Grund- und Ersatzversorgung verhindern – keine Kündigung notwendig
EnBW erhöht die Grundversorgung um 31% auf ca. 36 Cent/kWh und die Ersatzversorgung sogar auf 58 Cent.
Wenn Sie in der Grund- oder Ersatzversorgung sind, dann sollten Sie sich einen günstigeren Anbieter suchen. Dieser übernimmt die Kündigung für Sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Zum Zeitpunkt der Preiserhöhung sind die auf den Vergleichsportale aufgeführten Anbieter deutlich teurer. Zudem sehe ich es kritisch, dass dort die genauen Preise (z.B. der Arbeitspreis) m.E. nicht transparent dargelegt werden.
Es gibt allerdings günstigere Stromtarife, mit denen betroffene Kunden sparen können.
Ihre besten Tarif-Alternativen
* In diesen Fällen ist aktuell das Vergleichsportal Verivox am günstigsten. Preise variieren nach Verbrauch und PLZ.
EnBW kündigen: per E-Mail in 2 Minuten
Per E-Mail ([email protected]) kündigen Sie EnBW am schnellsten. Haben Sie weniger als 3 Wochen? Dann kündigen Sie per FAX (0721 72586-101) oder rechtssicher per Einschreiben. Die Kündigungsfrist beträgt gewöhnlich bis 6 Wochen. Zeit sparen Sie mit den Vorlagen.
Ihre Kündigungsmöglichkeiten:
E-Mail: [email protected]
– sehr schnell, geringe Sicherheit
Kundenportal: LINK
– sehr geringe Sicherheit
– deutlich umständlicher als per E-Mail
Fax: 0721 72586-101
– aufwendiger, dafür sicherer als E-Mail
postalisch per Einschreiben / Einwurf:
Anschrift: EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Durlacher Allee 93, 76131 Karlsruhe
– rechtssicher
– am aufwendigsten; Kosten: 3€
Weiterführende Hinweise und Erläuterungen zu den Kündigungsalternativen finden Sie unten auf der Seite.
Wie kündige ich am besten?
Entscheidend ist, wann Ihre Kündigungsfrist von EnBW ausläuft:
4 Wochen vor Kündigungsfrist sollten Sie per E-Mail kündigen. Dies geht schnell, ist kostenlos und in den allermeisten Fällen ausreichend.
Bei weniger als 10 Tage sollten Sie vorsichtshalber direkt per Einschreiben/ Einwurf kündigen. Es ist gut möglich, dass Sie nicht mehr rechtzeitig eine Kündigungsbestätigung erhalten. Diese Alternative ist rechtssicher, kostet jedoch 3 € und ist zeitaufwendiger.
Wenn Sie weniger als 3 Tage haben, dann wäre eine alleinige Kündigung per Einschreiben/Einwurf riskant. Schließlich könnte das Einschreiben zu spät bei EnBW eintreffen. Kündigen Sie daher zusätzlich per Fax und ggf. auch noch über das Kundenportal.
Ich selber gehe so vor und auch andere Verbraucher nutzen diese effiziente Vorgehensweise. Ich habe diese Erkenntnisse aus Empfehlungen der Verbraucherzentrale, aus Foren, vom Bund der Energieverbraucher und aus persönlichen Erfahrungen von Verbrauchern zusammengetragen und weiterentwickelt.
E-Mail-Vorlage
Senden Sie den folgenden Text über [email protected]
Betreff: Kündigung meines Vertrags
Kundennummer: [Ihre Nummer]
Zählernummer: [Ihre Zählernummer]
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich meinen oben genannten Vertrag mit EnBW fristgerecht zum xx.xx.2021 / [zum nächstmöglichen Zeitpunkt].
Bitte senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung innerhalb von 14 Tagen zu und nennen Sie mir das Vertragsende. Bitte sehen Sie davon ab, mich als Kunden zurückgewinnen zu wollen.
Viele Grüße, [Ihr Name]
Wenn Ihr Vertrag zum 1.6.2020 begann, dann ist der Kündigungstermin der 31.05.2021 bei einem 1-Jahresvertrag.
