Um Ihren Stromanbieter zu kündigen, sollten Sie so vorgehen:

  • Kündigen Sie selber mindestens 1 Monat vor Kündigungsfrist per E-Mail oder Fax mit dieser Vorlage.
  • Wenn Sie nach 2 Wochen keine Kündigungsbestätigung erhalten, kündigen Sie erneut per Einschreiben/Einwurf. Andernfalls riskieren Sie, dass sich Ihr Vertrag unfreiwillig verlängert.

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Schritt 1: Kündigen Sie selber mindestens 1 Monat vor Kündigungsfrist

Egal ob Sie ein Sonderkündigungsrecht haben oder zum Ablauf des Vertrags kündigen, es ist am besten, wenn Sie selber und nicht der neue Stromanbieter den bestehenden Vertrag kündigt. Schließlich kennen Sie die Vertragsdetails am besten. Kündigungen per E-Mail oder Fax wurden in der Vergangenheit von einigen unseriösen Stromanbietern ignoriert oder verweigert. Bei einem Sonderkündigungsrecht (z.B. wegen Preiserhöhung) müssen Sie sogar selber kündigen. Ihr neuer Anbieter darf dies nicht für Sie übernehmen.

Wenn Sie zum Ablauf des Vertrags kündigen, empfehle ich Ihnen möglichst früh, spätestens aber vier Wochen vor Kündigungsfrist zu kündigen. Zunächst sollten Sie versuchen per E-Mail oder Fax zu kündigen, um unnötige Kosten zu vermeiden. Seit dem 01.10.2016 muss der Stromanbieter Kündigungen per E-Mail oder Fax akzeptieren (der §309 Nr. 13 BGB wurde angepasst, sodass nun keine strengeren Anforderungen als die Schriftform zulässig sind). Wenn der Stromanbieter Ihre Kündigung ignoriert, verweigert, oder diese innerhalb von 14 Tagen nicht bestätigt, dann haben Sie noch genügend Zeit, um postalisch per Einschreiben/Einwurf zu kündigen.

Kündigungsvorlage

Versuchen Sie alle formalen Anforderungen zu erfüllen:

  • Richten Sie Ihr Schreiben an den Vertragspartner,
  • geben Sie Ihre Vertragsnummer und Ihren Namen an
  • benennen Sie den Kündigungszeitpunkt (bei Vertragsbeginn zum 02.01.2015 und bei einer zwölfmonatigen Vertragslaufzeit wäre es der 01.01.2016)
  • Unterschreiben Sie bei Briefen händisch.

Vorlage:

Anschrift Ihres Versorgers

Kundennummer: [Ihre Nummer]
Zählernummer: [Ihre Zählernummer]

Kündigung meines Stromvertrags

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich meinen oben genannten Stromvertrag fristgerecht zum xx.xx.20xx.
Bitte senden Sie mir eine schriftliche Kündigungsbestätigung innerhalb von 14 Tagen zu. Nennen Sie mir bitte auch das Vertragsende.

Mit freundlichen Grüße
[Ihr Name]

Nur im Notfall sollten Sie anstatt des genauen Datums „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ schreiben, weil einige dubiose Versorger diese Ungenauigkeit bereits ausgenutzt haben, um den Vertrag vorher zu beenden und den Bonus zu verweigern. Dies wurde anscheinend auch schon von Gerichten abgesegnet, weil von einer einvernehmlichen vorzeigen Kündigung ausgegangen wurde.

