge (Bezahlinhalt)
  • E&M (11.10.): „Außerordentlich“ Geschäftspraktiken am Strommarkt
  • WeserKurier (11.10.): Stromanbieter kündigen 700 Bremer Kunden
  • energate (8.10.): immergrün & Meisterstrom stoppen Stromlieferungen

b) Hilfe für betroffene Kunden:

Dies scheint der typische Ablauf bei immergrün & Co. zu sein:

Dies sind die dazugehörigen Schreiben von immergrün:

Welches Schreiben haben Sie erhalten?


Empfehlungen, Musterschreiben, Schritt-für-Schritt-Anleitungen

Meine empfohlenen Strom- & Gasanbieter & Spar-Tipps

Besucher meiner Seite berichten mir, dass Sie unsicher sind bei der Wahl des Anbieters – gerade weil sie in der Vergangenheit die falschen Anbieter gewählt haben.

Am 12.08. kann ich Ihnen als Energiemakler diese exklusiven Angebote vermitteln:

  • Strom: Vattenfall ab 33 Cent/kWh
    (Fordern Sie ihr individuelles Angebot HIER an.
    )

Ich empfehle diese verbraucherfreundlichen Anbieter:

  • Service: mindestens GUT (3/5 Sternen)
  • AGB: sauber, keine versteckten Zusatzkosten
    (⇒ immergrün schränkt Boni ein & hat Zusatzkosten)
  • geringes Insolvenzrisiko: Eigentum an Netzinfrastruktur
    (⇒ immergrün hat kein Eigentum an Netzinfrastruktur)

II. Neuste Ereignisse

29./30.12.

immergrün, Wunderwerk und Elektrizitätswerke erhöhen die Arbeitspreise drastisch, auf bis zu 79,90 Cent/kWh.

bis 29.12.

Seit Weihnachten wurden wieder weitere Bilanzkreise gekündigt, ein Anbieter kündigt seine Kunden außerplanmäßig zum 31.1.2022. Die Themen werden in der 1. Januar-Woche aufbereitet.

Alle Ereignisse im Zeitverlauf seit dem 7.10.2021 finden Sie hier.

III. Kündigungen durch Energieversorger

Folgende Anbieter haben – zumindest einem Teil ihrer Kunden – eine Kündigung zugesendet.

a) Außerplanmäßige (unzulässige?) Kündigungen

Die E-Mails der Anbieter

Betroffene Kunden finden hier Empfehlungen, Musterschreiben etc.

Per Klick vergrößern Sie die Bilder.

Mit Ausnahme von „Energie für uns“ verwendet keiner der Energieversorger das Wort „Kündigung“, sondern, dass die Versorgung eingestellt wird. Oft heißt es auch, dass die Versorgung „vorübergehend“ eingestellt wird. Dies ist irreführend. Auch an einer Begründung fehlt es. „Angesichts von solchen Schreiben ist es auch nicht abwegig von möglichen Insolvenzen zu sprechen“, schlussfolgert der Rechtsexperte Schneidewindt der Verbraucherzentrale NRW (energate-Messenger vom 11.10.2021).

„Energie für uns“ bietet den betroffenen Kunden an, sie bei der Suche nach einem alternativen Energievertrag zu unterstützen.

Grundsätzlich gilt, dass immergrün & Co. am Vertrag festhalten muss.

  • Laut immergrüns eigenen AGBs (3 (2)) müssen Vertragsänderungen mindestens 6 Wochen vorab mitgeteilt werden. Somit verstößt immergrün gegen seine eigenen AGBs. Ähnliche Klauseln finden sich bei den anderen Stromanbietern.
  • immergrün & Co. darf den Vertrag mit seinen Kunden nur dann beenden, wenn ein Sonderkündigungsrecht vorliegt (z.B. Zahlungsverzug oder Stromdiebstahl) oder wenn der Vertrag nach der Mindestlaufzeit ausläuft.
  • Ein weiterer Grund könnte vorliegen, wenn immergrün & Co. (z.B. aufgrund einer Insolvenz o.Ä.) Sie nicht weiter beliefern kann.

Die Deutsche Energiepool hat bereits am 24.9. Kunden gekündigt. Das Unternehmen hingegen spricht von einer Kündigung. Auf seiner Internetseite veröffentlichte das Unternehmen eine entsprechende Erklärung, mit der es eine Sonderkündigung begründet.

Welche und wie viele Kunden sind betroffen?

  • Die 202 Rückmeldungen vom 8. bis zum 13.10.2021 auf dieser Seite zeigen, dass Kunden aus ganz Deutschland betroffen sind.
  • Der Bremer Energieversorger SWB und der Netzbetreiber Wesernetz (Einzugsgebiet: Bremen und nähere Umgebung) gaben gegenüber dem Weser Kurier an, dass mindestens 700 Kunden betroffen sind. Vergleicht man dies mit den Rückmeldungen betroffener Kunden auf dieser Seite, so muss von einer 4-stelligen oder 5-stelligen Anzahl an betroffenen Kunden in ganz Deutschland ausgegangen werden. 

immergruen-fuxx-sparenergie-strogon Enstroga Wichtige Mitteilung Beendigung Ihrer Belieferung

  • Diese Auswertung legt nahe, dass nur ein Teil der Kunden von immergrün & Co. gekündigt wurden. Rückmeldungen von Kunden gegenüber Verbraucherhilfe-Stromanbieter bestätigen dies.

Wer steckt hinter immergrün, idealenergie, meisterstrom und Almado energy?

  • Hinter der immergrün-Energie GmbH steckt die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH (ehemals 365 AG und almado AG) mit Sitz in Köln. 
  • Zum Unternehmen gehören auch idealenergie, Meisterstrom und Almado energy
  • Der Kundenservice und weitere Prozesse werden von GfM betreut
  • Mahnungen werden von EWD-Inkasso bearbeitet
  • Rechtliche Auseinandersetzungen führen die SMB Rechtsanwälte

b) Kündigungen zum Vertragsende

Bei diesen Kündigungen zum Vertragsende haben die Energieanbieter nicht gegen den Vertrag verstoßen. Genauso wie die Kunden, haben die Energieanbieter das Recht, die Verträge zum Ende der Laufzeit zu kündigen. Dies war bisher unüblich. Als Gründe werden die steigenden Energiepreise genannt. 

Die Betroffenen Kunden werden nun einen teureren Energievertrag erhalten.

Die E-Mails der Anbieter

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IV. Preiserhöhungen

a) Wie hoch fallen die Preiserhöhungen aus?

Die stärksten Preiserhöhungen, die mir vorliegen, stammen von Wunderwerk AG (Gas: +352 % auf Arbeitspreis), Enstroga (Gas: +261 auf Arbeitspreis), REW (Strom: Grundpreis: 2,68€⇒36,09€/Monat  & +67% auf Arbeitspreis), immergrün (Gas/Strom: +219% / +127% auf Arbeitspreis)

Haben Sie eine Preiserhöhung, die ich hier mit aufnehmen soll? Dann senden Sie mir gerne eine E-Mail an [email protected]

b) Sind diese Preiserhöhungen zulässig?

Nach meiner Einschätzung sind die meisten Preiserhöhungen von immergrün & Co. mit hohen Erfolgsaussichten anfechtbar.

Zuletzt wurde immergrün am 18.10.2021 von der Verbraucherzentrale aufgrund von Preiserhöhungen abgemahnt.

Betroffenen Kunden biete ich hier kostenlose Musterschreiben an, die auf diesen Argumenten aufsetzen. Anbieterübergreifend bestätigen mir Verbraucher, dass sie mit meiner Vorlage ihr Geld zurückholen konnten. Rezensionen auf Google sowie gelöste Beschwerden auf de.reclabox.com (siehe z.B. Quellen 123) bestätigen die Wirksamkeit meiner Vorlagen.

Intransparent mitgeteilte Preiserhöhungen sind unzulässig.

Preiserhöhungen müssen zugesendet werden und dürfen nicht einfach ins Kundenportal eingestellt werden. Drastische und versteckte Preiserhöhungen sind nicht zulässig. Vor Wirksamwerden haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Wenn die Preiserhöhung schon wirksam ist, können die betroffenen Kunden aber die Preiserhöhung noch 3 Jahre lang anfechten.

Am 18.10. hat die Verbraucherzentrale immergrün wegen intransparenten Preiserhöhungen abgemahnt: Im Betreff wurden die Preiserhöhungen nicht angekündigt. Das LG Hamburg (Az: 312 O 453/18) urteilte, dass der E-Mail-Betreff eindeutig auf die Preiserhöhung hinweisen muss, um dem §41 (3) EnWG zu genügen. Auch die Absenderadresse kontakt[at]kundenservice-energie.de lässt nicht erkennen, dass die E-Mail von immergrün stammt. Ferner mussten Kunden von immergrün sich erst im Kundenportal einloggen, um die Preiserhöhungen einsehen zu können.

Neben diesen Argumenten sehe ich weitere Argumente, weshalb ich die Preiserhöhungen von immergrün & Co als unzulässig erachte: Das versendete Schreiben genügt nicht dem §41 (3) EnWG. Es ist nicht transparent, weil nicht klar ist, wie die Preiserhöhung sich zusammensetzt (es fehlt an einer Berechnungsgrundlage) und weil der alte Preis nicht genannt oder transparent ins Verhältnis gesetzt wird. Genau dies verlangt aber der BGH (VIII ZR 247/17) und das OLG Köln (6U 303/19) in seinen Urteilen. Allein deshalb ist die Preiserhöhung bereits unzulässig. Das OLG Köln fordert ferner, dass zur Transparenz auch gehört, auf welche Preisbestandteile (Steuern, Abgaben, Umlagen etc.) die Preiserhöhung beruht.

Der Energieversorger darf seinen Gewinnanteil nicht steigern.

Daher dürfen die Preise nur im Rahmen der tatsächlichen Gesamtkostenentwicklung angepasst werden. Der Energieversorger darf somit den Umfang der Preiserhöhung nicht wahllos festlegen, sondern er muss diese auf eine Berechnungsgrundlage stützen. Damit soll verhindert werden, dass der Energieversorger seine Gestaltungsmacht zu Lasten der Kunden ausnutzt. Dem Verbraucher muss bei Vertragsabschluss möglich sein zu erkennen, in welchem Umfang spätere Preiserhöhungen auf mich zukommen können. Diesen Grundsatz haben die Unternehmen immergrün & Co. auch in Ihren AGBs verankert: „Der Energieversorger ist berechtigt und verpflichtet, eine Anpassung des Preises im Wege der einseitigen Leistungsbestimmung in Ausübung billigen Ermessens (§ 315 BGB) nach Maßgabe der Entwicklung der für die Preisbildung maßgeblichen Faktoren vorzunehmen.“ Zudem sichern die Anbieter ferner zu, dass sie Kostensenkungen von Kostensteigerungen abziehen. Diesen Grundsatz können die Anbieter nur erfüllen, wenn Sie eine nachvollziehbare Berechnungsgrundlage aufstellen, die Sie ja ohnehin Ihrem Kunden mitteilen müssen (siehe BGH (VIII ZR 247/17)) und wenn sie nicht willkürlich Ihre Preise erhöhen.

Bei den Schreiben von immergrün & Co. sehe ich dies nicht als erfüllt an. Aus meiner Sicht könnte eine nachvollziehbare Berechnungsgrundlage so aussehen, dass z.B. alle variablen und fixen Kostensteigerungen (z.B. Steuern und Energiebeschaffungspreise; in Summe 2 Cent / kWh) und alle fixen Kostensteigerungen (z.B. Anstieg Kundenverwaltungskosten pro Kunde um 1 €) aufgelistet und im gleichen Verhältnis den Arbeitspreis (also auch um 2 Cent / kWh) und den Grundpreis (also um 1 €) erhöhen.

Strom- und Gasanbieter sollten eine nachvollziehbare Berechnungsgrundlage auch in Sonderverträgen bereitstellen (hier das Beispiel von LEW, bei der die Preiserhöhung vollständig erklärt wird):

Musterschreiben zur Abwehr dieser Preiserhöhungen fordern Sie hier an.

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V. Drastische Abschlagserhöhungen

a) die versendeten E-Mails
b) Wie viele Kunden sind betroffen?
c) Wann sind Erhöhungen erlaubt?
d) Sind die Abschlagserhöhungen berechtigt?
e) Vertragsbeendigung ohne Sonderkündigung

Betroffene Kunden finden hier Empfehlungen, Musterschreiben und Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

a) Die versendeten E-Mails

Die Schreiben wurden alle am 22.10. abends bis nachts versendet und ähneln sich z.B. hinsichtlich:

  • der Argumente, weshalb eine Abschlagserhöhung gefordert wird (im Interesse der Verbraucher: um Nachzahlungen zu vermeiden),
  • dass auf keine Preiserhöhung oder einen nachweislich höheren Verbrauch verwiesen wird,
  • dem Aufbau der Schreiben und
  • dem optimistischen Ausblick, den die Unternehmen zum Schluss trotz allem ziehen.

b) Wie viele Kunden sind betroffen?

Eine 5-stellige Zahl ist wahrscheinlich. Ich befürchte eine 6-stellige Zahl. Dies begründe ich folgendermaßen:

  • Die Kundenanzahl von immergrün schätze ich Mitte 2021 auf ca. 500.000 Kunden (hier fließen Expertenmeinungen, Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters sowie die Präsenz auf den Vergleichsportalen ein).
  • Die Umfrage zeigt, dass die Hälfte der betroffenen Kunden sich über die anderen Firmen beschweren: Wunderwerk, Elektrizitätswerke Düsseldorf, Strogon, Enstroga und Fuxx Sparenergie.
  • Die 4 Mal so hohen Besucherzahlen auf meiner Internetseite gegenüber der Vorwoche signalisieren mir, dass deutlich mehr Kunden von den Abschlagserhöhungen betroffen sind als von den vorzeitigen Vertragsaufkündigungen, die seit Anfang Oktober versendet wurden.
  • Nur am Tag der BEV-Insolvenz (Januar 2019) verzeichnete ich ca. doppelt so viele Besucher als am 23.10.2021. Damals waren ca. 300.000 Kunden von der BEV-Insolvenz betroffen. (Inzwischen ist meine Internetseite über Google jedoch leichter aufzufinden.)

c) Wann und wie stark dürfen Abschläge erhöht werden?

Das EnWG, StromGVV und GasGVV sehen vor, dass Abschläge nur erhöht werden dürfen, wenn 

  • die Preise erhöht wurden oder
  • der Verbrauch im Vergleich zur Vorperiode anstieg (ein Guthaben in der letzten Abrechnung ist dann jedoch anzurechnen).

Die Abschlagserhöhungen müssen zudem proportional erfolgen.

Beispiel zu Preiserhöhung: Wenn die Preise um 10% steigen, dann darf der Abschlag auch nur um 10% erhöht werden.

