Musterschreiben „STROM-Preiserhöhung zu Vertragsbeginn“ – Preiserhöhung wurde nicht mitgeteilt

Dieses Musterschreiben ist geeignet für Ihren Strom-Vertrag, wenn die Preiserhöhung in der Terminbestätigung erstmalig kommuniziert wurde.

Musterschreiben (Schritt 1)

Passen Sie die gelben Textpassagen an.

Betreff: Verbraucherbeschwerde – unzulässige Preiserhöhung

Vertragsnummer: xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Ihre Preiserhöhung anfechten:

Sie haben die Preiserhöhung erstmalig in der Terminbestätigung kommuniziert, ohne dies als Preiserhöhung zu kennzeichnen.

Ich habe kein Preiserhöhungsschreiben per E-Mail oder postalisch erhalten. Sie konnten mir nicht belegen, dass die Preiserhöhung bei mir angekommen ist. Dies müssen Sie aber tun, damit die Preiserhöhung wirksam wird.

Vollständigkeitshalber weise ich darauf hin, dass ein bloßes Einstellen der Preiserhöhung auf das Kundenportal nicht zulässig ist, wie das Landgericht Köln urteilte (Quelle). Schließlich wären dann Kunden verpflichtet das Kundenkonto kontinuierlich aufzurufen, um keine Frist zu verpassen. Der Versorger muss wichtige Nachrichten per E-Mail zustellen oder zumindest benachrichtigen, dass eine neue Mitteilung im Kundenportal vorliegt.

Aus anderen Fällen ist bekannt, dass Sie den Premiumdienst als Beweis für das Zustellen der Preiserhöhung anführen. Wenn der Postbote z.B. den Brief falsch einwirft oder der Brief verloren geht, erhält der Anbieter ebenfalls keinen Rückläufer. Die Behauptung, der Premiumdienst sei ein Beweis, ist somit falsch.

Ich fordere Sie hiermit auf, die Preiserhöhung zurückzunehmen. 

Sollten Sie aufgrund dieses Sachverhalts die Abschlagszahlungen erhöht haben, fordere ich Sie auf, dies zurückzunehmen.

Für meine Forderungen setzen ich Ihnen eine 14-tätige Frist (xx.xx.202x)

Wenn Sie meiner Forderung nicht vollkommen nachkommen möchten, fordere ich Sie auf, die Rechtmäßigkeit der Preiserhöhung zu begründen sowie den Versand & Erhalt des Schreibens nachzuweisen. Tun Sie dies nicht, sehe ich mich in Recht und werde mich auf Kompromissangebote etc. nicht einlassen.

Mein begründeter Widerspruch gegen die Preiserhöhung hat die Nicht-Fälligkeit des Anspruchs zur Folge. Ich möchte Sie daher bitten, von Mahnungen, Sperrandrohungen etc. abzusehen. Ich kenne meine Rechte.

Mit freundlichen Grüßen,

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