In Foren wird häufig erwähnt, dass unseriöse Stromanbieter bestreiten, die Kündigung erhalten zu haben. Sie als Kunde sind in der Pflicht nachzuweisen, dass das Unternehmen die Kündigung erhalten hat. Aufgrund zahlreicher Erfahrungen von Verbrauchern mit unseriösen Stromanbietern empfehle ich Ihnen Ihre Kündigung postalisch per Einschreiben/Einwurf zu versenden und zu unterschreiben, wenn der Stromanbieter Ihre Kündigung per E-Mail nicht bestätigt. Die Kosten betragen ca. 5 €. Der Vorteil gegenüber einer Kündigung per Einschreiben/Rückschein ist, dass der Stromanbieter bei einer Kündigung per Einschreiben/Rückschein den Empfang der Kündigung um ein paar Tage verzögern kann. Dies kann insbesondere bei zeitkritischen Kündigungen dazu führen, dass die Kündigungsfrist doch nicht eingehalten wird. Daher empfehle ich, bei zeitkritischen Kündigungen die Kündigung per Einschreiben/Einwurf zu versenden, um nachweisen zu können, wann der Brief beim Stromanbieter eingeworfen wurde. Nun könnte der Empfänger behaupten, dass in Ihrem Schreiben alles andere außer der Kündigung nicht enthalten war. Um auch nachweisen zu können, dass Ihr Schreiben die Kündigung enthalten hat, wäre eine Gerichtsvollzieherzustellung notwendig. In den Verbraucherforen ist mir nicht zu Ohren gekommen, dass Unternehmen diese Behauptung aufstellen würden. Ein Fall ist mir allerdings gekannt, wobei das Amtsgericht Bad Kreuznach (AZ: 21 C 98/14) dem betroffenen Verbraucher geglaubt hat, Kündigung auch im Original unterschrieben zu haben. Die teurere Variante der Gerichtsvollzieherzustellung (Kosten ca. 13 €) ist meiner Meinung nach daher in den meisten Fällen nicht notwendig.

Wechseln Sie zu einen seriösen Stromanbieter

Nur unseriöse Stromanbieter bereiten ihren Kunden Probleme bei der Kündigung des Stromvertrags. In der Vergangenheit haben sich Verbraucher insbesondere über die Stromanbieter 365 AG (immergrün), BEV, ExtraEnergie, Fuxx Sparenergie (Grüner Funke), Primastrom, Stromio und Voxenergie beschwert. In diesen Fällen rate ich zu besonderer Vorsicht und empfehle zukünftig seriösere Stromanbieter zu wählen. Eine Liste mit seriösen und unseriösen Stromanbietern habe auf Basis einer Beschwerdestatistik, einer ausführliche AGB-Analyse und vier Stromanbieter-Tests zu Service-Qualität für Sie zusammengefasst.

seriöse Stromanbieter finden

Schritt 2: Prüfen Sie, ob eine Kündigungsbestätigung eingegangen ist.

Im Kündigungsschreiben fordern Sie Ihren Anbieter auf, Ihnen eine Kündigungsbestätigung zu erteilen. Mit der Kündigungsbestätigung können Sie Ihre Kündigung nachweisen und Ihnen wurde bestätigt, ab wann Sie zu einen neuen Stromanbieter wechseln können. Solange Ihnen diese nicht vorliegt, können Sie nicht sicher sein, dass die Kündigung angenommen wurde.

Schritt 3: Liegt Ihnen keine Kündigungsbestätigung vor, kündigen Sie erneut per Einschreiben/Einwurf

Sofern Sie keine Kündigungsbestätigung erhalten, sollten Sie erneut rechtssicher per Brief mittels Einschreiben/Einwurf kündigen. Mittels Einschreiben/Einwurf können Sie nämlich nachweisen, dass Ihr Schreiben an den Empfänger übergeben wurde.

Fragen & Antworten zu „Stromanbieter kündigen“:

Welche Stromanbieter bereiten Probleme beim kündigen?

Grundsätzlich können immer Fehler beim Kündigen passieren. Daher sollten Sie stets selber und möglichst frühzeitig kündigen. Bei einigen Stromanbietern treten allerdings auffällig häufig „Fehler“ auf. Insbesondere bei diesen Stromanbietern sollten Sie meine Hinweise sorgfältig befolgen: Fuxx Sparenergie (inkl. Grüner Funke), ExtraEnergie, Stromio, 365 AG (inkl. immergrün), Primastrom und Voxenergie.

Stromanbieter kündigen: Vorsicht bei diesen Anbietern!

Welche Besonderheiten gelten bei einem Sonderkündigungsrecht, z.B. bei Preiserhöhungen?