Beispiel zu Verbrauchserhöhung: Wenn im Jahr 2020 der Verbrauch 1.000 kWh betrug und in der 2021er Abrechnung der Verbrauch auf 1.500 kWh anstieg (+50%), dann darf der Abschlag um 50% erhöht werden. Wenn jedoch ein Guthaben i.H.v. 200 € in der 2021er Abrechnung vorlag bei Stromkosten i.H.v. 400 € (50%), dann darf der Abschlag nicht erhöht werden, da bei diesem Guthaben die Abschläge reduziert werden müssen und die beiden Effekte sich aufheben.

Meine Schlussfolgerung untermauere anhand von AGBs, dem Urteil des LG Düsseldorf (12 O 474/12) und dem StromGVV.

In den AGBs der Anbieter finde ich keinen Hinweis darauf, dass Abschläge abhängig vom aktuellen Marktpreis angepasst werden dürfen. Selbst wenn dies darin stünde, so würden diese Klauseln mit höchster Wahrscheinlichkeit gegen das EnWG und die Strom GVV / Gas GVV verstoßen.

Im Urteil des LG Düsseldorf wurde geurteilt, dass ExtraEnergie bei der Abschlagsberechnung für die künftige Abrechnungsperiode keinen höheren Verbrauch zugrunde legen darf, als er sich aus der Jahresrechnung für die vorausgegangene Abrechnungsperiode ergibt.

Im §13 Strom GVV steht: 

(1) Wird der Verbrauch für mehrere Monate abgerechnet, so kann der Grundversorger für die nach der letzten Abrechnung verbrauchte Elektrizität eine Abschlagszahlung verlangen. Diese ist anteilig für den Zeitraum der Abschlagszahlung entsprechend dem Verbrauch im zuletzt abgerechneten Zeitraum zu berechnen. (…).
(2) Ändern sich die Allgemeinen Preise, so können die nach der Preisänderung anfallenden Abschlagszahlungen mit dem Vomhundertsatz der Preisänderung entsprechend angepasst werden.
(3) Ergibt sich bei der Abrechnung, dass zu hohe Abschlagszahlungen verlangt wurden, so ist der übersteigende Betrag unverzüglich zu erstatten, spätestens aber mit der nächsten Abschlagsforderung zu verrechnen. Nach Beendigung des Versorgungsverhältnisses sind zu viel gezahlte Abschläge unverzüglich zu erstatten.
Weiterführende Informationen, Erläuterungen und Musterschreiben zum Thema Abschlag finden Sie hier.
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d) Liegen berechtigte Gründe für die Abschlagserhöhungen vor?

Bei den vorliegenden Schreiben: m.E. NEIN!

Grundsätzlich haben sich beide Vertragspartner (der Energieanbieter und der Kunde) an den geschlossenen Vertrag zu halten. Nur unter den zuvor genannten Gründen können Abschlagserhöhungen vorgenommen werden. In den Schreiben wird weder eine Preiserhöhung ausgesprochen, noch auf eine frühere Preiserhöhung verwiesen. Es wird auch nicht auf eine Abrechnung verwiesen, aus der ein höherer Verbrauch hervorgeht.

Die Anbieter schreiben, dass aufgrund des Preisanstiegs die Abschläge erhöht werden müssen, um den „benötigten Energieeinkauf sicherzustellen“ (immergrün). Es ist die Aufgabe des Anbieters, die Energie am Markt einzukaufen und vorausschauend zu planen. immergrün & Co. geben an, entsprechende Controlling- und Risikomanagement-Instrumente einzusetzen. Anscheinend haben die kritisierten Unternehmen sich entschieden, die Energie überwiegend am Spot-Markt zu beziehen. Das ist deren unternehmerisches Risiko. Früher, als die Preise am Spot-Markt niedrig waren, sind die Anbieter auch nicht auf den Kunden zugegangen und haben denen eine Abschlagsminderung angeboten. 

Betroffene Kunden finden hier Handlungsempfehlungenund hierMusterschreiben, wie Sie die Erhöhung der Abschläge verhindern können.

e) Vertragsbeendigung ohne Sonderkündigung

Bei Vertragsänderungen hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht – nicht der Anbieter selber. In den AGB 3 (2) von immergrün heißt es:

Änderungen der Vertragsbedingungen wird der Energieversorger dem Kunden mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Wirksamwerden durch Übersendung in Briefform mitteilen. (…) Im Falle einer Vertragsänderung ist der Kunde berechtigt, den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen zu kündigen oder den Änderungen zu widersprechen.

Anscheinend hält sich immergrün nicht an die eigenen AGBs . Die Abschlagserhöhung wurde ca. 2 Wochen vorab mitgeteilt. Nun erhalten Kunden die Kündigung. Betroffene Kunden können anhand ihrer E-Mail nachweisen, dass immergrün hier nicht richtig gehandelt hat. In meinen Empfehlungen an die Kunden gehe ich hierauf ein.

VI. 4 Insolvenzen & 4 Bilanzkreiskündigungen

Die Konsequenzen für Kunden im Falle von Insolvenzen oder Bilanzkreiskündigungen sind sehr ähnlich. Bei Insolvenzen kommt hinzu, dass ein mögliches Guthaben (fast komplett) verloren ist.
Bilanzkreise werden gekündigt, wenn der Energieversorger nicht genügend Sicherheiten hinterlegen kann oder keine Zahlung mehr leistet. Der Anbieter muss nicht zwangsläufig insolvent sein.

a) 4 bisherige Insolvenzen
b) 4 bisherige Bilanzkreiskündigungen (ohne Insolvenz)
c) Hilfe für betroffene Kunden
c) Warum steigt das Insolvenz-Risiko bei Strom-/Gas-Discountern?
d) Was geschah vor dieser „neuen Eskalationsstufe“?

a) Insolvente Stromanbieter & Gasanbieter 2021

Strom- / GasanbeiterTag der InsolvenzInsolvenzverwalter
Otima Energie AG12.10.2021Rüdiger Wienberg (hww hermann wienberg wilhelm)
Smiling Green Energy19.10.2021Tobias Brinkmann
Lition28.10.2021Christoph Schulte-Kaubrügger (White & Case)
Fulminant Energie16.11.2021Axel Bierbach (KMBH)
Dreischtrom GmbH08.12.2021Firma Danko
Neckermann Strom AG20.12.2021Justus von Buchwaldt (Kanzlei BBI)

1. Insolvenz: Otima Energie AG (12.10.2021)

In England sind bereits Ende September neun Stromanbieter zusammengebrochen. Darunter befindet sich auch die Enstroga UK (Quelle).

Am 12.10.2021 hat der erste deutsche Strom- und Gasanbieter Otima Energie AG die Versorgung eingestellt und Insolvenz angemeldet. Als Gründe werden u.A. die massiv gestiegene Großhandelspreise und der damit einhergehende massive Anstieg an Vorauskasse- und Sicherheitsleistungen gegenüber seinen Marktpartnern genannt.

 2. Insolvenz: Smiling Green Energy

Unter der Marke „Natürlich-grün-Strom“ versorgt das Hamburger Unternehmen 1.500 Kunden mit Energie aus regenerativer Erzeugung. 

3. Lition (28.10.)

Ca. 20.000 private Kunden und 40 Mitarbeiter sind betroffen. Der Insolvenzverwalter prüft, ob der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden kann (Quelle). In diesem Fall haben Kunden kein Sonderkündigungsrecht. 

4. Fulminant Energie (16.11.)

Ca. 10.000 Kunden aus Deutschland und Österreich sind betroffen. Das Unternehmen wurde erst 2018 gegründet.

Beim Insolvenzverfahren zu Fulminant Energie wurde für die betroffenen Kunden eine Internetseite eingerichtet. Die betroffenen Kunden werden zeitnah über die Ersatzversorgung mit Energie beliefert.

5. Dreischtrom (8.12.)

6. Neckarmann Strom AG (20.12.)

Ca. 13.000 Kunden sind betroffen. Das Unternehmen wurde 2013 gegründet und bot Strom- und Gastarife an.

b) Bilanzkreiskündigungen (ohne Insolvenz)

Zum 3.12.2021 wurde mit gas.de (Grünwelt Energie) dem ersten großen Energieversorger der Bilanzkreis gekündigt. Nach meiner Abschätzung sind 100.000 bis 400.000 Kunden betroffen. Neben Gas.de waren wenige Tausend Kunden der Anbieter Berla Energie, Envitra und way2energy betroffen.

c) Hilfe für betroffene Kunden

In diesem Abschnitt informiere Sie ich darüber, was Sie zur Insolvenz wissen sollten, um Ihren Schaden zu begrenzen. Dabei thematisiere ich u.A.

  • dass Sie weiter mit Strom & Gas versorgt werden,
  • ob Sie Abschläge zurückbuchen lassen sollten,
  • wie Sie Ihren Neukundenbonus und ausstehende Guthaben einfordern können und
  • wie Sie vergangene Preiserhöhungen anfechten können.

Zudem: Das sollten Sie sofort tun

  • Stoppen Sie alle Überweisungen und kündigen Sie die Daueraufträge,
  • lesen Sie den Zählerstand ab,
  • suchen Sie sich einen neuen, verbraucherfreundlichen Anbieter mit einem geringen Insolvenzrisiko.

Auf dieser Seite beschreibe ich ferner,

  • was mit Ihrem Guthaben passiert und
  • wie Sie  sich in die Insolvenztabelle eintragen.

Zusammen machen wir das Beste aus dieser unerfreulichen Situation.

Ihr
Dr. Matthias Moeschler

Inhaltsverzeichnis

i) Das sollten Sie wissen
ii) Das sollten Sie sofort tun
iii) Buchen Sie Überweisungen nicht voreilig zurück
iv) Wechseln Sie zukünftig zu verbraucherfreundlichen Anbietern mit geringem Insolvenzrisiko
v) Das sollten Sie ab Erhalt der Abrechnung tun
vi) Neuigkeiten zu den Insolvenzen

i) Das sollten Sie wissen

Ihre weitere Versorgung mit Strom und Gas ist gesichert

Trotz der Insolvenz werden Sie weiterhin mit Strom und Gas beliefert. Wahrscheinlich wird Ihr lokaler Versorger Sie hierzu anschreiben. Ihre unterbrechungsfreie Versorgung mit Strom und Gas ist somit gesetzlich sichergestellt.

Diese Ersatzversorgung ist allerdings deutlich teurer. Daher sollten Sie sich zeitnah einen neuen Versorger suchen. Sie haben die Möglichkeit, bis zu 6 Wochen rückwirkend die Versorgung des Grundversorgers durch Beauftragung eines anderen Versorgers abzulösen. Wie dies geht und wie Sie verhindern, erneut zu einem problematischen oder insolvenzgefährdeten Anbieter zu geraten, erfahren Sie auf den weiter unten aufgeführten Hinweisen.

Ihr Guthaben ist weg

Bei einer Insolvenz gilt eine komplette Ausgabensperre. Daher werden keine Auszahlungen (z.B. aus Guthaben, Boni oder zu viel geleisteten Abschlagszahlungen) mehr an Sie getätigt. Ihr Guthaben können Sie jedoch zu einem späteren Termin in die Insolvenztabelle eintragen lassen, nachdem der Insolvenzverwalter diese eröffnet hat. Da diese noch nicht eröffnet ist, können Sie aktuell hierzu nichts unternehmen.

Zur Orientierung: Bei der Insolvenz von BEV erhielten die Gläubiger nur ca. 3% ihres Guthabens zurück. Es ist somit anzunehmen, dass bei der Insolvenz Ihres Anbieters Ihr Guthaben so gut wie verloren ist.

Zeitverzug bei Abrechnungen

Der Insolvenzverwalter wird sich zunächst einen Überblick verschaffen müssen. Zudem wird ähnlich wie bei der Insolvenz von BEV ein großer Berg an Kündigungsschreiben, Widersprüchen, Abrechnungen etc. abzuarbeiten sein. Daher können die gesetzlichen Fristen für die Erstellung der Abrechnungen nicht eingehalten werden.

Im Falle eines Guthabens wird dieses wahrscheinlich verloren sein (siehe oben). Im Falle einer Nachzahlung beachten Sie bitte, dass unstrittige Nachzahlungen zu leisten sind. Sofern in den letzten 3 Jahren unzulässige Preiserhöhungen  vorgenommen wurden oder Abrechnungen fehlerhaft waren, sollten Sie die Hinweise in Abschnitt 2.4 beachten.

ii) Das sollten Sie sofort tun

1) Finden Sie heraus, ob Ihr insolventer Anbieter oder die Ersatzversorger Sie zukünftig mit Energie beliefert.

Der Insolvenzverwalter entscheidet, ob der insolvente Anbieter die Belieferung fortsetzt oder ob die Ersatzversorgung einspringt. Ein Sonderkündigungsrecht besteht nur dann, wenn der insolvente Anbieter keine Energie mehr liefern kann.

Aufgrund der aktuell stark steigenden Preise halte ich es für wahrscheinlicher, dass der Ersatzversorger einspringt. In diesem Fall werden Sie von Ihrem Ersatzversorger informiert. Auch auf dieser Seite werde ich dies bekannt geben.

2) Widerrufen Sie die Einzugsermächtigung bzw. kündigen Sie den Dauerauftrag bei Ihrer Bank

Wenn der insolvente Anbieter Sie weiterhin mit Energie beliefert, dann müssen Sie die Abschläge an ein neues Konto überweisen, dass der Insolvenzverwalter noch bekannt gibt. Zahlen Sie die Abschläge so lange, bis der Vertrag planmäßig ausläuft. Diesen Vertrag können Sie nur regulär zum Vertragsende kündigen.

Wenn der Ersatzversorger einspringt, dann wird dieser Sie informieren und die neue Bankverbindung mitteilen.

Die Einzugsermächtigung bzw. den Dauerauftrag für den insolventen Anbieter müssen Sie unbedingt kündigen. Andernfalls geht dieses Geld in die Insolvenzmasse ein. Den Dauerauftrag kündigen Sie über die Bank, die Einzugsermächtigung kündigen Sie gegenüber dem (vorläufigen) Insolvenzverwalter. Nutzen Sie das Musterschreiben ii.

3) Lesen Sie den Zählerstand ab

Und teilen Sie diesen dem Netzbetreiber und ihrem aktuellen Anbieter (Ersatzversorger oder insolventen Anbieter) mit.

Machen Sie vorsichtshalber ein Foto. Es reicht, wenn Sie dem Netzbetreiber den Zählerstand in einer kurzen E-Mail mitteilen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe den Zählerstand am xx.xx.202x abgelesen. Dieser beträgt x.xxx.
Zähler-Nummer: [finden Sie auf dem Zähler]
Anschrift: [Ihre Anschrift]
Viele Grüße,

4) Wenn der Ersatzversorger einspringt:

Kündigen Sie vorsichtshalber den Vertrag mit dem insolventen Lieferanten.

Nutzen Sie das Musterschreiben i.

iii) Buchen Sie Überweisungen NICHT voreilig zurück!

