Mehrere Anbieter haben die Belieferung mit Strom und Gas eingestellt. Darunter sind auch die Unternehmen Stromio, gas.de, Grünwelt Energie und enQu. gas.de argumentiert, dass ein wesentlicher Grund vorliegt (§ 313 BGB i.V.m. § 314 BGB). Dies muss noch rechtlich geklärt werden.

Die Verbraucherzentrale und ich empfehlen, das Recht auf Schadensersatz zu prüfen. Den Schadensersatz können Sie selber oder mit Hilfe eines Anwalts einfordern. Mit einem Kooperationspartner plane ich eine Sammelklage aufzubauen, an der Sie sich anschließen können. Dies wäre die einfachste und sicherste Option für Sie.

Bitte schauen Sie sich auch die Hinweise auf den Ratgeberseiten zu Stromio und gas.de / Grünwelt an. 

Autor: Matthias Moeschler; aktualisiert am 16.01.2022

INHALTSVERZEICHNIS

I. Wie Schadensersatz einfordern?
II. Wann Schadensersatz einfordern?

III. Selber Schadensersatz einfordern: Schritt-für-Schritt-Anleitung
IV. Neuigkeiten: Erfahrungen anderer Kunden, Gerichtsurteile etc.

Am 16.01. kann Ihnen Strom-Tarife für ca. 30 Cent/kWh vermitteln.
⇒ Bei Interesse erstelle ich Ihnen gerne eine
unverbindliche Tarifempfehlung.

II. Wie Schadensersatz einfordern?

Das Einfordern eines Schadensersatzes ist nicht trivial.

Schadensersatzansprüche müssen von Ihnen konkret beziffert und belegt werden, da Sie die Beweislast tragen. Tuen Sie dies nicht, wird Ihre Beschwerde vor Gericht oder im Schlichtungsverfahren abgelehnt (siehe Beispiel). Konkret heißt dies, dass Sie tagesgenau die Mehrkosten zwischen den Vertragskonditionen von Ihren/m neuen Anbieter/n und den Vertragskonditionen mit Ihrem alten Anbieter berechnen müssen.

Option A: Sammelklage nutzen

Mit einem Kooperationspartner zusammen prüfe ich die Erfolgsaussichten auf Schadensersatz gegen Stromio, gas.de und Grünwelt Energie. Ich bin zuversichtlich, dass in den nächsten Wochen eine rechtliche Bewertung zu den Erfolgsaussichten stehen wird und eine Sammelklage in den nächsten Monaten zustande kommt.

Wenn Sie an einer Sammelklage interessiert sind, dann sollten Sie sich in mein Formular eintragen, um diese Chance nicht zu verpassen. Ich informiere Sie dann, ob eine Sammelklage zustande kommt. Wenn keine Sammelklage zustande kommt, dann erhalten Sie meine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten, Schadensersatz einzufordern, sowie Gerichtsurteile und weitere Hilfestellung. 

Option B:  Rechtsanwalt einschalten

In diesen Fällen empfehle ich Ihnen einen Rechtsanwalt einzuschalten:

  • Sie möchten möglichst frühzeitig Schadensersatz einfordern und es gibt noch wenig Sicherheit darüber, ob Sie gute Erfolgsaussichten haben UND
  • Ihr Schadensersatz beträgt mehr als 1.000€.

Zudem sollten Sie sich dem Risiko einer Niederlage vor Gericht und den damit verbundenen Kosten bewusst sein.

Option C: Selber Schadensersatz einfordern

Wenn Sie selber den Schadensersatz einfordern möchten, dann empfehle ich Ihnen mein kostenloses Musterschreiben und mein Berechnungstool zu nutzen. So sparen Sie Zeit. Zudem sollten Sie die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung befolgen.

Meine ersten Erfahrungen mit immergrün sind, dass Ihnen suboptimale Kompromisse angeboten werden. Wenn Sie selber Schadensersatz einfordern möchten, dann empfehle ich Ihnen tendenziell den gesamten Schaden geltend zu machen und Kompromissangebote abzulehnen. Hier ist Durchhaltevermögen und Nervenstärke gefragt. 

