Preiserhöhung Strom & Gas: so wehren Sie sich

Nutzen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht, indem Sie mit der kostenlosen Vorlage per Einschreiben kündigen. Ist die Preiserhöhung bereits wirksam? Dann können Sie überzogene (>15%), nicht mitgeteilte & versteckte Preiserhöhungen mit meinen Vorlagen anfechten.

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Wechseln Sie nach Ihrer Kündigung zu einen verbraucherfreundlichen Anbieter

  • Preis-Studie vom 9.01.2021: Aktuell sind eprimo, Montana, innogydirekt, Vattenfall und Maingau die günstigsten unter meinen empfohlenen AnbieternOft ist einer dieser Anbieter sogar der günstigste Deutschlands.
  • Welcher der verbraucherfreundlichen Anbieter für Ihre PLZ und Ihren Verbrauch am günstigsten ist, erfahren Sie über den STROM-Vergleich & GAS-Vergleich von Verivox.* Mit deren „nirgendwo günstiger Garantie“  erhalten Sie garantiert die günstigsten Preise.
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Autor: Dr. Matthias Moeschler; aktualisiert: 28.12.2020

Ist die Preiserhöhung noch nicht wirksam oder sind Sie in der Grundversorgung?

Solange die Preiserhöhung noch nicht wirksam ist, können Sie Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen und den Vertrag außerplanmäßig kündigen. Weiterführende Hinweise zur Kündigung finden Sie hier

Ich empfehle Ihnen rechtssicher per Einschreiben/Einwurf (Brief) zu kündigen. Per FAX können Sie auch kündigen. Dies ist aber nicht so sicher. Daher präferiere ich das Einschreiben. Verwenden Sie hierzu diese Vorlage, indem Sie auf die Abbildung klicken und das PDF herunterladen. 

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Wenn die Preiserhöhung erst in mehr als 3 Wochen eintritt, können Sie auch per E-Mail und dieser Vorlage kündigen:

Betreff: Sonderkündigung aufgrund Ihrer Preiserhöhung (§41 (3) EnWG)
Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund Ihrer Preiserhöhung ab xx.xx.2021 kündige ich fristgerecht einen Tag vor Wirksamwerden der Preiserhöhung meinen Strom-Liefervertrag bei Ihrem Unternehmen. Bitte bestätigen Sie mir die Sonderkündigung und das Kündigungsdatum schriftlich innerhalb von 14 Tagen.
Viele Grüße,

Achten Sie jedoch darauf, dass Sie eine Kündigungsbestätigung bekommen und notfalls per Einschreiben rechtssicher kündigen können.

Es lohnt sich bei den starken Preiserhöhungen den Anbieter zu wechseln. Achten Sie bitte darauf, dass Sie zu einem verbraucherfreundlichen Strom- und Gasanbieter wechseln. Dies ist der beste Schutz vor überhöhten und versteckten Preiserhöhungen.

 

Ist Ihre Preiserhöhung bereits wirksam?

Wehren Sie nicht mitgeteilte, überhöhte und versteckte Preiserhöhungen ab!

INHALTSVERZEICHNIS
II. So holen Sie sich Ihr Geld zurück

III. Rechtliche Grundlagen & Beispiele zu versteckten Preiserhöhungen
IV. FAQs
V. Diskussion / Kommentare

Wenn Ihr Sonderkündigungsrecht bereits abgelaufen ist, dann lohnt es sich u.A. bei den Stromanbietern immergrün, FuxxSparenergie, Stromio, Regionale Energiewerke (REW), Enno Energie und ExtraEnergie sich zu wehren. Denn in den folgenden Fällen sind Strom- und Gaspreiserhöhungen nicht zulässig:

    • Intransparente / versteckte Preiserhöhungen, oder
    • Preiserhöhungen von 15% und mehr (siehe Einschränkungen unter IV.), oder
    • Nicht mitgeteilte Preiserhöhungen.

II. Mit meiner praxiserprobten E-Mail-Vorlage sparen Sie sich Zeit und holen Ihr Geld zurück

Ihr Problem:

  • Sie sollten schnell handeln: Es drohen Zusatzkosten – steigende Abschlagszahlungen, sowie Mahn- und Inkassokosten.
  • Sie brauchen gute Argumente: In vielen Fällen werden Beschwerden von dem neuen Anbieter ignoriert. Daher ist es wichtig, dass Sie mit den richtigen Argumenten die Preiserhöhung abwehren. Meine Erfahrung nach geben die Energieversorger immergrün, stromio, Regionale Energiewerke & Co. schneller und eher nach, wenn sie das Gefühl haben, dass der Verbraucher kompetent beraten ist, sein Recht kennt und es auch erfolgreich einfordern kann.
  • Eine Rechtsberatung ist teuer und lohnt sich häufig nicht: In den meisten Fällen führen die Preiserhöhungen zu Zusatzkosten von 200€ bis 500€. Die Erst-Beratung durch einen Rechtsanwalt kostet jedoch bereits mindestens 200€. Zudem verlieren Sie Zeit, wenn Sie einen Termin für die Rechtsberatung ausmachen.

Meine Lösung für Sie: das kostenlose Musteranschreiben

  • Flo Tausend
    11/01/2021 - Facebook

    Dank der Hilfe von Herrn Moeschler habe ich die Bonuszahlungen von meinem Stromlieferanten doch noch erhalten!
    Absolut zu empfehlen!!! 👍

    Silke Grötschel
    11/01/2021 - Google

    Hallo Herr MoeschlerVielen Dank für Ihre schnelle Hilfe. Ich passe sonst so auf, dass mir niemand am Telefon was verkauft. Aber in diesem Fall, hat Pr... [mehr]

  • wolfgang schaefer
    11/01/2021 - Google

    alles hat bestens funktioniert,sehr zu empfehlen

    Manfred K.
    28/12/2020 - Google

    Vielen Herzlichen Dank an Herrn Moeschler. Ich hatte Probleme mit einem Stromanbieter, der mir am Telefon einen Vertrag aufschwatzen wollte. Ich hatte... [mehr]

  • Andreas Lunau
    04/12/2020 - Google

    Mein immer grüner Gasversorger wollte mir eine 47,72%ige Preiserhöhung unterjubeln. Mein sofortiger Rechnungswiderspruch hat lieferantenseitig zu weni... [mehr]

    Michael Troycke
    02/12/2020 - Facebook

    Dank der Hilfe von Herrn Moeschler könnte ich mich schnell und unproblematisch gegen einen unseriösen Stromanbieter wehren. Zum meinem Glück noch bevo... [mehr]

  • Ilona
    02/12/2020 - Google

    Sehr gute Hilfe! Dank diesem Service konnte ich die überzogene Preiserhöhung eines Stromanbieters abwehren.

    Alex Bruns Früher Mettmann
    29/11/2020 - Facebook

    Herr Moeschler hat mir in einer Situation geholfen aus der ich alleine nicht mehr rausgekommen wäre. Der Widerspruch wurde problemlos anerkannt. Ein h... [mehr]

  • Nicole Petersen
    28/11/2020 - Google

    Schnelle und unkomplizierte Hilfe, nachdem meine Mutter einen Vertrag mit Voxenergie ( FINGER WEG VON DIESEM ANBIETER) abgeschlossen hatte. Ich bekam ... [mehr]

    Kolitsch Heiko
    26/11/2020 - Facebook

    Herr Moeschler hat mir bei der Kündigung eines unseriösen Stromanbieter sehr weitergeholfen.
    Herr Moeschler ist sehr Kompetent auf seinen Gebiet ich k...
    [mehr]

  • Thomas Hinz
    21/11/2020 - Google

    Danke für die schnelle Hilfe hat alles super geklappt mit der Kündigung 🙂

    Georgiana Toma
    21/11/2020 - Google

    Mr. Moeschler respondes very quickly and is very helpful. I don`t speak very good German and the rules in my country are a bit different from here, so... [mehr]

  • Gennadi Sawazki
    18/11/2020 - Facebook

    Mit Hilfe der Antwort Vorlagen von Herrn Moeschler haben wir es geschafft, dass Enstroga den Nichterfüllungsschaden aus der Rechnung entfernt hat. :-)... [mehr]

    Raimund Schenk
    13/11/2020 - Google

    Mit diesem Schreiben von ihnen hat der Widerruf für voxennergie super geklappt. Habe von voxenergie den Widerruf bestätigt bekommen. Haben aber die er... [mehr]

  • Günther Völckel
    13/11/2020 - Google

    Am Telefon wurde mir ein Stromliefervertrag aufgeschwatzt.Das Gespräch war dabei so geschickt gelenkt, dass ich glauben musste es kommt wirklich im Au... [mehr]

    nein danke
    13/11/2020 - Google

    Schnelle Hilfe beim Widerruf eines Strom und Gasvertrages. Kann ich jederzeit weiter empfehlen.

  • Reinhard Kaiser
    13/11/2020 - Google

    widerruf per Einschreiben und Mail geschickt, nach "telefonterror" bis 6 Anruf am Tage (telefonnummer wurde gesperrt) bis heute Ruhe. Aber auch keine... [mehr]

    Achim
    13/11/2020 - Google

    Weil ich leicht Abgelenkt war bin ich Voxenergie am Telefon auf den Leim gegangen, wie nun da wieder rauskommen. Dann fand ich im Internet die kostenl... [mehr]

  • Susi Sommer
    06/11/2020 - Facebook

    Diese Verbraucherhilfe hilft einem an allen Stellen, wenn man selbst in missliche Situationen bei unrechtmäßigen Vertragsabschlüssen gerät. Früher war... [mehr]

    Ms. S.
    06/11/2020 - Google

    Diese Verbraucherhilfe hilft einem an allen Stellen, wenn man selbst in missliche Situationen bei Vertragsabschlüssen gerät. Früher war ich noch fit g... [mehr]

  • Christian Jans
    28/10/2020 - Facebook

    Sehr schnelle und proffessienelle Rückmeldung. Ich kann es nur Empfehlen

    Jörg Vetter
    21/10/2020 - Google

    Herr Moeschler ich danke Ihnen sehr! Ihre Unterstützung und die Text Vorlagen haben zum Erfolg geführt. Rückwirkende Rücknahme der Preiserhöhung (1800... [mehr]

  • Christian Liebl
    08/10/2020 - Google

    Sehr gute Kommunikation und hilfreiche Tipps zum Thema Vertragswechsel bei Stromanbieter. Neutrale Beratung und schnelle Antwort auf Fragen. Jederzei... [mehr]

    Wilfried Pulla
    22/09/2020 - Google

    Ich wurde sehr gut und mit bestem Erfolg beraten. Die von "Verbraucherhilfe-Stromanbieter.de" vorgeschlagene Vorgehensweise ist sehr hilfreich, die B... [mehr]

  • Carsten Rode
    21/09/2020 - Google

    Mein Vater (82, Haustür - mehr muß ich nicht sagen) hatte Probleme mit Lekker. Musterschreiben hatten Erfolg. Danke

    Anne Loft
    16/09/2020 - Google

    Super guter und persönlicher Orientierungshilfe für mein Problem. Ich wünschte, ich hätte ihn gekannt, bevor ich einen Vertrag mit einer schlechten Ga... [mehr]

  • Christoph Nenninger
    07/09/2020 - Google

    Sehr zu empfehlen!

    Sarah Schilke
    07/09/2020 - Google

    Herr Moeschler, vielen lieben Dank für Ihre sehr schnelle und kompetente Hilfe. Der Stromanbieter hat dem Widerruf zugestimmt und den Auftrag stornier... [mehr]

  • jan gendreizig
    01/09/2020 - Google

    Mir wurde ein Stromvertrag an der Tür untergejubelt.Zunächst war ich planlos und wusste nicht genau was zu tun,daraufhin bin im Internet über die Seit... [mehr]

    Marina Birke
    05/08/2020 - Google

    Herr Möschler, vielen Dank für Ihre sehr schnelle und kompetente Hilfe. Der Stromanbieter hat den Abschlag und versteckten Preise runtergesetzt, anhan... [mehr]

  • Stefan G.
    20/07/2020 - Google

    Ein ganz ganz toller und in diesem Fall sogar kostenloser Service, der hier angeboten wird. In meinem Fall habe ich satte 275,- gespart, die mein Stro... [mehr]

    Ivan Tokic
    20/07/2020 - Google

    Hallo,Nachdem Stromanbieter Anruf und AGB zustimmung habe ich eine untergeschobenes "Vertrag untergeschrieben". Per Post kam NUR Arbeitspreis sowie Gr... [mehr]

  • Siegfried Strauß
    17/07/2020 - Google

    Nachdem mir mein Strom-und Gasanbieter ohne Mitteilung ab Novembert 2019 die Grundpreise um fast 400 % erhöht hat, bat ich Herrn Moeschler um Hilfe. I... [mehr]

    Mark Niemeyer
    26/06/2020 - Google

    Hallo,super schnelle Antwort (Sonntag) nach Erstkontakt mit dem beigefügten Musterschreiben. Bereits nach der ersten empfohlenen Email hat der Stroman... [mehr]

  • Sebastian Brand
    26/06/2020 - Google

    Vielen Dank für Ihre Hilfe. Es ist nicht selbstverständlich das man kostenlos anderen bei Problemen mit Stromanbietern hilft.