Sollten Sie Ihre Überweisungen zurückbuchen lassen?

Zahlreiche Verbraucher möchten Ihre Verluste aufgrund der Insolvenz reduzieren und spielen mit dem Gedanken, Abbuchungen von Ihrem Konto zurückbuchen zu lassen. Aufgrund meiner Erfahrungen aus früheren Insolvenzen rate ich hiervon grundsätzlich ab. In den allermeisten Fällen handelt es ich um einen sehr schädlichen Aktionismus, der sich für Sie finanziell und emotional rechen wird. Lediglich unrechtmäßige Abbuchungen würde ich zurückbuchen.

Möchten Sie dennoch die Überweisung zurück buchen?

Dann würde ich Ihnen Folgendes empfehlen:

  • Kündigen Sie Ihrem Anbieter die Rückbuchung per E-Mail vorab an. 
  • Begründen Sie die Rückbuchung (z.B. Guthabenaufrechnung (wenn Sie vorab bereits gemahnt haben) oder zu hohe Abschläge wurden eingezogen, daher werden Sie den letzten anteiligen Monat zurückbuchen). 
  • Eine Aufrechnung mit dem erwarteten Guthaben bzw. mit dem Neukundenbonus sehe ich als riskant an. Dies könnte nur zulässig sein, wenn Sie bereits im Vorfeld die Guthabenauszahlung angemahnt haben und die gesetzte Frist ereignislos verstrichen ist.

Risiken: Erfahrungen mit BEV (2019)

Bereits bei der Insolvenz von BEV wurde diskutiert, ob Verbraucher nicht das Risiko eingehen und Rückbuchungen dennoch vornehmen sollten. Der Insolvenzverwalter von BEV hat jedoch versucht, die zurück gebuchten Verträge nachträglich einzufordern. Es entstanden Mehrkosten für die betroffenen Kunden.

Risiken in Form von Mahnungen

Letztendlich muss jeder selber entscheiden, ob er das Risiko eingehen möchte. Um eine entsprechende Entscheidung treffen zu können, sollten Sie jedoch wissen, welche Kosten auf Sie zukommen können: Die Rücklastschrift beträgt üblicherweise 10€ oder weniger, Mahnung dürfen i.d.R. nur maximal 2,5€ kosten, Inkasso wird deutlich teurer (bei ein paar Hundert Euro Gegenstandswert vielleicht 70€). Stellen Sie vor diesem Hintergrund sicher, dass Sie nicht in Zahlungsverzug geraten und holen Sie sich vorsichtshalber rechtlichen Rat ein.

iv) Wechseln Sie zukünftig nur noch zu verbraucherfreundlichen Anbietern mit geringem Insolvenzrisiko

a) Meine Empfehlungen (Stand: 12.02.2022)

Aktuell sind Vattenfall, 123 energie, E wie einfach & eprimo die günstigsten meiner empfohlenen Anbieter.

Diese Anbieter haben ein geringes Insolvenzrisiko, verbraucherfreundliche AGBs & einen guten Kundenservice (Nachweis).

Legen Sie bitte zukünftig mehr Wert auf Qualität. So vermeiden Sie sich viel Ärger.

b) Meine empfohlenen Anbieter haben ein geringes Insolvenzrisiko

Ein geringes Insolvenzrisiko liegt vor, wenn der Anbieter direktes Eigentum an regulierter Netzinfrastruktur (insb. Strom und Gas) hat. Aufgrund der Anreizregulierung (AregV) erhalten die Unternehmen eine garantierte Verzinsung i.H.v. ca. 4% auf das Vermögen der Netzinfrastruktur. Diese Einnahmen können als Puffer für mögliche Verluste aus dem Vertriebsgeschäft dienen. Es ist somit sehr unwahrscheinlich, dass in vielen Jahren die Verluste aus dem Vertriebsgeschäft die Einnahmen aus dem Netzgeschäft übersteigen und das Eigenkapital aufzehren.

c) Warum sind Stromdiscounter oft riskanter?

Millionen von deutschen Verbrauchern wissen aus eigener Erfahrung, wie riskant die Geschäftsmodelle einiger Stromdiscounter tatsächlich sind: In den Jahren 2011, 2013, 2017 und 2019 haben die Stromdiscounter Teldafax, Flexstrom, Care-Energy und BEV Insolvenz angemeldet. 

Kurz zusammengefasst (ausführlich siehe hier): 

  • Stromdiscounter sichern sich seltener ab und kaufen Strom häufiger kurzfristig ein
  • Im ersten Jahr werden aufgrund von Kampfpreisen und Provisionen Verluste eingefahren. Diese müssen kompensiert werden, z.B. durch Preiserhöhung. Wenn sich die Kunden jedoch in den Fällen wehren, kann es passieren, dass das Geschäftsmodell nicht aufgeht.
  • Stromdiscounter haben i.d.R. keinen finanziellen Puffer aus Netzeigentum.

v) Das sollten Sie ab Erhalt der Abrechnung tun

Kontrollieren Sie Ihre Abrechnung & Guthabenauszahlungen

Grundsätzlich muss Ihnen die Abrechnung 6 Wochen nach Vertragsende zugesendet werden. Erfahrungsgemäß werden Sie die Abrechnung bei einer Insolvenz jedoch später erhalten. Eine berechtigte Nachzahlung ist zu leisten. Ein Guthaben wird nicht an Sie ausgezahlt, Sie können es jedoch in die Insolvenzmasse eintragen.

Insbesondere wenn Sie zu einer Nachzahlung aufgefordert werden, ist es wichtig zu prüfen, ob die Abrechnungen der letzten 3 Jahre korrekt waren und ob alle Guthaben- und Bonus-Auszahlungen getätigt wurden. Wenn Sie einen Fehler feststellen, können Sie die Nachzahlung reduzieren. 

Bei der Abrechnung werden öfters Fehler gemacht. Schauen Sie daher genau nach. Am häufigsten liegen falsche Zählerstande vor, der Boni wurde nicht berücksichtigt oder nicht alle geleisteten Abschläge erfasst. Die Abrechnung ist relativ leicht zu kontrollieren. Das habe ich im folgenden Bild veranschaulicht. Zudem finden Sie hier Musterschreiben, wenn ein Fehler vorliegt. Weiterführende Details, Musterschreiben und ein Berechnungs-Tool (Excel), mit der Sie die Rechnung kontrollieren können, finden Sie hier  und hier.

Wenn Ihnen der Neukundenbonus verweigert wird

Dann sollten Sie sich wehren.

  • Wenn Sie mindestens 12 Monate Kunde waren, dürften Ihnen die Boni zustehen. Leider haben einige Anbieter, wie z.B. immergrün, in seinen AGBs einige Einschränkungen zur Gewährung der Boni. Aus meiner Sicht sind diese allesamt unzulässig und mit meiner Hilfe haben viele der betroffenen Verbraucher den Boni doch noch ausgezahlt bekommen. Weiterführende Hinweise finden Sie hier und hier.
  • Wenn Sie noch keine 12 Monate Kunde waren, dürften Sie hohe Chancen haben, den Bonus einzufordern, da die Schuld an dem vorzeitigem Belieferungsende nicht bei Ihnen liegt. Damit Sie den Bonus einfordern können, nutzen Sie einfach mein Musterschreiben iii.

Tragen Sie ausstehende Guthaben in die Insolvenztabelle ein

Wie Sie das Guthaben in die Insolvenztabelle eintragen, erfahren Sie an dieser Stelle, wenn es soweit ist.

vi) Insolvenz: Neuigkeiten

  • 12.10.2021: Otima Energie AG hat Insolvenz angemeldet
  • 19.10.2021: Smiling Green Energy hat Insolvenz angemeldet
  • 28.10.2021: Lition hat Insolvenz angemeldet

d) Das Insolvenzrisiko im Endkundengeschäft steigt

Seit September 2021 steigen die Großhandelspreise für Strom und Gas stark an. Dies setzt insbesondere jene Stromanbieter unter Druck, die ihre Energie kurzfristig an den Spotmärkten beschaffen.

Experteneinschätzungen zum Insolvenz-Risiko

 „Angesichts von solchen Schreiben ist es auch nicht abwegig von möglichen Insolvenzen zu sprechen.“

Holger Schneidewindt (Rechtsexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) erwartet für die kommenden Wochen und Monaten, dass weitere Stromanbieter in Probleme geraten und in die Insolvenz rutschen (zitiert im energate-messenger vom 11.10.2021).

„Besonders gefährdet sind kleine Versorger“

Zu dieser Aussage kommen Analysten von Euler Hermes und Allianz Research in einer gemeinsamen Studie. Ferner gehen sie davon aus, dass sich die Energiemärkte erst im zweiten Quartal 2022 beruhigen werden. (Quelle: energate-messenger vom 14.10.2021)

„Auftakt zu weiteren Insolvenzen im Markt“

Insolvenzverwalter Tobias Brinkmann von Smiling Green Energy (Quelle: WirtschaftsWoche)

Wie kam es dazu, dass immergrün einseitig Verträge kündigt?

Die Geschäftsmodelle der Stromdiscounter, wozu auch immergrün und Fuxx Sparenergie gehören, sind oft riskant. Hinzu kommt, dass in den vergangenen Wochen die Strom- und Gaspreise an den Börsen stark gestiegen sind. Holger Schneidewindt (Rechtsexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) erwartet, dass in den kommenden Wochen und Monaten weitere Stromanbieter in die Knie gehen und in die Insolvenz rutschen (Quellen 1, 2).

Ursache 1: Starker Anstieg der Strom- & Gaspreise an den Börsen

Energy-charts.info
Energy-charts.info

Der Großhandelspreis je Megawattstunden Strom betrug im September bereits teilweise mehr 200 €. Dies war der höchste Wert seit zehn Jahren. In diesem Zeitraum hat immergrün bereits Preiserhöhungen von mehr als 50% versendet. Am 7.10.2021, dem Tag an dem immergrün die Versorgung tausender Kunden aufkündigte, stieg der Wert auf 442,90 Euro (siehe Abbildung, Quelle: entso-e). 

Die Preisexplosion ist dramatisch und in Großbritannien sind bereits die ersten Energieversorger pleite gegangen (Quelle).

Ursache 2: Die Geschäftsmodelle von Stromdiscountern sind oft riskant

Millionen von deutschen Verbrauchern wissen aus eigener Erfahrung, wie riskant die Geschäftsmodelle einiger Stromdiscounter tatsächlich sind: In den Jahren 2011, 2013, 2017 und 2019 haben die Stromdiscounter Teldafax, Flexstrom, Care-Energy und BEV Insolvenz angemeldet. 

1. Stromdiscounter kaufen Strom häufiger kurzfristig ein

Stromanbieter können entweder konservativ den Strom am Terminmarkt einkaufen – oder spekulativ zu oft günstigeren Konditionen am Spotmarkt. Stromdiscounter kaufen häufiger Ihren Strom und Gas kurzfristig über die Börse ein (Quelle). Daher sind diese tendenziell stärker von den aktuellen Preisschwankungen betroffen. Es ist zu vermuten, dass immergrün & Co. sich auch für die spekulative Strategie entschieden.

2. Verluste aufgrund von Kampfpreisen und Provisionen müssen kompensiert werden

Die Studie von A.T. Kearney aus dem Jahr 2012 zeigt sehr deutlich, warum die Geschäftsmodelle einiger Stromdiscounter riskant sind: Viele Stromdiscounter realisieren im ersten Vertragsjahr Verluste aufgrund geringer Margen, Provisionen an Vermittler und Boni für Neukunden realisieren. Das Geschäftsmodell der Stromdiscounter könne nur dann langfristig profitabel sein, wenn diese Verluste mit Hilfe von schnellen und drastischen Preiserhöhungen und dem Einbehalten von Neukundenboni kompensiert werden. Laut A.T. Kearney ist dieses Geschäftsmodell riskant und geht zu Lasten der Kundenzufriedenheit. An diesem grundsätzlichen wirtschaftlichen Prinzip hat sich seitdem nichts geändert. In der Literatur ist sogar die Rede, dass der Preiswettbewerb zugenommen hat.

Die Studie von Tobias Hirt mit Daten aus den Jahren 2016 bis 2018 bestätigen die Aussagen von A. T. Kearney. 

„Für den Wettbewerb der Energieversorger zeigten die Berechnungen, dass knapp ein Viertel aller dominierenden Tarife (TOP10) defizitär sind und damit dem Versorger keinen wirtschaftlichen Nutzen bringt. Erschreckend ist zudem, dass die dominierenden Tarife für Privatkunden eine Amortisationszeit der Investition der Neukundenakquise durchschnittlich bis zu neun Jahre und bei Gewerbetarifen bis zu 10 Jahre betragen kann.“

3. Wenn sich Kunden wehren, wird es teuer

Dieses Geschäftsmodell geht somit nur dann auf, wenn die Verbraucher dem Unternehmen langfristig treu bleiben. Denn erst wenn die Verbraucher mehrere Jahre Kunde bleiben, können die Verluste des ersten Jahres in den Folgejahren ausgeglichen werden. Wenn der Anbieter es jedoch übertreibt, z.B. mit drastischen Preiserhöhungen um steigende Bezugspreise für Strom und Gas auszugleichen, dann geht die Rechnung nicht auf.

Es können sogar noch weitere Kosten entstehen, z.B., wenn der Energieversorger nicht nachgibt und Kunde die Schlichtungsstelle einschaltet. Diese ist für den Energieversorger kostenpflichtig. Gegen die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH (Nachfolgegesellschaft der 365 AG) liefen im Jahre 2013 insgesamt 447 Verfahren der Schlichtungsstelle Energie (9% aller behandelten Fälle).

4. Kein finanzieller Puffer aus Netzeigentum

Ein geringes Insolvenzrisiko liegt vor, wenn der Strom- und Gasanbieter ein direktes Eigentum an regulierter Netzinfrastruktur (insb. Strom und Gas) hat. Aufgrund der Anreizregulierung (AregV) erhalten die Unternehmen eine garantierte Verzinsung i.H.v. ca. 4% auf das Vermögen der Netzinfrastruktur. Diese Einnahmen können als Puffer für mögliche Verluste aus dem Vertriebsgeschäft, z.B. aufgrund steigernder Bezugspreise für Strom und Gas, dienen.

Stromdiscounter wie immergrün und FuxxSparenergie haben jedoch häufig kein Eigentum an Netzinfrastruktur. Daher fehlt ihnen der finanzielle Puffer aus dem netzgeschäft. Auch die Stromdiscounter Teldafax, Flexstrom, Care-Energy und BEV, die zuvor insolvent gegangen sind, hatten kein Eigentum an Netzinfrastruktur.

Die 365 AG (Vorgängergesellschaft der Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft) hatte Ende 2018 ein Eigenkapital i.H.v. 4,755 Mio. € bei einem Umsatz i.H.v. 311,356 Mio. €.

e) Was geschah vor dieser „neuen Eskalationsstufe“?