Kündigung aufgrund einer Preiserhöhung
Bei einer Preiserhöhung steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu. Tauschen Sie in diesem Fall den ersten Satz aus und schreiben Sie im Betreff „Kündigung aufgrund Preiserhöhung“, um Ihr Sonderkündigungsrecht deutlich hervorzuheben.
aufgrund Ihrer Preiserhöhung wirksam ab xx.xx.2021 kündige ich fristgerecht einen Tag vor Wirksamwerden der Preiserhöhung meinen Liefervertrag bei Ihrem Unternehmen.
Vorlage für Einschreiben
Die jeweilige Vorlage öffnen Sie durch Klick auf das Bild. Es öffnet sich ein vorausgefülltes PDF. Ergänzen Sie Ihre Daten und unterschreiben Sie es. Ich empfehle den Versand als Einschreiben/Einwurf.
Wann kann ich EnBW kündigen?
Wenn Ihnen EnBW als Versorger zugeordnet wurde und Sie das Unternehmen nicht aktiv ausgewählt haben, dann befinden Sie sich in der Grundversorgung. Sie können Ihren Vertrag jederzeit mit einer Kündigungsfrist von 2 Wochen kündigen.
Wenn Sie jedoch aktiv zu EnBW gewechselt sind und einen Vertrag abgeschlossen haben (z.B. über Verivox), dann liegt ein sogenannten „Sondervertrag“ vor. Es gelten die Kündigungsfristen, die mit Ihnen vertraglich vereinbart wurden.
Kündigungsfristen von EnBW
In der Grundversorgung beträgt die Kündigungsfrist 2 Wochen, bei Sonderverträgen gewöhnlich 6 Wochen. Ihre individuellen AGBs können jedoch davon abweichen. Bei Bedarf sollten Sie in Ihren Vertragsunterlagen nachschauen.
AGBs von EnBW (01/2021) – 2(1)
„Sowohl Sie als auch die EnBW können mit einer Frist von 6 Wochen auf das Ende der Laufzeit kündigen.“
Ihren Anbieter EnBW können Sie direkt nach Versorgungsbeginn bis zu Ihrer Kündigungsfrist kündigen. Damit ich meine Kündigung nicht vergesse, kündige ich stets zeitnah nach Versorgungsbeginn. Dies empfehle ich auch Ihnen.
EnBW kündigen bei Umzug?
Wahrscheinlich kein Sonderkündigungsrecht!
Im Grundversorger-Tarif haben Sie auf jeden Fall eine 2-wöchige Kündigungsfrist. Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie auch in jedem Falle, wenn EnBW Sie nicht weiter beliefern kann (z.B. Sie ziehen ins Ausland oder zu jemand anderes ein). Der alleinige Umstand, dass Sie umziehen, ermöglicht Ihnen laut den aktuellen AGBs jedoch nicht zur Sonderkündigung.
AGB EnBW (Stand: 01/2020): „3 (1) Ihr Stromlieferungsvertrag wird nach Maßgabe von Punkt 3 Absatz 3 dorthin zu dem von Ihnen angegebenen Einzugsdatum übertragen. Die EnBW übernimmt gegenüber den zuständigen Stellen, z. B. dem Netzbetreiber und dem Messstellenbetreiber, alle Formalitäten, um die Belieferung an der neuen Lieferadresse sicherzustellen. Die notwendigen Informationen zum Umzug können Sie der EnBW in Textform (z. B. per Brief, Fax oder E-Mail), telefonisch oder auf der Homepage der EnBW (www.enbw.com) mitteilen.“
Sie sollten EnBW Ihren Umzug möglichst frühzeitig mitteilen. Nutzen Sie meine zur E-Mail-Vorlage oder den Umzugsservice von EnBW.
Weiterführende Hinweise:
A) Diese 4 Punkte sollten Sie nach Ihrer Kündigung tun.
1. Wechseln Sie zu einen meiner empfohlenen Anbietern
Ich selber wechsle jährlich meinen Stromanbieter. Ich wähle nur Unternehmen, die ein geringes Insolvenzrisiko haben (aufgrund Eigentum an Netzinfrastruktur), verbraucherfreundliche AGB-Klauseln haben sowie in Stromanbieter-Tests zu Service-Qualität insgesamt gut abschneiden. Seitdem hatte ich nie wieder ein Problem.