    A. A.
    24/06/2020 - Google

    Sehr kompetent und antwortet zeitnah. Vielen Dank!

  • Jens Heinze
    04/06/2020 - Facebook

    Herr Moeschler hat mir in einer Situation geholfen, in der ich mir allein nicht zu helfen wusste. Ich war wütend darüber, wie unverschämt Strom- und G... [mehr]

    Alexander Graham
    24/05/2020 - Google

    Das Musterschreiben war wirklich eine große Hilfe. Danke!

  • Jens Heinze
    24/05/2020 - Google

    Die 5 Sterne sind mehr als verdient. Herr Moeschler hat mir in einer Situation geholfen wo ich mir allein nicht weiter helfen konnte. Ich war wütend d... [mehr]

    Jürgen Schmitt
    24/05/2020 - Google

    Sehr schnelle Unterstützung, gut vorbereitetes, umfassendes und einfach anzupassendes Musteranschreiben. Kümmert sich auch bei weiteren Fragen. Super ... [mehr]

  • Jörg Krista
    07/05/2020 - Facebook

    Schnelle Rückmeldung bei Problemen mit
    dem Stromanbieter ?

    Franky Boy
    24/04/2020 - Google

    Vielen Dank für die Tips. Es hat zwar gedauert bis der unseriöse Energieanbieter einknickte, aber es hat sich gelohnt. Top und absolut kostenlos!!

  • Ralph B. Vogel
    24/04/2020 - Google

    Herr Moeschler hat auch mir geholfen, nachdem mir mein Stromanbieter eine versteckte Strompreiserhöhung (Grundpreis sollte um über 500% erhöht werden)... [mehr]

    Leu Ahoi
    24/03/2020 - Google

    Mein Stromanbieter hat versteckt Kosten erhöht. Mit Matthias Moeschler Hilfe in Form von Textbausteinen und einer Vorgehensbeschreibung könnte ich den... [mehr]

  • Renate
    24/02/2020 - Google

    Der Herr Moeschler hat mir geholfen aus der versteckten Preiserhöhung meines Stromanbieters zu kommen. Hat wunderbar geklappt. Und das Kostenlos. Sup... [mehr]

    Elena
    24/02/2020 - Google

    Mit der Hilfe von Herrn Moeschler konnte ich mich gegen die versteckte und überzogene Preiserhöhung des Gasanbieters durchsetzen. Schnelle , kostenlos... [mehr]

  • Georg
    24/02/2020 - Google

    Herr Moeschler hat mir geholfen die hinterhältige und übertriebene Preiserhöhung meines Stromanbieters erfolgreich abzuwehren. Und das vollkommen kost... [mehr]

    moniwa7
    24/02/2020 - Google

    Herr Moeschler hat mir kostenlos dazu verholfen, dass ich die versteckte Preiserhöhung mit einem kompetenten Schreiben auch nach Fristverstreichung wi... [mehr]

  • Elena Tsvetkova
    29/01/2020 - Facebook

    Uns wurde geholfen die unzulässige und überzogene Preiserhöhung des Stromanbieters abzuwehren. Schnell, Kostenlos und zuverlässig. Ein Herzensguter Me... [mehr]

  • Mit meinem sehr fundierten Musteranschreiben führen Sie alle relevanten Argumente an, um den Energieversorger zur Rücknahme der Preiserhöhung zu überzeugen.
  • Sie verlieren kaum Zeit, da Sie sich sofort wehren können. Es kostet Sie nur 15 Minuten, das Musteranschreiben an Ihren spezifischen Fall anzupassen. Da das Musteranschreiben so aufgebaut ist, dass Sie überwiegend nur Argumente herausstreichen müssen, ist die Bearbeitung denkbar einfach. Allein der Gang zum Rechtsanwalt kostet Sie deutlich mehr Zeit!
  • Wie alle Hilfsangebote auf meiner Seite, ist die Mustervorlage für Sie kostenlos. (Ich war selber Opfer einer versteckten Preiserhöhung. Die Auseinandersetzung hat mir viel Zeit und viele Nerven gekostet. Mit meinem Projekt „Verbraucherhilfe-Stromanbieter“ erspare ich Verbrauchern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, dieses Leid.)
  • Ich habe mich auf verbraucherfreundliche Strom- und Gasanbieter spezialisiert. Ich zeige Ihnen ganz genau, welche Vorgehensweise Sie befolgen sollten, um Ihre Erfolgsaussichten zu erhöhen. 
  • Mit meinen Anleitungen vermeiden Sie unnötige Fehler: Viele Verbraucher machen z.B. Fehler beim Widerspruch oder  stellen die Zahlungen ein. Dadurch geraten diese unnötigerweise in Zahlungsrückstand und es drohen hohe Inkassokosten.

Der einzige Nachteil ist, dass ich Ihnen keine Rechtsberatung anbieten kann. Da die Sachverhalte jedoch häufig sehr ähnlich gelagert sind, ist dies aus meiner Sicht nicht notwendig. Mein Musteranschreiben ist in fast allen Fällen völlig ausreichend. Die obigen Rezensionen – die Sie auch auf Google Maps einsehen können – sind der beste Beweis für die Wirksamkeit der Muster-Antwortschreiben und meiner praxiserprobten Vorgehensweise. Aber auch die gelösten Beschwerden auf de.reclabox.com (siehe z.B. Quellen 1, 2, 3) bestätigen, dass sich wehren lohnt! Anbieterübergreifend bestätigen mir Verbraucher, dass sie mit Hilfe meiner Vorlagen und Anleitungen Ihre Preiserhöhungen abwehren und ihr Geld zurückholen konnten. Fordern Sie Ihr kostenloses Musteranschreiben an Um Ihnen Zeit zu sparen, kopieren Sie den folgenden Text in das Feld „Ihre Nachricht“ und passen es an Ihren Sachverhalt an.

Sehr geehrter Herr Moeschler,

Ich bin Opfer einer versteckten / überzogenen Preiserhöhung und möchte Sie gerne bitten, eine für mich passende Vorlage zuzusenden, damit ich mich erfolgreich gegen die Preiserhöhung wehren kann. Mir ist bewusst, dass Sie nicht auf meinen Einzelfall eingehen und ich somit keine Rechtsberatung erhalte.

Weiterführende Anmerkungen:

    • Name des Anbieters: immergrün / Regionale Energiewerke / Stromio etc.
    • Kurzbeschreibung der Preiserhöhung:
      • immergrün: „Werbeflyer Osterhase“ oder  zusammen mit AGBs oder unter „Umlagen und Abgabenanpassungen“
      • Regionale Energiewerke: „im Willkommensschreiben zu Beginn der Belieferung“ oder „Preiserhöhung als Wort und nicht als Zahl“
      • Grünwelt Energie: Betreff „Neue Preise für Ihren Strom/Gastarif“
    • Arbeitspreis alt: xxx Cent / kWh
    • Arbeitspreis neu: xxx Cent / kWh
    • Grundpreis alt: xxx € / Monat
    • Grundpreis neu: xxx € / Monat
    • Ich habe vor Wirksamwerden ein Preiserhöhungsschreiben erhalten: JA / NEIN, ich habe kein Preiserhöhungsschreiben erhalten
    • Mir wurde das Preiserhöhungsschreiben lediglich in das Kundenportal eingestellt. Per E-Mail habe ich keinen Hinweis auf die Preiserhöhung erhalten: JA / NEIN

Mit freundlichen Grüßen [Ihr Name]

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III. Rechtliche Grundlagen & Beispiele zu versteckten Preiserhöhungen  

Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie sich selbst gegen überhöhte, nicht mitgeteilte, versteckte und intransparent mitgeteilte Preiserhöhungen wehren können. (aktualisiert am 03.08.2019)

Inhaltsverzeichnis

A. Bei diesen Stromanbietern werden überhöhte und versteckte Preiserhöhungen besonders häufig bemängelt
B. Preiserhöhungen von 10% und mehr sind unzulässig!
C. Der Stromanbieter muss nachweisen können, dass Sie die Preiserhöhung erhalten haben
D. Versteckte Preiserhöhungen sind unzulässig!
    ⇒ Kriterien & Beispiele von immergrün & Co.
E. Wann liegt keine rechtliche Grundlage für die Preiserhöhung vor?
F. Ratschläge zum weiteren Vorgehen

 

 

A. Diese Stromanbieter werden wegen überhöhter und versteckter Preiserhöhungen kritisiert

In der Zeitschrift Zeit sowie im Forum forum.energienetz.de und auf der Seite Reclabox werden unzulässige und versteckte Preiserhöhungen u.A. von folgenden Unternehmen berichtet:

  • 365 AG (ehemals Almado; immergrün, Meisterstrom)

  • ExtraEnergie (Vertriebsmarken ExtraStrom, HitStrom und PrioStrom)

  • Stromio (Vertriebsmarken Grünwelt Energie, Stromio und Gas.de)

  • Fuxx Die Sparenergie (Vertriebsmarken Grüner Funke, Fuxx und PlusStrom)

B. Preiserhöhungen von 15% und mehr sind unzulässig!

Der Stromanbieter darf seinen anfänglichen Gewinnanteil (mit Ausnahme des Neukundenbonus) nicht erhöhen – die Preise dürfen nur im Rahmen der tatsächlichen Gesamtkostenentwicklung angepasst werden. Andernfalls ist die Preiserhöhung unwirksam. Der Stromanbieter darf somit den Umfang der Preiserhöhung nicht wahllos festlegen, sondern er muss diese auf eine Berechnungsgrundlage stützen. Damit soll verhindert werden, dass der Stromanbieter seine Gestaltungsmacht zu Lasten der Kunden ausnutzt. Bei  Preiserhöhungen von mehr als 15% dürfte der Stromanbieter seinen Gewinnanteil gesteigert haben. Diese Einschätzung begründe ich nachfolgend:

Das Problem besteht darin, dass Stromanbieter sich weigern, ihre Betriebskosten offen zu legen. Dadurch können Gerichte nicht prüfen, ob der Stromanbieter vielleicht doch seinen Gewinn nachträglich erhöht. Jedoch trägt der Stromanbieter im Streitfall die Darlegungs- und Beweislast für die Zulässigkeit der Preiserhöhung.  Bei hohen Preiserhöhungen können Kunden somit ernsthafte Zweifel an Zulässigkeit der Preiserhöhung äußern und die Zahlungen mit Verweis auf die AGBs des Stromanbieters und auf § 307 I BGB verweigern. Dies dürfte der Fall sein, wenn nach dem ersten Vertragsjahr die Preise um 15% und mehr angehoben werden. Die folgenden Abbildungen zeigen, wie unrealistisch es ist, dass für den Anbieter die Kosten derart gestiegen sind. Da die Beschaffungs- und Betriebskosten des Anbieters nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten ausmachen, müssten deren Kosten geradezu explodiert sein, um die die Erhöhung des Strompreises zu rechtfertigen! Dies ist unrealistisch. Daher ist davon auszugehen, dass der Anbieter doch seinen Gewinn nachträglich gesteigert hat. Damit verstößt dieser nicht nur gegen geltendes Recht (BGH (VIII ZR 247/17)) sondern auch gegen seine eigenen AGBs, weil er sich selbst verpflichtet, lediglich Kostensteigerungen weiterzugeben! Preiserhöhung Strom 2020 Die Folgende Abbildung zeigt, wie unrealistisch es ist, dass für den Anbieter die Kosten derart gestiegen sind. Da die Beschaffungs- und Betriebskosten des Anbieters nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten ausmachen, müssten deren Kosten geradezu explodiert sein, um die die Erhöhung des Strompreises zu rechtfertigen! Dies ist unrealistisch. Daher ist davon auszugehen, dass der Anbieter doch seinen Gewinn nachträglich gesteigert hat. Damit verstößt dieser nicht nur gegen geltendes Recht (BGH (VIII ZR 247/17)) sondern auch gegen seine eigenen AGBs, weil er sich selbst verpflichtet, lediglich Kostensteigerungen weiterzugeben!

