Bitte prüfen Sie als erstes, ob Ihr Anbieter auf dieser Liste genannt wird. VENEKO hat über 100 Preiserhöhungsschreiben geprüft. Auf dieser Seite finden Sie dann auch eine Anleitung, wie Sie widersprechen können.

Wenn Ihr Anbieter nicht auf der Seite gelistet ist, dann können Sie mir Ihr Preiserhöhungsschreiben über das folgende Formular zukommen lassen. VENEKO wird die Preiserhöhung formal prüfen. Dieser Service ist kostenlos.

Preiserhöhungen müssen transparent mitgeteilt werden, dürfen nicht überzogen sein und müssen auf einer Kalkulationsgrundlage beruhen. Zudem soll ein neues Gesetz der Bundesregierung zur Strom- und Gaspreisbremse überzogene Preiserhöhungen erschweren.

Vor diesem Hintergrund erwarte ich, dass viele Preiserhöhungen anfechtbar sein dürften.

VENEKO überprüft gerne auch Ihr Preiserhöhungsschreiben auf formale Fehler.

Gerne teile Ihnen in 1-2 Wochen mit, ob und inwiefern die geprüften Schreiben Ihres Anbieters gegen formale Vorgaben laut VENEKO verstoßen. Zudem erhalten Sie eine Anleitung inklusive Musterschreiben, wie Sie Ihre Preiserhöhung anfechten können. Tragen Sie sich hierzu in das Formular ein.

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Hinweise zu den Prüfkriterien

rechtzeitig angekündigt

Preiserhöhungen müssen mindestens 4 Wochen vorab mitgeteilt werden. Einige Anbieter verpflichten sich in Ihren AGBs, Preiserhöhungen 6 Wochen vorab anzukündigen. Preiserhöhungen vom Grundversorger müssen ebenfalls mindestens 6 Wochen vorab mitgeteilt werden.

Bei Sonderverträgen (also Verträge außerhalb der Grundversorgung) reicht es nicht, wenn die Preiserhöhung lediglich ins Kundenportal eingestellt wird. Die Preiserhöhung muss daher per E-Mail oder per Brief mitgeteilt werden.

Preisgarantie ist eingehalten

Bei Sonderverträgen schließen Sie in der Regel einen Vertrag mit Preisgarantie. Wenn diese z.B. 12 Monate beträgt, dann darf der Anbieter die Preiserhöhung nicht vor Ablauf der Preisgarantie anheben. Häufig haben die Kunden keine volle Preisgarantie, sondern eine eingeschränkte Preisgarantie oder eine Energiepreisgarantie. In diesen Fällen darf der Anbieter die Preise um die nicht abgesicherten Preisbestandteile erhöhen. Bei einer Energiepreisgarantie darf der Anbieter innerhalb der Preisgarantie z.B. Kostensteigerungen bei Umlagen erhöhen, nicht jedoch Kostensteigerungen für die Energiebeschaffung.

transparent mitgeteilt

Preiserhöhungen müssen transparent mitgeteilt werden. Denn wenn der Anbieter die Preise versteckt mitteilt, dann besteht die Gefahr, dass der Kunde die Preiserhöhung nicht erkennt und dadurch sein Sonderkündigungsrecht nicht wahrnimmt.

Aus dem EnWG und aus zahlreichen Gerichtsurteilen ergeben sich Kriterien, die erfüllt sein müssen. Beispielsweise muss die Preisgarantie im Betreff klar erkenntlich sein. Der Titel „Wichtige Informationen zu Ihrem Vertrag“ wird als nicht ausreichend gewertet. Zudem müssen die alten und neuen Preise transparent gegenübergestellt werden, damit der Kunde das Ausmaß der Preiserhöhung erkennt.

Kostenerhöhung ist begründet

Der Anbieter darf nur Kostensteigerungen weitergeben. Die Preiserhöhung muss somit auf einer Kalkulationsgrundlage beruhen, die gewissen Anforderungen genügen muss. Maßgeblich sind hier die Entscheidung des Oberlandesgericht Köln vom 26.06.2020, 6 U 304/19 und vom Bundesgerichtshof 06.06.2018, VII ZR 247/17.

„Zur Transparenz gehört auch, dass der Kunde weiß, auf der Erhöhung welches Bestandteils des Entgelts die Preiserhöhung beruht. Der Preis für Strom und Gas setzt sich aus zahlreichen Elementen zusammen, so etwa auch aus Steuern, Abgaben und weiteren hoheitlichen Bestandteilen, die sich ändern können. Insoweit ist es für die Entscheidung des Kunden von erheblicher Bedeutung, ob einer der vorgenannten Bestandteile erhöht wurde oder der Preis aus anderen Gründen steigt.“ (6 U 304/19)

Weitere Anforderungen

Es gibt weitere Anforderungen an eine Preiserhöhung.

Bei den zuvor aufgeführten Prüfkriterien liegen die meisten Verstöße vor. Nur in sehr wenigen Fällen dürfte das Recht auf Sonderkündigung nicht (transparent) mitgeteilt worden sein, eine belastbare Preisanpassungsklausel in den AGBs fehlen etc.

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2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir sind ab Juli 2022 bei Primastrom. Im Juli und August haben sie sich noch an den versprochene Preise gehalten aber im September würde das drei Mal so viel erhöht. Wir bezahlen seitdem 246 € für 46 qm. Wir haben schon von denen Rechnung auffordert aber haben Nichts bekommen nicht einem Preerhöhungsschreiben. Was sollen wir jetzt tun?

    Vielen Dank und viele Grüße

    GB

  2. Geldgier, Machtgier und falsche Ideologie werden die Menschheit vernichten. Wenn man nie genug hat, immer mehr Geld und Macht braucht und dieses ohne Rücksicht auf die resolutierenden Konsequenzen durchsetzt und dabei nur noch an sich denkt, dann ist das nicht nur egoistisch sondern auch in vielen Fällen schlecht für die Menschheit und unseren Planeten.