In dieser Liste habe ich Ihnen zusammengestellt, welche Strom- und Gasanbieter ich empfehle.

2. Achten Sie darauf, dass Sie eine Kündigungsbestätigung erhalten.
Sie müssen die Kündigung nachweisen können. Dies können Sie mit der Kündigungsbestätigung tun. Wenn Ihnen keine Kündigungsbestätigung kurz vor Kündigungsfrist vorliegt, dann kündigen Sie bitte rechtssicher per Einschreiben / Einwurf, sodass Sie mit dem Rückschein die versendete Kündigung nachweisen können.
3. Notieren & melden Sie Ihren Zählerstand zum Wechseldatum
Am Tag, an dem Ihr alter Vertrag endet, sollten Sie den Zählerstand notieren und dem Netzbetreiber melden. Sie können den Zählerstand zusätzlich Ihrem Energieversorger übermitteln. Vorsichtshalber können Sie den Zählerstand auch fotografieren, um diesen besser nachweisen zu können.

4. Kontrollieren Sie die Abrechnung & Guthabenauszahlung
Spätestens 6 Wochen nach Vertragsende muss Ihr Energieversorger die Abrechnung erstellt haben. Das Guthaben ist zeitnah auszuzahlen. Die Abrechnung können Sie auf dieser Seite mit meinem kostenlosen Excel-Tool überprüfen. Dort können Sie auch meine Beschwerde-Vorlage kopieren. Erfahrungsgemäß sind die häufigsten Fehler falsche Zählerstande, fehlende Boni sowie zu hohe Arbeits- und Grundpreise.
B) Deshalb sollten Sie rechtzeitig und selber kündigen!
Ihr neuer Stromanbieter kann für Sie die Kündigung übernehmen. Weil allerdings in der Vergangenheit einige Verbraucher Probleme mit der Kündigung und dem Vertragswechsel hatten, empfehle ich Ihnen aus folgenden Gründen, die Kündigung selber in die Hand zu nehmen:
- Sie kennen Ihre Vertragsdetails und Sie können selber sicherstellen, dass die Kündigungsfristen eingehalten werden.
- Wenn Ihr neuer Anbieter Sie nicht versorgen möchte (dies passiert zunehmen häufiger), dann wird auch keine Kündigung ausgesprochen.
- Insbesondere bei zeitnahen Kündigungsfristen und wenn Sie Ihr Sonderkündigungsrecht (z.B. aufgrund einer Preiserhöhung) wahrnehmen wollen, sollten Sie daher stets selber Ihre Anbieter kündigen.
C) Was ist am besten? Per E-Mail / Fax / Brief / Einschreiben / über das Kundenportal kündigen?
Am besten ist eine Kündigung, die schnell und kostenlos sowie rechtssicher ist. Am schnellsten ist die Kündigung per E-Mail. Diese ist jedoch nicht rechtssicher, im Gegensatz zum Einschreiben/Einwurf (deutlich zeitaufwendiger und teurer mit 3 €). Da EnBW ein seriöser Anbieter ist und Verbraucher nur sehr wenige Beschwerden äußern, empfehle ich grundsätzlich, per E-Mail zu kündigen. Nur wenn Sie auf sicher gehen wollen, würde ich eine Kündigung per Einschreiben versenden.
Verbraucher sind in der Beweispflicht, dass ihre Kündigung dem Empfänger (also dem Energieversorger) zugegangen sind. Seit dem 01.10.2016 muss der Stromanbieter Kündigungen per E-Mail oder Fax akzeptieren (der §309 Nr. 13 BGB wurde angepasst, sodass nun keine strengeren Anforderungen als die Schriftform zulässig sind).
Eine Kündigung per E-Mail geht dem Energieversorger zu, wenn diese in seine Mailbox gelangt (OLG Köln, AZ: 3 U 167/05). Die Tatsache, dass der Verbraucher den Versand der E-Mail beweisen kann, ist noch kein Beweis, dass die Kündigung dem Energieversorger auch tatsächlich zugegangen ist (OLG Köln, AZ: 7 U 28/08).