Das Branchenblatt ZfK (Ausgabe November 2017, Seite 9) berichtet unter Berufung auf Analysen der Consutlingfirma ene’t, dass die Rohmarge der deutschen Stromversorger im Jahr 2018 durchschnittlich um 1,35 Cent/kWh gegenüber 2017 steigt. Die durchschnittliche Rohmarge betrug am 1. Januar 2017 7,67 Cent/kWh und wird am 1. Januar 2018 9,02 Cent/kWh betragen. Aus der Rohmarge kaufen die Versorger den Strom ein und decken ihre Vertriebskosten. Der Rest ist Gewinn. Was bedeutet diese Studie für den Verbraucher? Verbraucher haben einen Anspruch darauf, dass dass Energieversorger sinkende Kosten zeitnah an ihre Kunden weitergeben (siehe BGH Az. VIII ZR 138/07). Verbraucher können unter Berufung auf gesunkene Kosten auf eine Preissenkung bestehen. Zudem untermauert die Entwicklung der Rohmarge die vorherige Argumentation, dass Kostensteigerungen von 10% (also z.B. den Anstieg des Arbeitspreises von 30 Cent/kWh auf 33 Cent/kWh) nicht zulässig sind.

Ich empfehle Ihnen den Stromanbieter bei Preiserhöhungen von 15% und mehr anzuschreiben und ihm Ihre Bedenken mitzuteilen. Bitten Sie Ihren Stromanbieter sich zu erklären. Schauen Sie vorsichtshalber auf der Seite Ihres Verteilnetzbetreibers (meistens sind es die Stadtwerke) nach, wie stark deren Netzentgelte gestiegen sind. Ihren Netzbetreiber finden über diese Seite.

Verlangen Sie eine verständliche und nachvollziehbare Erklärung für das Ausmaß der Preiserhöhung. Zeigen Sie auch auf, dass die hoheitlichen Umlagen nur einen Bruchteil der Preiserhöhung rechtfertigen. Der Stromanbieter ist angehalten, die Preiserhöhung genau und verständlich zu erklären. Solange Sie keine für einen Laien verständliche und nachvollziehbare Erklärung erhalten haben, müssen Sie keine höheren Preise bezahlen. Der Versorger hat dann nur die Möglichkeit die Preiserhöhung durchzusetzen, indem er Sie auf Zahlung des höheren Preises vor Gericht verklagt. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Schließlich möchten die Stromanbieter ihre internen Berechnungsgrundlagen im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens nicht öffentlich preisgeben. Zudem riskieren die Stromanbieter, dass die erhöhten Preise als unbillig eingestuft werden. Wenn dies passiert, werden viele Verbraucher juristisch gegen die Preiserhöhung des Stromanbieters vorgehen.

Weil mir Gerichtsurteile zur Angemessenheit der Höhe von Preiserhöhungen nicht bekannt sind, sollten Sie zusätzlich prüfen, ob für die Preiserhöhung überhaupt eine rechtliche Grundlage bestand und ob diese versteckt mitgeteilt wurde:

C. Der Stromanbieter muss nachweisen können, dass Sie die Preiserhöhung erhalten haben.

Ich höre von vielen Verbrauchern, dass Ihnen Tarifanpassungen nie mitgeteilt wurden. Die Preiserhöhung ist dann nicht wirksam. Der Stromanbieter muss nachweisen können, dass Ihnen die Preiserhöhung mitgeteilt wurde. Wenn der Stromanbieter mit Ihnen per E-Mail kommuniziert, so muss dieser den Versand nachweisen können. Wenn Ihnen die E-Mail aus technischen Gründen nicht richtig zugesendet wird oder diese in Ihrem Spam-Filter landet, so haben Sie die Preisinformation nie erhalten und die Preiserhöhung ist nicht wirksam geworden. Preisinformationen können auch per Post versendet werden. In diesem Fall muss der Stromanbieter nachweisen, dass Sie das Schreiben tatsächlich erhalten haben. Dies geht nur, wenn er einen Brief per Einschreiben versendet hat. Ein bloßes Einstellen der Preiserhöhung auf das Kundenportal ist hingegen nicht zulässig, wie das Landgericht Köln urteilte (Quelle). Schließlich wären dann Kunden verpflichtet das Kundenkonto kontinuierlich aufzurufen, um keine Frist zu verpassen. Der Versorger muss wichtige Nachrichten per E-Mail zustellen oder zumindest benachrichtigen, dass eine neue Mitteilung im Kundenportal vorliegt.

D. Versteckte Preiserhöhungen sind unzulässig!

Versteckte, intransparente und nicht verständliche Strompreiserhöhungen sind nach §41 (3) EnWG unzulässig. Ob Versorger Ihre Kunden auf „transparente und verständliche Weise“ über Vertragsänderungen informiert haben, muss im Einzelfall beurteilt werden.

Bei diesen Kriterien liegen versteckte Preiserhöhungen vor:

Gemäß EnWG §41 (3) müssen Versorger Preiserhöhungen auf „transparente und verständliche Weise“ den Verbrauchern mitteilen. Es muss also für den Verbraucher leicht erkennbar sein, in welchem Umfang der Strom- oder Gasanbieter die Preise erhöhen möchte. Das BGH konkretisierte diese Vorgabe im April 2018 und urteilte (VIII ZR 247/17), dass bei Preiserhöhungen die alten und neue Preise transparent gegenübergestellt werden müssen und dass auch die Veränderungen einzelner Kostenbestandteile (z.B. Netzentgelte, Stromsteuer oder EEG-Umlage) erkennbar sein müssen. Nur sehr selten erfüllen Preisinformationsschreiben diese Vorgaben: Die Strompreisstudie 2013 der Verbraucherzentrale NRW bestätigt, „dass der Großteil der Energieversorger kaum oder keine Transparenz über den tatsächlichen Inhalt des Preiserhöhungsschreibens gibt“: 9 von 10 Versorgern vermieden es, im Betreff auf einen Anstieg der Preise klar und deutlich hinzuweisen. Bei 41% der Unternehmen wurde nur der neue Preis für den Verbraucher mitgeteilt. Hinweise zum aktuellen Tarif des Kunden oder zu Preisänderungen fehlten. 38% der Unternehmen stellten ferner keine Information zu den Sonderkündigungsmöglichkeiten bereit und bei zwei Anbietern wurde sogar behauptet, es gebe kein Sonderkündigungsrecht für den Verbraucher. Dabei scheinen nicht nur die schwarzen Scharfe der Branche die Preiserhöhungen zu verstecken! Die Dreistigkeit, wie Strompreiserhöhungen versteckt werden, unterscheiden sich jedoch zum Teil erheblich. Die Studie von Marktwächter Energie aus 2016 bestätigt, dass nach wie vor Preiserhöhungen versteckt mitgeteilt werden. Folgende Aspekte sprechen für eine versteckte Preiserhöhung:

  • Äußere Form des Schreibens: Das Preisinformationsschreiben ist getarnt als Werbeflyer. Die meisten Verbraucher erhalten sehr viel Werbung, weshalb sie diese – wenn überhaupt – nur mit geringer Aufmerksamkeit lesen.
  • Betreff der E-Mail: Diese Überschrift ist allgemein gehalten und verschleiert, dass eine konkrete Änderung des Vertragsverhältnis beabsichtigt ist.
  • Text:
    • Der Text ist sehr positiv und allgemein formuliert. Dies vermittelt den Eindruck, dass keine negativen Änderungen dem Kunden mitgeteilt werden sollen. Der Gesamteindruck des Textes verleitet den Kunden, die Anlagen nur kurz zu überfliegen, weil keine für ihn relevanten Informationen zu erwarten sind, auf die er reagieren müsste (Beispiel immergrün (365 AG): „Zusammengefasst haben wir drei gute Nachrichten für Sie“).
    • Die Preiserhöhung wird erst am Ende eines langen Schreibens kurz erwähnt:
    • Die Preiserhöhung erfolgte ohne Hervorhebung
    • Es wird nicht eindeutig von einer Preiserhöhung gesprochen, vielmehr wird die Preiserhöhung umschrieben, was zu Verschleierung der Preiserhöhung beiträgt. Beispiel: „Während Ihr monatlicher Grundpreis ab dem xx.xx.2017 x€ beträgt, lässt sich für 2018 bereits eine Erhöhung des Grundpreises auf dann ungefähr x€ prognostizieren.“ (Grüner Funke 2016)
    • Es wird nur der neue Grund- und Arbeitspreis erwähnt, nicht aber die aktuellen Preise. Daher können nur Verbraucher, die Ihren aktuellen Arbeitspreis auswendig wissen, eine Preiserhöhung erkennen. Zudem werden die Veränderungen von einzelnen Kostenbestandteilen (z.B. Netzentgelte, Stromsteuer oder EEG-Umlage), wie vom BGH gefordert (VIII ZR 247/17), nicht erfüllt. Dadurch können Verbraucher nicht erkennen, wie stark und an welcher Stelle der Preis sich erhöht hat und ob ein Anbieterwechsel sich lohnen könnte.
    • Teilweise wird von einem Schutz der Preiserhöhung / sehr attraktiven Konditionen – trotz der xx%-igen Preiserhöhung gesprochen, was zu Verwirrung führen kann.
    • Die Ankündigung der Grundpreisreiserhöhung erfolgte weit vor Bindungsfrist, das ebenfalls zu einer Verschleierung der Preiserhöhung beitrug (AG Delmenhorst (AZ: 44 C 4120/14 (I)).
    • Im Schreiben wird fehlt bzw. wird lediglich (im Kleingedruckten / in der Fußnote) auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen. Die Erläuterungen sind zum Teil missverständlich (Beispiel immergrün (365 AG): „Über die gesetzlichen Rücktrittsrechte hinaus, besteht kein Rücktrittsrecht“. In diesen Beispielen wird der Verbraucher nicht intransparent und nicht verständlich über das Sonderkündigungsrecht informiert.

Beispiele und Gerichtsurteile zu versteckten Strompreiserhöhungen

Gerichte haben in der Vergangenheit unterschiedlich geurteilt ob ein Preiserhöhung verständlich und transparent war. Bei den nachfolgenden Fällen hingegen haben deutsche Gerichte zu Gunsten der Kunden geurteilt. Das BGH (VIII ZR 247/17) urteilte, dass bei Preiserhöhungen die alten und neue Preise transparent gegenübergestellt werden müssen und dass auch die Veränderungen einzelner Kostenbestandteile (z.B. Netzentgelte, Stromsteuer oder EEG-Umlage) erkennbar sein müssen. Diese Vorgabe ist bei keinen der nachfolgenden Preismitteilungen erfüllt. Die Preiserhöhungen der Firmen 365 AG (immergrünEnergie), ExtraEnergie, Stromio (Grünwelt Energie), Enervatis und Fuxx Sparenergie (Grüner Funke) werden zunächst beschrieben und anschließend werden die Begründungen der Gerichte angeführt, die Sie auf Ihren Sachverhalt übertragen können.

Preiserhöhung 365 AG / immergrün!Energie 2018

Der Versorger versendete Preiserhöhungen an Verbraucher im Jahr 2018, die in der Verbrauchsabrechnung versteckt mitgeteilt wurden. In einem mir zugesendeten Anschreiben lautete der Betreff der E-Mail „Vertragsende aufgrund Kündigung“. Im E-Mail-Text war kein Hinweis auf die Preiserhöhung. Erst beim genaueren Lesen des Anhangs hätte der Verbraucher die Preiserhöhung finden können: Zunächst wurde das Guthaben der Verbraucher tabellarisch berechnet. Im Kleingedruckten steht dann geschrieben: „Weitere Rechnungsdetails sowie wichtige Preisinformationen zu Ihrem Stromliefervertrag finden Sie auf den folgenden Seiten.“ Erst auf der Folgeseite unter der Überschrift „Erläuterungen zu Ihrer Abrechnung“ steht der Hinweis auf die Erhöhung des Strompreises. Diese Art der Preiserhöhung schätze ich als unzulässig ein. Weder im Betreff noch im Anschreiben wurden die Verbraucher auf die Preiserhöhung hingewiesen. Erst in Erläuterungen zur Abrechnung werden zukünftige Preissteigerungen ohne Hervorhebungen mitgeteilt. Die Preiserhöhungen werden somit nicht transparent mitgeteilt. Zudem vertrete ich die Auffassung, dass die Preiserhöhung auch geradezu versteckt wurde: Die Ankündigung zukünftiger Preise hat nichts mit den Erläuterungen zur Abrechnung des vergangenen Abrechnungsperiode zu tun. Folglich kann ein Verbraucher nicht damit rechnen, dass er dort Preiserhöhungen mitgeteilt bekommt.

