Musterfeststellungsklage gegen Voxenergie & Primastrom

Die Verbraucherzentrale bereitet eine Musterfeststellungsklage gegen Voxenergie und Primastrom vor. Mit dieser Klage soll das Recht der Verbraucher gegenüber den Unternehmen gestärkt werden. Betroffene Verbraucher sollten sich bereits heute gegen die Unternehmen wehren.

Musterfeststellungsklage: Mehrwert für die Kunden

Die Verbraucherzentrale möchte mit der Feststellungsklage feststellen lassen, dass die Preiserhöhungen von Voxenergie und Primastrom unzulässig sind. Wenn die Musterfeststellungsklage Erfolg hat, dann können sich betroffene Kunden auf das Gerichtsurteil beziehen und die Preiserhöhungen leichter anfechten.

Damit die Musterfeststellungsklage zustande bekommt, benötigt die Verbraucherzentrale Ihre Mithilfe. Wenn Ihnen die Preise von Voxenergie oder Primastrom erhöht wurden, dann bitte Sie, der Verbraucherzentrale die notwendigen Dokumente HIERÜBER bereitzustellen. Vielen Dank!!

Bis dahin sollten die betroffenen Kunden die Preiserhöhungen selber anfechten. Denn mit den Preiserhöhungen gehen drastische Abschlagserhöhungen einher. Meine Empfehlung ist daher, dass die Kunden mit Hilfe der kostenlosen Musterschreiben die Preiserhöhungen, Abschlagserhöhungen selber anfechten und den Lösungsweg durchlaufen.

Musterschreiben & Lösungsweg

Durchlaufen Sie den Lösungsweg und wehren Sie sich mit Hilfe dieser Musterschreiben.

Voxenergie Erfahrungen Preiserhöhung Abschlagserhöhung

A. unerwünschter Vertrag ⇒ widerrufen
B. Widerruf/ Kündigung ignoriert
C. unerwünschter Vertrag: Widerrufsfrist abgelaufen
D. Preiserhöhungen
E. Abschlag-Erhöhungen
F. Jahresrechnung: fehlt / falsch
G. Guthaben nicht ausgezahlt
H. Grundgebühr soll nach Kündigung weiter gezahlt werden
I. Mahnungen
J. Haushaltsschutzbrief

Wehren lohnt sich!

Die meisten betroffenen Kunden von Voxenergie und Primastrom erhalten nach Einschaltung der Schlichtungsstelle (Schritt 3) dieses Vergleichsangebot. Wenn Sie dem zustimmen, was ich Ihnen empfehle, dann wird der Vertrag aufgelöst.

Neben der Preiserhöhung gibt es weitere Probleme mit Voxenergie und Primastrom. Aber wenn festgestellt wird, dass die Preiserhöhungen von Voxenergie und Primastrom unzulässig waren, dann wird das Unternehmen gezwungen sein, seine Geschäftspraktiken zu ändern oder aufzugeben. Ich erhoffe mir somit von der Musterfeststellungsklage, dass die betroffenen Kunden schneller den Vertrag beenden können und die anderen Probleme schneller gelöst werden können.

Musterschreiben nach erfolgreicher Musterfeststellungsklage

Sobald die Musterfeststellung erfolgreich war, sollten Sie dem Unternehmen dieses Musterschreiben per E-Mail zusenden ([email protected]; [email protected]). Dies erhöht den Druck auf Voxenergie und Primastrom und Sie werden schneller den Vertrag beenden können. Passen Sie bitte bei Bedarf die hervorgehobenen Passagen an.

Betreff: Musterfeststellungsklage: Aufforderung zur Rücknahme sämtlicher Preiserhöhungen
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe mich auf die Musterfestellungsklage der Verbraucherzentrale gegen Ihr Unternehmen. Hiermit fordere ich Sie auf, sämtliche Preiserhöhungen die Sie seit Vertragsbeginn vorgenommen haben zurückzunehmen und mir eine korrigierte Abrechnung zuzusenden. Ergänzend zur Feststellung, dass Ihre Preiserhöhungen unzulässig sind, möchte ich die Zulässigkeit Ihrer Preiserhöhungen mit folgenden Argumenten anfechten:
1. Ich habe nie eine Preisinformation von Ihnen erhalten. Sie können den Erhalt des Schreibens nicht nachweisen, weshalb die Preiserhöhung unwirksam ist.
2. Die Preiserhöhung wurde versteckt in einer Tabelle und nicht im Text kommuniziert, weshalb die Preiserhöhung nicht wirksam ist.
3. Die Preiserhöhung ist überzogen und daher ebenfalls nicht wirksam, weil Sie laut eigenen AGBs nur Kostensteigerungen weitergeben dürfen.
4. Ich zweifle die Wirksamkeit Ihrer Preisänderungsklausel in Ihren AGBs an.
Ich fordere Sie hiermit auf, die Preiserhöhung zurückzunehmen. 
Sollten Sie aufgrund dieses Sachverhalts die Abschlagszahlungen erhöht haben, fordere ich Sie auf, dies zurückzunehmen.Für meine Forderungen setzen ich Ihnen eine 14-tätige Frist (xx.xx.2022). Meine Vertragskonto-Nr. lautet xxxx.
Mit freundlichen Grüßen,
Vorname Nachname