Wenn Ihnen ein Sonderkündigungsrecht vorliegt (etwa bei Preiserhöhungen oder Wohnungswechsel, sofern der Anbieter dies aus Kulanz in seinen AGBs gewährt), sollten Sie Ihr Recht auf außerordentliche Kündigung gegenüber Ihrem bisherigen Versorger selber vornehmen. Zwar kann Ihr neuer Anbieter dies für Sie übernehmen. Im Gegensatz zur ordentlichen Kündigung steht das Recht auf außerordentliche Kündigung i.d.R. nur Ihnen zu. Zudem müssen Sie sich beeilen, da Stromanbieter Ihren Kunden häufig nur zweiwöchige Kündigungsfristen gewähren. Wenn etwas bei der Kündigung durch Ihren neuen Versorger schief läuft (z.B. wegen fehlender Vollmachten), ist diese Frist schnell abgelaufen. Auch ich hatte Schwierigkeiten bei der Kündigung mit Hilfe des neuen Stromanbieters (siehe hier mehr zu meinen Erfahrungen). Mein neuer Versorger kannte die Vertragsdetails nicht, wodurch sich mein Vertrag mit dem bestehenden Stromanbieter um ein ganzes Jahr verlängerte.

Wie lange gilt Sonderkündigungsrecht bei Strompreiserhöhung?

Sie müssen vor Wirksamwerden der Preiserhöhung schriftlich kündigen. Haben Sie mehr als 3 Wochen Zeit, empfehle ich zunächst per E-Mail zu kündigen. Bleibt die Kündigungsbestätigung aus, haben Sie noch genügend Zeit, per Einschreiben/Einwurf Ihre Kündigung rechtssicher zu belegen.

Ist Umzug ein Sonderkündigungsrecht?

Grundsätzlich haben Sie kein Sonderkündigungsrecht, wenn Sie umziehen. Viele Stromanbieter räumen Ihren Verbraucher allerdings eines ein. Schauen Sie daher in Ihren AGBs unter „Umzug“ nach.

Wenn Ihnen kein Sonderkündigungsrecht eingeräumt wird, melden Sie Ihrem Anbieter so früh wie möglich, dass Sie umziehen. Der Anbieter wird Sie am neuen Wohnort weiter versorgen. Sollte dieser dort höhere Preise verlangen, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht aufgrund der Preiserhöhung.

Wann kann ich meinen Stromanbieter kündigen?

Sie können Ihren Stromanbieter zu jeder Zeit kündigen. Um Probleme bei der Kündigung auszuschließen, sollten Sie mindestens 1 Monat vor Kündigungsfrist (diese beträgt meistens 6 Wochen) kündigen.

Kündigen Sie zunächst per Brief und Fax. Wenn Sie innerhalb von 2 Wochen keine Kündigungsbestätigung erhalten, haben Sie noch genügend Zeit, postalisch per Einschreiben/Einwurf zu kündigen.

Wenn Sie durch den Grundversorger mit Strom beliefert werden, beträgt die Kündigungsfrist 2 Wochen.

Kann man Strom per Email kündigen?

Ja, Sie können Ihren Stromanbieter per E-Mail kündigen. Leider bereiten einige Stromanbieter Ihren Kunden Probleme. Um eine ungewollte Verlängerung Ihres Vertrages auszuschließen, sollten Sie mindestens 1 Monat vor Kündigungsfrist (diese beträgt meistens 6 Wochen) kündigen. Denn bei Problemen haben Sie noch genügend Zeit, postalisch per Einschreiben/Einwurf zu kündigen.

Kann man Strom online kündigen?

Ja, Sie können Ihren Stromanbieter online kündigen – per Email oder über das Kundenportal. Leider bereiten einige Stromanbieter Ihren Kunden Probleme. Um eine ungewollte Verlängerung Ihres Vertrages auszuschließen, sollten Sie mindestens 1 Monat vor Kündigungsfrist (diese beträgt meistens 6 Wochen) kündigen. Denn bei Problemen haben Sie noch genügend Zeit, postalisch per Einschreiben/Einwurf zu kündigen.

Was bedeutet Textform bei Kündigung?

Textform bedeutet, dass Sie Ihre Kündigung per Brief, E-Mail, Fax oder in ähnlicher Form (z.B. WhatsApp) übermitteln müssen. Schriftform hingegen bedeutet, dass ein unterschriebener Brief notwendig ist – diese Form ist jedoch für Strom- und Gasanbieter nicht mehr vorgeschrieben

Haftungsausschluss: Trotz aller Sorgfalt kann dieser Text und Inhalte auf der Internetseite Fehler enthalten. Es handelt sich ferner nicht um eine Beratungsleistung, sondern um die Meinung des Autors. Jeder Verbraucher sollte seinen spezifischen Sachverhalt selbstkritisch prüfen. Bei den genannten Verbraucherbeschwerden stützt sich der Autor auf die Seite de.reclabox.com.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Kündigung Ihres Stromvertrags gemacht? Hinterlassen Sie einen Kommentar, um anderen Betroffenen zu helfen!