Insb. wenn Sie sehr früh Schadensersatz einfordern wollen, besteht das Risiko, dass gas.de den Schlichterspruch nicht akzeptiert und eine gerichtliche Auseinandersetzung sucht.

II. Wann sollte ich Schadensersatz einfordern?

Ich würde noch keinen Schadensersatz einfordern!

Zum einen könnten Sie heute erst einen kleinen Teil des Schadensersatzes einfordern (s.u.). Zum anderen würde noch rechtliche Einschätzungen hierzu abwarten. 

Sie können Stromio und Gas.de / Grünwelt Energie natürlich mitteilen, dass Sie Schadensersatzansprüche aufgrund der Einstellung der Belieferung prüfen. Einen echten Mehrwert sehe ich hier jedoch nicht, da Ihr Recht auf Schadensersatz erst nach 3 Jahren verjährt.

Zum anderen haben Sie es leichter, wenn Sie auf andere Gerichtsurteile /Schlichtungssprüche verweisen können. Wenn Sie der erste sind, der Schadensersatz einfordern, dann könnte es besonders schwer werden, diesen durchzusetzen. Zudem könnte Ihre Auseinandersetzung auch vor Gericht enden. Sicherer wäre es dann, sich einer Sammelklage anzuschließen.

Den maximalen Schadensersatz können Sie erst zum vereinbarten Vertragsende einfordern.

Wenn Sie den maximalen Schadensersatz einfordern möchten, dann müssen Sie bis zum Tag des ursprünglichen, vertraglich vereinbarten Vertragsende warten. Der Grund liegt darin, dass Sie erst dann Ihren Zählerstand kennen, um den Schadensersatz für die höheren Verbrauchskosten berechnen zu können.

Wenn Sie jedoch früher Schadensersatz einfordern möchten, dann könnten Sie z.B. nur den Schadensersatz für die höhere Grundgebühr verlangen. Gleichzeitig würden Sie jedoch auf einen Teil des Schadensersatzes verzichten. Da die Grundgebühr nur einen Bruchteil des Gesamtschadens ausmacht, halte ich dies für nicht sinnvoll.

Eine weitere Möglichkeit wäre, den Schadensersatz für zwei Zeiträume einzufordern. Sie könnten z.B. zum 31.12.2021 den Zählerstand ablesen und für den Zeitraum 3.12.2021 bis 31.12.2021 den ersten Teil des Schadensersatzes einfordern. Zum vereinbarten Vertragsende stellen Sie den zweiten Teil des Schadensersatzes. Ob diese praktikabel ist, vermag ich noch nicht abschließend zu bewerten.

III. Zu Option C: Schadensersatz selber einfordern – Schritt-fürSchritt-Anleitung

1. Schadensersatz berechnen mit Berechnungs-Tool

Den Schadensersatz gegen Stromio, gas.de und Grünwelt Energie berechnen Sie, indem Sie die Mehrkosten aufgrund der Vertragskündigung berechnen. Sie vergleichen also die Energiekosten für den neuen Vertrag mit dem bestehenden Vertrag. 

Um Ihnen Arbeit abzunehmen, habe ich ein Berechnungs-Tool in Excel entwickelt. Sie müssen lediglich einige Angaben tätigen. Das Tool berechnet die Mehrkosten und bereitet die Berechnung anschaulich auf.

gas.de Schadensersatz berechnen

2. Schadensersatz einfordern mittels Musterschreiben

Die Ergebnisse des Berechnungs-Tools kopieren Sie in die E-Mail-Vorlage. Auf der zuvor verlinkten Seite finden Sie weitere Hinweise für das Fertigstellen der Musterschreiben (z.B. zur Fristsetzung). Für das Einschreiben/Einwurf (ca. 3€) nutzen Sie die PDF Vorlage. Dieses Dokument ergänzen Sie um die Berechnungs-Ergebnisse.