Preiserhöhung 365 AG / immergrün!Energie 2014

Hintergrund zum Preisinformationsschreiben 2014, das mir vorliegt:

  • Im Betreff der E-Mail stand „Informationen zu Ihrer Energieversorgung“. Die Preiserhöhung wurde in einer E-Mail mit zwei Anhängen angekündigt. Im E-Mail-Text wird lediglich von „Informationen zu den neuen hoheitlich festgelegten Umlagen und Abgaben“ sowie zur SEPA-Umstellung gesprochen. Durch die Verwendung des Plurals („Umlagen“; „Abgaben“) ist nicht zu erahnen, dass es um eine konkrete Änderung des Vertragsverhältnisses geht. Dieser Eindruck wird aufgrund weiterer allgemeiner Informationen verstärkt. Zum Ende des E-Mail-Textes steht – hervorgehoben – folgende Aussage: „Zusammengefasst haben wir drei gute Nachrichten für Sie“. Insbesondere dieser Zusatz vermittelt den Eindruck, dass keine negativen Änderungen dem Kunden mitgeteilt werden sollen. Der Gesamteindruck dieses E-Mail-Textes verleitet den Kunden, die Anlagen nur kurz zu überfliegen, weil keine für ihn relevanten Informationen zu erwarten sind, auf die er reagieren müsste.
  • Der erste Anhang betrifft die SEPA-Umstellung.
  • Beim zweiten Anhang auf Seite 1, der sprachlich sehr ähnlich zum E-Mail-Text aufgebaut ist, wird erneut von hoheitlich festgelegten Umlagen gesprochen und mit starker Hervorhebung sticht folgende Aussage hervor: „Drei gute Nachrichten auf einen Blick“. Dem Verbraucher wird durch diese inhaltliche und sprachliche Ähnlichkeit den Eindruck vermittelt, dass im Anhang keine neuen Informationen gegenüber dem E-Mail-Text zu erwarten sind. Erst auf Seite 4 im zweiten Anhang, nach Informationen zur SEPA-Umstellung und Verbrauchsinformationen folgt – ohne Hervorhebung – folgender Text:
  • Zunächst wird beschrieben, dass Grundpreise verbrauchsunabhängige, teils hoheitlich regulierte Entgeltbestandteile und Fremdkosten enthalten und dass auf deren Entwicklung die Stromlieferanten nur begrenzt Einfluss haben. Trotzdem erhält der Kunde eine vollumfängliche Garantie auf den Grundpreis ab dem 1. Dezember2014 bis Ende 2016. Danach folgt folgender Satz (wobei die Höhe des Grundpreises variieren kann): „Der monatliche Grundpreis wird in diesem Zeitraum bei 19,95 € fixiert und ist gegen jede Erhöhung abgesichert. Ihnen als Produktkunde im Tarif Wasserkraft 6 sind diese Konditionen automatisch und unwiderruflich garantiert. Damit sind Sie vor jeglichem Grundpreisanstieg vollumfänglich geschützt.“ Insbesondere dieser letzte Satz vermittelt fälschlicherweise erneut den Eindruck, es handele sich hier um eine gute Nachricht für den Verbraucher.
  • Selbst auf Seite 4 des zweiten Anhangs wird nicht klar von einer Grundpreiserhöhung gesprochen, denn es wird lediglich von einer Fixierung und nicht von einer Erhöhung gesprochen. Erschwerend kommt hinzu, dass der letzte zitierte Satz einen Schutz vor einem Grundpreisanstieg suggeriert. Nur wenn der Verbraucher die genaue Aufteilung seiner Stromrechnung zwischen Grundpreis und Arbeitspreis kennt, was unwahrscheinlich ist, kann der Kunde erahnen, dass der Grundpreis ansteigt und dass er eben nicht vor einem Preisanstieg geschützt ist.
  • Allem Anschein nach widerspricht die Preiserhöhung sogar den eigenen AGBs. Die Preiserhöhung wird auf Seite 4 unterhalb des Säulendiagramms damit begründet, dass alle Änderungen hoheitlich beeinflusster Preisbestandteile in den Arbeitspreis eingepflegt wurden. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die Frage, welche Erhöhungen verbrauchsunabhängiger Bestandteile die Erhöhung des Grundpreises begründen – insbesondere wenn man bedenkt, dass nur ein kurzer Zeitraum zwischen Auftragsbestätigung und des Verkündens der Preiserhöhung liegt.
  • Die Ankündigung der Grundpreisreiserhöhung erfolgte weit vor Bindungsfrist, das ebenfalls zu einer Verschleierung der Preiserhöhung beitrug. Das Schreiben vom 03.02.2014 erfolgte fast 9 Monate vor der beabsichtigen Preiserhöhung ab dem 01.12.2014.
  • Im Schreiben wird zwar auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen, die Erläuterungen sind jedoch missverständlich. Der Text besagt, dass zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens einer Preiserhöhung das Vertragsverhältnis beendet werden darf. Wirksam wird die Grundpreiserhöhung für den Verbraucher allerdings erst deutlich später – zum 01.12.2014. Dass allerdings das Sonderkündigungsrecht vorsieht, sofort auf das Schreiben zu reagieren (also im Februar 2014) und nicht erst Ende des Jahres, wird nicht deutlich. Somit wird der Verbraucher nicht nur über die Preiserhöhung, sondern auch über das Sonderkündigungsrecht intransparent und nicht verständlich informiert.

Gerichtsurteil

Das AG Delmenhorst (AZ: 44 C 4120/14 (I)) argumentiert überraschend deutlich, dass die Strompreiserhöhung der 365 AG sittenwidrig ist. Zum einen ist die Preiserhöhung intransparent, zum anderen erfolgte die Mitteilung weit vor Vertragsende: „Zum anderen ist das Vorgehen der Klägerin nach Auffassung des Gerichts sittenwidrig im Sinne von § 138 Abs. 1 BGB. Weder aus dem ersten Teil des Anschreibens, noch aus den ersten Seiten des sogenannten Informationsschreibens ergibt sich, dass hier neue, erst nach Ablauf des ersten Jahres eintretende hohe Grundpreise fällig werden sollten. Vielmehr ist von „3 guten Nachrichten“ in den ersten Seiten die Rede. Warum eine Erhöhung eines Grundpreises von 0,00 Euro auf 21,55 Euro monatlich eine gute Nachricht sein soll, ist für das Gericht nicht erkennbar. Die Ankündigung dieses Grundpreises erfolgt auf der 4. Seite im vorletzten Absatz mit der Erklärung, es könne jetzt bereits eine vollumfängliche Garantie auf den Grundpreis ab dem 01.04.2014 bis zum 31.12.2016 gewährt werden. Es ist nicht davon die Rede, dass damit erstmalig ein Grundpreis geltend gemacht wird. Wenn man hinzu nimmt, dass dieses Schreiben (…) weit vor dem Ende der Bindungsfrist erfolgte, kann man daraus nur ein sittenwidriges Vorgehen seitens des Energielieferanten schließen, der mit solchen, völlig undifferenziert vom Schriftbild her gefassten Schreiben eine Verschleierung seiner angekündigten Preiserhöhung vornehmen will.“

Preiserhöhung Grüner Funke | Fuxx Sparenergie (2017)

Auf der ersten Seite des Schreibens mit dem Betreff „Ihre persönlichen Preisinformationen [Umbruch] Umlagen- und Abgabenentwicklung 2017“ erfährt der Verbraucher lediglich, dass die EEG und die Netzbetreiberkosten steigen. Von einer möglichen Preiserhöhung ist dort nicht die Rede. Unten auf der ersten Seite steht lediglich zum Schluss folgender Hinweis: „Bitte entnehmen Sie Ihre persönlichen Preisinformationen sowie Informationen zu Umlagen und Abgaben der diesem Schreiben beiliegenden Informationsbroschüre ‚Ihre personalisierte Preisentwicklung & Prognose bis 2019‘.“ Dieses zweite Schreiben ähnelt einem Werbeflyer, auf dem eine Frau mit grünen Haaren, die eine Strompreisabsicherung bewirbt. Im rechten oberen Bereich des Schreibens ist ein neuer Grundpreis angegeben. Weil die alten Preise nicht angegeben sind, kann nur ein Kunde, der seinen Grundpreis weiß, die Preiserhöhung erkennen. Das Augenmerk wird aufgrund des grünen Pfeils auf die prognostizierten Grundpreise gelenkt.   Auch diese Preiserhöhung sehe ich als unzulässig ein. Die Preiserhöhung wird in einem Schriftstück angekündigt, das einem Werbeflyer ähnelt. Zudem verleitet das Wort „Prognose“ zudem zur Schlussfolgerung, dass die Preiserhöhung nicht bindend wäre. Ferner dürfte die Preiserhöhung unzulässig sein, weil der alte Preis nicht genannt wird und die Bestandteile der Preiserhöhung nach Sachverhalt (z.B. EEG-Umlage; Vertriebskosten) aufgespalten werden.

Preiserhöhung Grüner Funke | Fuxx Sparenergie 2016

Preiserhöhung und Sonderkündigungsrecht getarnt in einem Werbeflyer

Fuxx Sparenergie versende Preiserhöhungen unter der Überschrift „Mehr Grund zum Jubeln in unserem besten Kundenservice aller Zeiten Aktuelle Preisinformation“. Das Schreiben ähnelte einem Werbeflyer mit fußballspielenden Füchsen. Unter der zweiten Überschrift innerhalb des Schreibens „Klare Kante bei Preis und Service“ weist Fuxx Sparenergie zunächst auf seine „Service-Offensive“ und dann darauf hin, dass der Arbeitspreis künftig steigen steigen werde. Die Preiserhöhungen betrugen teilweise über 30%. Der letzte Absatz des Schreibens trägt die Überschrift „Wir sind für Sie da!“. Unter dieser Überschrift erläutert die Beklagte zunächst ihre Erreichbarkeit per Telefon, dann die Internetseite und im dritten Satz heißt es: „Übrigens haben Sie aufgrund obiger Vertragsanpassungen ein bis zum Wirksamwerden der Anpassung gültiges Sonderkündigungsrecht.“

Gerichtsurteil (Az.: 312 O 514/16)

Die Richter des Landgerichts Hamburg vom16.01.2018 urteilen, dass die Preiserhöhung von Fuxx Sparenergie den Transparenzanforderungen des § 41 III EnWG nicht genügen (Az.: 312 O 514/16): „Die Mitteilung der Preiserhöhung erfolgt im Fließtext im dritten Absatz in versteckter Weise unter den Überschriften „Mehr Grund zum Jubeln mit unserem besten Kundenservice aller Zeiten Aktuelle Preisinformationen“ bzw. der Unterüberschrift „Klare Kante bei Preis und Service“. Diese Formulierungen lassen in keiner Weise erkennen, dass eine Preiserhöhung folgt. Vielmehr wird die ungünstige Nachricht der Preiserhöhung mit beschönigenden Formulierungen wie „Grund zum Jubeln“, „besten Kundenservice aller Zeiten“ und „Klare Kante bei Preis und Service“ verschleiert. Auch bei vollständigem Durchlesen des Textes muss der Kunde bei der Formulierung „Bis zum Ablauf ihrer Preisgarantie zum 30.9.2016 sind nun Sie nämlich geschützt vor einer nicht hoheitlich bedingten Anpassung ihres Arbeitspreises auf danach 28,47 Cent, statt wie bisher 21,55 Cent“ genau hinschauen, um nicht zu überlesen, dass ihm hier eine Preiserhöhung mitgeteilt wird. Auch auf das Sonderkündigungsrecht wird nicht in transparenter Weise hingewiesen. Erst im vierten Absatz des Schreibens – und damit nicht mehr in Zusammenhang mit der Preiserhöhungsmitteilung – steht mitten im Fließtext: „Übrigens haben Sie aufgrund obiger Vertragsanpassungen ein bis zum Wirksamwerden der Anpassung gültiges Sonderkündigungsrecht.“ Die Überschrift dieses Absatzes „Wir sind für Sie da!“ Deutet zudem in keiner Weise an, dass ein Sonderkündigungsrecht bzw. ein Rücktrittsrecht besteht.“

Preiserhöhung ExtraEnergie (2014)

Hintergrund zum Preisinformationsschreiben:

  • Im Betreff der E-Mail stand „Energiemarktentwicklungen und -preisanpassungen“. Auf mehreren Seiten wurden die Verbraucher zunächst über den Anbieter und dann über die Energiewende und den damit zusammenhängenden Folgen informiert. Im Rahmen des Fließtextes stand u.a. folgender Passus:
  • „Unser Anspruch ist es, unsere Kunden stets vor marktbedingten Preiserhöhungen zu schützen. (…) Mit diesem Schreiben möchten wir Sie über die aktuelle Strommarktentwicklungen und Preisanpassungen informieren“
  • Nach eineinhalb Seiten wurde der Verbraucher in nur zwei Sätzen und ohne Hervorhebung über die Preiserhöhung informiert.
  • Am Ende der E-Mail steht folgender Satz: „Lieber Kunde, wir haben Sie über die aktuellen Gegebenheiten (…) informiert und Ihre monatlichen Belastungen durch unsere getroffenen Maßnahmen stabil gehalten.“