18 Gedanken zu „Stromanbieter kündigen

  • 28. Oktober 2019 um 15:50
    Permalink

    Hallo Herr Moeschler,

    am Donnerstag, dem 24.10.2019, um 11:27, erhielt ich einen Anruf von einem Herrn Schallock (Telefon-Nr. 0176/55979112) der Firma primastrom GmbH.

    Er unterbreitete mir folgendes Angebot:
    Anstatt des zu zahlenden Betrages i.H. von 93,- € monatlich an die Stadtwerke Erkrath, betrug der von ihm angebotene Strombetrag 82,- € monatlich.
    Im Laufe des Telefongesprächs wollte er von mir die Kundennummer und die Zählernummer wissen. Da ich terminlich unter Zeitdruck stand bat ich darum, ihn zurückzurufen.
    Dies lehnte er jedoch sofort mit der Begründung ab, dann würde ich mich evtl. in der Warteschleife mit noch mehr Zeitaufwand befinden, und er wollte warten.
    Da ich die Zählernummer nicht direkt griffbereit hatte, habe ich ihm lediglich die Kunden-Nr. und (dummerweise, auch meine Konto-Nr. ) durchgegeben. Er wußte um unsere Telefon-Nr., die Kündigungsfrist sowie die Anzahl der Personen in unserem Haushalt.

    Nachdem ich mich später im Internet über die Analyse Deuschland GmbH und prima eco Bonus von primastrom GmbH, kundig gemacht habe (nur negative Bewertungen), hege ich nun den Verdacht, einem Betrug aufgesessen zu sein.

    Seitens der primastrom GmbH werden mir in den nächsten Tagen Unterlagen zugehen. Ich werde dies gemäß Fernabsatzvertrag vorsorglich fristgerecht widerrufen/kündigen.

    Meinen jetzigen Strom-Anbieter (Stadwerke Erkrath), habe ich schon informiert und auch die Bundesnetzagenur habe ich über dieses dubiose Telefonat informiert.

    Was kann ich noch unternehmen, um aus dieses Sache unbeschadet rauzukommen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Hilmar Bölitz

    Antworten
  • 26. Oktober 2019 um 01:35
    Permalink

    Seit dem 01.07.2018 bin ich über Verivox bei Immergrün! 365AG
    mit dem GAS-Tarif „Spar Gas Klassik Premium 12“ mit folgenden Konditionen:

    4,49 c/kw/h Verbrauchspreis 130,63 EUR Grundpreis p.a.

    Vereinbarte Boni über Verivox: (bei 30.000 kw/h Gas)
    160 EUR Sofortbonus (fällig sofort ab Belieferung)
    15% Neukundenbonus 221,85 EUR (fällig nach 12 Monaten)

    Abschlagszahlungen 139 EUR monatlich.

    Der Sofortbonus in Höhe von 160 EUR wurde mir nie ausgezahlt.
    Mit der Jahresabrechnung am 30.06.2019 wurde mir der Neukundenbonus nicht abgezogen.
    Immergrün! schuldet mir bis heute an BONI 381,85 EUR
    Die Jahresrechnung in Höhe von 1.479,55 EUR wurde mit einer Rückzahlung in Höhe von 188,45 EUR beglichen.
    Anstatt jetzt die Abschlagszahlungen auf 124 EUR zu reduzieren, erhöhte Immergrün die Abschläge selbständig auf 151 EUR.

    Auf meine telefonische Nachfrage hin am 16.10.2019, teilte man mir am Telefon mit, ich wäre seit dem 01.07.2019 im neuen Tarif mit folgenden Konditionen
    5,90 c/kw/h Verbrauchspreis (Preiserhöhung 31,4%) 130,63 EUR Grundpreis p.a.

    Dieses Schreiben wäre mir am 15.04.2019 postalisch zugestellt worden.
    Leider habe ich dieses Schreiben nie bekommen!
    Weder per Post, noch per E-Mail und auch nicht im online immergrün Kunden Postfach! Dieses Schreiben wurde mir niemals zugestellt!
    Am 23.10.2019 erhielt ich dann auch dieses Schreiben per E-Mail. (das mit dem Osterhasen drauf)

    Da mir die überfälligen Boni in Höhe von 381,85 EUR bis heute nicht ausgezahlt oder verrechnet wurden, habe ich am 23.10.2019 2 Abschlagszahlungen in Höhe von je 151 EUR zurück buchen lassen. Damit schuldet mir Immergrün noch immer 79,85 EUR. Eine Anpassung der Abschlagszahlungen hat bisher auch nicht stattgefunden.

