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  1. Hallo zusammen,

    ich habe schlechte Erfahrungen mit Meisterstrom (365 AG) gemacht. In den AGB’s ist klar geregelt das alle schriftlichen Korrespondenzen per Mail abgewickelt wird. Demnach auch die Bekanntgabe von Preiserhöhungen. Komischerweise habe ich bisher alle Mails von Meisterstrom erhalten und die Mails mit den angeblichen Preiserhöhungen nicht. Aus diesem Grund konnte ich nicht rechtzeitig von meinem Sonderkündigungsrecht gebraucht machen. Ein Nachweis über die Existens der Mails steht noch aus.

    Also Finger weg von allem was nach 365 AG aussieht.

    1. Der Anbieter trägt die Beweispflicht, dass Ihnen die Preiserhöhung zugesendet wurde. Ich empfehle Ihnen daher die Preiserhöhung anzufechten. Hierzu stelle ich Ihnen gerne das kostenlose Musterschreiben bereit.

    2. Der Stromanbieter ist in der Beweispflicht, dass Ihnen die E-Mail zugestellt wurde. Wenn er den korrekten Versand nicht nachweisen kann, ist die Preiserhöhung unzulässig. Ihrem Kommentar entnehme ich, dass Sie die Existenz der Mails angefordert haben. Dies anzufordern war genau richtig.

  2. Zum Jahreswechsel 2017/2018 lief mein Vertrag bei der Strogon AG aus (genau am 28.12.2017). Da ich die ganze Zeit weder eine Mail noch einen Brief von Strogon erhalten habe, habe ich am 03.01.2018 erstmals dort angerufen und gefragt, wie es denn mit meinem Vertrag aussieht. Da wurde mir mitgeteilt, dass es ab dem 29.12.2017 eine Preiserhöhung gab. Ich hätte der Erhöhung ja nicht widersprochen und müsste jetzt den teureren Preis bezahlen. Auf meine Bemerkung, dass ich die Preiserhöhung nicht erhalten habe, antwortete man mir, dass diese bereits im September 2016 (NICHT 2017!) zugestellt wurde. Mein neuer Preis wäre jetzt ca. 0,33 € gegenüber vorher 0,25€, also eine Erhöhung um ca. 30%.
    Ich hatte anschließend darum gebeten, dass man mir die Preiserhöhung nochmals zuschickt, damit ich wenigstens genau weiß, wie hoch der Preis jetzt ist. Noch am selben Tag erhielt ich ein Angebot für einen 24-Monats Vertrag. Die Unterlagen die Preiserhöhung betreffend wurden mir aber nicht zugesandt. Daraufhin habe ich am 04.01.2018 wieder dort angerufen und nochmals nach der Ankündigung der Preiserhöhung gefragt. Man entgegnete mir, das wird noch bearbeitet und die Ankündigung sei bereits am 15.11.2016 erfolgt (wieder 2016 und nicht 2017!).
    Ich geh davon aus, dass die Preiserhöhung niemals angekündigt wurde, dass man versuchen wird, mich weiter hinzuhalten.
    Was soll ich Ihrer Meinung nach tun? Sollte ich zB den Nachweis der Versendung der Mail anfordern?

    1. Vielen Dank für Ihre Frage.
      Der Stromanbieter ist in der Pflicht, den Versand der Preiserhöhung nachzuweisen. Daher würde ich an Ihrer Stelle genau dies einfordern. Ich empfehle allerdings dies schriftlich zu tun, denn nur so können Sie Ihre Aufforderung nachweisen. Telefonate sind hierfür nicht geeignet (es sei denn, dass ein Zeuge mithört – dies dürfte aber deutlich aufwendiger sein).

      1. Vielen Dank für die Antwort.
        Sie haben mein Gedankengang bestätigt. Nächste Woche werde ich die (angebliche) Preiserhöhung sowie den Nachweis, dass diese versendet wurde schriftlich anfordern.

        Noch ein Zusatz:
        Das ganze scheint wirklich so Methode zu haben, denn per Telefon sollte man eigentlich seinen derzeitigen Kontostand abfragen können, was aber immer wieder abgebrochen wird. Außerdem habe ich den ersten Abschlag nach angeblicher Preiserhöhung schon bezahlt und dieser ist immer noch derselbe, wie vor der Erhöhung. Bei einer über 30%igen Erhöhung würde doch jeder auch den monatlichen Abschlag anpassen. Wie gesagt, das könnte aber Methode sein. So merkt man unter Umständen gar nicht, was passiert und nach der Jahresabrechnung kommt dann eine fette Nachforderung. Dann ist das ganze aber schon so lange her für den Kunden, dass dieser sich sicher nicht mehr an die Ankündigung der Erhöhung erinnert und zähneknirschend bezahlt.