Hr. Schneidewindt bezeichnet die Kündigung der Stromverträge als „neue Eskalationsstufe“. Im Vorfeld haben sich Kunden über folgende Maßnahmen von immergrün (z.B. auf reclabox) beschwert:

  • Versteckte und starke Preiserhöhungen (>20%), die zum Teil laut betroffener Kunden nicht mitgeteilt wurden
  • Abrechnungen wurden erst verspätet erstellt und/ oder waren fehlerhaft (z.B. wurde ein zu hoch geschätzter Zählerstand bemängelt)
  • Guthaben wurde nicht ausgezahlt
  • Zu hohe Abschlagszahlungen
  • Bonus wurde verweigert (z.B. wenn Strom nicht ausschließlich privat genutzt wird)
  • Versteckte Zusatzkosten (insb. Nichterfüllungsschäden aufgrund Kündigung nach Umzug)

Eine genaue Analyse der kunden-un-freundlichen AGBs, auf dessen Basis immergrün Boni verweigert und versteckte Zusatzkosten begründet, finden Sie hier.

In den letzten Monaten hat immergrün hohe Preiserhöhungen versendet. Einem Kunden wurde die Erhöhung des Arbeitspreises um ganze +86% angekündigt. Ein weiterer betroffener teilte mir mit, dass er am 1.10. eine Preiserhöhung von 25,54 auf 39,70 Cent/kWh erhielt. Begründet wurden die Preiserhöhungen „aufgrund außergewöhnlich stark ansteigender Großhandelspreise an den Energiemärkten“.

Preiserhoehung-immergruen-Belieferung

Derartige Preiserhöhungen sind meiner festen Überzeugung nach unzulässig, selbst wenn diese transparent mitgeteilt werden (siehe Argumentation).

Zuvor fielen insb. => immergrün => Fuxx Sparenergie und => Wunderwerk AG negativ auf (z.B. aufgrund verweigerter Neukundenboni, versteckten Preiserhöhungen, Nichterfüllungsschäden).

Hinter der immergrün-Energie GmbH steckt die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH (ehemals 365 AG und almado AG) mit Sitz in Köln. Zum Unternehmen gehören auch idealenergie, Meisterstrom und Almado energy.

 

VI. Kommentare von betroffenen Kunden

Ich finde es toll, dass Sie sich in den den Kommentaren so umfangreich austauschen und anderen Betroffenen helfen!

Es werden Fakten und die Meinung des Autors wiedergegeben. Trotz aller Sorgfalt wird jedoch keine Haftung übernommen. Es wird auch keine Rechtsberatung geleistet, weil rechtliche Sachverhalte lediglich allgemein dargestellt werden (RDG §2 III, Satz 5) ⇒ weiterführende Hinweise.

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606 Kommentare

  1. Auch mir wurde am 07.10.2021 zum 18.10.2021 der Stromvertrag von immergrün! gekündigt. Ich hatte vorab den Vertrag über den neuen Lieferanten zum 31.12.2021 gekündigt und erhielt darauf am 01.10.2021 von immergrün! eine ordnungsgemäße Bestätigung. D.h. ich habe am 01.01.2022 einen neuen Lieferanten. Das so weit zur Vorgeschichte.
    Am 18.10.2021 erhielt ich von immergrün! ein Email, indem mir zugesagt wurde, dass eventuell entstandene Nachteile durch den zwischenzeitlichen Wechsel in die Grundversorgung ausgeglichen werden. Auch wurde mir der Neukundenbonus von 25% anteilig zugesagt.
    Heute erhielt ich per Email die Abschlussrechnung von immergrün! An der Berechnung von kWh-Verbrauch und Grundgebühr war nichts auszusetzen. Die Berechnung war korrekt. Jedoch wurde der mir zustehende Neukundenbonus von 25% mit keinem Wort erwähnt und er floß auch nicht in die Abschlussrechnung ein. Es fehlte ebenso ein Hinweis, wie die Mehrkosten für die Grundversorgung vom 19.10.-31.12.2021 erstattet werden.

    1. Ebenso bei mir, mustervorlage ohne Sonderkündigung eingereicht, Und sonder Kündigung bestätigt bekommen zum 8.11.2021. Überlege nun es so zu lassen da vermutlich alle eine etwas höhere Rückerstattung erhalten da die großen Wintermonate vom Verbrauch ja erst jetzt anfangen. Besser die 200 € einstecken als dem Geld im Januar bei einer drohenden Insolvenz hinterher zu rennen?

      1. Liebe Gleichgesinnten 😉,

        ich habe ebenso am 26.10. um 22:34 Uhr eine Mail erhalten, dass meine Kündigung zum 08.11. angenommen wurde, nachdem ich die Mustervorlage verwendet habe. Die Kündigung hatte ich ja gar nicht erfragt 🙈. Aber gut…

        Am 25.10.2021 habe ich übrigens noch der Bundesnetzagentur geschrieben und am 26.10. eine Mail von denen erhalten, dass man sich um den Fall kümmere.

        Super, dass wir alle so gemeinsam zusammenhalten und an dieser Stelle nochmals ein unglaublich großes Dankeschön an Sie, Herrn Dr. Moeschler, für die unermüdliche Hilfe, Mühe und Zeit!! 👍🏻🍀

  2. Und jetzt auch bei mir… immergrün Gas
    Gestern per Mail und Einschreiben die Abschlagszahlungen und den Sepa-einzug lt. Musterschreiben beanstandet..KEINE KÜNDIGUNG…
    Heute wurde zum 8.11.21 eine Sonderkündigung bestätigt!? Dieses möchte ich natürlich nicht und war auch nicht im Muster-Schreiben erwähnt…
    Laufzeit des Vertrages bis 09/22 (eingeschränkte Preigarantie)
    hm , wie gehts weiter, doch nach nen neuen Anbieter suchen?

  3. Hallo,
    ich habe von Immergrün auch eine besagte Erhöhung meines monatlichen Abschlags von 130 Euro auf 340 Euro! bekommen. Daraufhin habe ich per Mail um eine Erklärung gebeten und um Rücknahme der Abschlagserhöhung gebeten. Vor allem weil ich eine eingeschränkte Preisgarantie bis zum 31.7.2022 habe und daher aus meiner Sicht gar keine Anpassung (außer Steuern etc.) möglich wäre. Anstelle einer Antwort habe ich heute ein Mail erhalten, dass sie meiner Sonderkündigung (die ich nie ausgesprochen habe) zum 8.11.21 zustimmen. Auch wenn ich jetzt wechseln würde, sind die aktuellen Tarife wesentlich teurer als mein bisheriger (vor der Abschlagserhöhung). Was kann man hier tun, um die Abschlagserhöhung zu vermeiden? Oder soll man denen, doch lieber den Rücken kehren …

    1. Das hier spiegelt nur meine Meinung wieder, ist keine Rechtsberatung hat keinen Anspruch auf Perfektion:

      Das Geschäftsmodell, Energie auf dem Spotmarkt zu kaufen, ist gescheitert. Davon sind alle Anbieter betroffen, die dieses Geschäftsmodell betrieben haben. Es gibt zwei Paar Schuhe: „Recht haben“ und „Realitäten beachten“. Rechtlich ist es sicher nicht ok, Verträge zu kündigen, Abschläge zu erhöhen etc. pp. Vermutlich wird man vor Gericht auch Recht bekommen. Aber bis dahin schwebt die Insolvenz. Ich denke, sie ist an vielen Stellen dann bereits gelandet. Folglich habe ich meiner Kündigung zum 19.10. auch nicht widersprochen, ich habe brav meinen Zählerstand übermittelt und hoffe mein Guthaben zurück zu erhalten bevor mein Anbieter insolvent ist. Ich würde jedem raten so schnell wie möglich Anbieter zu verlassen, die mit „Spotmarkt Modell“ arbeiten. Egal was im Vertrag steht. Im Insolvenzfall ist es für die Kunden recht egal, was da drin steht. Da gibt es Rangfolgen in denen Ansprüche bedient werden, und da stehen die Kunden nicht ganz oben.

  4. …das gleiche hier…

    Nachdem ich heute Nachmittag auf eine korrekte Abrechnung etc (siehe unten) bestand, kam vorhin die Mail, daß sie meiner die Sonderkündigung zum 08.11. entsprechen.
    Ich hatte nicht gekündigt, bin aber froh, daß ich den Verein los bin…

  5. vielen Dank für Ihre Nachricht.

    Hiermit bestätigen wir Ihnen die Sonderkündigung Ihres Energieliefervertrags zum frühestmöglichen Zeitpunkt am 08.11.2021.

    Wir werden die Netzabmeldung zum 08.11.2021 für Sie in Auftrag geben.

    Selbstverständlich erhalten Sie nach Ihrem Lieferende von uns eine Schlussabrechnung unter Berücksichtigung etwaiger Bonusansprüche. Sofern möglich möchten wir Sie bitten, zum 08.11.2021 eine Ablesung Ihres Gaszählers vorzunehmen, um eine reibungslose Abrechnung zu ermöglichen. Teilen Sie Ihren Zählerstand bitte Ihrem Messstellenbetreiber (Stromzähler) / Netzbetreiber (Gaszähler) und uns formlos über den Kundenbereich auf unserer Internetseite https://kundenportal.idealenergie.de mit.

  6. Hmmm, ich habe also gestern per email mit Hilfe des Mustertextes gegen die Erhöhung des immergrün!-Abschlags von EUR 107 auf EUR 225 (!) zum 1. November Widerspruch eingelegt und die Ermächtigung zum Lastschrifteinzug widerrufen, heute das Ganze dann nochmal per Einwurf-Einschreiben.

    Gerade bekomme ich eine Bestätigung meiner Sonderkündigung zum frühestmöglichen Zeitpunkt (5.11.). Was soll man davon halten – ich hatte nicht einmal sondergekündigt, sondern wollte nur den alten Abschlag beibehalten. Nun ja, ich hatte bereits mit meinem lokalen Energieversorger Kontakt aufgenommen um nach Ende der regulären Vertragslaufzeit (28.2.2022) zu wechseln, jetzt wird es wohl etwas früher werden.

    Gibt es ähnliche Erfahrungen?

    Herzliche Grüße
    Erik

    1. Bei mir ebenfalls Sonderkündigung zum 8.11.21, obwohl ich nur dem neuen Abschlag widersprochen und das SEPA Mandat gekündigt habe.

      Das machen die doch mit Absicht, damit die den 15% Neukundenbonus nach 1. Jahr nicht auszahlen müssen…

      Wie reagiert man jetzt am besten darauf?

    2. Hallo zusammen,
      das ist wohl jetzt die Strategie von Immergrün.
      Ich habe auch nicht gekündigt, auch nichts von wegen Sonderkündigung unternommen.
      Lediglich der Abschlagserhöhung widersprochen und mitgeteilt, dass ich vertragsgemäß weiterhin den ursprünglichen Betrag überweisen werde.

      Heute dann diese Mail:

      vielen Dank für Ihre Nachricht.

      Hiermit bestätigen wir Ihnen die Sonderkündigung Ihres Energieliefervertrags zum frühestmöglichen Zeitpunkt am 08.11.2021.

      Wir werden die Netzabmeldung zum 08.11.2021 für Sie in Auftrag geben.

      Selbstverständlich erhalten Sie nach Ihrem Lieferende von uns eine Schlussabrechnung unter Berücksichtigung etwaiger Bonusansprüche. Sofern möglich möchten wir Sie bitten, zum 08.11.2021 eine Ablesung Ihres Stromzählers vorzunehmen, um eine reibungslose Abrechnung zu ermöglichen. Teilen Sie Ihren Zählerstand bitte Ihrem Messstellenbetreiber (Stromzähler) / Netzbetreiber (Gaszähler) und uns formlos über den Kundenbereich auf unserer Internetseite https://kundenportal.immergruen-energie.de mit.

      Freundliche Grüße
      Ihr immergrün! Team

      Wie geht ihr jetzt weiter vor??
      Beste Grüße Sonja

  7. Immergrün ist seit Mitte Juni 2021 mein Stromlieferant. Immergrün hat nun meinen monatlichen Abschlag von 71 auf 101 Euro heraufgesetzt, ohne dass ich informiert wurde. Dies ist rechtlich vermutlich nicht zulässig.
    Ich werde versuchen, diesem „Unternehmen“, das SEPA Mandat zu entziehen und stattdessen die monatlichen Abschläge in bisheriger Höhe als Überweisung zu tätigen.

    1. Bei mir das Gleiche. Habe der Abschlusserhöhung widersprochen und nur ein Mail mit Vertragsende aufgrund Sonderkündigung erhalten. Jetzt muss man wohl dem auch widersprechen?

      1. Moin,
        auch ich habe am 23.10.2021 um 2 Uhr nachts eine Abschlagsänderung um 20 Prozent erhalten.
        Firma: Ideal-Energie bzw. Rheinische Elektrizitäts und Gasversorgungsges.

        Erstmal per Mail widersprochen, bisher keine Antwort.
        Auf dem Internet Portal ist eine Änderung des Anschlags nicht mehr möglich.
        Soll ich als nächster Schritt dann das Sepa Mandat zurück ziehen?

        Das wirkt alles nach ziemlich miesem Geschäftsgebahren.

        Allen betroffenen wünsche ich, dass es gut läuft.

  8. Nachdem ich nun Widerspruch gegen den überhöhten Abschlag von jetzt 76 auf 212 Euro eingelegt habe, erhielt ich eine weitere Mail, nun mit einer „Jahresabrechnung“.
    Statt den korrekten Zählerstand abzurufen wurde geschätzt.
    Verbrauch war rund 3700, geschätzt wurden knapp 5000 kW.
    Somit würden binnen weniger Tage mehr als 700 Euro auf deren Konto fliessen.

    Ich habe gegen diese Rechnung Widerspruch eingelegt und auch hier das Sepamandat entzogen mit dem Hinweis, dass ich eine berichtigte Rechnung selbstverständlich zahle.
    Mal sehen, was jetzt passiert…

    Außerdem wurde ich darauf hingewiesen, daß ich kein außerordentliches Kündigungsrecht habe…

    1. Hallo,
      waren Sie bei ENSTROGA?
      Ich hab eine Erhöhung von 63 auf 98 Euro und werde heute noch gebrauch vom Sonderkündigsrecht gebraucht machen (per Einschreiben). Haben Sie nur per Email oder auch per Post Widerspruch gelegt?

      1. Hallo Christian,
        nein, bin Kunde von immergrün.
        Bis jetzt habe ich alles nur per Mail erledigt, da immergrün auch nur per Mail kommuniziert.
        Solange ich Antwort von denen bekomme, ist das ok für mich.