Lassen Sie sich informieren

Wenn Sie möchten, dann informiere ich Sie per E-Mail sobald die Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentrale erfolgreich war oder bei anderen wesentlichen Ereignissen (Insolvenz, Musterfeststellungsklage ist gescheitert etc.). In dieser E-Mail gebe ich Ihnen auch Tipps mit, wie Sie sich effizient gegen Voxenergie und Primastrom wehren. Tragen Sie sich hierzu in das folgende Formular ein.

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9 Kommentare

  1. @Rüdiger Presse

    Lassen Sie sich vom Versorger nicht an der Nase herumführen.

    Der entscheidende Unterschied zwischen Schriftform und Textform liegt darin, dass bei der Schriftform eine Unterschrift erforderlich ist, bei der Textform nicht. Dies wiederum hat Auswirkungen bei vielen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

    Mit dem „Gesetz zur Verbesserung der zivilrechtlichen Durchsetzung von verbraucherschützenden Vorschriften des Datenschutzrechtes“ vom 17.2.2016 hat sich bereits zum 1.10.2016 die Regelung des § 309 Nr. 13 BGB geändert. Es reicht nunmehr grundsätzlich statt der „Schriftform“ die „Textform“ aus.

    Ich an Ihrer Stelle würde an der Kündigung festhalten und dem Versorger mitteilen:

    Hinsichtlich Ihrer Ausführungen erlaube ich mir den deutlichen Hinweis, dass Sie bereits seit dem 01.10.2016 eine Kündigung per E-Mail oder Fax akzeptieren müssen (§309 Nr. 13 BGB).

  2. Habe derzeit erhebliche Probleme,einen nicht mehr benötigten Internet-Altvertrag von Voxenergie loszuwerden.Gelockt wurde ich damals von einem sogenannten Vergleichsportal namens Veryvox,welches aber wohl nicht seriös ist.dort wurde Internet DSL16 inklusive Festnetzanschluss für 24,95 im Monat beworben,was ja nicht schlecht ist,die Telekom war damals teurer.Der erste Pferdefuß stellte sich aber schon Wochen oder Monate heraus,denn es ist in Wahrheit nur ein 11,99-12,00 er Anschluss,mehr kam hier trotz Kabelverbundenem Router nie an.Irgendwann später geht dann der Stress los,das der alte Preis kurz vor Ablauf von 2 Jahren nicht mehr gilt,und dann stieg der eh nur 75 % Anschluss auf 32,95. Viel später kam dann hier die Deutsche Glasfaser auf Kundenfang,keine Erdarbeiten-Preise,für alle,die sich rechtzeitig anmeldeten,und Geschwindigkeiten von 300,400 und höher.Ich habe den 400er Vertrag mit Festnetzflat,da kommen sogar 416 bis maximal 422,xy an.
    In der Zeit,in der die Festnetznummer umgestellt wurde,fiel ich dann noch auf eine geschickt inszenierte Finte von V.rein,das wieder rausschalten wurde dann nochmal mit ca.11euro als Outsourcing extra berechnet.Die anfürsich über DG schon im Vertrag festgemachte Kündigung durch den Neuanbieter lief nicht wie geplant,so musste ich noch von meinerseite aus Extra kündigen,obwohl DG das sollte,da fühlte sich aber plötzlich keiner zuständig.
    Ich entschied mich dann für eine kostenpflichtige Vertragskündigung über Firma Volders aus Berlin,die auf sowas spezialisiert sind.Die teilten mir auch mit,das die von mir unterschriebene Mustertextkündigung mit meiner Unterschrift zugestellt sei,und es war gegen Aufpreis mit Einschreiben,damit nicht doch noch was schiefgeht. Letztenendes ging aber selbst das schief,denn auf das Zusenden der Kündigungsbestätigung selber hat Volders keinen Einfluss.(Was die mir aber vorher nicht kommuniziert haben).Mit Wochenlanger Verspätung dann,Heute,den 15.7.2022 ein merkwürdiges Schreiben von Voxenergie an mich:Diese könnten die Kündigung nicht akzeptieren,da die Kündigung angeblich nicht der vertraglich vereinbarten (???) Textform entsprechen würde. (Gehts noch,geistig irre…???).
    Bei einem Anrufunter 030290 279 999 wurde dann als Begründung vorgeschoben,ohne handschriftliche Unterschrift sei das keine Unterschrift,ich hätte angeblich wie ein sechsjähriger Unterschrieben,so eine mit Computermaus geschriebene Unterschrift in gedruckt könne ja gefälscht sein,da könne angeblich jeder in meinem Namen kündigen usw.und sein Vorgesetzter würde das so von Ihm verlangenetc.Auf meinen Einwand,das dies ja auch kein Arbeitsvertrag sei und kein Gewerkschaftsvertrag,wo handschriftliche Unterschriften gesetzlich vorgesehen sind,wollte er nicht eingehen.Ich solle doch die Kündigung noch mal schreiben und vielleicht ein Photo davon machen und nochmal nach Voxenergie schicken.(Irgendwann legte der einfach auf).