Gerichtsurteil

Die Verbraucherzentrale verklagte den Energieversorger ExtraEnergie vor dem Landgericht Düsseldorf (AZ: 12 O 177/14), bei beabsichtigten Preiserhöhungen diese deutlich hervorzuheben und auf das bestehende Sonderkündigungsrecht hinzuweisen. Die Richter bemängelten, neben der optischen Gestaltung, den irreführenden Inhalt des Schreibens. Der Inhalt erwecke den Eindruck, dass Kunden vor Preiserhöhungen geschützt seien. Das Gericht urteilt, dass diese Preiserhöhung intransparent und damit nicht wirksam ist: Es liegt auch ein Verstoß gegen § 41 Abs. 3 Satz 1 EnWG vor, weil mit den versendeten Emails nicht in transparenter und verständlicher Weise über die beabsichtigte Preisänderung und das daraus resultierende Kündigungsrecht (vgl. §41 Abs. 3 Satz 2 EnWG) informiert wird. Die Emails verschleiern zunächst durch ihre allgemein gehaltenen Informationen zu Beginn, dass auch eine konkrete Änderung des Vertragsverhältnisses mitgeteilt werden soll. Bereits die Überschrift ist allgemein gehalten und suggeriert einem nicht unerheblichen Teil der angesprochenen Durchschnittskunden, dass – losgelöst vom konkreten Vertragsverhältnis – die aus der Energiemarktentwicklung entstehenden Preisanpassungen dargestellt werden. Entgegen der Auffassung der Beklagten verschafft auch die Betreffzeile „Energiemarktentwicklungen und -preisanpassungen“ keine Klarheit. Insbesondere durch die Verwendung des Plurals für den Begriff „Preisanpassungen“ bleibt unklar, dass es um eine konkrete Änderung im bestehenden Vertragsverhältnis geht. Dieser Eindruck einer generell-abstrakten Darstellung wird noch durch den Zusatz „Energiemarktentwicklungen“ verstärkt. In diesem Zusammenhang stellt es sich bei den Emails vom 26.02.2014 und 29.04.2014 (Anlage K 3 und K 4) auch als irreführend dar, dass direkt zu Beginn des Fließtextes das Ziel formuliert wird, den Kunden vor Preiserhöhungen zu schützen. In der Email vom 28.02.2014 (Anlage K 5) wird irreführend ausgeführt, die Konditionen sollten für den Kunden kontinuierlich verbessert werden. Darüber hinaus entsteht durch den einleitenden Teil bei allen drei Emails der Eindruck, es werde durch die mitgeteilten Informationen ausschließlich eine Serviceleistung erbracht, die – anders als eine Preisanpassung – in keinem Zusammenhang mit eigenen Interessen des Absenders steht. Auch die Art und Weise der Darstellung (Fließtext, ohne Hervorhebung, in der Mitte eines über mehrere Seiten gehenden Textes) führt zur Unklarheit. Letztlich wird der Durchschnittskunde in der Annahme, dass lediglich allgemeine Umstände mitgeteilt werden, bestärkt, indem am Ende der Email mitgeteilt wird, dass die monatliche Belastung des Kunden stabil gehalten worden sei. Sofern die Beklagte meint, durch die Formulierung im Perfekt werde für den Kunden deutlich, dass die Preise – in der Vergangenheit – hätten stabil gehalten werden können, während dies für den Jetztzeitpunkt nicht mehr gelte, kann dieser Auslegung nicht gefolgt werden. Bei dem Passus handelt es sich offensichtlich um eine Zusammenfassung des Inhalts der Email, insbesondere angezeigt durch den Passus „wir haben sie (. . .) informiert“. Der Kunde versteht deshalb auch die Information über den „stabil gehaltenen“ Preis als Information über den status quo. Aus den obigen Ausführungen ergibt sich zugleich, dass die Beklagte nicht nur intransparent über die Preisänderung informiert, sondern auch über das in diesem Zusammenhang bestehende Kündigungsrecht. Dass überhaupt über das Kündigungsrecht informiert wird – wie die Beklagte einwendet – ändert an der intransparenten Art und Weise der Informationsmitteilung nichts.“ Das Gerichtsurteil des Landgerichts Düsseldorf wurde am 20.10.2016 vom Oberlandesgericht Düsseldorf (AZ: I-20 U 37/16) bestätigt. Der Stromanbieter wurde ferner untersagt, sich auf die in den fraglichen E-Mails angekündigten Preiserhöhungen zu berufen.

Preiserhöhung Stromio (Grünwelt Energie) und Enervatis

Preisinformationsschreiben getarnt als Werbeflyer

Im Jahr 2016 versuchten vermehrt Stromanbieter ihre Preisinformationsschreiben als Werbeflyer zu tarnen, sodass viele Kunden das Schreiben ungelesen in den Papierkorb werfen. Zwar sind Angaben zu Vertragsänderungen auch noch versteckt, allerdings hätte der Kunde diese eher erkennen können. Beim Stromanbieter Stromio lassen eine auffällig hervorgehobene Übersicht „XXL-Preisgarantie“, ein großes TÜV-Siegel und eine große Testsieger-Plakette das Anschreiben wie ein Werbeflyer wirken. Beim Stromanbieter Enervatis ging man ähnlich vor: Die Überschrift lautet „UNSER TOP-Angebot: 24 Monate Preisgarantie“. Anstatt dem TÜV-Siegel und der Testsieger-Plakette stehen weitere Botschaften am Ende des Schreibens. Beim Stromanbieter FUXX die Sparenergie sind es fußballspielende Füchse und ein groß hervorgehobenes Qualitätsversprechen. Alle drei Mitteilungen haben gemeinsam, dass die eigentlich interessante Information für den Verbraucher – Preisinformationen – ohne Hervorhebung beiläufig erwähnt werden. Erschwerend kommt hinzu, wenn diese Mitteilungen oft nur wenige Monate nach dem Vertragsschluss versendet werden (siehe hierzu auch die oben zitierten Ausführungen des AG Delmenhorst (AZ: 44 C 4120/14 (I)). Es ist äußerst fraglich, ob die zuvor genannten Preisinformationsschreiben dem Transparenzgebot gemäß §41 (3) EnWG entsprechen. Leider kenne ich kein Gericht, das über einen vergleichbaren Sachverhalt geurteilt hat. (Im Fall von Flexstrom wurde nicht über die Intransparenz des Schreibens, sondern über die automatische Vertragsverlängerung geurteilt.) Vor diesem Hintergrund empfehle ich auf die Gerichtsurteile gegenüber 365 AG und ExtraEnergie zu verweisen. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale muss eine Preiserhöhung gegenüber allen Kunden plausibel begründet und der Verbraucher über seine Rücktrittsrechte informiert werden. Wenn dies nicht erfolgte, ist die Preiserhöhung nicht zulässig. Im Falle von Stromio wurden die Rücktrittsrechte in der dritten Fußnote in Kleinschrift erwähnt. Zudem wurde nur der neue Arbeitspreis, nicht aber der aktuell geltende Arbeitspreis erwähnt. Daher konnten nur Verbraucher, die Ihren aktuellen Arbeitspreis auswendig wissen, eine Preiserhöhung erkennen. Das dürfte auch bei den wenigsten Amtsrichtern der Fall sein!

E. Wann liegt keine rechtliche Grundlage für die Preiserhöhung vor?

Für Sonderverträge liegen keine gesetzlichen Grundlagen vor. Daher müssen Stromanbieter in ihren AGBs Preisanpassungsklauseln aufnehmen. Liegt keine Anpassungsklausel vor, dann ist die Preiserhöhung nicht zulässig. Aber auch wenn eine Anpassungsklausel vorliegt haben Sie gute Erfolgsaussichten: Die Klauseln müssen den Anlass und den Modus der Änderung der Entgelte transparent darstellen, so dass der Verbraucher mögliche Änderungen der Entgelte anhand klarer und verständlicher Kriterien absehen kann. (EuGH Az. C-359/11 und C-400/11; C-92/11). Der Verbraucher muss also einschätzen können, mit welchen Preisänderungen er rechnen darf/muss. Der BGH fordert ferner den Kunden aufzuklären, dass der Versorger die Pflicht hat, Kostensenkungen genauso wie Kostenerhöhungen nach den gleichen Maßstäben an den Kunden weiterzugeben (VIII ZR 225/07 Rn 23). Die Verbraucherzentrale geht davon aus, dass in der Vergangenheit die Mehrzahl der Strom- und Gasanbieter unwirksame Klauseln verwendet haben, weil die Klauseln zu vage formuliert waren.

Viele Energieversorger haben ihre AGBs inzwischen überarbeitet und die allermeisten sollten den oben beschriebenen Anforderungen inzwischen genügen. Entscheidend für die Beurteilung, ob eine rechtliche Grundlage für die Preiserhöhung vorliegt, sind die AGBs, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig waren. Dies sei am Beispiel der AGBs von immergrün (365 AG) verdeutlicht:

  • Ende 2013 lautete die Preisänderungsklausel: „Preisänderungen erfolgen entsprechend § 5 Abs. 2 Satz 1 StromGVV“. Diese Klausel dürfte den Anforderungen hinsichtlich Anlass, Voraussetzungen und Umfang der Preiserhöhung nicht ausreichend gewesen sein.
  • Inzwischen (Stand 08/2017) wurde die Preisänderungsklausel angepasst und dürfte den gewünschten Anforderungen entsprechen: „…Der Energieversorger hat daher insbesondere steigende oder sinkende Kosten für die Energiebeschaffung, den Vertrieb, die Kundenverwaltungsstruktur … bei der Preisanpassung zu berücksichtigen. (Anlass) Im Falle von Kostensteigerungen ist der Energieversorger berechtigt … Wirken sich Veränderungen der für die Preisbildung maßgeblichen Faktoren sowohl kostensenkend als auch kostensteigernd aus, so wird der Energieversorger Kostensenkungen mit den Kostensteigerungen so miteinander verrechnen… Der Energieversorger ist verpflichtet…“ (Voraussetzungen & Umfang)

Wenn Sie einen Vertrag mit immergrün aus Ende 2013 geschlossen haben, so ist die Preisänderungsklausel „Preisänderungen erfolgen entsprechend § 5 Abs. 2 Satz 1 StromGVV“ relevant und nicht die aktuelle, überarbeitete Version.

F. Ratschläge zum weiteren Vorgehen

A) Wenn Sie die (versteckte) Preiserhöhung erst nach Ihrem Sonderkündigungsrecht erfahren haben:

In den meisten Fällen erfahren Kunden die versteckte Preiserhöhung erst, wenn sie ihre Stromabrechnung kontrollieren und die höheren Arbeits- oder Grundpreise entdecken. Für einen Widerspruch gegen Ihre Stromrechnung haben Sie drei Jahre Zeit. Wie Sie am besten vorgehen, hängt maßgeblich davon ab, wie versteckt die Preisanpassung war.

1. Prüfen Sie, ob es sich um eine versteckte Preiserhöhung handelt. Vergleichen Sie am besten Ihren Fall mit den zuvor geschilderten Fällen der 365 AG und der ExtraEnergie hinsichtlich folgender Aspekte:

  • Wird im Betreff eine Preiserhöhung angedeutet?
  • Wird am Anfang des Textes auf eine Preiserhöhung hingewiesen, oder wird dies erst nach einigen Seiten Text deutlich?
  • Stehen die Aussagen auf der ersten Seite des Schreibens im Widerspruch zur Preiserhöhung (wird z.B. von „guten Nachrichten“ gesprochen?)
  • Wurde die Preiserhöhung im Text hervorgehoben (z.B. Großschrift oder Hervorhebung in fett)
  • Wird im Text eindeutig von einer Preiserhöhung gesprochen, oder suggeriert die Textpassage gleichbleibende Preise (z.B. „wird fixiert auf…“; „gegen jede Erhöhung abgesichert“)
  • Sind im Text widersprüchliche Formulierungen enthalten (z.B.: „Preisgarantie“; „Schutz vor Preiserhöhungen“)?
  • Wurden auch die aktuell gültigen Arbeits- und Grundpreise oder nur die zukünftigen Preise benannt?