        Mit freundlichen Grüßen,
        M. Bauer

  9. An welche Adresse sollte man die Kündigung senden ?

    Postanschrift: immergrün!, Postfach…., Köln
    oder Sitz der der Gesellschaft: Rheinische…, Im Mediapark 8, Köln

    Wir haben hier mitgelesen, sind uns aber hierzu nicht ganz sicher…

    Danke für Eure Unterstützung und jedem viel Erfolg!

    1. Kann man das SEPA-Mandat bei seiner Bank widerrufen? Im immergrün-Kundenportal ist eine Umstellung von Lastschrift auf Überweisung ja nicht (mehr) möglich.

      Herzliche Grüße
      Erik

        1. Bei der Bank? Das Mandat bekommt doch die Stromfirma und dort muss man es widerrufen. Ich glaube nicht, dass die Banken eine Blacklist für Abbuchende IDs anbietet.

  10. Ich bin auch Immergruen Kunde und habe Widerspruch eingelegt.
    Meine bisherigen Abschlagszahlungen per Sepa-Mandat gingen an folgende Bankverbindung:

    Name oder Firma:
    Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellscha Im Mediapark 8 50670 Köln

    IBAN oder Konto:
    DE93 5501 0400 0463 7523 11

    BIC oder BLZ:
    AARBDE5WDOM

    Ich habe das Sepa-Mandat widerrufen und werde die zukünftigen Zahlungen per Überweisung an Immergruen an die o.g. Bankverbindung überweisen.

  11. Habe am 23.10.2021 noch das Hamburger Abendblatt angeschrieben, damit das alles noch etwas in der Presse aufkommt. Die Fuxx Energie hat ja ihren Sitz in Hamburg… heute habe ich mit einem Redakteur von der Wirtschaftsredaktion gesprochen… man möchte der Sache nachgehen und auch darüber berichten. Hoffentlich 🙏🏻. Telefonisch erreicht man bei der Fuxx Energie auch niemanden. Habe heute schon achtmal angerufen – immer wird man sofort aus der Leitung „katapultiert“ 😡.

    Schön, dass wir alle zusammen halten 😎

    Liebe Grüße von Steffi

    1. Liebe Steffi,
      Danke für Ihr Enagement. Der Reporter kann sich bei Interesse gerne auch an mich direkt wenden. Ich spreche auch schon mit Reportern.
      Der Sitz ist übrigens nur por Forma in Hamburg, das Unternehmen wird von Köln aus gesteuert.

      1. Das sind die Daten, die von FUXX mitgeliefert wurden. Die Postanschrift sei hier Leverkusen. Eine Bankverbindung wird nirgendwo genannt.

        Tel.: 040 65 84 90 90
        E-Mail: [email protected]

        Geschäftsführer: Geschäftsführer Robin Momsen

        Postanschrift:
        Fuxx-Die Sparenergie, Postfach: 30 03 02, 51379 Leverkusen

        Firmensitz:
        Fuxx-Die Sparenergie GmbH, Poststraße 14-16, 20354 Hamburg

        Handelsregister: AG Hamburg HRB 129143 | USt-IdNr.: DE292091738

        Aufsichtsbehörde: Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn

        Diese E-Mail enthält vertrauliche und rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind und diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese E-Mails. Das Kopieren von Inhalten dieser E-Mail sowie die Weitergabe ohne Genehmigung ist nicht erlaubt und stellt eine Verletzung der Rechte des Absenders dar.

    2. Ich habe 2 mal 20 Minuten in der Warteschleife verbracht.
      Ich glaube, ich hätte auch noch 2 Stunden Musik hören können.
      Mein Abschlag von 122 Euro wurde auf 244 Euro erhöht. Ich habe per Email nach dem Grund gefragt. Bin im 2. Jahr des 24 monatigen Vertrages mit 24 Monaten preisbindung.
      Darauf kam die Bestätigung meiner Kündigung.
      Frechheit.

  12. Moin, nach meiner gestrigen Sonderkündigung (Immergrün) bezgl. Preiserhöhung von 17% rief mich heute morgen doch tatsächlich die besagten an und fragten mich ob ich nicht doch noch Interesse hätte wegen den 17% n einem günstigen neuen Tarif. Ich habe gefragt wie das, allgemeine Preiserhöhung und denn noch günstiger, wie geht das wenn es die Wirtschaftslage nicht zulässt. Ich fragte sie auch wieso nur 17% wenn ich zeitgleich noch eine Abschlagsanpassung von über 80% ab dem 1.11 zahlen soll. Das konnte mir die gute Frau nicht erklären. Die Kündigung ist raus und der Anbieter wird gewechselt.
    Ihnen laufen die Kunden weg und machen Lockangebote was nicht zu dem passt was gerade passiert.

  13. Hallo,

    die Bankverbindung für die Wunderwerk AG lautet bei mir in der Lastschrift:
    IBAN: DE32 5706 9144 0205 6249 55
    BIC: GENODED1KAI

    Angabe ohne gewähr…

    Gruss Holger

  14. Bei mir wurde auch der Abschlag von der Wunderwerk AG von 70€ auf 104€ erhöht.
    Ich habe per Mail widersprochen und versuche die Einzugsermächtigung zu widerrufen. Über das Portal lässt sich nichts umstellen…
    Die Kundenservice Hotline ist nicht erreichbar und per Mail antwortet auch niemand.
    Unglaublich. Wieso setzen die den Abschlag nicht gleich bei allen auf 1000€ stellen sich tot und sind dann insolvent und keiner bekommt sein Geld wieder.
    Ich hoffe, dass hat strafrechtliche Konsequenzen für einige Personen…

  15. Auch mich hat es als Kunde der Düsseldorfer Elektrizitätswerke AG mit der Gaslieferung getroffen. Abschlagserhöhung von 73.- auf sage und schreibe 195.- bei einem prognostizierten Verbrauch von knapp ü15.000 kWh pro Jahr.

    Ich habe dem widerrsprochen und damit gedroht die Einzugsermächtigung zu widerrufen und die Lastschrift zurück zu rufen.

    Wer kann denn die IBAN für die Elektrizitätswerke Düsseldorf AG bitte nennen?
    Ich habe diese durch suchen gefunden, ist die korrekt? Kann das jemadn bestätigen?

    IBAN von Elektrizitätswerke Düsseldorf AG
    DE52576612530200524955
    BIC ist GENODED1KEH

  16. Was ich hier ganz klar sehe ist:
    – es sind in den vergangenen Jahren (?) hohe Verluste aufgebaut worden. Oft durch „Lockangebote“ (hohe Kundenboni, Preise die noch nicht mal den Einkauf der Energie gedeckt haben)
    – Hoffnung war, dass man durch immer günstigeren Einkauf mit einer hohen Kundenzahl wieder in die Deckung kommen würde
    – leider hat die Marktentwicklung nicht mitgespielt: die Preise am Spotmarkt sind deutlich gestiegen
    – jetzt versuchen einige Unternehmen die Verluste damit auszugleichen indem sie überproportional überhöhte Abschläge einführen. Da die Leute eher auf die Kosten pro KW/h achten als auf den Grundbetrag wird lieber dieser erhöht. Hat auch den Vorteil dass er eben nicht verbrauchsabhängig ist und kein Guthaben des Kunden entstehen kann

    Ich sehe die sehr dreckige Spitze eines Eisberges das wir „unser Wirtschaftssystem“ nennen. Und nach dessen Regeln wir alle (nicht nur die benannten Unternehmen hier) arbeiten. Schneller Profit, kaum Nachhaltigkeit auf Seiten der Unternehmen, „so billig wie es geht“ auf Seiten der Kunden. Ich habe es hier irgendwo schon mal gelesen: „Wir alle tragen eine Mitschuld daran dass es so ist wie es jetzt ist“. Ich kann nur beipflichten. Und ich will nicht den Teufel an die Wand malen – aber ich sehe sehr dunkle Wolken und befürchte dass es nicht ohne weitere Insolvenzen abgehen wird. Auch wenn vielleicht der Vorstand den vierten Tesla gekauft hat und drei Fincas am Mittelmeer besitzt: das sind Peanutsbeträge gegenüber dem was an Minus aufgelaufen ist. Genauso wie das Stammkapital (das locker Millionen beträgt) Peanuts gegenüber dem Umsatz ist. Ich kann nur hoffen mein Guthaben zurückzubekommen – immerhin hatte ich Konditionen die für meinen Verbrauch eine Deckung ermöglichten (0,31Ct/KW/h und 8,43 Euro Grundgebühr). Es besteht aber auch die Gefahr dass mit meinem Guthaben (rund 650 Euro) die Defizite von anderen Kunden ausgeglichen werden, die ihre Kilowattstunde mit 23 Cent bezahlt haben…

    Ich habe meinen Zählerstand am 19.10. immergrün und auch meinem Netzbetreiber mitgeteilt. Im Gegensatz zu einigen anderen habe ich noch keine Schlussabrechnung erhalten. Allerdings sind dafür ja auch 6 Wochen Zeit. Ich fand es nur sehr bemerkenswert, dass nach ein paar Tagen die ersten ihre Schlussabrechnungen bekommen haben.

  17. Hallo,

    wo bitte bekomme ich denn von den Elektrizitätswerke Düsseldorf die IBAN her, bekomme von denen keine Auskunft (reagieren nicht auf Email, Anrufbeantworter sagt nur „Good Bye“)
    Habe SEPA gekündigt per Einschreiben, ohne Bankverbindung ist doch dann die Mahnung vorprogrammiert wenn ich meinen ursprünglichen Abschlag nicht zahlen kann.

    In das Kundenportal bin ich noch nie reingekommen, hat nie funktioniert.

    Sauladen!!!!

  18. Ich wundere mich schon ein bisschen. Ich habe in unserer Online“zeitung“ heute davon gelesen, dass es mit immergrün, unserem aktuellen Stromversorger, Probleme gibt. Überschrift: „Steigende Energiepreise: Erste Anbieter stellen Versorgung ein“; im Artikel wurde explizit immergrün erwähnt. Bisher haben wir, anders als hier auf der Seite gelesen, weder eine Kündigung noch eine Abschlagserhöhung bekommen. Und auch, dass die erst am 18.10. die Verbraucherzentrale immergrün wegen intransparenten Preiserhöhungen abgemahnt hat, weil die Preiserhöhungen im Betreff nicht angekündigt wurden, fand ich seltsam, denn wir haben sowohl am 17.08. als auch am 5.10., also lange vor der Abmahnung, E-Mails mit dem Betreff „Preiserhöhung“ bekommen, also alles „vorschriftsmäßig“. Auch der E-Mail-Text war eindeutig (wenn auch etwas seltsam – dazu später mehr) und beinhaltete sowohl den alten als auch den neuen Preis.

    Doch genug des Lobes. :-)) Denn natürlich ist nicht alles „grün“! Die ersten Probleme fingen an, als sie uns beim ersten Vertrag ohne Bonus abspeisen wollten. Dank meiner Hartnäckigkeit haben wir doch Erfolg gehabt.

    So, nun zu den besagten E-Mails. In der ersten stand u. a.:
    „heute informieren wir Sie über eine bevorstehende Preiserhöhung in Ihrem Tarif. Die Gründe dieser Anpassung liegen unter anderem in den seit längerem gestiegenen Herstellungskosten für Energie.

    Ab dem 01.10.2021 ändert sich Ihr Arbeitspreis von 27,9 Cent pro Kilowattstunde auf 29,8 Cent pro Kilowattstunde und Ihr monatlicher Grundpreis von 11,99 Euro auf 11,99 Euro.

    Bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens obiger Änderungen haben Sie selbstverständlich das Recht zur Sonderkündigung Ihres Energieliefervertrags.“

    Ich schrieb ja vorher von dem seltsamen Text. Das bezieht sich auf die zweite vermeintliche Preiserhöhung (die des Grundpreises), die (noch!) keine war.

    So, am 5.10. kam dann die zweite E-Mail, in der u. a. stand:
    „heute informieren wir Sie über eine bevorstehende Preiserhöhung in Ihrem Tarif. Die Gründe dieser Anpassung liegen unter anderem in den seit längerem gestiegenen Herstellungskosten für Energie.

    Ab dem 01.12.2021 ändert sich Ihr Arbeitspreis von 29,8 Cent pro Kilowattstunde auf 29,8 Cent pro Kilowattstunde und Ihr monatlicher Grundpreis von 11,99 Euro auf 54 Euro.

    Bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens obiger Änderungen haben Sie selbstverständlich das Recht zur Sonderkündigung Ihres Energieliefervertrags.“

    Auch hier eine Preiserhöhung, die keine war (Arbeitspreis), aber dafür eine heftige Erhöhung des Grundpreises! Fand ich die Erhöhung des Arbeitspreises noch hinnehmbar, schrillten bei mir bei der zweiten E-Mail alle Alarmglocken, und ich dachte mir „nicht mit mir“.

    Ich verglich über ein bekanntes Portal die Preise, entschied mich für einen anderen Anbieter, der uns nach ein paar Tagen auch per Brief bestätigte, dass der Auftrag zum Wechsel eingegangen ist und sie den aktuellen Vertrag in unserem Namen kündigen werden.

    Wieder ein paar Tage später erhielten wir die Kündigungsbestätigung von immergrün per E-Mail, zum 30.06.2022. WHAT?

    Wenn ich lese, dass anderen sogar seitens immergrün gekündigt wurde, habe ich mich gefragt, warum sie bei uns nicht von alleine darauf kamen, uns zum schnellstmöglichen Termin zu kündigen. Sie haben wohl gedacht, „die Kuh kann man noch ein bisschen melken“, oder wie?

    Ich rief dann beim „künftigen“ Versorger an, aber die Mitarbeiterin meinte, sie können nichts mehr tun, um den Wechseltermin zu ändern, ich könnte es aber selbst versuchen. Ich weiß nicht mehr, ob ich beim Portal hätte zusätzlich angeben können, dass ein Sonderkündigungsrecht besteht, ist jetzt auch egal, denn gemacht habe ich es definitiv nicht.

    Am Freitag, also vor zwei Tagen, antwortete ich auf die E-Mail von immergrün mit der Kündigungsbestätigung und teilte mit, dass wir vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und uns der neue Kündigungstermin bestätigt werden soll. Da die 2. Preiserhöhung erst zum 1.12. angekündigt wurde, haben wir noch etwas Zeit, aber wenn kommende Woche auch keine neue Bestätigung kommt, werde ich mich schriftlich (also per Post) an die Herrschaften wenden.

    1. Hallo Christa,

      das Gleiche habe ich erlebt – ist aber schon lange Zeit her. Das Sonderkündigungsrecht musst du selbst wahrnehmen, der neue Versorger kann nur zum „normalen“ Termin kündigen. Ob das rechtlich in Ordnung ist, kann ich zwar nicht sagen, und es war ärgerlich und ich um eine Erfahrung reicher. Aber: Nach eigener Sonderkündigung Ort E-Mail konnte der neue Versorger sich auch problemlos zum früheren Datum beim Netzbetreiber anmelden.