Zum Musterschreiben fügen Sie die Nachweise zu den von Ihnen getätigten Angaben bei. Somit muss jede Angabe, die Sie in die gelben Felder der Excel-Tabelle eingetragen haben, nachprüfbar sein. Andernfalls dürfte Ihr Antrag abgelehnt werden.

Wichtig ist, dass Sie die Nachweise über die Tarifkonditionen 

  • Ihres alten Anbieters (z.B. gas.de),
  • Ihres Ersatzversorgers und
  • Ihres neuen Anbieters

sowie einen Nachweis über die Zählerstände dem Schreiben beifügen:

  • für Beginn und Ende der Ersatzbelieferung sowie
  • Ende des ursprünglichen Vertragsendes Ihres Vertrags (also z.B. mit immergrün).

Im Wesentlichen sind dies die Verträge mit Ihrem alten Anbieter, dem Grundversorger und dem neuen Anbieter sowie Nachweise zu den Zählerständen (also Ihre Meldungen an den Netzbetreiber).

3. Bei Widerstand: Schadensersatz selber durchsetzen

Schadensersatz selber durchsetzen

Es ist zu vermuten, dass die Unternehmen nicht bereitwillig den von Ihnen ermittelten Schadensersatz an Sie auszuzahlen. Daher reicht ein einziges Schreiben nicht. Sie müssen dann den Schadensersatz durchsetzen, indem Sie mahnen und danach die Schlichtungsstelle einschalten.

Mahnen: nach 14 Tagen

Wenn nach 14 Tagen keine oder nur eine unzufriedenstellende Antwort auf Ihre Schadensersatzforderung erhalten, dann sollten Sie noch eine weitere Mahnung per E-Mail versenden. Setzen Sie eine 14-tägige Frist. Diese E-Mail könnte z.B. so formuliert sein:

Kunden-Nr.: (sofern vorhanden)
Vertrags-Nr.: (sofern vorhanden)
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich verweise auf mein Schreiben vom xx.xx.202x bezüglich meiner Forderung auf Schadensersatz. Sie sind meiner Aufforderung bisher noch nicht nachgekommen. Bitte holen Sie dies nach. Hierzu setze ich Ihnen eine Frist bis zum xx.xx.202x.
Viele Grüße,

Schlichtungsstelle einschalten: nach 14 Tagen oder nach 4 Wochen

4 Wochen nach erstmaliger Beschwerde können Sie die Schlichtungsstelle Energie einschalten.

Wenn Sie einer Preis- oder Abschlagserhöhung widersprochen haben und daraufhin gekündigt wurden, dann können Sie schon nach 14 Tagen die Schlichtungsstelle einschalten. Der Grund liegt darin, dass eine Kündigung durch den Anbieter eine deutliche Ablehnung Ihres Widerspruchs darstellt.

Was Sie beim Einschalten der Schlichtungsstelle beachten sollten und Sie Ihren Anspruch gegenüber der Schlichtungsstelle formulieren können, finden Sie hier.

Sollte Stromio, gas.de oder Grünwelt Energie den Schlichterspruch nicht akzeptiert, könnte es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen. Insbesondere bei den ersten Schlichtungssprüchen sehe ich diese Gefahr.

4. Kompromissangebot annehmen?

Wenn Sie ein Recht auf Schadensersatz haben, dann werden Stromio, gas.de und Grünwelt Energie vermutlich versuchen, Ihnen ein Kompromissangebot zu unterbreiten. Dies zeigen die Erfahrungen mit immergrün. Wenn Sie dieses annehmen, könnten sämtliche andere Forderungen abgegolten sein und Sie könnten auf mögliche Nachforderungen verzichten. Passen Sie bitte auf, dass z.B. Forderungen aufgrund von z.B. Fehlern in der Abrechnung damit nicht ausgeschlossen sind.

Wägen Sie ab, ob Sie das Angebot annehmen wollen.

IV. Neuigkeiten: Erfahrungen anderer Kunden, Gerichtsurteile etc.

An dieser Stelle werde ich alle wesentlichen Informationen zusammentragen, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen werden.