    Meine dringenden Fragen:

    Wie gehe ich jetzt dagegen vor und wehre mich gegen diese Preiserhöhung die mir am 15.04.2019 nicht zugestellt wurde, denn ansonsten hätte ich sofort von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht)

    Ab wann gilt die Preiserhöhung die mir am 23.10.2019 mitgeteilt wurde?

    Zu welchem Datum kann ich kündigen und von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen?

    Was schlagen sie vor?

    Vielen herzlichen Dank
    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten
  • 29. Dezember 2018 um 18:11
    Permalink

    Mein Einwurfeinschreiben an die BEV , das ich am 21.12. verschickt habe, befindet sich laut Sendungsstatus immer noch in Zustellung. Und nun?

    Antworten
    • 31. Dezember 2018 um 18:19
      Permalink

      Mein Einwurfeinschreiben an die BEV, das ich am 20.12. verschickt habe, befindet sich laut Sendungsstatus immer noch in Zustellung – ein weiteres – eine Woche später ebenfalls. Und nun? Unmöglich!

      Antworten
  • 19. Dezember 2018 um 22:14
    Permalink

    Ja Leut, wie schaut es denn bei der Kündigung mit der erteilten Einzugsermächtigung per Lastschrift aus? Die würde ich mal zeitgleich ganz geschmeidig zum Ende des Belieferungszeitraumes/Vertrages im Zuge der Kündigung gleich mit widerrufen und untersagen. Wenn später fehlerhaft endabgerechnet wird, ist der Energieversorger nicht mehr berechtigt einfach abzubuchen. Ich kann die Endrechnung prüfen, nicht erstattetes Guthaben abziehen, Fehler reklamieren… und der Versorger ist auf meine Einzelüberweisung angewiesen. Komplette Rücklastschrift als Weigerung zur Zahlung von Einzelposten einer Rechnung ist immer blöd. Abgelesen wird der Verbrauch zum Ende des Vertrages. Abrechnung erfolgt nach §40 Abs.4 EnWG spätestens 6 Wochen nach Abrechnungsperiode. Und da ist der Anbieter schon lange nicht mehr berechtigt von meiem Konto abzubuchen.
    @Hallo Verbraucherhilfe: Das gehört für mich zwingend gleich ins Kündigunsschreiben und spart nochmal echt viel Ärger

    Antworten
    • 19. Dezember 2018 um 22:20
      Permalink

      Ja, das Beste habe ich euch noch gar nicht erzählt:
      Ich habe zwei Verträge mit Ärger bei der BEV und einen bei Fuxx Sparenergie
      Gruß Elvira

      Antworten
  • 16. Oktober 2018 um 14:56
    Permalink

    Finde diese Seite hier sehr informativ und hilfreich für viele Stromkunden hier, die Rat suchen und Opfer von gierigen und unseriösen Stromversorgern sind
    Ein großes Lob und Dankeschön an Dr. Moeschler!

    Bin seit diesem Jahr (01.01.2018) bei der BEV Energieversorgungsgesellschaft und bei mir hat der Wechsel vom alten Stromanbieter reibungslos geklappt. Trotz tollem Preis-Leistungsverhältnis, die sie anboten, war ich dennoch skeptisch in Bezug auf Kündigung und versteckte Kosten, die auf mich zukommen könnten. Zudem haben mich die negativen Erfahrungen anderer Kunden bei der BEV sehr verunsichert.
    Glücklicherweise bin ich nach der Recherche auf diese Seite hier gestoßen und die Kündigung bei BEV lief ohne Probleme.
    Nach etwa mehr als 2 Wochen ist die Kündigungsbestätigung per Post bei mir heute angekommen. Hatte die Kündigungsvorlage hier benutzt und via E-Mail an BEV geschickt.

    Manchmal ist es besser, wenn man bei seinen aktuellen Stromanbieter rechtzeitig selbst kündigt als sich auf den neuen Stromanbieter für diese Aufgabe zu verlassen.

