Regionale Energiewerke: Probleme mit versteckten Preiserhöhungen

Vorsicht: Der Name täuscht. Es handelt sich nicht um einen Verbund von regionalen Energiewerken / Stadtwerken!

  • Sind Sie Kunde? Dann haben Sie bereits Probleme oder Ihnen drohen Probleme (z.B. aufgrund einer versteckten Preiserhöhung). Lesen Sie sich diesen Beitrag genau durch. Ich habe vielen Verbrauchern schon ihr Geld zurückholen können!
  • Sie sind noch nicht Kunde? Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität. Suchen Sie sich lieber einen seriösen Anbieter! Diese sind (wenn überhaupt) nur geringfügig teurer.

Stand: 1.3.2020
Es werden Fakten und die Meinung des Autors wiedergegeben. Es wird jedoch keine Haftung übernommen und
keine Rechtsberatung geleistet, weil rechtliche Sachverhalte lediglich allgemein dargestellt werden (RDG §2 III, Satz 5) ⇒ weiterführende Hinweise.

 

INHALTSVERZEICHNIS

I. Regionale Energiewerke Erfahrungen
II. Preiserhöhung: versteckt und unzulässig
III. So wehren Sie die Preiserhöhung ab
IV. So wechseln Sie zu einem seriösen Stromanbieter
V. Rechtssicher kündigen
VI. Zählerstand mitteilen

I. Regionale Energiewerke Erfahrungen

(Stand: 10.03.2020) Über den Stromanbieter Regionale Energiewerke ist nur wenig bekannt. Einige der Bewertungen sind sehr negativ. (Stand:  10.03.2020 auf der Seite von Check24 aufgenommen):

Regionale Energiewerke Erfahrungen

Bei dem Anbieter „Regionale EnergieWerke“ handelt sich um einen kleinen Stromanbieter aus Düsseldorf, der von Check24 vermittelt wird (gegenwärtig nicht von Verivox). Somit handelt es sich nicht um „regionale“ Anbieter – der Name ist irreführend. Zudem handelt es sich nicht um ein Stadtwerk oder Ähnliches, war Sicherheit und Beständigkeit für mich suggeriert. Stattdessen handelt es sich allem Anschein nach um einen Energie-Discounter. Deren Geschäftsmodelle sind äußerst riskant, wie ich auf dieser Seite beschrieben habe. Sie können sich sicherlich denken, warum ein Unternehmen sich so einen irreführenden Namen gibt. Ich vermute es ist ein Marketing-Trick.

II. Regionale Energiewerke Preiserhöhung ist versteckt

Am meisten ärgern sich Verbraucher über die versteckte Preiserhöhung von Regionale Energiewerke. Es gibt zwei verschiedene Varianten. Gerne lasse ich Ihnen eine Vorlage zukommen, mit der Sie sich ganz bequem gegen die Preiserhöhung wehren können. Verbraucher haben mir zurückgemeldet, dass die Regionale Energiewerke daraufhin stets die Preiserhöhungen zurücknahmen. Es lohnt sich also! Dazu später mehr.

„Ihr Strompreis wird noch günstiger“ – aber auf Seite zwei wird der Grundpreis erhöht.

Die Preiserhöhungsschreiben scheinen – bis auf den Umfang der Preiserhöhung und den Kundendaten – immer identisch aufgebaut zu sein. Anhand des mir vorliegenden Schreibens, komme ich zu folgender Einschätzung: Das versendete Schreiben genügt nicht dem §41 (3) EnWG. Es ist nicht transparent, weil nicht klar ist, wie die Preiserhöhung sich zusammensetzt (es fehlt an einer Berechnungsgrundlage) und weil der alte Preis versteckt ins Verhältnis gesetzt wird. Genau dies verlangt aber der BGH (VIII ZR 247/17) in seinem Urteil. Allein deshalb sehe ich die Preiserhöhung als unzulässig an.

Dies sind nur die offensichtlichsten Mängel des Schreibens. Weitere Mängel, die die Preiserhöhung verschleiern, sind z.B.

  • Unzutreffender Betreff „Aktuelle Neuigkeiten“, sodass der Verbraucher mit einer Preiserhöhung nicht rechnen konnte. (Überschriften dieser Art sieht auch die Verbraucherzentrale als unzulässig an)
  • Das Unternehmen spricht zunächst von guten Nachrichten und hebt fett und deutlich, wie stark Ihr Arbeitspreis sinkt. Im Gegenzug dazu versteckt das Unternehmen die Grundpreiserhöhung folgendermaßen:
    • fehlende Hervorhebung der Preiserhöhung
    • Erwähnung in einem Nebensatz etc.
    • Das Wort „Preiserhöhung“ wird im Text nicht verwendet sondern geschickt umschrieben.
    • Die Zahlen werden als Text geschrieben. Hier weicht das Unternehmen sehr stark von Ihrem vorherigen Stil ab: „Um diese Servicequalität weiterhin zu gewährleisten und zu verbessern werden wir ab dem zweiten Belieferungsjahr Ihren Grundpreis von aktuell sechsundfünfzig Euro jährlich auf fünfunddreißig Euro monatlich anpassen.“ Wieso sollte man so etwas tun, wenn man nicht gezielt die Preiserhöhung verschleiern will?