Mir haben die ersten Kunden berichtet, dass sie gegen gas.de / Grünwelt Energie klagen wollen. Wie oben beschrieben, prüfe ich zusammen mit einem Kooperationspartner eine Sammelklage. Alle diese Neuigkeiten werden Ihnen weiterhelfen, zu Ihrem Recht zu kommen.

  • In den ersten Rückmeldungen von gas.de wird die Sonderkündigung aus wichtigem Grund gem. § 314 BGB mit dem Wegfall der Geschäftsgrundlage nach § 313 Abs. 3 BGB begründet. 
  • Im gleichen Schreiben sichert gas.de zu, die Abrechnung innerhalb von 6 Wochen zur Verfügung zu stellen.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? 
Welche Fragen zum Schadensersatz sind noch unbeantwortet?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

Schadensersatz wegen Lieferstopp: Stromio, Gas.de & Grünwelt Energie

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19 Kommentare zu „Schadensersatz wegen Lieferstopp: Stromio, Gas.de & Grünwelt Energie

  • 12. Januar 2022 um 16:56
    Permalink

    Gas.de: Muss man grundsätzlich Widerspruch gegen die Kündigung einlegen, damit man Anspruch auf Schadenersatz hat? Finde hierzu keine eindeutige Antwort. Bislang habe ich auch noch keine Abrechnung von Gas.de erhalten, bin mal gespannt ob diese bis morgen eintrudelt, da dann ja die Frist abläuft… Einfach Irrsinn was die einfach so mit dem Otto-Normaverbraucher anstellen dürfen.

    Antworten
    • 14. Januar 2022 um 10:10
      Permalink

      Ich werwalte einige Häuser. In Fällen, in denen Gas.de Nachzahlungen berechnet hat, kamen Abrechnungen schon Anfang Januar. In Fällen, wo Rückzahlungen fällig sind, kam noch nichts. Die 6-wöchige Frist ist jetzt verstrichen und ich habe gemahnt.

      Zu den Abrechnungen, bei denen Nachzahlungen berechnet wurden, ist zu sagen, dass natürlich der 15% Neukunden-Bonus „vergessen“ wurde. Also Rechnungen genau checken und ggf. reklamieren. Mittlerweile habe ich eine korrigierte Rechnung erhalten. Rückzahlug wird dann natürlich auf 2 Wochen ab Datum der korrigierten Rechnung avisiert.

      Bin gespannt, ob die Erstattungen jemals kommen oder sich Gas.de vorher in die Insolvenz verabschiedet. Das ganze Gebaren ist ja sehr fragwürdig, angefangen mit dem Belieferungsstop am Tag nach Fälligkeit der Vorauszahlung für Dezember.

      Antworten
  • 11. Januar 2022 um 07:08
    Permalink

    Gas.de…hat mir gekündigt, da Abschlag für 1 Monate 172 Euro…
    Jetzt soll ich bei der New für 4 Wochen 915 Euro zahlen.
    Mein jahresverbrauch liegt ca bei 2200 Euro.
    Wie verhalte ich mich jetzt?
    Ps. : Strom kommt auch noch auf mich zu!!!

    Antworten
  • 9. Januar 2022 um 19:46
    Permalink

    Mitterweile ist die Abrechnungen für GAS.DE eingetroffen.

    Fazit: auch hier habe ich den Eindruck, dass nicht mit sauberen Karten gespielt wird.

    Fakten:
    Dort wurde mein gemeldeter Zählerstand im Portal korrigiert. Die um 90m³ geringer abgerechneter Verbrauch, bringt zwar eine höhere Erstattung, aber die 90m³ zahle ich beim Grundversorger natürlich teuerer. Nach meiner Kalkulation kostet mich das im Dezember ca. 30€ mehr (ohne Berücksichtigung der Liefereinstellung zum vereinbarten Preis, da ich beim Grundversorger 7,5 ct/kWh statt 4,6 ct/kWh zahle).
    Zwar würde ich bei einer Rechnungskorrektur WENIGER von Grünwelt zurückbekommen, aber in der Gesamtbetrachtung hätte ich natürlich 30€ gespart.
    Macht es Sinn, wegen den 30 € eine Rechnungskorrektur zu verlangen und wenn JA wie gehe ich das an?