      Aktuell spannend ist es allerdings, ob deine Sonderkündigung rechtzeitig bearbeitet und deine Verbrauchsstelle beim Netzbetreiber freigegeben werden wird. Daher solltest du die Sonderkündigung gerichtsfest schicken (am besten zusammen mit Kündigung des SEPA-Mandats), ab 1.12. die Zahlung einstellen, und dich im Anschluss gemütlich zurücklehnen.

      1. Hallo Marcel,

        danke erstmal für deine Antwort. Wie gesagt, bis zum 1.12. ist noch ein bisschen Zeit, deswegen wollte ich diese Woche noch abwarten, und wenn bis Freitag nichts kommt, dann geht das nochmal per Post raus. Die paar Cent habe ich noch übrig! Zur Not kann ich eventuelle Lastschriften nach dem 1.12. widerrufen, aber noch hoffe ich, dass sie nicht so dreist sind!

        Viele Grüße
        Christa

  19. Guten Abend zusammen,

    vorab ganz lieben Dank an Hrn. Moeschler für die Hilfe und das Musterschreiben bzgl. des Abschlagseinspruchs!

    Zwei Frage dazu
    Wie lang setzte ich die Frist ( ??.11.2021) zur Bestätigung bitte?
    Da ich per Dauerauftrag überweise, bin ich doch safe, oder?

    Vielen Dank im Voraus und Allen hier viel Erfolg

  20. Wir haben auch von Immergrün eine Erhöhung der Abschlagszahlung von über 50% erhalten.
    Auf dem kundenportal ist dann auch die Preiserhöhung als Dokument ersichtlich mit Datum vom 20.09.2021. natürlich wurden wir darüber nicht benachrichtigt. Wenn ich das aber richtig verstehe, steht in dem Schreiben was von sonderkündigungsrecht bis in Krafttreten der neuen Preise. Also bei uns bis 06.11.21…
    Somit sollte eine Kündigung des Vertrags auch kurzfristig noch möglich sein.
    Steht das bei euch auch so im Schreiben oder nicht ? Sepa Lastschrift ändern in Überweisung auf dem Portal geht bei uns nicht… bzw. Wird nicht angenommen. Wir werden jetzt kündigen und das sepa Mandat ebenfalls. Es scheint ja so, als ob da bald die Lichter ausgehen.
    Aber die Art und Weise und das Geschäftsgebaren ist einfach nur gruselig….
    Danke für alkexantwirten und Rückmeldungen

    1. Ja das ist richtig. Bei mir steht Nur 12.11 und auch nur im Portal seit dem 24.09. Ich habe heute per Mail gekündigt und morgen einschreiben mit einwurf da es im Postfach landen wird.

      1. Dankeschön! 🙂
        Sehe es zwar immer noch nicht in der Vorlage, wird aber an mir liegen 😉

        Ich suche mir jetzt nen Anwalt, mich überfoldert das Alles.

    2. Hallo Mark, also das ändern der Zahlungsmethode ging bei mir gestern (vermeintlich) noch und ich habe auch eine Bestätigungsmail bekommen (in der allerdings die neue Zahlform nicht erwähnt wird). Nach Änderung und Neuladen der Seite war bei mir auch „Überweisung“ angeklickt – habe dann gleich einen Screenshot davon gemacht.
      Darf ich nachfragen ob Du einen Tarif mit Preisgarantie hattest? Dann wäre meines Erachtens nach über das Sonderkündigungsrecht hinaus auch eine Schadensersatzklage möglich (oder Einschaltung der Schlichtungsstelle, das kostet die Unternehmen nämlich einiges).
      Ich habe keine Preiserhöhung bekommen (eventuell weil mein Tarif eine Preisgarantie hat).

      1. Hallo Björn,
        Sepa online ändern geht nicht bei mir. Vertragsstaaten sind noch die alten, also ohne Erhöhung. Festpreis möglich, kann ich aber nicht sagen da wir dort schon lange Kunde sind🙈.
        Fraglich ist auch an welche Adresse gekündigt werden muss. Immergrün! Oder rheinische Elektrizität ?
        Würde immergrün!, Postfach 210769, 50532 Köln nehmen, das ist zumindest als Postanschrift deklariert…
        An welche Adresse habt ihr gekündigt ?

        1. Hallo Björn.

          laut Impressum, habe ich an Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH, Im Mediapark 8, 50670 Köln gekündigt.

          1. Also Postfach immergrün oder Anschrift der Gesellschaft im Mediapark 8.

            Blicke da langsam nicht mehr durch….

    3. Bei uns lässt sich die Preis Information vom 24.09.2021 im Kundenpotential nicht mal als pdf herunterladen oder einsehen. Heruntergeladen wird nur eine „Datei“ die ich mit keinem Programm öffnen kann. Dementsprechend wissen wir nicht ob das bei uns drin steht mit dem sonderkündigungsrecht. Bei uns soll Gas von 95€ auf 239€ angehoben werden. 144€ Differenz.

  21. Wenn mehrere Firmen quasi gleichzeitig den Abschlag erhöhen, kann kaum jemand glaubhaft machen, dass das nicht im Vorfeld abgesprochen wurde.
    Ist das nicht eine nach Kartellrecht unerlaubte Preisabsprache? Liest hier kein Jurist mit?

  22. Abschlagerhöhung von 74 € auf 285 € mit Ankündigung eine Woche vor Fälligkeit bei wunderwerk.ag!
    Schlichtweg unverschämt, da der Gasvertrrag erst seit 1/2 Jahr läuft und der Verbrauch sich nicht geändert hat.
    Ich werde das SEPA Mandat kündigen und überweise den ursprünglichen Abschlag.
    Aber WIE, ohne IBAN von der wunderwerk.ag.

    Irgend eine IDEE, wie ich an die IBAN komme?

    Danke
    Jürgen

    1. Wenn schon Zahlungen eingezogen wurde, dann sollten sie im Online-Banking die IBAN des Einziehenden sehen können. Das dürfte die richtige IBAN sein, würde ich behaupten.

  23. Hallo,

    auch wir haben gestern eine Email von Wunderwerk bekommen, in der unser monatlicher Abschlag für Gas ab dem 1.11. von 111,- auf 292,- Euro erhöht wird. Werde jetzt auch den Widerspruch einleiten und mal sehen, was dabei rauskommt.

    Liebe Grüße
    Thorsten

  24. Liebe Mitbetroffene, lieber Herr Dr. Moeschler,

    ich habe leider das selbe Problem bzgl. der IBAN, allerdings betrifft es bei mir die Fuxx Energie. Die IBAN finde ich leider nirgends, auch auf meinem Kontoauszug kann ich nichts finden. Was ich finden kann, ist die Bank DB PRIVAT- UND FIRMENKUNDENBANK AG (POSTBANK) und die Gläubiger-ID. Kann jemand vielleicht weiterhelfen? Das wäre lieb :-).

    @ Herrn Dr. Moeschler: Ein ganz großes Dankeschön für die tolle Bereitstellung der Musterschreiben. Das ist sehr hilfreich!!!

    Liebe Grüße an alle

    Steffi

    1. Von der Fuxx – Die Sparenergie GmbH

      Ihrem Wunsch entsprechend haben wir dies in unserem System vermerkt, wir werden ab dem xx,xx,xxxx nicht mehr abbuchen.

      Bitte überweisen Sie auf folgendes Konto:

      Kontoinhaber: Fuxx – Die Sparenergie GmbH
      Kreditinstitut: Hamburger Sparkasse
      IBAN: DE33 2005 0550 1001 2332 44
      BIC: HASPDEHHXXX

      Geben Sie zur einwandfreien Zuordnung der Überweisung als Verwendungszweck stets Ihre Vertragsnummer an.

      Ihre Vertragsnummer: xxxxxxxxxxxxxxxxxx

      1. Hallo Clavis,

        danke Ihnen. Das ist ja auch wieder interessant… Ich finde den Hinweis im Online-Banking den Hinweis der DB Bank. Bei Ihnen steht die Hamburger Sparkasse 🤷🏼‍♀️🤷🏼‍♀️🤷🏼‍♀️. Ich bin sehr gespannt, wo das alles enden wird….

  25. Hallo , ich habe gerade den Widerspruch abgeschickt und wollte auch gleich die Novemberrate überweisen . Leider finde ich keine IBAN und keine BIC von Wunderwerk . Wo kann ich die finden ??
    Vielen Dank im voraus
    Uwe Lind

  26. Sehr geehrter Herr Matthiolius,

    bei der ENSTROGA AG profitieren Sie als unser Kunde nicht nur von günstiger Energie, sondern auch von Fairness im Vertragsverhältnis und gutem Service. Mit diesem Schreiben möchten wir Sie über eine Anpassung des monatlichen Teilzahlungsbetrages informieren.

    In den letzten Wochen haben wir eine umfassende Analyse unserer Versorgungskunden vor dem Hintergrund der gestiegenen Beschaffungskosten durchgeführt. Hierbei haben wir vor allem die von Ihnen in den vergangenen Monaten geleisteten Teilbetragszahlungen ausgewertet und feststellen müssen, dass diese nicht ausreichend waren, um den für Ihren Zählpunkt benötigten Energieeinkauf sicherzustellen. In der Vergangenheit hatte sich die Situation zu Winterbeginn immer anders dargestellt, da die vom Kunden im Jahresmittel geleisteten Teilbetragszahlungen ausreichend waren, in der Winterperiode den gegenüber den Sommermonaten um ein Vielfaches erhöhten Energieverbrauch abzudecken. Diese Kalkulation geht in diesem Jahr für die Belieferung an Ihrem Zählpunkt nicht auf.

    Dieser Umstand bedeutet im Ergebnis, dass sich kurzfristig Ihre monatlichen Teilzahlungsbeträge erhöhen müssen, um am Ende der Heiz- und Wintersaison eine möglicherweise für Sie sehr unwillkommene Nachzahlung zu vermeiden.

    Auf diesem Wege möchten wir Ihnen mitteilen, dass Ihr monatlicher Teilzahlungsbetrag ab dem 01.11.2021 124,00 € beträgt.

    Wir werden diesen Betrag rechtzeitig von dem uns mitgeteilten Kundenkonto per SEPA-Lastschrift einziehen. Sofern Sie Selbstzahler sind oder einen Dauerauftrag eingerichtet haben, bitten wir Sie herzlich, zukünftig den geänderten Betrag zu berücksichtigen. Bitte nutzen Sie für Überweisungen bzw. Ihre Daueraufträge folgendes Konto:

  27. Ich hatte gestern abend im Kundenbereich von immergrün den Abschlagsbetrag wieder von 217 nach 100 angepasst, den Zählerstand angegeben und die Begründung gesendet. Heute morgen steht im Kundenbereich wieder 100€ ab 1.11.2021. Zusätzlich habe ich auch noch auf Überweisung umgestellt.
    Jetzt warte ich ab ob am 1.11. abgebucht wird …

    1. Genau so war es bei mir auch. Habe im Kundenbereich von Immergrün wieder den bisherigen Abschlags Betrag eingegeben und so wurde es übernommen. Begründung mit angegeben, der Erhöhung widersprochen, aktuellen Zählerstand angegeben…
      Jetzt also wieder 113 € anstatt den angekündigten 232 € ab 01.11.
      Da ich sowieso per Dauerauftrag bezahle, lasse ich es mal laufen und harre der Dinge….

      1. Heute (Montag) kann man im Kundenbereich von Immergrün den Abschlag nicht mehr reduzieren. Man muss minderstens der Erhöhungbertrag eingeben, sonst kann man nichts ändern bzgl. abschicken. Wahnsinn!

      2. Schließe mich an, habe sowohl die Email mit dem Musterschreiben entsprechend beantwortet (vielen Dank an dieser Stelle für diesen tollen Service und das Engagement!) als auch im immergrün Kundenbereich wieder auf den alten Abschlagsbetrag geändert und tatsächlich sehe ich heute, dass diesem Änderungswunsch entsprochen wurde. Bisher noch keine (Standard-)Email erhalten.
        Ich hatte zufälligerweise bereits im Sommer auf Überweisung umgestellt ;-).

        Und wieder einmal zeigt sich: wer informiert ist und sich wehrt, der wird meist gehört und es wird zurückgerudert, aber die meisten scheuen den Aufwand oder nehmen vieles hin … Und genau die reichen den Firmen oft.

    2. Hallo, genau wie bei mir.
      Habe gestern im Kundenportal von Wunderwerk den Abschlag von 292 auf 111 zurückgesetzt und auch direkt den Widerruf geschickt, inkl. Zählerstand.
      Heute morgen steht da auch wieder 111, gültig ab 1.11..

      Jetzt bin ich auch mal gespannt, was da kommt.
      Werde weiter berichten.

      LG
      Thorsten

      1. So, heute mal ein Update.
        Es ist Mittwoch, der 3.11. und Wunderwerk hat bislang noch nichts von meinem Konto abgebucht, obwohl ich das Sepa-Mandat nicht wiederrufen hatte, aber der Abschlagserhöhung wiedersprochen. Merkwürdig. Sonderkündigung zum 26.11. ist aber raus, jedoch noch nicht bestätigt. Bin mal gespannt.

  28. Hallo

    mir wurden die Abschlagszahlungen auch von 113€ auf 212€ erhöht natürlich von immergrün!

    Mein Vertrag läuft noch bis zum 31.03.2022.
    Auf der Website von immergrün kann ich mich mit meinen Login nicht anmelden :(((
    Hab leider keine Kundennummer zur Hand da ich mich ja sonst im Kundenportal anmelden konnte jetzt nicht mehr!

    Also was tun ich bin total sprach- und machtlos…..

    Viele Grüße aus Berlin

    1. Die Kundennummer steht in der Vertragsbestätigung die immergrün zum Vertragsbeginn per E-Mail (PDF Anhang) verschickt hat. Das Passwort ist das gleiche wie beim Login per E-Mail.

    2. Hallo, auch ich habe das Problem mit der Abschlagsanpassung. Da nicht daraus ersichtlich ist das es eine Preiserhöhung ist, gibt es da kein Sonderkündugungsrecht. Da, wie gesagt auch ich es bekommen habe über 80% mehr zu zahlen ab dem 1.11, schaute ich eben in meinem online Portal um zu sehen was da an Dokumente liegen. Und siehe da ein Dokument eine Preiserhöhung. Diese habe ich aber nicht per Post erhalten, die liegt online vom September. Mit dem Wortlaut…

      Bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens obiger Änderungen haben Sie selbstverständlich das Recht zur
      Sonderkündigung Ihres Energieliefervertrags.

      Diese Erhöhung tritt am 12 11 in Kraft und die werde ich selbstverständlich kündigen.

      Ich empfehle jeden der bei immergrün Kunde ist, schaut ins Portal, denn per Post kommt nichts.

      1. Hallo Andreas,
        vielen Dank für den Hinweis ins Portal zu schauen.

        Habe jetzt auch meine Erhöhung entdeckt.
        Allerdings ist das Schreiben schon vom 08.10.21 mit Erhöhung ab dem 27.11.21
        Ihr Schreiben ist „schon“ vom September.