Die Kündigung per Fax ist ein wenig rechtssicherer als die Kündigung per E-Mail einzustufen, da der Absender eine Sendungsbestätigung erhält. Der Nachweis, dass das Faxgerät des Empfängers auch störungsfrei funktioniert hat, ist hingegen nicht nachweisbar. Ob die Sendungsbestätigung als Nachweis ausreicht, ist in der Rechtsprechung unterschiedlich ausgelegt worden. Als ausreichend sah dies z.B. das OLG München, AZ: 15 W 2631/98 und das AG Schleiden, AZ: 10 C 85/08 an.
Die Kündigung per Brief sehe ich als ungeeignet an. Diese Form der Kündigung ist zeitaufwendig und nicht rechtssicher. Bei einigen Anbietern wurden Kündigungen per Brief schlichtweg ignoriert und der Verbraucher hatte keinen Nachweis, dass die Kündigung dem Empfänger zugstellt wurde.
Die Kündigung per Einschreiben/Einwurf ist die sicherste Kündigungsform. Sie erhalten von der Post einen Rückschein, der den Einwurf Ihrer Sendung bestätigt. Aktuell fallen Ihnen hier 3 € kosten an.
Es gibt verschiedene Einschreiben. Ich empfehle den Einwurf, denn bei der Option „Eigenhändig“ oder „Rückschein“ muss der Empfänger den Erhalt unterschreiben. Es soll vorgekommen sein, dass einige Stromanbieter genau dies verweigert haben, sodass die Zustellung nur mit Verzögerung erfolgte.
D) Ihre Sonderkündigungsrechte

Sie können regulär kündigen (z.B. nach 12 Monaten), aber auch, wenn Sie ein Sonderkündigungsrecht haben. Am häufigsten kündigen Verbraucher außerordentlich, wenn eine Preiserhöhung vorliegt. Aber auch bei Änderungen der AGBs oder wenn der Versorger seinen vertraglichen Pflichten trotz Mahnung nicht nachkommt, steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu. Im falle eines Umzugs steht Ihnen bei EnBW gewöhnlich kein Sonderkündigungsrecht zu.
Wenn Sie außerordentlich kündigen möchten, dann weisen Sie Ihren Anbieter auf ihr spezifisches Sonderkündigungsrecht hin und begründen See dies gegebenenfalls.
Ihr Recht auf außerordentliche Kündigung gegenüber Ihrem bisherigen Versorger sollten Sie selber vornehmen. Zwar kann Ihr neuer Anbieter dies für Sie übernehmen. Im Gegensatz zur ordentlichen Kündigung steht das Recht auf außerordentliche Kündigung i.d.R. nur Ihnen zu. Zudem müssen Sie vor Wirksamwerden der Preiserhöhung oder AGB-Änderung gekündigt haben. Wenn etwas bei der Kündigung durch Ihren neuen Versorger schief läuft (z.B. wegen fehlender Vollmachten), ist diese Frist schnell abgelaufen.
Weiterführende Hinweise zu Ihren Sonderkündigungsrechten habe ich Ihnen auf dieser separaten Seite zusammengestellt.
E) Kündigungsbestätigung fehlt. Was tun?
Eine Bestätigung der Kündigung ist nicht nötig, damit diese wirksam wird. Die Beweispflicht der Kündigung liegt liegt jedoch bei Ihnen. Die Kündigung können Sie mit einer Kündigungsbestätigung nachweisen.
Da einige Anbieter Kündigungen ignorieren oder in der Vergangenheit ignoriert haben, ist ein solcher Nachweis wichtig. Wenn der Anbieter Ihnen trotz wiederholter Aufforderung keine Bestätigung zusendet, dann sollten Sie zusätzlich per Einschreiben/ Einwurf kündigen. Mit dem Rückschein können Sie den Erhalt Ihrer Kündigung nachweisen.
Wenn die Kündigungsfrist bereits abgelaufen ist, dann können Sie mit einer Online-Beschwerde oder der Schlichtungsstelle zu Ihrem recht kommen. Weiterführende Hinweise finden finden Sie auf dieser Seite.
Über EnBW:
EnBW gehört zu den viergrößten Energieversorgern in Deutschland. Ich schätze EnBW als seriös ein und die AGBs sind verbraucherfreundlich.