    Vielen Dank.

    Antworten
  • 9. Januar 2022 um 14:19
    Permalink

    Ich habe mich auch dazu entschlossen und würde mich gerne einer Sammelklage anschliessen. Entstehen mir dadurch irgendwelche Kosten?

    Ich finde es auch „frech“, dass man von der Kündigung nicht zuerst von Grünwelt, sondern vom Ersatzversorger erfahren hat. Das halte ich schon eigentlich für fragwürdig und sieht nach einer sehr sehr kurzfristigen Aktion aus.

    Und was macht man nun mit den höheren Kosten, die einem entstehen? Solange es gut lief, durfte man zahlen und nun ist man als kleiner Endverbraucher nicht mehr gut genug.

    Antworten
    • 9. Januar 2022 um 14:21
      Permalink

      Gilt die Sammelklage denn für Strom und Gas, denn beides habe ich von Grünwelt bezogen?

      Antworten
  • 8. Januar 2022 um 18:37
    Permalink

    Guten Abend Herr Möschler,

    das was hier Kunden von Grünwelt.de/Stromio GmbH beschreiben kann ich so nur bestätigen. Ich habe Mitte November eine Preiserhöhung angekündigt bekommen. Hier hatte ich mein Recht auf Sonderkündigung zum 31.12.21 genutzt. Nur leider hat Stromio sowie auf Grünwelt rückwirkend gekündigt, sodass wir bei beiden in die Grundversorgung gerutscht sind, obwohl wir bereits zum 1.1.22 bei neuen Anbietern angeschlossen hatten.
    Bei unserer Gasversorgung war ESB so nett und hat uns bis zum 31.12.21 beliefert und den Wechsel möglich gemacht. Allerdings haben wir nun für einen Monat eine Rechnung von 450€ erhalten. Hier wurde ein geschätzter Endverbrauch bei Grünwelt zum 3.12.21 herangezogen. Wie kann ich mich gegen diese erhöhten Abrechnung und die Mehrkosten in Differenz zu Grünwelt wehren? Ich habe auch bis heute noch keine Endabrechung von Grünwelt erhalten.
    Selbiges bei Stromio hier wurde ich Ende Dezember über EON informiert, dass ich nun bis November 2022 in Ihrer Ersatzversorgung sei. Obwohl ich einen Vertrag mit Vattenfall bereits durch Nutzung Sonderkündigungsrecht abgeschlossen hatte zum 1.1.22. Ein Anruf bei beiden Anbietern, gab mir nur die Auskunft das es nicht mehr zu ändern wäre und Vattenfall mich dann erst ab November 2022 beliefern kann. Das wäre ein standardisiertes Verfahren. Was mich daran beruhigt ist, dass die Ersatzversorgung von EON im Preis der von Vattenfall entspricht, sodass ich hier keine Nachteil habe. Trotzdem kostet das sich drum kümmern Zeit, Geld und Nerven.
    Auch hier habe ich noch keine Abrechnung von Stromio erhalten.
    Sollte ich nachträglich noch auf Unwirksamkeit der Kündigung von Stromio und Grünwelt hinweisen oder macht das nun kein Sinn mehr?

    Mich ärgert ein solches Vorgehen. Ich kann auch nicht einfach zu meinem Chef gehen und sagen ich stelle das Arbeiten jetzt ein weil ich 400% teurer geworden bin. Als Verbraucher hast du oft nur das Nachsehen und dir wird fleißig in die Tasche gegriffen. Ich bin nicht gewillt, diese überhöhte Rechnung zu zahlen. Aber wie kann ich mich nun wehren ?

    Ich freue mich auf Tipps & Tricks.

