Schadenersatz von Stromio und gas.de / Grünwelt Energie einfordern

  • Wie Sie Schadensersatz von Stromio, gas.de, Grünwelt & Co. einfordern können, finden Sie HIER im Ratgeber. Bitte lesen Sie diesen vorab durch.
  • HIER finden Sie weitere Musterschreiben, z.B. bei vorzeitiger Vertragsauflösung, Preis- & Abschlagserhöhung, Fehler in der Abrechnung, fehlende Guthabenauszahlung etc.
  • Weiterführende Hinweise gibt es auf den Seiten zu Stromio, Gas.de (Grünwelt Energie) und immergrün

Am 24.01. kann Ihnen Strom-Tarife für ca. 30 Cent/kWh und Gas-Tarife ab 10,2 Cent/kWh vermitteln.
⇒ Bei Interesse erstelle ich Ihnen gerne eine
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Schadensersatzansprüche müssen konkret beziffert und belegt werden, ansonsten werden diese vor Gericht oder im Schlichtungsverfahren abgelehnt (siehe Beispiel). Konkret heißt dies, dass Sie tagesgenau die Mehrkosten zwischen den Vertragskonditionen von Ihren/m neuen Anbieter/n und den Vertragskonditionen mit Ihrem alten Anbieter berechnen müssen. Um diese Berechnung zu vereinfachen, habe ich dieses Excel-Tool entwickelt. Wichtig ist dann noch, dass Sie die Nachweise über die Tarifkonditionen 

  • Ihres alten Anbieters (z.B. immergrün),
  • Ihres Ersatzversorgers und
  • Ihres neuen Anbieters

sowie einen Nachweis über die Zählerstände 

  • für Beginn und Ende der Ersatzbelieferung sowie
  • Ende des ursprünglichen Vertragsendes Ihres Vertrags (also z.B. mit immergrün).

dem Schreiben beifügen. Dies wird deutlicher, wenn Sie sich die Kalkulation anschauen. 

Setzten Sie eine 14-tägige Frist.

Betreff:

Schadensersatzforderung aufgrund Vertragskündigung

E-Mail-Text

Kunden-Nr.: xxx
Vertrags-Nr.: xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrem Schreiben vom xx.12.2021 haben Sie den Energievertrag mit mir einseitig aufgekündigt. Anhand der Gründe, die Sie in Ihrem Schreiben aufführen, kann kein Sonderkündigungsrecht abgeleitet werden. Schließlich ist es Ihr unternehmerisches Risiko, zu welchen Konditionen Sie Ihre Energie einkaufen. Ein wesentlicher Grund gem. §314 BGB trifft in diesem Fall nicht zu.

Vor diesem Hintergrund mache ich mein Recht auf Schadensersatz geltend.

Nachfolgend finden Sie meine Kalkulation, um die Höhe des Schadensersatzes zu begründen.

Folgende Nachweise habe ich Ihnen zu diesem Schreiben beigefügt, um die Angaben in meiner Berechnung nachzuweisen:

Nachweise über die Tarifkonditionen:

  • mit Ihnen,
  • mit meinem Ersatzversorger und
  • meines neuen Anbieters

Nachweis über die Zählerstände:

  • für Beginn und Ende der Ersatzbelieferung sowie
  • Ende des ursprünglichen Vertragsendes mit Ihnen.

Ich fordere Sie hiermit auf, meiner Forderung auf Schadensersatz i.H.v. xx € nachzukommen und den Betrag auf mein Konto bis zum xx.xx.2022 auszuzahlen.

Meine Bankdaten lauten:

  • Kontoinhaber: (Vor- und Nachname)
  • IBAN:
  • BIC:

Mit freundlichen Grüßen

 

===

Es werden Fakten und die Meinung des Autors wiedergegeben. Trotz aller Sorgfalt wird jedoch keine Haftung übernommen. Es wird auch keine Rechtsberatung geleistet, weil rechtliche Sachverhalte lediglich allgemein dargestellt werden (RDG §2 III, Satz 5) ⇒ weiterführende Hinweise.

Musterschreiben: Schadensersatz gegen Stromio, gas.de / Grünwelt Energie

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12 Kommentare zu „Musterschreiben: Schadensersatz gegen Stromio, gas.de / Grünwelt Energie

  • 20. Januar 2022 um 14:57
    Permalink

    Hallo zusammen,

    da aktuell wirklich sehr viele von drastischen Preiserhöhungen betroffen sind, möchte ich gern auch meine Hilfe anbieten.

    Wir erstellen für euch völlig kostenlos ein Angebot, mit aktuell unschlagbaren Konditionen (Strom 25-28-30ct/kWh, Gas 7-9ct/kWh). Selbstverständlich inklusive der Preisgarantien.🏆

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    • Verbrauch
    • Postleitzahl
    • Aktueller Versorger

    Gerne können Sie mich unter folgender Rufnr.: 0152 24356129 über Whatsapp und telefonisch erreichen.

    Liebe Grüße
    Kevin Marc🍀

    Antworten
  • 16. Januar 2022 um 10:15
    Permalink

    Hallo,

    im der Zeile 40/D hat sich ein Fehler eingeschlichen. hier muss die Verknüpfung der Grundgebühr (C/30 bzw. E/30) getauscht werden.

    Antworten
  • 15. Januar 2022 um 11:46
    Permalink

    Guten Tag Herr Morscher,

    wir haben sowohl dem Stromanbieter (Stromio) sowie dem Gasanbieter (Grüngas) eine entsprechende
    Schadensersatzrechnung mit Fristsetzung 07.01.2022 übersandt.