        1. Nachdem ich letzte Woche nochmals mit Frist zum 17.01.2018 den Nachweis des Versands der Preiserhöhung angefordert und notfalls mit Einschaltung der Schlichtungsstelle für Energie bzw. mit dem Gang zum Anwalt gedroht hatte, wurde mir gestern mitgeteilt, dass man hiermit meine Kündigung zum 31.01.2018 anerkennt (ich hatte Strogon die Möglichkeit eingeräumt in beiderseitigem Einverständnis den Vertrag aufzulösen).
          Die Erhöhung des Arbeitspreises wird zudem rückwirkend storniert.
          Natürlich kam auch noch der Zusatz: „Rein vorsorglich weisen wir darauf hin, dass dies ohne Anerkennung einer Rechtspflicht erfolgt.“
          Das ist mir aber alles egal. Ich habe jetzt wieder einen neuen Anbieter gesucht und auch schon beauftragt.

          Ich möchte mich daher noch mal ausdrücklich hier bedanken, für diese gute Seite und auch für die Tipps in den Kommentaren.

  3. Ich habe per Email die Abschlussrechnung von Immergrün erhalten und in dieser stehen zwei Preiserhöhungen; eine ab dem 01.01.2017 und eine ab dem 01.02.2017 (+36,21%!). Ich kann die Emails mit der Bekanntgabe der Erhöhungen nicht finden und kann mir auch nicht vorstellen, dass ich diese zweimal übersehen hätte. Einen Einspruch gegen die rechnung habe ich jetzt abgeschickt und werde weiter berichten.

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Ich bekomme öfters mit, dass Stromanbieter die Preiserhöhung gar nicht mitgeteilt haben. Dies könnte auch bei Ihnen der Fall sein. Fordern Sie daher Immergrün auch auf, die Mitteilung über die Preiserhöhung Ihnen zu belegen (z.B. könnten die ja problemlos die ursprüngliche E-Mail an Sie weiterleiten).

      Viel ERfolg!

  4. Habe soeben eine Email von meinem Stromanbieter mit der Abschlussrechnung für 2017 bekommen. Soweit so gut. Habe die Rechnung näher angeschaut. Weniger Stromverbrauch als in 2016 und trotzdem sollen die Abschläge um 27 erhöht werden.
    Nach näherem Betrachten fand ich den neuen Strompreis. Von 24,03 ct in 2017 wurde er nun in 2018 auf 31,38 ct erhöht. Habe jedoch niemals eine Email geschweige denn einen Brief über diese Erhöhung erhalten.
    Auf der Webseite des Stromanbieters EVD EnergieVersorgung Deutschland GmbH habe ich dann versteckt in einem Untermenü eine Information über eine Stromerhöhung zum 1.1.2018 gefunden.

    Dieses war nun wirklich nicht transparent und grenzt zudem schon an Wucher.

    Schicke in diesem Augenblick ein Fax an das Unternehmen:

    „Sehr geehrte Damen und Herren,

    gerade bekomme ich per Email den Jahresabschluss.
    Ich wunderte mich über die Preisanpassung für 2018 und fand auf Ihrer Webseite versteckt eine Information zur Preisanpassung zum 1.1.2018.
    Die Preiserhöhung wurde nicht oder nicht transparent mitgeteilt. Es handelt sich hiermit um eine versteckte Preiserhöhung.
    Versteckte, intransparente und nicht verständliche Strompreiserhöhungen sind nach §41 (3) EnWG unzulässig.

    Somit widerspreche ich dieser Preisanpassung zum 1.1.2018.
    Rechtliche Schritte behalte ich mir vor.“

    Ich hoffe, das genügt erstmal. Morgen werde ich erstmal meine Rechtsschutzversicherung bemühen.

    Werde berichten.

  5. Ich würde, wie oben von mir auch erfolgt, einen Nachweis des Versands anfordern.
    Eine angeblich alte Mail kann man leicht noch mal verschicken und dann behaupten, die wäre damals so versandt worden. Wenn man eine Mail versendet, ist diese Mail anschließend im Ordner „versendet“ zu finden mit dem Zusatz: Versand am xx.xx.xxxx und den Empfänger. Genau diesen Nachweis sollten sie verlangen. Wenn sie den nicht vorlegen können, würde ich die Erhöhung nicht anerkennen und ebenfalls mit der Schlichtungsstelle oder mit Anwalt drohen.