    Antworten
  • 6. Januar 2022 um 19:34
    Permalink

    Hallo,
    vielen Dank für die Infos! Ich habe mich für die Möglichkeit zur Sammelklage eingetragen.
    Muss ich selber jetzt auch ein Schreiben senden und der Kündigung zunächst mal widersprechen?
    Danke und liebe Grüße

    Antworten
  • 6. Januar 2022 um 06:48
    Permalink

    Guten Morgen,
    ich wurde von Grünwelt und Stromio gekündigt, in beiden bin ich in die Ersatzversorgung gerutscht. Eine rückwirkende Belieferung bei einem Neuanbieter war nicht möglich. Somit muss ich ca. 1000 Euro für die Ersatzversorgung zahlen. Welche Möglichkeiten habe ich?
    Das hier eingestellte Formular für die Sammelklage funktioniert leider nicht.
    Über eine Antwort freue ich mich.
    Liebe Grüße

    Antworten
  • 5. Januar 2022 um 21:13
    Permalink

    Hi,
    stromio hat meinen Eltern heute (05.01.2022) eine E-Mail geschrieben, um sie darüber zu informieren, dass sei dem 21.12.2021 die Belieferung eingestellt wurde. Wie geht das denn, dass nachträglich über den Belieferungsstopp informiert wird. Hat das zusätzliche auswirkungen auf die Unzulässigkeit der Kündigung?
    Ich find’s mindestens frech zwei Wochen nach dem Belieferungsstopp darüber zu informieren.
    Vielen Dank für die Infos und besten Gruß!

    Antworten
  • 5. Januar 2022 um 16:00
    Permalink

    gas.de/Immergrün hat zum 02.12.21 die Lieferung eingestellt und ich bin in der Grundversorgung gelandet. Da ich bereits zum 01.03.22 einen Anbieterwechsel bestätigt habe, komme ich aus der Grundversorgung nicht hinaus. Für die drei heizintensiven Monate zahle ich nun den dreifachen Preis. Die Mehrkosten von etwa 2000,— € habe ich anhand der Preisdifferenzen von Grund- und Arbeitspreis sowie des hochgerechneten Verbrauchs mit einem Musterschreiben der Verbraucherzentrale als Schadenersatz geltend gemacht. Da der Verbrauch nur geschätzt ist, werde ich nach Erhalt der Schlussrechnung des Grundversorgers den Schaden genau beziffern können und etwa Mitte März an meine Schadenersatzforderung erinnern. Bis dahin gibt es sicherlich weitere Erkenntnisse über die Erfolgsaussichten einer Klage.

    gas.de/Immergrün hat mir gestern die Schlussrechnung zugestellt. Darin war der Grund- und Arbeitspreis höher angesetzt als in der Lieferbestätigung. Ausserdem war der Neukundenbonus nicht berücksichtigt. Die Rechnung habe ich korrigiert und dabei auch den Neukundenbonus einbezogen. Da ich den Vertrag nicht gekündigt habe und mir die Möglichkeit genommen wurde die Laufzeit von 12 Monaten einzuhalten, habe ich den Anspruch auf den vollen Neukundenbonus erhoben. Aus der Korrektur hat sich für mich durch die Berücksichtigung des Neukundenbonus ein Gutschrift ergeben.

    Wie gehe ich damit um, wenn keine Rechnungskorrektur hinsichtlich des Neukundenbonus erfolgt und daher Mahnungen über offene Forderungen eingehen?

    Antworten
  • 5. Januar 2022 um 09:33
    Permalink

    Hallo und guten Morgen,

    Meine Frage: was kostet mich die Beteiligung an der Sammelklage

    Für eine zeitnahe Info bedanke ich mich im Voraus.

    Mit freundl. Gruß

    Peter Rochner

    Antworten
  • 5. Januar 2022 um 09:07
    Permalink

    Hallo Herr Moeschler,

    zunächst vielen Dank für die sehr informativen Beiträge zu Grünwelt Energie. Ich war Kunde bei gas.de, bin aber noch halbwegs gut davongekommen, da ich zum 31.12.21 gekündigt habe und mein Anschlussvertrag über den lokalen Gasversorger läuft, der mich daher kulanter Weise ab 2.12. bereits zu den Konditionen des Anschlussvertrages und nicht der Grundversorgung aufgenommen hat (an dieser Stelle mal ein Dank an die Stadtwerke Karlsruhe!).