2. Danach sollten Sie sich beim Versorger über die (versteckte) Preiserhöhung schriftlich beschweren (ein Anruf bei der Hotline hilft Ihnen i.d.R. nicht weiter). Argumente und Urteile finden Sie auf dieser Seite. Sie können zusätzlich unberechtigte Zahlungen aus der Strompreiserhöhung verweigern. Dann besteht allerdings die Gefahr, dass der Versorger Sie auf Zahlungen verklagen wird und Ihnen Mahngebühren in Rechnung gestellt werden. Überlegen Sie sich diesen Schritt daher besonders gründlich. In Foren wird am häufigsten empfohlen, z.B. Nachzahlungen unter Vorbehalt zu leisten. Die unter Vorbehalt geleisteten Zahlungen wird Ihr Stromanbieter aber wahrscheinlich nicht mehr freiwillig herausrücken. Sie wären somit gezwungen auf Rückforderung zu klagen. In diesem Fall tragen Sie und nicht mehr der Stromanbieter die Beweislast – Ihre rechtliche Position hat sich somit verschlechtert. Fazit: Sind Sie bereit das Risiko einer Klage oder Mahngebühren einzugehen? Wenn ja, dann sollten Sie die strittigen Beträge verweigern. Eine Zahlung unter Vorbehalt würde Ihre rechtliche Position verschlechtern.

  • In der ersten E-Mail empfehle ich Ihnen lediglich mitzuteilen, dass die Abrechnung falsche Preise enthält. Errechnen Sie am besten auch, auf welchen Rechnungsbetrag Sie kommen und welches Guthaben oder Restschuld Sie ermittelt haben. Von dem Schreiben, das die versteckte Preiserhöhung erhält, würde ich nicht erwähnen. Schließlich trägt das Energieunternehmen die Beweispflicht, dass Ihnen die Preiserhöhung ordnungsmäßig zugesendet wurde.
  • Der Energieversorger wird daraufhin sehr wahrscheinlich auf sein Schreiben verweisen. Erst danach würde ich der Preiserhöhung widersprechen. Ich empfehle zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit der Schlichtungsstelle zu drohen. Folgendes Musterschreiben kann Ihnen zur Orientierung dienen, bei dem allerdings ihr spezieller Sachverhalt noch einzuarbeiten wäre:

Vertragsnummer: xxx

Kundennummer: xxx

Betreff: Widerspruch gegen Schlussrechnung und Preiserhöhung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit widerspreche ich der Schlussrechnung vom xx.xx.201x, weil Ihre Preiserhöhung gemäß §41 (3) EnWG nicht auf „transparente und verständliche Weise“ mit mitgeteilt wurde. Die Ankündigung der Preiserhöhung im Schreiben vom xx.xx.201x ähnelt sehr dem Sachverhalt der 365 AG und der ExtraEnergie aus den Jahren 2013 und 2014. In diesen Fällen haben deutsche Gerichte (u.a. das Landgericht Düsseldorf (AZ: 12 O 177/14) und das Amtsgericht Delmenhorst (AZ: 44 C 4120/14 (I)) zu Gunsten der Verbraucher entschieden und die Praktiken der Stromanbieter kritisiert.

Ferner zweifle ich die Zulässigkeit der Preiserhöhung gemäß §315 BGB an, da eine Preiserhöhung i.H.v. xx% nicht mit der tatsächlichen Gesamtkostenentwicklung erklärbar ist. Darüber hinaus zweifle ich gemäß §307 I auch die rechtliche Grundlage Ihrer Anpassungsklausel („Zitat der AGB-Klausel hier einfügen“) an.

Vor diesem Hintergrund erwarte ich die korrigierte Rechnung und die Überweisung des Guthabens bis zum xx.xx.201x.

Viele Grüße

3. Vermutlich wird Ihr Stromanbieter Ihrer Bitte nicht vollumfänglich nachkommen und z.B. ein Kompromissangebot Ihnen unterbreiten. Bei eindeutigen Fallen würde ich keinen Vergleich mit dem Versorger eingehen, sondern die (versteckte) Preiserhöhung aus unzulässig bezeichnen. Dementsprechend deutlich würde ich Anfragen an den Stromanbieter formulieren. Eine Empfehlung kann ich allerdings nicht aussprechen, weil jeder Sachverhalt einzeln zu bewerten ist und Restrisiken bestehen. Gegen mich hat z.B. mein ehemaliger Stromanbieter eine Feststellungsklage vor Gericht beantragt.

4. Wenn Sie kein Kompromissangebot Ihres Versorgers annehmen möchten, dann empfehle ich Ihnen eine Beschwerde auf Reclabox zu schalten. Auf diese Weise können Sie Ihr Anliegen ins Internet stellen, was den Druck auf den Energieversorger und damit Ihre Erfolgsaussichten erhöht. Schließlich will dieser im Internet nicht schlecht dastehen. Ferner reduziert dieses Vorgehen die Wahrscheinlichkeit eines Rechtsstreits. Hierzu können Sie sich am folgenden Text anlehnen, der allerdings noch an Ihren spezifischen Sachverhalt anzupassen wäre:

Betreff: Unzulässige Preiserhöhung

Vertragsnummer: xxx

Kundennummer: xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie ich Ihnen bereits schriftlich mitgeteilt habe, verstößt meiner Meinung nach Ihr Schreiben vom xx.xx.202x, in der Sie die Preiserhöhung angekündigt haben, gegen §41 (3) EnWG. Sie haben weder im Betreff Ihres Schreibens noch im Text auf „transparente und verständliche Weise“ die Preiserhöhung mitgeteilt. Zudem habe ich das Preiserhöhungsschreiben nie erhalten.

Ich habe meinen Sachverhalt mit den Gerichtsurteilen des LG Köln vom 26.11.2019 (Az. 31 O 329/18) und des OLG Köln vom 26.06.2020 (Az. 6 U 304/19) verglichen, die zu Gunsten der Verbraucher entschieden wurden. Zudem zweifle ich die rechtliche Grundlage der Preiserhöhung an. Zuletzt vermute ich, dass Sie Ihren Gewinnanteil mit dieser Preiserhöhung steigern. Dies ist aber nicht zulässig, da Sie nur unvermeidbare Kostensteigerungen ohne Erzielung eines zusätzlichen Gewinns an die Kunden weitergeben dürfen und dabei Kostensenkungen auch zeitlich ebenso und nach den gleichen Maßstäben berücksichtigen müssen wie Kostensteigerungen. Für Details verweise ich auf die Seite „Preiserhöhung“ von Verbraucherhilfe-Stromanbieter.de

Vor diesem Hintergrund erwarte ich die korrigierte Rechnung und die Überweisung des Guthabens bis zum xx.xx.202x.

Viele Grüße

Meine Forderung: Rücknahme der Preiserhöhung

5. Überlegen Sie sich, ob Sie Ihren Stromanbieter wechseln wollen. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle empfehlen, dass Sie nicht einfach über die Vergleichsportale Ihren nächsten Stromanbieter aussuchen, sondern dass Sie darauf achten, dass dieser Anbieter auch verbraucherfreundlich ist. Die Empfehlungen auf den Vergleichsportalen sind leider nicht zuverlässig. Stattdessen sollten Sie jene Stromanbieter meiden, die in der Vergangenheit häufiger negativ aufgefallen sind. Welche Stromanbieter Sie meiden sollten und worauf Sie unbedingt achten sollten, erfahren Sie hier.

B) Wenn Sie die (versteckte) Preiserhöhung während Ihres 14-tägigen Sonderkündigungsrechts erfahren haben:

Bei der Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung, etwa bei Preiserhöhungen oder Wohnungswechsel, sollten Sie die außerordentliche Kündigung auf jeden Fall selbst gegenüber Ihrem bisherigen Versorger vornehmen und keinesfalls – wie dies etwa viele Online-Portale als Service anbieten – Ihrem neuen, potentiellen Anbieter überlassen. Das Recht der außerordentlichen Kündigung steht nämlich in der Regel nur Ihnen selbst zu und nicht dem neuen Anbieter wie bei der ordentlichen Kündigung. Erfahren Sie zu spät, dass sein neuer Lieferant nicht aufgrund erteilter Vollmacht den bisherigen Vertrag kündigen kann, laufen Sie Gefahr, die Kündigungsfrist zu verpassen. Häufig geben Stromversorger Ihren Kunden nur eine zweiwöchige Kündigungsfrist, um von Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen zu können.

Leider haben in der Vergangenheit einige Anbieter behauptet, sie hätten nie eine Kündigung erhalten. Daher empfehle ich Ihnen, die Kündigung postalisch per Einschreiben/Einwurf zu versenden. So können Sie nachweisen, dass Ihr Brief beim Adressaten tatsächlich eingegangen ist.

IV. FAQs

Wie hoch fallen Strom-Preiserhöhungen aus?

Die Grundversorger haben in 2019 Ihre Strom-Preise um 0% bis 14% erhöht.

Wie lange gilt das Sonderkündigungsrecht bei Strompreiserhöhung?

Bei Strompreiserhöhungen steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu. Bis zum Wirksamwerden der Preiserhöhung müssen Sie schriftlich gekündigt haben.

Wie kündige ich richtig?

Kündigen Sie selber mit dieser Vorlage postalisch per Einschreiben/Einwurf. Schließen Sie eine ungewollte Vertragsverlängerung aus, indem Sie zusätzlich diese Hinweise zur Kündigung befolgen.

Was tun bei versteckten Preiserhöhungen? Was tun, wenn das Sonderkündigungsrecht bereits abgelaufen ist?

Bei Anbietern wie immergrün und FuxxSparenergie sind viele Preiserhöhungen unzulässig, da diese z.B. versteckt kommuniziert wurden oder überhöht sind. Ich zeige Ihnen, wie Sie die Preiserhöhung abwehren.  

Waren Sie selber Opfer einer (versteckten) Preiserhöhung? Schildern Sie Ihren Fall und Ihre Erfahrungen, um anderen Betroffenen zu helfen!

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62 Kommentare zu „Preiserhöhung Strom / Gas: Kündigungs-Schreiben | Hilfe

  • 8. Oktober 2020 um 10:02
    Permalink

    Ganz vergessen meine Erfahrungen vom letzten Jahr hier zu teilen.
    Vorweg am Ende ging es gut aus!

    Im letzten Jahr hatte ich Ärger mit der Stromio/Grünwelt.
    Die Jahresabrechnung kam. Wir hatten deutlich weniger Strom verbraucht, sollten aber im nächsten Jahr einen höheren Abschlag bezahlen??? Da wurde ich stutzig!
    Und siehe da eine Preiserhöhung von über 30 % – schön versteckt, man hätte es kaum bemerkt, wäre da nicht der Abschlag gewesen…
    Selbstverständlich sofort unter Berufung auf das Sonderkündigungsrecht gekündigt. Aber nix da – angeblich hätten sie mir die Erhöhung schon per Mail angekündigt und da wäre jetzt die Kündigungsfrist verstrichen…

    Es ging etwas hin und her – man bot mir dann eine Verlängerung von 24 Monaten an – die Preiserhöhung hier knapp unter 30 % im Vergleich zum Vorjahr.
    Ich habe dann noch angeboten, dass ich bereit wäre den „neuen“ Tarif von einer Vergleichsplattform zu bezahlen, der immer noch über 10 % über meinem alten lag, aber kein Einsehen.

    Dann habe ich diese Seite gefunden und mich an Herrn Moeschler gewendet.
    Er hat meine Unterlagen und Korrespondenz gelesen und meldete sich super ausführlich zurück. Er sah direkt gute Erfolgsaussichten und hatte mir ein Musterschreiben beigefügt.

    Dieses Schreiben habe ich dem Anbieter geschickt.
    Daraufhin passierte das:

    „Ich habe also Ihr Schreiben geschickt und 2 Tage bot man mir an, aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht den Vertrag zum 31.12.19 aufzulösen.
    Da habe ich selbstverständlich sofort zugesagt. Aber unter der Voraussetzung, dass die alten Konditionen weiter gelten oder max. der neue check24 Tarif. Alternativ habe ich auch eine Einmalgutschrift vorgeschlagen (deren Höhe dann dem alten Tarif entsprochen hätte und ich habe freigestellt mir die Kostensteigerungen genau nachzuweisen, um den Tarif dann genau daran anzupassen.

    2 weitere Tage später bot man mir an den Vertrag zum 30.09.19 zu beenden. Natürlich nur aus Kulanz…
    Der 30.09.19, damit ich genug Zeit habe mir einen neuen Anbieter zu suchen und nicht in den (teuren) Grundversorgertarif zu fallen.
    Ich habe mich dann sehr für die Fürsorge bedankt, aber klar gestellt, dass der Grundversorgertarif für mich günstiger wäre (was er auch tatsächlich ist). Außerdem habe ich selbstverständlich zugestimmt zum 30.09.19 den Vertrag zu lösen aber (gleicher Text wie oben).

    Es passierte dann einige Tage nichts. Am Montag habe ich die Mail dann noch einmal geschickt.