  3. Ich bin seit kurzem Kunde bei voxenergie. Der Abschlag für Strom wurde von 208 Euro im Mai auf 247 Euro im Juni und nun auf unverschämte 404 Euro erhöht.
    Eine derart drastische Erhöhung ist Wucher. Ich werde den Vertrag deshalb per Einschreiben zum Monatsende kündigen oder von einem neuen Anbieter kündigen lassen.
    Ich kann nur raten – Finger weg von voxenergie!

  4. Ich bin seit 1.4.022 bei prima Strom. Es werden zu hohe Abschläge abgebucht ,und man wird nicht informiert. Erst 129euro ok dann darauf den Monat 304euro .Habe ihnen die Einzugsermächtigung entzogen .Und wieder 175euro abgebucht. Jetzt müsste ich laut Aussage des Kundenservice nochmal 304euro für diesen Monat zahlen.der Hammer ist das prima Strom,mein Stromverbrauch vom Jahr 2020 berechnet,und nicht vom Jahr 2021.den durch ein Wasserschaden war der Verbrauch bei 4120kwh und 2021 bei 3375,60kwh Habe mehrmals alles zu geschickt das prima Strom das neu berechnet ,und nichts ist passiert, es heißt ich hätte eine Tageszeitung nehmen müssen ,und mit den aktuellen Datum auf der Zeitung, zu mein Zählerstand zu fotografieren. Die Stadt Werke haben auch schon zweimal den Stand rüber geschickt ,aber sie meint das zählt nicht. Ich weiß nicht mehr was ich ,noch tun kann. Möchte aus diesen Vertrag raus .mfg

  5. Bin leider auch auf Primastrom hereingefallen und habe jetzt einen Riesenstress. Für mich ist dieser Stromanbieter durch und durch unseriös. Ich habe zwei Preiserhöhungen innerhalb von 2 Monaten bekommen, die Zweite am 28.12.2021 zu Januar 2022, ohne Angabe des neuen Abschlages. Obwohl ich gleich am 3. Januar reagiert und gekündigt habe, hat Primastrom die Angelegenheit bis März hinausgezögert. Seit Mitte März bin ich wieder bei den Stadtwerken mit einer Abschlagszahlung von 77 Euro für 2 Zimmer, also absolut korrekt. Primastrom hat meine Endrechnung trotz mehrmaliger Anmahnung bis Ende Juni 2022 nicht geschickt. Angeblich wäre die Rechnung bereits zum pünktlichen Termin 28.04. (also innerhalb 6 Wochen) an mich geschickt worden. Die Einspruchsfrist innerhalb von 2 Wochen ist damit natürlich verstrichen. Ich nehme an, Primastrom hat die Rechnung zurückdatiert. Ist schon seltsam, dass alle Mahnungen bei mir ankommen, die Endrechnung aber nicht. Primastrom verlangt nun von mir über 1.000 Euro + weiterhin monatliche Abschlagszahlungen, obwohl ich nur 3 Monate Strom bezogen habe (eigentlich nur 2 Monate, da ich ja pünktlich gekündigt habe).
    Ich kann nur allen Betroffenen raten: Finger weg von diesem Anbieter.

    1. @Karin Wirthmüller

      Der Absender trägt die Beweislast für den Zugang eines einfachen Briefs.

      Der Versorger (Absender) ist daher nachweispflichtig dafür, dass Ihnen (Empfänger) die Abschlussrechnung zugegangen ist.

      Wenn Ihnen kein Schreiben (keine Abschlussrechnung) zugegangen ist, kann auch keine Frist zu laufen begonnen haben.

      Herr Moeschler bietet wertvolle Unterstützung durch seine Schreiben.