    In der Schlussrechnung fordert gas.de noch 12,50 € von mir, meine Forderung auf Schadensersatz für 03.12.-31.12. beträgt 25 €. Was raten Sie mir da?

    Ich tendiere dazu, die Schlussrechnung zu begleichen und den Schadensersatz separat über ein Schlichtungsverfahren oder über die Sammelklage geltend zu machen. Lohnt sich das überhaupt? Kostet die Sammelklage etwas?

    Antworten
    • 16. Januar 2022 um 02:47
      Permalink

      Auch meine Frage wäre: muss ich die Schlussrechnung von gas.de zahlen (23€), wenn gas.de mir als Schadenersatz über 100€ schuldet? Ich habe erst mal nicht überwiesen und per Mail den Ausgleich der Mehrkosten gefordert. Was tun, wenn ich eine Mahnung bekomme von gas.de?

      Antworten
  • 4. Januar 2022 um 13:00
    Permalink

    Da mir die BEV noch eine Menge schuldet, der Gasversorger pleite gegangen ist, jetzt wieder Stromversorger seinen Vertrag nicht weiterführen will, bin ich zur Klage entschlossen. Das ist in meinen Augen eine Geschäftspolitik geworden, Kunden zu binden, jedoch bei „Bedarf“ zu entsorgen.
    Grünwelt/Stromio sollte mich bis zum Juli 2022 beliefern, jetzt stecke ich in der Ersatzversorgung ohne Kündigung von Grünwelt und finde keinen preisgünstigen neuen Anbieter.
    Warum mache ich Jahresverträge mit Preisbindung? Damit ich mich auf diesen Preis verlassen kann für das nächste Jahr. Aber wenn das jetzt heißt, daß nur ich gebunden bin, der Verkäufer aber nicht, ist es nur ein einseitiger Vertrag und dann hätte ich das gern auch vorher gewußt. Nachträglich Spielregeln ändern geht nicht mal bei Monopoli!

    Antworten
  • 4. Januar 2022 um 12:50
    Permalink

    Grünwelt/Gas.de hat zum 2.12.2021 die Lieferung eingestellt, der Vertrag läuft jedoch bis zum 01.02.2022. Mehrpreis beim Ersatzlieferanten ca. 1.100.-€/Jahr

    Grünwelt/Stromio GmbH hat zum 21.12.2021 an die Stadt Bamberg als Ersatzversorgung übergeben, obwohl der Vertrag bis 02.02.2023 läuft. Mehrpreis beim
    Ersatzlieferanten ca. 400-€/Jahr

    Habe ich hier Chancen bei einer Sammelklage auf die Mehrkosten ?

    Antworten
    • 5. Januar 2022 um 06:58
      Permalink

      Es werden Gerichte entscheiden müssen. Aber die Verbraucherzentrale und auch ich sehen grundsätzlich gute Chancen.

      Antworten
  • 29. Dezember 2021 um 22:34
    Permalink

    Stromio GmbH müsste mich bis inklusive 30.4.2022 mit Strom beliefern. Eine Kündigung oder eine Information von Stromio habe ich bis heute 29.12.21 nicht erhalten, sondern lediglich ein Schreiben meines Ersatzversorgers „SWM Infrastruktur“, der mir mitteilt, dass Stromio GmbH die Belieferung meiner Entnahmestelle zum 21.12.2021 beendet hätte und ich nun in die Ersatzversorgung übergeführt worden wäre.

    Antworten
  • 29. Dezember 2021 um 20:58
    Permalink

    In meinem Kündigungsschreiben von Gas.de vom 02.12.2021 wird auf eine Sonderkündigung aus wichtigem Grund gem. § 314 BGB mit dem Wegfall der Geschäftsgrundlage nach § 313 Abs. 3 BGB nicht eingegangen.
    Als Grund für die Kündigung wird nur die fortlaufende Preisentwicklung auf den Märkten angegeben.

    Antworten