    Gestern bekam ich dann die Antwort: Ich würde jetzt in die Fachabteilung weitergeleitet…
    Ich antwortete selbstverständlich direkt, stellte nochmal klar, dass ja nun jeder im Unternehmen wüsste, dass diese Preiserhöhung nicht rechtens und nicht durchsetzbar ist und bot nochmal an, mit dem 30.09.19 zu den schon von mir genannten Bedingungen einverstanden zu sein (also ohne die 30% Erhöhung).
    Gleichzeitig habe ich eine Frist bis 29.08.19 gesetzt und angedroht den ganzen Weg über Recalbox, Schlichtungsstelle und Gericht zu gehen.
    Außerdem habe ich den Text, den Sie mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben nochmal angehängt.

    Heute dann dieses:
    ich nehme Bezug auf die geführte Korrespondenz und teile Ihnen abschließend folgendes mit:

    Die Preisanpassung zum 01.08.2019 habe ich zurückgenommen.

    Demzufolge werden Sie nach wie vor zu den unten genannten Konditionen beliefert:

    Arbeitspreis / kWh / brutto: xx,xx Cent
    Grundpreis / Jahr / brutto: xx,xx Euro

    Des Weiteren teile ich Ihnen mit, dass das Vertragsverhältnis zum 30.09.2019 beendet wurde.

    Ihre Kündigungsbestätigung wird in Kürze Ihrem Kundenportal hinterlegt.

    Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Ich hoffe Ihr Anliegen abschließend bearbeitet zu haben und wünsche Ihnen einen angenehmen Tag.

    Mit freundlichen Grüßen “

    HIER NOCHMAL: VIELEN, VIELEN DANK FÜR DIE HILFE!

    Antworten
  • 4. Juni 2020 um 10:16
    Permalink

    Erstaunlich, dass die Strom-Preise bis 14 % erhöht haben. Ich möchte genau meinen Stromanbieter wechseln und informiere mich zum Thema. Ich werde definitiv deine Vorlage anwenden. Es sieht ganz praktisch aus! Vielen Dank!

    Antworten
  • 14. Februar 2020 um 14:38
    Permalink

    Neu im Bunde der unseriösen Anbieter muss ich die 24/7 Energie & Kommunikation GmbH aus Heidenheim benennen. Unter den Markennamen Elißa und Kaiserstrom wird zu unterschiedlichen Tarifen Strom angeboten.
    Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde mir im Juli ’18 schließlich die Lieferung ab 01.05. 2018 zu beantragten Konditionen bestätigt. Die Jahresrechnung für 2018 entsprach den Vereinbarungen, die Rechnung für 2019 dann leider nicht mehr. In der unübersichtlichen Rechnung ist erkennbar, dass ab 01.05.2019 ein leicht erhöhter Arbeitspreis und ein um mehr als 200% erhöhter Grundpreis (also ca. 3fach) berechnet wird. Habe die Rechnung reklamiert, der Nachforderung widersprochen und die Abbuchungserlaubnis widerrufen. Als Antwort kam, man habe mir im März die Preisänderung per Mail mitgeteilt. Habe mit zweitem Schreiben den Erhalt einer derartigen Mail bestritten, die Preiserhöhung als unwirksam zurückgewiesen, eine korrigierte Rechnung gefordert und die Gültigkeit der ursprünglich bestätigten Preise für die automatisch verlängerte Vertragslaufzeit festgestellt.
    Wäre jetzt der richtige Moment, ein Schlichtungsverfahren einzuleiten?
    Sollte bei unberechtigter SEPA-Lastschrift zur Nachforderung eine Strafanzeige gestellt werden?

    Antworten
  • 8. Februar 2020 um 10:59
    Permalink

    was lange währt …..
    Dank Ihrer Hilfe die Zeit vom August bis heute durchgehalten und nun
    letztendlich zum Erfolg gekommen.
    Immergrün hat die Erhöhung rückwirkend zurück genommen, dabei den Vertrag
    aber binnen 1 Monat zur Auflösung gestellt.
    Kommt mir entgegen.
    Die Hilfe hier ist Gold wert, von der Formulierungshilfe und auch die Unterstützung das ganze zeitlich durchzuhalten,
    um zum Erfolg zu kommen.

    Antworten
  • 8. Januar 2020 um 10:27
    Permalink

    Immergrün, nicht empfehlenswert!
    Ich war seit Oktober 2017 mit einer Gasversorgung Kunde von Immergrün. Alle Informationen zum Start und Rechnungen habe ich per email erhalten, weil es sich um einen preisgünstigen Online-Tarif handelte. Im Oktober 2019 wurde ich dann von der Jahresrechnung überrascht in der 2 Preiserhöhungen berechnet wurden. Eine zum Oktober 208 mit 31 % Erhöhung des Arbeitspreises und eine zum 1. Januar 2019 mit noch einmal 30% Erhöhung, in Summe eine 70% Preiserhöhung zum Ausgangspreis.Sofort wies ich die Jahresrechnung zurück und fand dann bei der Recherche nach Unregelmässigkeiten bei Immergrün diese Interneseite von Herrn Moeschler.
    Immergrün behauptete mir 2 Erhöhungsschreiben mit dem Premiumservice der Post zugeleitet zu haben. Ich habe diese nicht erhalten, oder nicht als Erhöhungsschreiben erkannt, weil sie wie Werbung aussahen. Herr Moeschler half mir eine Anfechtung der zugeleiteten Erhöhungsschreiben zu formulieren. Wie nicht anders zu erwarten war die Kommunikation mit immergrün schwierig. Es wurde immer nur darauf bestanden, dass mir die Erhöhungsschreiben zugegangen waren und nie auf meine Abweisung der unrechtmässigen Erhöhungen des Arbeitspreises eingegangen. Im ganzen Verlauf habe ich mehr als 15 umfangreiche Emails geschrieben
    Der Abbuchung des erhöhten Rechnungsbetrages habe ich natürlich widersprochen und die Erhöhung der monatlichen Abschlagszahlung ebenfalls. Das hatte zur Folge dass von immergrün der Vertrag zum Jahresende 2019 gekündigt wurde und kurz vor Weihnachten ein Inkassoverfahren gegen mich eingeleitet wurde.
    Das wies ich umgehend beim Inkassounternehmen wegen Unrechtmässigkeit zurück und meldete meine Auseinandersetzung bei der Schlichtungsstelle Energie in Berlin. Umgehend meldete sich Immergrün bei mir, das Sie sich der Sache erneut annehmen und das Mahnverfahren erst einmal bis zum 15.1. ausgesetzt ist.
    Am 30.12. erhielt ich das Angebot von Immergrün auf die 2. Preiserhöhung verzichten zu wollen . Diese Angebot sollte ich bis zum 6.1. annehmen. Ich reagierte umgehend wies das Angebot ab, schliesslich war es immer noch eine 31% Preiserhöhung und machte meinerseits das Angebot eine Preiserhöhung von 12 %, das entspricht dem jetzt auf den Energie- Portalen angebotenen Arbeitspreis von Immergrün.
    Am 3.1. ging Immergrün dann, erstaunlich zügig auf mein Angebot ein und das Verfahren konnte damit beendet werden.
    Kleiner Nachschlag noch zur kommunikativen Inkompetenz oder auch Masche der Einschüchterung von Immergrün. Das Inkassounternehmen meldete sich mit Schreiben vom 27.12. mit erneuter Terminierung meiner Zahlung zum 9.1.obwohl mit Mail vom 19.12. von Immergrün wegen des Einschaltens der Schlichtungsstelle eine Aussetzung des Mahnverfahrens bis zum 15.1. zugesagt war.
    Fazit:
    Für die Unterstützung Herrn Moeschlers bin ich sehr dankbar!
    Immergrün, also die 365 AG ist als Versorger nicht empfehlenswert, weil Sie aus meiner Sicht unlauter arbeitet und Kunden bewusst versucht zu übervorteilen!
    Lassen Sie sich auf keinen Fall vom ausgeübten Druck der 365 Gas AG beeindrucken – in meinem Fall wurde so am Ende doch noch für Gerechtigkeit gesorgt.

    Antworten
  • 9. Dezember 2019 um 06:44
    Permalink

    War mache ich, wenn ich weder für die Abschlagsanpassung, noch für die Endabrechnung eine Abrechnung erhalten habe? Angeblich sind beide Schreiben raus, jedoch ist auch nach Neuanforderung beider Schreiben, keines davon bei mir angekommen.

    Antworten
  • 14. November 2019 um 00:51
    Permalink

    Die unsauberen Geschäftspraktiken der 365 AG gehen weiter.
    5 Wochen nach Vertragsperiodenende eine Mail mit der Jahresabrechnung mit dem Betreff
    „Aktuelles zu Ihrem Energieliefervertrag“
    der vorige Arbeitspreis ist nur als Netto zu finden.
    Trotz viel geringerem Verbrauch als geschätzt, 4700 KWh statt 6000 KWh bleibt der zukünftige monatliche Abschlag gleich, die Erklärung dafür findet sich
    auf seite 4 unter geltende Tarife:
    der neue Bruttoarbeitspreis ist 46% höher.
    „Über die gesetzlichen Rücktrittsrechte hinaus besteht kein Rücktrittsrecht.“

    Ich vermute fast schon absicht, der Preis wurde exakt um so viel erhöht, damit der Abschlag gleich bleibt und nicht auffällt.
    Ein ordentliches Preiserhöhungsschreiben habe ich weder per Mail, noch per Post, noch übers Kundenportal bekommen.
    Kann ich als Reaktion auf die Jahresabrechung (ist nur 6 Tage her) Sonderkündigungsrecht wegen Preiserhöhung ausüben? habe es zum Glück noch einigermassen früh mitbekommen.

    Antworten
  • 10. September 2019 um 18:10
    Permalink

    Am 16.05.18 erhielt ich ein PDF, überschrieben mit
    Verbrauchsabrechnung Rechnungs-Nr.: RESxxxx
    weiter heißt es:
    Ihr Guthaben 125,24 €
    Ihr Rechnungsguthaben wird zeitnah Ihrem Konto gutgeschrieben.
    Ihr monatlicher Abschlag beträgt zukünftig 67,00 € und ist jeweils zum 1. eines jeden Monats fällig.
    Weitere Rechnungsdetails sowie wichtige Preisinformationen zu Ihrem Stromliefervertrag finden Sie auf den
    folgenden Seiten.
    Die nächste Abschlagszahlung ist am 01.06.2018 fällig.

    Seite 2!:

    Sparen Sie 3-fach Arbeitspreis 01.07.2018 22,51 26,79 Cent/kWh
    Sparen Sie 3-fach Grundpreis 01.07.2018 21,85 26,00 Euro/mtl.

    Aufgrund dieser Preisanpassung haben Sie das Recht, den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist bis spätestens 30.06.2018 zu
    kündigen. Hierzu nutzen Sie bitte folgende Kontaktmöglichkeit: service@immergruen-energie.de oder 365 AG, Im Mediapark 8, 50670 Köln

    Anmerkung: weder existiert eine Gegenüberstellung des alten Grundpreises zum neuen, noch wird darauf hingewiesen, dass der Abschlag sich ab 01.07.19 auf 80,- Euro beläuft. Im Gegenteil, oben wird explizid auf 67.- hingewiesen … Ich halte das für unlauter, den Versuch von Täuschung und Übervorteilung. Wie sehen Sie das? Können Sie helfen? Kann man da noch etwas rückfordern oder den Vertrag vorfristig kündigen?

    Mit freundlichem Gruß
    aus Berlin.

    Antworten
  • 6. August 2019 um 10:07
    Permalink

    Hat sich erledigt, ich hatte mich vertippt

    Antworten
  • 6. August 2019 um 10:05
    Permalink

    Hallo Herr Moeschler, ich habe versucht Ihnen eine Mail zu schicken, aber die Adresse funktioniert nicht.

    Antworten
  • 11. Juli 2019 um 15:52
    Permalink

    Danke für die klasse Zusammenstellung der Informationen!

    Reicht eine Mitteilung per E-Mail dass ein neues Dokument vorliegt?
    In meinem Fall ging aus der E-Mail nicht hervor, dass die Preise erhöht wurden, jedoch dass es um den Vertrag geht.
    Des Weiteren wurde auch der Preis pro kWh um mehr als 10% erhöht (von 26,81 ct/kWh auf 33,6 ct/kWh). Kann ich nachträglich noch kündigen. Die Frist für das Sonderkündigungsrecht konnte ich damit auch nicht wahrnehmen.
    Die 4 Wochen Kündigungsfrist sind leider verstrichen. Es sind nur noch 2 Wochen.