        Hat dann immergrün nicht die 6 Wochen von Meldung bis zur Durchführung eingehalten und wir dadurch doch kein Sonderkündigungsrecht mehr?

        Oder habe ich einen Denkfehler?

        Danke und schönen Gruß

  29. Guten Morgen,

    mein Abschlag bei immergrün Gas wurde von 279,-€ im Monat auf 532,-€ im Monat mit Wirkung zum 1/11/2021 angepasst!!!

    Von einer Preiserhöhung stand direkt nichts in der email, nur die allgemeine Entwicklung wurde beschrieben.

    Wenn man aber den Abschlag erhöht und dies mit der Preisentwicklung begründet, mir aber keine neuen erhöhten Preise mitteilt, sehe ich dies schon als verdeckte Preiserhöhung mit einem damit verbundenen Sonderkündigungsrecht!

    M.f.G.

    Henry Lehmann

  30. Hallo,

    ich habe von immergrün eine Mail bekommen, die hier wohl jeder kennt.
    Erhöhung des Abschlags von monatlich 76 Euro auf 212!!! Euro ab 1.11.21…

    Ich werde mich mit den Mitteln, die mir geboten werden, wehren.
    Und ich bedanke mich schon jetzt für Ihre Hilfe und Unterstützung.

    Mit freundlichen Grüßen

    M. Bauer

  31. Hallo zusammen,

    auch ich bin von der Abschlagserhöhung betroffen. Der Abschlag wurde bei mir von 100,00 auf 166,00 Eur. angekündigt. Meine Vorgehensweise war, dem schriftlich zu widersprechen. Ich finde das eine unverhältnismäßige Erhöhung. Sie begründen es damit, das sie (Wunderwerk) mir eine zu Hohe Nachzahlung ersparen wollen. Netter Verein 🙂

  32. Hallo Dr. Matthias Moeschler,
    ich habe ein Problem mit meinen jetzigen Stromanbieter „immergrün“. Habe ab 01.01.2022 einen neuen Vertrag mit einen neuen Stromanbieter abgeschlossen. Habe von „immergrün“ eine Bestätigung der Kündigung zum31.12.2021 erhalten (Datum 13.10.2021,19:23). Am 22.10.2021,19:13 schrieb mir „immergrün „eine Anpassung meiner monatlichen Zahlbeträge. Bei dem an ihrer Abnahmestelle zu
    erwartenden Verbrauch von 2.218 kWh/Jahr( mein Vertag 2400 kWh/Jahr ) beträgt damit Ihr monatlicher Zahlbetrag 98,00 € (mein bisheriger Abschlag 63,00 €) ab dem 01.11.2021.Wie soll ich mich verhalten ? Ich hoffe Sie haben ein positive Antwort für mich.
    Gruß und danke Herbert

  33. Hallo,
    heute erhielt ich von Immergrün eine Mail, dass ab 01.11. sich der monatliche Abschlag erhöht und zwar von € 113 auf
    € 232!!
    Das ist ja eine Frechheit, mehr als das doppelte…
    Ich verfolge jetzt hier, was ich tun kann.
    Sonderkündigung geht ja wohl nicht, da laut Vertrag (ich habe im Kunden Login nach geschaut) sich der Preis nicht erhöht hat.

    1. Hallo Sonja, genau das gleiche habe ich heute Abend bekommen. Anpassung von 126€ auf 226€ zum 1.11. Auch ich werde hier ein Auge offen halten. Das kann doch so nicht richtig sein.

  34. Hallo!
    Gestern, 22.10.21, nachts um 23:48 Uhr erhielt ich nachfolgende Mail von immergrün mit der Ankündigung, dass sich meine Abschlagszahlung von mtl. 54€ auf 99€ (>83% !) erhöht.
    Ich habe vor die Lastschrift zu kündigen und zum 01.11.21 die im Vertrag vereinbarte Abschlagszahlung iHv 54€ zu überweisen. Keine Ahnung mit welchen Konsequenzen.
    Hier der 2. Teil der Mail nach BlaBla über die Weltweite Gaskrise:

    Anpassung Ihrer monatlichen Zahlbeträge
    ….BlaBla ….
    „Ein analytischer Revisionslauf hat vor dem Hintergrund der gestiegenen Beschaffungskosten gezeigt, dass die von Ihnen in den vergangenen Monaten geleisteten monatlichen Zahlungen nicht ausreichend sind, um den für Ihren Zählpunkt benötigten Energieeinkauf sicherzustellen. Üblicherweise sind die im Jahresmittel von allen Kunden geleisteten monatlichen Zahlungen ausreichend ihren in der Winterperiode gegenüber den Sommermonaten deutlich erhöhten Energieverbrauch abzudecken. In der jetzigen Situation trifft dies für die Belieferung an Ihrem Zählpunkt jedoch nicht zu.

    Dieser Umstand bedeutet im Ergebnis, dass sich kurzfristig Ihre monatlichen Zahlbeträge erhöhen müssen, um am Ende der verbrauchsintensiven Saison eine möglicherweise für Sie sehr unwillkommene Nachzahlung zu vermeiden.

    Bei dem an Ihrer Abnahmestelle zu erwartenden Verbrauch von 2.231 kWh/Jahr beträgt damit Ihr monatlicher Zahlbetrag 99,00 € ab dem 01.11.2021.

    Im Frühjahr erwarten wir eine Entspannung der Situation, um dann mit erfreulicheren Nachrichten und Einsparungen wieder auf Sie zuzukommen.

    Wir sind für Sie da! Sie erreichen uns sowohl telefonisch unter 0221 985 999 85 als auch – zeitlich und örtlich uneingeschränkt – online unter [email protected].

    Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr immergrün! Team“

    1. Ich habe von den Elektrizitätswerken Düsseldorf eine Ankündigung zur Erhöhung der Abschläge ab 01.11.21 von €66 auf €101 mtl. erhalten. Angeblich wg gestiegenen Verbrauch, den man auf 2.264 kWh hochgerechnet hat. Der bisherige Abschlag basiert auf 2.600 kWh. Es gibt also keinen höheren Verbrauch.
      Habe der Erhöhung der Abschläge widersprochen (fehlende Rechtsgrundlage)
      Sepa Mandat widerrufen und auf Dauerauftrag umgestellt.
      Habe gleichzeitig ordentlich zum Vertragsablauf (30.06.22) gekündigt.
      Mal schauen was jetzt kommt.

  35. Wir haben auch in der Nacht (22.10.2021) mitgeteilt bekommen, das sich unser Abschlag zum Stromvertrag von 100€ auf 217€ erhöht. Lt dem zu erwartenden Verbrauch der angegeben wurde kann ich aber mit den abgeschlossenen Vertragskonditionen minus der 25% Neukundenrabatt einen Gesamtbetrag von 1202€ für das erste Jahr berechnen. Somit ist der derzeit vereinbarte Abschlag von 100€ pro Monat berechtigt.
    Ich habe auch erstmal per Mail und im Kundenbereich auch der Homepage widersprochen. Ich überlege auch noch auf Überweisung umzustellen. Doch was macht man wenn dennoch die 217€ abgebucht werden bzw. wenn man selbst überweist eine Mahnung zu dem fehlenden Betrag erhält?

  36. Immergrün hat per Mail am 22.10.21 mitgeteilt, dass die Abschlagzahlungen für Strom ab 1.11. um 60 % erhöht werden (Gas übrigens fast 100%) Ich habe beide Verträge heute zum 1.11. unter Angabe meines Sonderkündigungsrechtes (bei Preiserhöhungen) gekündigt. Sofern mir mitgeteilt wird, dass die Kündigung nicht wirksam ist, da es keine Preiserhöhung gab, sondern nur Erhöhung der Abschläge, werde ich auf die Weiterzahlung der bisherigen Abschläge bestehen, und die Mitteilung einer Preiserhöhung abwarten. Dann kann ich vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Bei meiner Tochter lag das Schreiben der Preiserhöhung übrigens als Dokument im Online-Portal, keine andere Benachrichtigung. Haben wir zum Glück gesehen.

  37. Ich habe vergangene Nacht gleich sechs Mails der Firma Foxx-Die Sparenergie erhalten, in denen mir für sechs Abnahmestellen eine Erhöhung der Abschläge zum 01.11.2021 angekündigt wurde.
    Bei allen Abnahmestellen liegt die Erhöhung bei knapp 50%.
    Widersprüchlich in diesen Mails ist alleine schon die Tatsache, dass den erhöhten Abschlägen eine geringere Verbrauchsannahme zugrunde gelegt wird als in meinen Verträgen, auf denen die bisherigen Abschläge basieren.
    Ich habe unmittelbar nach Zugang der Mails Widerspruch gegen die Erhöhung eingelegt und alle erteilten Lastschriftmandate widerrufen.

  38. Ich habe auch von Immergrün die E-Mail erhalten das mein Abschlag von 79€ auf 119€ erhöht wird. Dabei war mein bisheriger Verbrauch 1399kWh in 6 Monaten. Ich hatte bei Vertragsabschluss 3000kWh angegeben. Somit sollte ich unter den 3000kWh bleiben. Bei meinem letzten Versorger hatte ich 2795kWh pro Jahr. Ich habe der Erhöhung widersprochen.

    Ich kann mich leider nicht mehr im Kundenportal anmelden. Wie finde ich die Kundennummer heraus? Ich hatte mir das Passwort im PW Manger abgespeichert, aber er meldet falsches Passwort. Sehe ich die Kundennummer irgendwo auf der Lastschrift?

    1. Da die Seite von immergrün über den Sommer überarbeitet wurde, musst du dich neu registrieren. Nach ca. 2 Stunden kommt die Mail um ein Passwort zu generieren. Die Kundennummer hast Du in den Unterlagen bei Vertragsschluss erhalten.

      Die Zahlungsumstellung von Lastschrift auf Überweisung auf deren Seite klappt bei mir nicht!

  39. Sehr geehrter Herr Dr. Moeschler,

    ich habe heute Nacht eine Email erhalten von den Elektrizitätswerken Düsseldorf.

    Mir wurde mitgeteilt, das mein Abschlag von 75€ auf 121€ steigt und zwar zum nächsten Zahlungstermin am 01.11.2021.

    Nun verstößt der Energielieferant damit gleich in mehreren Punkten gegen unseren Vertrag/die AGB.

    Der Vertrag wurde zum 01.05.2021 abgeschlossen, mit einer eigeschränkten Preisgarantie für 12 Monate. Somit kann es jetzt eigentlich keine Preiserhöhung geben.
    Im Schreiben wird angedeutet, dass der Abschlag unseren Verbrauch nicht decken würde.
    Daher hab ich nachgerechnet und wir haben 1095 KwH verbraucht, von 2700 KwH die der Kalkulation des Abschlags zugrunde gelegt wurden. Wir haben also weit weniger als die Hälfte der kalkulierten Strommenge verbraucht. Daher gibt es meiner Ansicht nach keinen Grund für eine Abschlagserhöhung.
    Weiterhin wird die Frist von mindestens 6 Wochen aus den AGB unterschritten.

    Eine letzte Anmerkung möchte ich noch machen.
    Ungefähr 3 Monate nach Lieferbegin habe ich Post von EDIS (Stromnetzbetreiber) erhalten, in der eine Rechnung für des Messstellenbetrieb angekündigt wird. Es wurde bei oder vor Vertragsschluss mit den Elektrizitätswerken Düsseldorf jedenfalls nicht kommuniziert, das ich das zusätzlich bezahlen müsste und den Fall hatte ich auch noch bei keinem anderen Anbieter.

    Mit freundlichen Grüßen

    Susann Krämer

    1. Hallo Susann, dasselbe bei mir. Gasvertrag „Elektrizitätswerken Düsseldorf“ erhöhung des Abschlags zum 1.11. von €87 auf €192(!).
      Ich vermute mal, dass die schnell Geld benötigen um eine Insolvenz abzuwenden oder einen zu einer Kündigung drängen wollen.

      Ich werde jetzt erstmal widersprechen. Mal schauen wie sie reagieren.

      Markus

      1. Hallo Markus,
        das gleiche bei mir.

        „Ab dem 01.11.2021 beträgt damit Ihr monatlicher Zahlbetrag 307,00 € bei einem prognostizierten Verbrauch von voraussichtlich 24.684 kWh/Jahr.“

        Habe erstmal widersprochen und direkt angekündigt den Betrag zurück zu buchen falls er eingezogen wird.
        Habe weder einen erhöhten Verbrauch noch habe ich eine Preiserhöhung bekommen.
        Werde seit September von denen erst beliefert.
        SEPA-Madat werde ich Morgen per Einschreiben kündigen.

  40. Ich habe heute Nacht eine Email mit Ankündigung einer höheren Abschlagszahlung ab 01.11.21 (ca. 35%) erhalten.
    Nach heutiger Erstanmeldung im Kundenportal almado.de fand ich dort ein Dokument vom 24.09.? in welchem eine Preiserhöhung um etwa 40% genannt wurde. Postalisch oder direkt per E-Mail habe ich diese Information nie erhalten!

  41. Ich habe heute eine Ankündigung von immergrün erhalten das zum 1.11.2021 der Zahlbetrag von 92 EUR auf 126 EUR erhöht wird (Begründung siehe unten)
    Im Kundenportal sind nach wie vor die zum Vertragschluss vereinbarten Tarife vorhanden und die Abschlagszahlungen waren ja aufgrund meines durchschnittlichen Strombedarfs vereinbart, dieser hat sich ja auch nicht erhöht.
    Da bin ich nun etwas ratlos, offensichtlich handelt es sich doch um eine versteckte Preiserhöhung.

    Schreiben von immergrün (Auszug)
    „Ein analytischer Revisionslauf hat vor dem Hintergrund der gestiegenen Beschaffungskosten gezeigt, dass die von Ihnen in den vergangenen Monaten geleisteten monatlichen Zahlungen nicht ausreichend sind, um den für Ihren Zählpunkt benötigten Energieeinkauf sicherzustellen. Üblicherweise sind die im Jahresmittel von allen Kunden geleisteten monatlichen Zahlungen ausreichend ihren in der Winterperiode gegenüber den Sommermonaten deutlich erhöhten Energieverbrauch abzudecken. In der jetzigen Situation trifft dies für die Belieferung an Ihrem Zählpunkt jedoch nicht zu.
    Dieser Umstand bedeutet im Ergebnis, dass sich kurzfristig Ihre monatlichen Zahlbeträge erhöhen müssen, um am Ende der verbrauchsintensiven Saison eine möglicherweise für Sie sehr unwillkommene Nachzahlung zu vermeiden.
    Bei dem an Ihrer Abnahmestelle zu erwartenden Verbrauch von 2.898 kWh/Jahr beträgt damit Ihr monatlicher Zahlbetrag 126,00 € ab dem 01.11.2021.“

    1. Versteh ich jetzt überhaupt nicht: Die monatlichen Abschlagszahlungen beziehen sich doch auf den vereinbarten Tarif (siehe Kundenportal), da kann einem doch völlig egal sein, zu welchen Konditionen der Energielieferant seinen Strom bezieht. So wie du geschrieben hast.

