Es werden Fakten und die Meinung des Autors wiedergegeben. Trotz aller Sorgfalt wird jedoch keine Haftung übernommen. Es wird auch keine Rechtsberatung geleistet, weil rechtliche Sachverhalte lediglich allgemein dargestellt werden (RDG §2 III, Satz 5) ⇒ weiterführende Hinweise.

Abschlagserhöhung trotz Widerspruch gegen die Preiserhöhung

I. Widerspruch & Ankündigung Umstellung der Zahlung

  • Wenn Sie der Preiserhöhung widersprochen haben und dennoch erhöhte Abschläge eingezogen werden, dann sollten Sie sich wehren.
  • Setzen Sie dem Unternehmen eine 14-tägige Frist.
  • Bitte beachten Sie darauf, dass Sie nicht in Zahlungsverzug geraten! Den Unstrittigen Abschlag müssen Sie überweisen.
  • Denken Sie also daran, den Dauerauftrag / das SEPA-Mandat aufzukündigen und die Abschlagszahlungen selber zu überweisen.

Beispiel: Ihr Abschlag betrug zu Beginn 100 €. Zu einen späteren Zeitpunkt wurde Ihnen 200 € abgebucht.

  • Widersprechen Sie dem höheren Abschlag. Wenn eine Preiserhöhung vorlag, dann widersprechen Sie zusätzlich dieser (Argumente, z.B.: die Preiserhöhung war versteckt und überzogen, es fehlt an einer Berechnungsgrundlage, die Preisgarantie wurde nicht eingehalten).
  • Überweisen Sie den unstrittigen Betrag (100€)

Betreff:

Ihre Abschlagserhöhung: Widerspruch und Umstellung der Abschlagszahlung

E-Mail-Text

Kunden-Nr.: xxx
Vertrags-Nr.: xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

I. Widerspruch gegen die erhöhten Abschläge

Ich widerspreche Ihren geforderten, neuen Abschlägen.

In meinem Schreiben vom xx.xx.2022 habe ich Ihrer Preiserhöhung und der damit verbundenen Abschlagserhöhung widersprochen. Die Preiserhöhung stufe ich als unzulässig ein, da diese versteckt mitgeteilt wurde, überzogen ist und eine Berechnungsgrundlage i.S.d. EnWG fehlt.

Dennoch haben Sie höhere Abschläge eingezogen. Ich bin nur bereit, den unstrittigen Abschlag zu leisten..

II. Kündigung der Einzugsermächtigung; die bisherigen Abschläge überweise ich fristgerecht.

Ich möchte Sie auch in Kenntnis setzen, dass ich Ihnen aufgrund Ihres Schreibens zur Erhöhung des Abschlags die Einzugsermächtigung kündige. Mir ist bewusst, dass ich als Vertragspartner den Abschlag leisten muss, solange Sie mich mit Energie versorgen. Ich werde die rechtmäßigen, bisherigen Abschläge fristgerecht leisten. So gerate ich nicht in Zahlungsverzug und komme meinen Vertragspflichten nach. Sollten Sie zukünftig Abschläge einziehen, werde ich das Geld zurück buchen lassen.

Bitte teilen Sie mir die Bankverbindung mit, an der ich die unstrittigen Abschläge zahlen darf.

Meine Bankdaten lauten:

Kontoinhaber: (Vor- und Nachname)
IBAN:
BIC:

Mein begründeter Widerspruch gegen die Abschlagserhöhung hat die Fälligkeit eines zu hohen Anspruchs zur Folge. Ich möchte Sie daher bitten, von Mahnungen, Sperrandrohungen etc. abzusehen. Ich kenne meine Rechte. Sollten Sie mich mahnen, obwohl ich Ihnen das Geld überwiesen habe, werde ich mich rechtlich wehren und auch die Schlichtungsstelle Energie einschalten.

III. Fristsetzung zur Bestätigung meines Widerspruchs

Ich setze Ihnen hiermit eine Frist bis zum xx.xx.2022, meinen Widerspruch zu bestätigen oder den Nachweis zur Rechtmäßigkeit des Abschlags darzulegen. Bitte nennen Sie mir das Konto, auf das ich die Überweisungen tätigen soll.

Mit freundlichen Grüßen

Vorname Nachname

Musterschreiben I: Abschlagserhöhung | Widerspruch & Ankündigung Umstellung der Zahlung:

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5 Kommentare zu „Musterschreiben I: Abschlagserhöhung | Widerspruch & Ankündigung Umstellung der Zahlung:

  • 4. März 2022 um 08:39
    Permalink

    Hallo,

    habe bisher 126.- Euro / Mo. bezalt. Bekomme jetzt eine „offene Forderung“ von 680,59.-.
    Wie kann ich mich wehren bzw. muss ich den Betrag bezahlen zumal nicht mehr Strom abgeneommen wurde.
    MfG

    Antworten
  • 14. Februar 2022 um 16:25
    Permalink

    Hallo, ich habe seit einem Jahr Probleme mit primastrom. E-mails werden nur selten korrekt beantwortet oder garnicht. Teleonisch nicht erreichbar. Ich habe inzwischen 3 Erhöhungen der Abschläge bekommen. Ich habe alle Unterlagen und letzten Abrechnungen von e-on übersandt, mehrmals, auch fotografisch. Ich wollte mich erst mal nur telefonisch informieren, mir wurden aber gleich viel weniger Kosten zugesichert, was mir leider zu spät suspekt vorkam. Die betreffende Mitarbeiterin war auch nie wieder zu erreichen. Ich wurde mit 60,00 Euro eingestuft ( bei e-on jahrelang unter 60,00 Euro ) habe darauf reagiert, ohne Erfolg. Jetzt befinde ich mich bei einem Abschlag vo 155,00 Euro. Ich bin fast 68 Jahre und weiß ehrlich gesagt nicht, wie mir geschieht. Diese Summe sprengt meinen Rentnerrahmen. Ich verfüge über keinen Vertrag, der mir zugeschickt wurde. In einem Schreiben von primastrom heißt es, daß es richtig sei, dass ich keinen Vertrag unterschrieben habe, mir jedoch bekannt sein wird, daß Vertäge im Recht sehr häufig ohne Wahrung der Schriftform zustande kommen. Ich möchte einfach nur wieder normal leben können, ohne diesen inneren Druck, den ich seitdem bei primastrom ertragen muß. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir Hilfe oder Vorschläge unterbreiten würden. M.frdl. Gruß

    Antworten
      • 16. Februar 2022 um 10:30
        Permalink

        Hallo, ich habe mich über die von Ihnen zugesandten Schreiben gefreut und bedanke mich dafür. Ich hoffe, daß ich alles in den Griff bekomme, denn ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so etwas regeln müssen. Sie haben mir viel Mut gemacht und Danke für Ihre schnelle Hilfe. M. frdl. Gruß

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