    Antworten
  • 4. Oktober 2018 um 10:37
    Permalink

    ich habe den Kündigungstermin irrtümlich mit 30.9.2018 geschrieben, es ist der 30.9.2019 .
    Entschuldigung

    Antworten
  • 4. Oktober 2018 um 10:35
    Permalink

    Ich habe gerade die Endabrechnung von Grüner Funke (gehört zur FUXX Sparenergie) erhalten und bin fassungslos. Die haben – ohne Ankündigung – um 70 % den Arbeitspreis erhöht. Letztes Jahr 0,184164 Euro und nun 0,317647 €. Wir sollen 454,84 € nachzahlen.
    Was soll ich jetzt tun? Das ausserordentliche Kündigungsrecht kann ich noch anwenden?? Ich konnte es ja nicht tun, das ich von der Preiserhöhung keine Ahnung hatte. Der nächste Kündigungstermin wäre der 30.9.2018.
    1. Soll ich sofort kündigen als aussergewöhnlich?
    2. muss ich die Nachzahlung tatsächlich zahlen? Ich habe per eMail gedroht, den Betrag
    zurückzubuchen.
    3. Ab wann kann ich mir einen neuen Anbieter suchen?

    Antworten
  • 21. August 2018 um 11:32
    Permalink

    Mein Fuxx Anbieter hat nach Ablauf des Jahres ohne korrekte Ankündigung eine Preisanpassung von 27 auf 35 Cent mit erhöhter Abschlagszahlung gemacht. Sie hätten mir angeblich die Erhöhung per Post zugesandt, die ich nicht erhalten habe. Bin darum von den alten Konditionen ausgegangen und bin in Widerspruch gegangen mit bitte der Kürzung der erhöhten Abschläge nach den tatsächlichen Verbrauch mit alten Konditionen. Versorger hat mir plötzlich außerordentliche Kündigung angeboten, ich habe Einzugsermächtigung zurückgenommen, um kleinere Abschläge nach alte Konditionen bis Vertragsende (März 2019) zu zahlen. Der Versorger fordert aber weiterhin 70€ und ich wollte jetzt 59 € in Dauerauftrag zahlen. Kann der Versorger schon Inkassounternehmen einsetzen, wenn ich geringere Abschläge zahle?

    Antworten
    • 21. August 2018 um 17:45
      Permalink

      machen Sie deutlich, dass Sie den unstrittigen Betrag zahlen werden und tun Sie dies auch. Gegen den strittigen betrag sollten Sie sich wehren. Bei Bedarf zeige ich Ihnen, wie! Schreiben Sie mich einfach per E-Mail an (siehe Impressum).

      Antworten
  • 21. August 2018 um 08:45
    Permalink

    Hallo Herr Dr. Moeschler,
    ich hoffe Sie können mir weiterhelfen. Ich habe meinen Stromliefervertrag bei immergrün wegen einer Preiserhöhung fristgerecht gekündigt. Allerdings habe ich offensichtlich vergessen in der Kündigung auf mein Sonderkündigungsrecht hinzuweisen (Es ist nicht immer gut, Muster aus dem Internet zu verwenden.). Deshalb hat immergrün gestern bei mir angerufen und meinten, die Kündigung wäre zwar eingegangen, aber ungültig aus genanntem Grund. Sie haben mir dann angeboten, in einen anderen Tarif zu wechseln mit den gleichen Konditionen meines alten Vertrages ohne Preiserhöhung, dieser hätte jedoch eine Mindestvertragslaufzeit von 2 Jahren. Meine Frage: Ist es rechtlich dringend erforderlich im Kündigungsschreiben auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen? Danke für Ihre Hilfe!

    Antworten
    • 21. August 2018 um 17:41
      Permalink

      Ich bin leider kein Jurist. Zudem würde mich interessieren, ob Sie zumindest den Anlass der Kündigung genannt haben. Ich vermute es ist ausreichend, wenn der Verbraucher den Grund der Kündigung nennt, aber das Wort „Sonderkündigungsrecht“ nicht verwendet. Daraufhin habe ich einen Juristen gefragt und er war sich „recht sicher“, dass sogar das noch nicht mal notwendig wäre. Anscheinend reicht es, wenn der Verbraucher nur seinen Wunsch nach Kündigung zum Ausdruck bringt.
      Anhand meiner Formulierung erkennen Sie, dass ich mir nicht 100%ig sicher bin…
      Das Angebot klingt positiv. Ich vermute aber einen Haken. Sind die aktuellen Konditionen gut? Wenn Sie den Vertrag mit 2 Jahren abschließen, könnte der Stromanbieter jedoch den Preis im 2. Jahr erhöhen. Dann könnte Ärger vorprogrammiert sein.