      Ich würde der Erhöhung der Abschläge schriftlich widersprechen, ein erteiltes Sepamandat widerrufen und die Abschläge in der bisherigen Höhe weiter überweisen (sind wahrscheinlich eh schon zu hoch, so war es bei mir).

      Und ganz wichtig: Regelmäßig zur Beweissicherung/Begründung einen Screenshot des Kundenportals mit den darin stehenden Bezugskonditionen anfertigen!

        1. Ich frage mich was die plötzlichen Abschlagserhöhungen sollen. Will man da eventuell schnell Geld flüssig machen um eine drohende Insolvenz abzuwenden?

          1. Klar, jetzt müssen ja die überzahlten Verträge der Kunden, denen man zum 19./20. Oktober gekündigt hat, abgerechnet werden. Ich schätze mal, dass pro Kunde eine Rückzahlung von durchschnittlich 300€ auszubezahlen ist…

  42. Ich wurde zum Immergrün zum 25.10.2021 gekündigt. Bin dann zu meinen örtlichen Grunderversorger gewechselt.

    Heute habe ich erfahren das ich morgen zum 23.10.2021 in den Grundtarif rutsche weil Immergrün wohl nicht mehr liefert?

    Sind die jetzt schon Insolvent?
    Hab bisher nicht darüber gefunden.

  43. Immergrün hat mir heute den Sofortbonus überwiesen. Nach zig Anrufe und 1. Abmahnung.
    Warte auf die Endabrechnung und dann werde ich noch den Schadensersatz anfordern, wegen einer zwischenzeitlichen Belieferung durch Grundversorger.

  44. Guten Morgen,
    auch ich habe gestern eine Endabrechnung von Immergrün erhalten. Allerdings steige ich überhaupt nicht durch. Hier steht was von Bonus (das ist ja nett) und 16% bzw. 19% Umsatzsteuer auf Nettoforderung….weiter unten wieder Zwischensumme (Bruttobetrag)! Den vereinbarten Arbeitspreis finde ich wieder, der Grundpreis ist ein völlig anderer. Immerhin gibt es für 292 Tage Zugehörigkeit bei Immergrün noch ein Guthaben von ca. 320 EUR zurück.
    Glück gehabt und wieder etwas gelernt!

    1. Hallo,
      ich habe auch die Abrechnung von Immergrün bekommen, und hoffe dass das Guthaben auch schnellst möglich überweisen wird…
      Die ganze Abrechnung ist etwas unübersichtlich, das stimmt…
      Aber hier gibt es ein Excel Tool um das zu überprüfen…
      Bei mir stimmen die Ergebnisse fast überein… ca. 2 oder 3 EUR Abweichung… Passt also…
      Grüße

    1. Unsere Abschlag für Strom wird zum November von 185€ auf 290€ erhöht, nachdem nach der Abrechnung im August nicht erhöht wurde.
      Preiserhöhung konnte ich in der Jahresabrechnung abgesehen von der Mehrwertsteueränderung nicht sehen.
      Das ganze heißt „Anpassung ihrer monatlichen Zahlbeträge“

      1. Auch ich habe von Immergrün eine kurzfristige Ankündigung der Erhöhung der Abschlagszahlung zum 1.11.21 erhalten. Erhöhung des Abschlags um über 225 %.

        Ich habe widersprochen.

        1. Habe heute eine Erhöhung der monatlichen Zahlbeträge für Strom von 71 Eu auf 122 Eu monatlich bekommen über 70 Prozent erhöhung von Immergrün mit begründung das das der Energieeinkauf für meine Abnahmesstelle durch meinen alten Abschlag nicht mehr gewährleistet ist,werde sofort kündigen….

          1. Ich muss ab November 316 Euro statt 106 Euro zahlen!! Preissteigerung um 200%!Anbieter gewechselt allerdings akzeptiert immergrün die Kündigung zum 31.10.2022 erst.
            Also noch ein Jahr zahlen
            Ich bin völlig ratlos

          2. Das gleiche hier (PLZ30xxx).
            Erhöhung des Abschlags ohne Preiserhöhung und ohne plausible Begründung für höheren Verbrauch. Offenbar benötigen Sie Cash um über den Winter zu kommen.
            Habe widersprochen mit Begründung.

        2. Auch ich habe die Mail über die deutliche Erhöhung der Abschlagszahlungen zum 1.11. bekommen und stehe vor der gleichen Frage, ob der Anbieter den Abschlag während der Laufzeit so einseitig anpassen kann. Schon zu Beginn wurde die Abschlagsleistung sehr hoch kalkuliert; der reale Verbrauch wird deutlich darunter liegen. Ich bin nicht gewillt hier unnötig weiter in Vorleistung zu gehen. Kann hier widersprochen werden? Was tun, wenn dennoch der höhere Abschlag eingezogen wird?

    2. Unser Strom Abschlag erhöht sich ab 01.11.2022 von aktuell 77 Euro auf 132 Euro.
      Einen Anbieterwechsel zum 01.01.2022 haben wir vor der Aschöagserhöhung getätigt. Wir sind seit 01.01.2021 Kunde bei Immergruen. Bei Vertragsabschluss hatten wir einen Sofortbonus vereinbart, der Immergruen erst nach mehrmaliger Aufforderung ausgezahlt hat. Ebenso haben wir einen Neukundenbonus (15% auf die Gesamtkosten) vereinbart, welchen wir laut AGB aber nur erhalten, wenn eine Belieferung von mindestens 12 Monaten eingehalten wird. Wir sind ratlos was wir machen sollen.

    3. Unser immergrün Abschlag wird von 71 auf 101 Euro zum 01.11.21 erhöht (+42,25%). Angebener Grund: gestiegene Energiepreise am Markt.
      Meiner Meinung nach ist es nicht rechtens, da der Abschlag von aktuellen Energiepreisen unberührt bleiben sollte oder? Bzw auch die Berechnung der 42% mehr gar nicht transparent dargestellt wird.

  45. Hallo,
    ich hatte am 19.10. nun alles an Grundversorger und immergrün gemeldet lt. Zählerablesung. Natürlich bisher keine Reaktion. War heute kurz im Kundenportal zwischen den „Wartungsarbeiten“ wo nun stand das mein Zugang hierzu demnächst abgeschaltet wird…
    O-Ton. „Der aktuelle Vertrag wurde zum: 19.10.2021 gekündigt. Ihr Zugang zum Kundenportal läuft in den nächste Tagen aus.“
    Aktuell komm ich nicht mehr rein wegen Wartungsarbeiten.
    Frage mich weshalb jetzt schon mein Zugang fürs Kundenportal abgeschaltet werden soll.
    Mit 15% Neukundenbonus stehen mir nun 339€ zu mal ganz davon abgesehen das ich die 30€ Sofortbonus auch nie erhalten hatte.
    Bin gespannt wie sich das entwickelt.

    1. Guten Morgen,
      ich war überrascht als ich heute morgen in mein Email Postfach schaute.
      Tatsächlich ist nun schon die Endabrechnung da. Habe es jetzt noch nicht exakt geprüft allerdings habe ich ein Guthaben von 340€ drauf stehen was recht genau mit meiner Berechnung von gestern überein stimmt. Also Inklusive 15% Neukundenbonus.
      Leider vermisse ich jetzt noch meine 30€ Sofortbonus. Sollte ich allerdings diesen Betrag nun tatsächlich erhalten wäre ich mehr als froh und für mich ist das mit dem Saftladen immergrün beendet.

      1. Auch ich habe meine Endabrechnung bereits erhalten 🙂 Hoffentlich klappt die Überweisung genauso schnell.

        Rechne ich die 15% Bonus auf den durch die Kündigung verringerten Strombedarf und dann noch anteilsmässig auf 292/365 um, dann sind sogar noch 26€ von den 30€ Sofortbonus im „Gesamtbonus“ erhalten.

        Effektiv habe ich nun 23,5 Cent pro kWh für die 10monatige Lieferung bezahlt – ich lasse es damit Gut sein und freue mich, mit einem blauen Auge aus der ganzen Geschichte raus zu kommen 😉

  46. Nachdem ich die Lastschrift für den Monat Oktober zurückgebucht und nur den Anteil 19/31 überwiesen habe, habe ich 3 Tage später von immergrün Post bekommen:
    ===============================

    Köln, den 20.10.2021
    immergrün! • Postfach: 21 07 69 • D-50532 Köln
    Herr
    Günter…
    Vertragsnummer: 220xxxxxxxxx

    die monatliche Zahlung für Oktober 2021 (Details siehe Rückseite) steht bei uns noch zur Zahlung offen.
    In der Alltagshektik können Zahlungstermine schon einmal untergehen. Gerne nutzen wir diese Gelegenheit, Sie an den
    Ausgleich des offenen Betrages in Höhe von EUR 41,82 bis spätestens zum 27.10.2021 (Zahlungseingang bei uns) zu erinnern.
    Bei Ihrer Überweisung geben Sie als Verwendungszweck bitte unbedingt Ihre Vertragsnummer 220xxxxxxx an.
    Hier noch einmal alle zur ÜBERWEISUNG notwendigen Daten:
    Empfänger: immergrün!
    Kreditinstitut: Aareal Bank AG
    IBAN: DE93550104000463752311
    BIC: AARBDE5WDOM
    Betrag: 41,82 €
    Verwendungszweck: 220xxxxxxx
    Sollten Sie den Betrag bereits überwiesen haben, betrachten Sie diese Erinnerung bitte als gegenstandslos.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr immergrün!-Team
    ================================
    Einfach nur unverschämt! Zudem habe ich festgestellt, dass sich die Bankverbindung geändert hat. Meine 19/31- Zahlung ging an eine ganz andere Bank.

    Ich habe mal sehr ironisch zurück geschrieben, dass in der Alltagshektik und im immergrün-Geschäftschaos Zahlungen untergehen können; so vermisse ich immer noch die Bonuszahlung in Höhe von 30€, welche spätestens 6 Wochen nach Lieferbeginn (war der 01.01.2021) auf meinem Konto gebucht werden musste 😉

    Das ist so ein rotzfrecher Verein, um es mal höflich auszudrücken! Jetzt lernen die mich mal von meiner rostigen Seite kennen!!

    PS: Ich bekomme noch jetzt nach Lieferende 19.10.2021 genau 212,30€ von denen, Bonus mal anteilig dazu gerechnet.

  47. Hallo,
    auch ich habe am 07.10.21 von Immergrün die Mitteilung bekommen, dass man mich nur noch bis zum 19.10.2021 mit Strom beliefern wird. Ich habe per Email Einspruch erhoben und bis heute keine Rückmeldung bekommen.
    Ich habe einen Tag später im Kundenbereich umgestellt von Lastschrift auf Überweisung und den Abschlag für Oktober durch meine Bank zurückholen lassen. Gleichzeitig habe ich anteilig einen Betrag für die 19 Tage der Belieferung im Oktober überwiesen. Am 14. Oktober habe ich von Immergrün die Mitteilung erhalten, dass die Lastschrift nicht eingelöst wurde und heute kam die erste Mahnung, in der ich aufgefordert werde bis zum 27.10.21 den ausstehenden Betrag zu überweisen.
    Mein zukünftiger Stromlieferant, der mich zum 27.12.21 aufnehmen wollte, hat mir schriftlich mitgeteilt, dass er mich schon vorab Anfang November beliefern wird. Somit rutsche ich nur für 2 Wochen in die Grundversorgung. Das Schreiben von Immergrün und dem Neukundenbonus usw. habe ich auch erhalten, wie alle anderen hier auch!
    Aber was mache ich nun mit der Mahnung? Ein kurzer Anruf bei Immergrün ergab, dass das System die Sache an eine Inkassofirma weitergeben wird.
    Also doch bezahlen und hoffen, dass Immergrün nicht insolvent geht oder „es darauf ankommen lassen“? Auf was auch immer! Bitte um eure Meinung!

  48. Bei mir hat der Wechsel zum neuen Stromanbieter Stadtwerke München reibungslos funktioniert:
    Ursprünglich war der Wechsel zum 1.1.2022 vorgesehen und ich habe eigentlich nur nachgefragt, ob man den Termin evtl. vorverlegen könnte. Die haben nicht lange gefackelt und gestern bekam ich eine Mail über ein neues Vertragskonto: der Vertrags wurde auf dem 20.10.2021 zu unveränderten Konditionen vorverlegt. Allerdings sind diese Konditionen schlechter als beim alten Vertrag mit Immergrün: die kwh ist ca. 4,5 ct teurer – Strom ist halt teurer geworden.
    Ich gehe davon aus, dass mir Immergrün dies nicht ersetzen wird – sie haben ja nur von Ersatz bei Grundversorgung gesprochen. Mal sehen, ob und wieviel Neukundenbonus sie ersetzen.
    Riecht aber stark nach Fall für Anwalt (Rechtsschutzversicherung).

    1. Ich lasse es selbstverständlich darauf ankommen (siehe meine Antwort auf das immergrün-Schreiben). Da widerrechtlich die Belieferung am 19.10. beendet wurde, werde ich ganz klar auch meine Bezahlung am 19.10. beenden, da ich natürlich auch nur 19/31 Strom im Oktober verbraucht habe.

      Ich habe auch festgestellt, dass immergrün die Bankverbindung geändert hat, meine 19/31-Zahlung ging an eine ganz andere Bank als jetzt der geforderte Rest hingehen soll.

      Ich warte zudem schon seit 8 Monaten auf den „Sofortbonus“, habe ich jetzt auch mit Fristsetzung eingefordert. Immergrün schuldet mir noch ca. 212€, sie sollen sich jetzt mit der Schlussrechnung beeilen, dann können die ja negative Saldi (Rest vom Oktober) mit der Überzahlung verrechnen.

      Ich sehe einer Mahnung ganz cool entgegen…

  49. Hallo! Ich bin ebenfalls betroffen, aber immergrün hat meinem Grundversorger nur die Kündigung des Gasvertrags mitgeteilt. Dort bin ich daher seit heute in der Grundversorgung. Die Kündigung des Stromvertrags wurde meinem Grundversorger nicht mitgeteilt. Wie gehe ich denn jetzt damit um? Muss ich da aktiv werden?

  50. Aktuell bin ich noch positiv überrascht. Gestern Abend 21 Uhr den Zählerstand bei immergrün im Kundenportal eingegeben, eben gerade bei meinem Netzbetreiber Bescheid gesagt – aber die kannten den Zählerstand schon, da immergrün ihn schon übermittelt hatte (und auch alles richtig). Nun bin ich gespannt wie lange es dauert bis die Schlussrechnung fertig ist und wie lange es dann dauert bis das Guthaben zurücküberwiesen ist…