    Bisher gab es keine Rückmeldung, außer der automatischen Mailantwort (Antwortzeit kann länger dauern… etc.).
    Gibt es bereits Erfahrungen wie hier seitens der Unternehmen weiter vorgegangen wird?
    Oder wird deren Taktik darin bestehen, die Ansprüche zu ignorieren?
    Im Voraus vielen Dank.
    VG

    Antworten
  • 10. Januar 2022 um 10:30
    Permalink

    Guten Tag, Herr Moeschler,

    ich habe erst am 10.12.21 um 13:10h via email die Information über die Kündigung meines Gasvertrages „mit Ablauf des 02.12.2021“ erhalten.

    meine 2 Fragen dazu:
    a) ist eine solche (nicht unterschriebene) Kündigung via Email von kundenservice@iw.gas.de überhaupt rechtswirksam?
    b) Da ich ja erst am 10.12. von der Kündigung erfahren habe, habe ich erst an diesem tag meinen Gaszähler abgelesen (und dem Netzbetreiber übermittelt). Welchen Wert muss ich also für den 02.12. 23:59h in Ihrer Exceltabelle eingeben? (eine eigene Schätzung zum 2.12. oder den Wert vom 10.12.)?

    herzlichen dank.

    Antworten
  • 9. Januar 2022 um 21:51
    Permalink

    Hallo,
    Vielen Dank für die Tabelle.
    Ich habe von gas.de nun die Schlussrechnung Erhalten und soll knapp 380€ Nachzahlen.
    Ich habe die Mehrkosten grob auf 400€ überschlagen (genaue Auswertung werde ich über Ihren Kalkulator noch durchführen). Kann ich dies mit der Schlussrechnung verrechnen.
    Ich möchte ungern derjenige sein, der das Geld einfordern muss.
    BG
    Becker

    Antworten
  • 9. Januar 2022 um 18:13
    Permalink

    Hier noch einmal meine Überlegung zu einer Schadensersatz-Forderung:

    Unser Belieferungsvertrag mit gruenwelt hat sich zuletzt 7/2021 um ein Jahr verlängert. gruenwelt hat dann am 18.11. den Gas-Bezugspreis zum 01.01.2022 von 5,68 ct/KWh auf 16,59 ct/KWh erhöht. Das scheint mir nach unseren Vertragskonditionen zulässig (§6 der AGB).

    Nicht zulässig ist dann jedoch die einseitige Kündigung der Belieferung mit Wirkung zum 02.12.2021.

    Wenn man nun einen neuen Vertrag mit einem Bezugspreis unter 16,59 ct/KWh abschließt (was ja aktuell möglich ist), so macht nach meinem Verständnis nur eine Schadensersatzforderung für den Dezember 2021 (03.12. – 31.12) Sinn. Für den Zeitraum danach kann man ja schlecht einen Schaden reklamieren.

    Oder gibt es hier eine andere Sichtweise?

    Th. Schmeidl

    Antworten
  • 30. Dezember 2021 um 08:29
    Permalink

    Guten Tag Herr Morscher,

    auch ich bin von der insolventen Grünwelt mit Strom beliefert worden. Als ersten Schritt, habe die letzte Lastschrift aus Dezember zurückgeholt und dann umgehend das SEPA-Lastschriftmandat gekündigt. Seit dem 15.09.2020 wurde ich beliefert und im August wurde mir mitgeteilt, dass ein höhere Preis ab 16.09.2021 (Beginn Jahr 2) zu zahlen ist. Nun zu meiner Frage: Gibt es diese Preisgarantie überhaupt für das zweite Jahr? Falls nicht, kann ich auch keinen Schadensersatz geltend machen oder? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen und wünsche einen guten Rutsch ins Neue Jahr

    Antworten
    • 2. Januar 2022 um 17:09
      Permalink

      Ja. Ich habe das gleiche getan … und gleich eine Rechnung bekommen. Abschlag zahlen + 4,50€ Gebühr… zahlbar bis 07.01.22

      Antworten
    • 6. Januar 2022 um 14:41
      Permalink

      Im ursprünglichen Vertrag steht die Preisgarantie, bei mir waren es 2 Jahre bis 01.2.23. Hab auch die Lastschrift zurückgeholt. Denke mal das kann man aussitzen und mit Schadensersatz verrechnen. Letztendlich hat der der das Geld hat die besseren Karten. Sobald die Rechtslage unklar ist geht keiner wegen Kleinbeträgen wirklich vor Gericht. Man muss halt die Fristen wenn was vom Amtsgericht kommt einhalten und ggf. mit einem Schufaeintrag rechnen. Aber ich sehe nicht ein den Schaden selber zu tragen und bei einer möglichen Insolvenz drauf sitzen zu bleiben.

      Antworten
  • 24. Dezember 2021 um 14:43
    Permalink

    Vielen Dank für die Informationen.
    Wann kann der Schadenersatz gegenüber gas.de bzw. stromio denn geltend gemacht werden?
    Erst nach Verbrauch, also Monat für Monat nach ablesen des Zählers, oder auch Quartals-mäßig?
    Oder sogar schon jetzt mit dem gleichen Verbrauch aus dem zurückliegendem Jahr?

    Antworten
  • 17. Dezember 2021 um 17:45
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Matthias Moeschler!
    Vielen Dank für die Mühe, die Sie in diesen Fall (gas.de) stecken.
    Es wäre hilfreich wenn Sie in Ihre Exceltabelle für die Berechnung des Schadenersatzes einen einzuztragenden Wert für den Brennwert berücksichtigen würden. Da der Zählerstand in cbm angegeben wird und die Rechnungen über kw/h berechnet werden, ist die Angabe des Brennwertes wichtig für die Auswertung des Schadenersatzes.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Weltner

    Antworten