      Antworten
  • 21. Juli 2018 um 20:40
    Permalink

    Zum Thema: Wie beweist man den Eingang eines Kündigungsschreibens?

    Um der Behauptung vorzubeugen, dass im Briefumschlag kein Kündigungsschreiben sonden nur Konfetti oder so drin wäre, verwende ich für schriftliche Kündigungen per Einschreiben grundsätzlich nur Fensterbriefumschläge. Wenn dann der Energieversorger später vor Gericht vorgibt, keine Kündigung erhalten zu haben, würde ich die Vorlage der kompletten Briefsendung samt Umschlag verlangen. Wird das nicht gemacht, so ist wegen der Vorenthaltung oder Vernichtung von Beweismitteln zumindest die Glaubwürdigkeit des Versorgers nachhaltig erschüttert. Sofern man dann selber noch eine Kopie des tatsächlichen Schreibens vorlegen kann, sehe ich keinen Grund mehr, warum einem dann nicht geglaubt werden soll.

    Antworten
  • 29. April 2018 um 04:38
    Permalink

    Hallo Herr Dr. Moeschler,

    mein 2ter Beitrag bereits, lediglich mit dem Hinweis zu Ihren Ausführungen zum Sonderkündigungsrecht:
    In den AGB´s von z.B. immergrün! (Ableger von 365 AG) wird ein Sonderkündigungsrecht durch Wohnungswechsel ausgeschlossen. Ich bin kein Jurist. Las allerdings an glaubwürdiger Stelle im Netz, dass Wohnungswechsel für ein Sonderkündigungsrecht wohl nur beim Grundversorger generell rechtlich durchsetzbar ist.
    Das hierzu, weil sie in Klammern 2 Beispiele erwähnen, die ein Sonderkündigungsrecht darstellen würden. Darunter der Wohnungswechsel.

    mit freundlichem Gruß, Thomas M.

    Antworten
    • 30. April 2018 um 14:50
      Permalink

      Da haben Sie Recht!
      Ich habe den Text ein wenig ergänzt, um klarzustellen, dass ein Sonderkündigungsrecht nicht immer zwangsläufig gegeben ist.
      Vielen Dank!

      Antworten
  • 21. März 2018 um 11:36
    Permalink

    Ich habe am 23.11.2017 per Einschreiben/Einwurf den Stromvertrag bei immergrün AG fristgerecht zum 31.01. 2018 (12 Monate Vertragslaufzeit/ Kündigungsfrist 6 Wochen) gekündigt.
    Immergrün ignorierte die Kündigung und setzte den Vertrag einfach fort. Den von uns neu gewählten Anbieter wurde mitgeteilt, dass wir erst zum 1.02.2019 wechseln können.
    Nach unzähligen e-mails und Telefonaten wurde mir heute am Telefon von immergrün gesagt, dass wir zum 3.04.2018 bei ihnen gekündigt sind. Bis aktuell warte ich auf die Kündigungsbestätigung per e-mail, die ich benötige um zum neuen Anbieter zu wechseln. Laut Telefonauskunft soll diese mir schon gestern zugegangen sein. Langsam bin ich am verzweifeln.

    Antworten
    • 21. März 2018 um 13:20
      Permalink

      Es ist sehr gut, dass Sie per Einschreiben/Einwurf gekündigt haben. So können Sie nachweisen, dass Sie tatsächlich gekündigt haben.
      An Ihrer Stelle würde ich eine 7-tägige Frist zur Bestätigung der Kündigung setzen. Es besteht jedoch auch dann die Gefahr, dass Sie die Kündigungsbestätigung zu spät erhalten und deshalb unfreiwillig in den Grundtarif rutschen.

      Ich gehe nicht davon aus, dass eine Beschwerde auf Reclabox, das Einschalten der Schlichtungsstelle oder weitere Telefonate den Prozess bei immergrün beschleunigen werden. Tut mir leid, dass ich Ihnen keinen echten Tipp geben kann.

      Antworten

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