    Antworten
    • 24. Juli 2019 um 12:57
      Permalink

      Ihre Frage ist schwierig zu beantworten und ich kann nicht auf Ihren EInzelfall eingeben. Soweit ich weiß, gibt es hierzu auch noch kein Gerichtsurteil.
      Im Text unter III schreibe ich, dass der Anbieter Ihnen eine E-Mail senden muss. Einfach nur die Nachricht ins Kundenportal einstellen reicht nicht. Wenn der Anbieter nun verschwommen mitteilt, dass eine neue Nachricht im Portal vorliegt, ist das ja auch eine Form der versteckten Preiserhöhung. Ich bin der AUffassung, dass diese Hinweis-Email ebenfalls eindeutig auf die Preiserhöhung hinweisen muss.

      Antworten
  • 15. Juni 2019 um 20:47
    Permalink

    Vielen Dank für die Internetseite! in meinem Fall hat der Hinweis sehr geholfen. Nach fast einem Jahr Auseinandersetzung mit Immergrün/365 AG wegen einer versteckten, überhöhten und damit unwirksamen Preiserhöhung, hat der Anbieter die Erhöhung nun vollständig zurückgenommen.

    Hier mehr Details: https://de.reclabox.com/beschwerde/193657-immergruen-energie-koeln-unwirksame-drastische-preiserhoehung?solve=28959bd86154f82b61ad92f982c37b4ef523d594
    🙂 🙂

    Antworten
    • 15. September 2019 um 21:15
      Permalink

      Herzlichen Glückwunsch, dass Sie das durchgezogen haben und vor allem den Mut hatten. Mir steht das jetzt bevor, weil ich einem Schreiben mit versteckter Preiserhöhung keine Beachtung geschenkt habe und dazu noch die Kündigung verpasste. Nun muss ich 12 Monate mit dem Verein klarkommen muss. Es wurde eine Preiserhöhung von 50% veranschlagt.

      Ähnelt das Ihrem Fall, haben sie auch den Absprung durch eine Kündigung verpasst?

      Antworten
  • 22. Mai 2019 um 19:10
    Permalink

    Hallo Herr Möschler,

    erstmal vielen Dank für Ihre tolle Seite! Klasse!
    Ich selbst bin seit knapp einem Jahr Stromvertragskunde bei eprimo. Soweit bin ich auch eigentlich zufrieden, nur habe ich mich gewundert, dass für das anstehende Vertragsjahr nach der Mindestlaufzeit noch keine Preiserhöhung ins Haus geflattert ist. Daher habe ich nochmals die Vertragsdaten zur Hand genommen und gesehen, dass im Vertrag steht:
    „Arbeitspreis brutto 1. bis 12. Monat: 23,42 Cent, ab dem 13. Monat 25,92 Cent“. Der Grundpreis (brutto) bleibt gleich.
    Die Frage ist: habe ich in diesem Fall auch ein Sonderkündigungsrecht? Die Preiserhöhung war praktisch schon bei Vertragsabschluss vor einem Jahr klar, wurde seitdem aber nicht mehr kommuniziert. Ist das so zulässig? Ich habe das so zuvor nie gesehen. Mir kommt es so vor, als würde eprimo das so machen, um nicht nochmals die Preiserhöhung zum Ende der Mindestvertragslaufzeit mitteilen zu müssen und somit das Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung zu umgehen.

    Herzlichen Dank für eine Einschätzung! 🙂

    Antworten
  • 18. April 2019 um 14:27
    Permalink

    Hallo,
    habe im März 2017 mit immergrün einen Stromlieferungsvertrag geschlossen.
    Wesentliche Vertragsbestandteile: Arbeitspreis: 25,15 Cent/kWh
    Grundpreis: 2,43 €/Monat
    Eingeschränkte Preisgarantie: 12 Monate
    Vertragslaufzeit: 12 Monate
    Kündigungsfrist: 6 Wochen zum Vertragsende
    Vertragsverlängerung: 12 Monate
    Mit der Verbrauchsabrechnung am 12.04.2018 wurde mir ohne Begründung die Erhöhung des
    Grundpreises auf 17,- € zum 01.06. mitgeteilt. Auf Seite 4 der Abrechnung wurden obige Tarife jedoch
    bestätigt. Am 16.04. legte ich bei immergrün Widerspruch gegen die Erhöhung des Grundpreises ein, da sich nach meiner Ansicht der Liefervertrag bereits um ein Jahr verlängert hat. Ich bestand weiter darauf, dass ich den Strom zu den 2017 vereinbarten Konditionen geliefert bekomme. Von immergrün
    kam keine Antwort auf mein Schreiben. Vorsichtshalber habe ich den Vertrag zum 31.03.2019 gekündigt. In der Schlussrechnung wurde mir dann tatsächlich ein Grundpreis von 17,- € berechnet.
    In einem sehr energisch geführten Telefonat habe ich mich dann über die Vorgehensweise beschwert.
    Danach erhielt ich eine Mail in der mir aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht ein Grundpreis von 13,35 € angeboten wurde. Da ich mich im Recht fühle habe ich dieses Angebot abgelehnt. Darauf erhielt ich am 16.04. folgende Antwort: “ wir nehmen Bezug auf Ihre Nachricht vom 16.04.2019 und bedauern, dass wir bislang keine einvernehmliche Lösung mit Ihnen finden konnten. In Anbetracht der Sach- und Rechtslage besteht vorliegend jedoch keine Bereitschaft zu einem weiteren Entgegenkommen. Wir hoffen, dass wir in der Lage waren, Ihre Fragen umfassend zu beantworten.“
    Am 09. April habe ich auch die SEPA-Lastschrift mit sofortiger Wirkung entzogen, um zu verhindern dass die Nachzahlung noch abgebucht werden kann. Ich erhielt darauf die Antwort dass der Lastschriftenzug zu spät eingegangen ist und erst ab 02.05. berücksichtigt werden könne.
    Wie kann ich jetzt weiter gegen immergrün vorgehen? Ich möchte diese Schlussrechnung nicht ohne
    weiteres akzeptieren.

    Antworten
  • 26. Februar 2019 um 23:22
    Permalink

    Hallo!
    Ich habe auch sehr schlechte Erfahrung mit prima strom. Habe im vorigen Jahr einen Vertrag mit denen abgeschlossen, für 2 Jahre Preis Garantie 8,24 Euro Grundpreis und 26,74 Euro Arbeitspreis. Da sich die Strompreise zur Zeit öfter erhöhen habe ich zugestimmt diesen Preis ab dem 1.1.2019 für 2 Jahre zu zahlen. Dann kam kurz vor Weihnachten ein Brief der aussah wie ein Info Blatt. Alles ganz klein geschrieben, nichts hervor gehoben so das man ihn erst einmal gar nicht richtig liest. Habe es dann aber mit Brille doch getan und einen Schock bekommen da steht ganz unten im Text das ab dem 1.2.2019 der Grundpreis 10,95 Euro und der Arbeitspreis 32,24 Euro betragen. Habe gleich versucht den Anbieter zu wechseln. (Auch Online habe ich schon versucht zu kündigen da kam nur die Info ohne pers. Unterschrift geht nicht .)Ging natürlich nicht nach den Feiertagen war es zu spät. Habe jetzt natürlich den Zonk zahle jetzt im Monat 165 Euro an diese Verbrecher. Wenn es eine Möglichkeit gibt würde ich gern noch wechseln zu Vattenfall oder irgend einen anderen günstigen Anbieter. hoffe mir kann jemand da raus helfen habe leider nicht im Lotto gewonnen und keinen Geldbaum. Arbeite für etwa 1100 Euro im Schichtdienst da tut dieses Geld schon weh. Vielen Dank im Voraus hoffe auf Antwort kann gerne die Schreiben zusenden.

    Antworten
    • 2. März 2019 um 10:27
      Permalink

      Sehr geehrte Frau Walter,
      es ist schlimm, dass sich manche Strom- und Gasanbieter an Menschen wie Ihnen bereichern. Sehr gerne unterstütze ich Sie. Schicken Sie mir doch bitte das Schreiben zu. Ich unterstütze Sie gerne kostenlos in Form eines Musterschreibens, dass Sie dann noch anpassen müssen.

      Antworten
  • 7. Februar 2019 um 09:43
    Permalink

    Preiserhöhung 365 AG / immergrün!Energie 2018

    Der Versorger versendete Preiserhöhungen an Verbraucher im Jahr 2018, die in der Verbrauchsabrechnung versteckt mitgeteilt wurden. In einem mir zugesendeten Anschreiben lautete der Betreff der E-Mail „Vertragsende aufgrund Kündigung“. Im E-Mail-Text war kein Hinweis auf die Preiserhöhung. Erst beim genaueren Lesen des Anhangs hätte der Verbraucher die Preiserhöhung finden können:

    Zunächst wurde das Guthaben der Verbraucher tabellarisch berechnet. Im Kleingedruckten steht dann geschrieben: „Weitere Rechnungsdetails sowie wichtige Preisinformationen zu Ihrem Stromliefervertrag finden Sie auf den folgenden Seiten.“

    Erst auf der Folgeseite unter der Überschrift „Erläuterungen zu Ihrer Abrechnung“ steht der Hinweis auf die Erhöhung des Strompreises.

    Diese Art der Preiserhöhung schätze ich als unzulässig ein. Weder im Betreff noch im Anschreiben wurden die Verbraucher auf die Preiserhöhung hingewiesen. Erst in Erläuterungen zur Abrechnung werden zukünftige Preissteigerungen ohne Hervorhebungen mitgeteilt. Die Preiserhöhungen werden somit nicht transparent mitgeteilt. Zudem vertrete ich die Auffassung, dass die Preiserhöhung auch geradezu versteckt wurde: Die Ankündigung zukünftiger Preise hat nichts mit den Erläuterungen zur Abrechnung des vergangenen Abrechnungsperiode zu tun. Folglich kann ein Verbraucher nicht damit rechnen, dass er dort Preiserhöhungen mitgeteilt bekommt.

    ->>> Genau das habe ich in meiner Abrechnung zum letzten Verbrauchsjahr (2018) auch entdeckt (neben der gestern beschriebenen falschen Zählerstandsangabe, die vermutlich vom Schätzwert stammt).

    Dort steht auf S. 4 unter „Weitere Informationen nach §§ 40, 41 EnWG“ unter „Geltende Tarife“:
    Es gilt die eingeschränkte Preisgarantie. Diese umfasst alle Preisbestandteile, die nicht hoheitlich festgelegt sind. immergrün!-Energie ist somit jederzeit berechtigt – sofern nicht vertraglich ausgeschlossen – Änderungen von gesetzlichen Abgaben, Steuern und Umlagen (insb. EEG, KWKG, Konzessionsabgabe, Umlage [….] weiter zu geben. Ihr aktueller Bruttoarbeitspreis: 0,3000 €/kwh), Ihr aktueller Bruttomonatspreis: 9,20 € . Weitere Tarifinformationen zu Steuern, Umlagen und Abgaben erhalten Sie auf Seite 4 dieses Schreibens.“
    -> Die Leistungen aus dem letzten Jahr, der Arbeitspreis pro Einheit, steht auf S. 2 und betrug 0,25210084 € pro kwh.
    Das stellt für mich jetzt eine Preiserhöhung da, die nicht wirklich transparent ist.
    Ich habe auch im Vorfeld keinerlei Emails bzgl. der Anpassung erhalten, das ergibt sich nur aus der Rechnung. Da wird dem Unternehmen wohl (neben dem Widerspruch zur Stromrechnung) eine außerordentliche Kündigung per Einschreiben ins Haus flattern…

    Antworten
    • 7. Februar 2019 um 09:46
      Permalink

      achso: Der Hinweis auf ein Sonderkündigungsrecht fehlt auch. Zum Rücktrittsrecht steht auf S. 4 nur (unter dem neuen Bruttoarbeitspreis): „Über die gesetzlichen Rücktrittrechte hinaus besteht kein Rücktrittsrecht.“

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  • 22. Dezember 2018 um 17:12
    Permalink

    Am 15.12.2018 (Eingang 20.12.18) erhalte ich eine unberechtigte Preiserhöhung der BEV. Ich widerspreche per E-mail am 20.12.18, da mein Vertrag eine Preisbindung bis 1.8.2019 hat.
    Am 21.12.18 mache ich Gebrauch von meinem Sonderkündigungsrecht und sende die Kündigung per E-Mail und parallel per Einwurf-Einschreiben an die BEV.
    Am 22.12.18 (Briefdatum 21.12.18) teilt die BEV mit, dass die Preiserhöhung zurück genommen wird und das Schreiben vom 15.12.2018 gegenstandslos ist.
    Was nun? Ich möchte auf meiner Sonderkündigung bestehen, da die BEV unerträglich ist.
    MFG

    Antworten