Preiserhöhung bereits im Willkommensschreiben

In einem anderen Fall wurde im Willkommensschreiben versteckt auf der zweiten Seite eine Preiserhöhung 12 Monate im Voraus mitgeteilt unterhalb der Darstellung des Strommixes. Erneut werden die neuen Preise in Textform mitgeteilt. Auch diese Art der Preiserhöhung dürfte unzulässig sein. Das AG Delmenhorst (AZ: 44 C 4120/14 (I)) sieht Preiserhöhungen weit vor Vertragsende als überraschend an. Eine ähnlich versteckte Preiserhöhung sah das AG Delmenhorst zudem als sittenwidrig an.

In seinen AGBs verpflichtet sich der Anbieter, Preiserhöhungen abhängig von Kostensteigerungen vorzunehmen. Vieles deutet darauf hin, dass er dadurch seine Gewinne nicht indirekt im Nachhinein steigern darf. Die Preiserhöhung beträgt 650% (von 56€/Jahr auf 420€/Jahr). Es ist unwahrscheinlich, dass die Kosten für den Verbraucherservice pro Kunde derart gestiegen ist. Aus diesem Grund scheint der Anbieter sogar gegen seine eigene AGBs zu verstoßen.

Hier können Sie die Regionale Energiewerke AGBs herunterladen (Stand: 22.03.2020).

III. So wehren Sie die Preiserhöhung ab

Eine unzulässige Preiserhöhung abzuwehren ist sehr zeitaufwendig und es bedarf juristischen Sachverstand. Hohe Beratungskosten von der Verbraucherzentrale (105€/Stunde) oder durch einen Rechtsanwalt (ab 200€) schrecken viele Verbraucher ab. Aus diesem Grund scheitern die meisten Verbraucher und sie müssen höhere Preise bezahlen, obwohl die Preiserhöhungen nicht zulässig sind!

Ich war selber Opfer eines unseriösen Stromanbieters, der mir versteckt eine 50%ige Preiserhöhung mitteilte. Aus diesem Grund helfe ich Ihnen kostenlos. Täglich wenden sich betroffene Verbraucher an mich. Gegenüber Regionale Energiewerke konnten sich Verbraucher bisher in allen Fällen gegen die Preiserhöhungen wehren und jeweils ungefähr 300€ zurückholen.

⇒ So unterstütze ich Sie:

Ich biete Ihnen an, eine Vorlage für Ihren Widerspruch zuzusenden, die Sie nur noch an Ihren spezifischen Fall anpassen müssen. Nachdem Sie der Preiserhöhung widersprochen haben, zeige ich Ihnen, wie andere Verbraucher erfolgreich ihre Rechte durchgesetzt haben. Auf diese Weise vermeiden Sie unnötige Fehler, die Ihnen Geld kosten. Fordern Sie meine Widerspruchs-Vorlage hierüber an. Fertig.

IV. So wechseln Sie zu einem seriösen Stromanbieter

Ich persönliche tue mich schwer mit kleinen und jungen Stromdiscountern. Zum einen habe ich Bedenken vor weiteren Firmenpleiten (TelDaFax, Flexstrom, CareEnergy und BEV). Leider ist es nicht möglich, die wirtschaftliche Stabilität von Regionale Energiewerke zu bewerten. Zum anderen zeigen die versteckten Preiserhöhungen und die geringe Zufriedenheit der Verbraucher, dass Probleme bei diesem Anbieter vorprogrammiert sind.

Vor diesem Hintergrund kann ich Ihnen die Regionale Energiewerke nicht empfehlen. Ich halte die Regionale Energiewerke für unseriös. Stattdessen empfehle ich Ihnen einen seriösen und größeren Stromanbieter zu wählen. Hierzu habe ich Ihnen eine Liste mit seriösen und unseriösen Stromanbietern zusammengestellt. Diese basiert auf einer aktuellen Beschwerdestatistik, einer ausführliche AGB-Analyse und vier Stromanbieter-Tests zu Service-Qualität.

Strogon - seriöse Stromanbieter

V. Regionale Energiewerke kündigen

Leider verweigern einige Stromdiscounter die Kündigung, wodurch Verbraucher unfreiwillig länger beim Stromanbieter blieben als gewollt. Wie Sie eine unfreiwillige Vertragsverlängerung ausschließen können, erfahren Sie hier.

Kündigungsfrist

„Sofern hierzu in der Vertragsbestätigung keine Regelung getroffen wird, gilt eine Kündigungsfrist von sechs Wochen zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit“ (AGB, §20 (3)).

Kontakt Regionale Energiewerke GmbH:

  • Fax-Nummer +49 0211 97533331
  • E-Mail-Adresse info@regionale-energiewerke.de
  • Postalisch: RegionaleEnergieWerke GmbH, Prinzenallee

VI. Regionale Energiewerke Zählerstand mitteilen

Das Unternehmen verfügt über ein Kundenportal, auf das Sie Ihren Zählerstand eintragen können. Ich empfehle Ihnen jedoch, lieber Ihren Zählerstand dem zuständigen Netzbetreiber mitzuteilen. Machen Sie vorsichtshalber ein Foto vom Zählerstand, falls es Probleme mit der Stromrechnung geben sollte. So können Sie Ihren Verbrauch nachweisen.

 

In diesem Text hat der Autor seine Meinung wiedergegeben. Hierzu hat er sorgfältig recherchiert. Bei den genannten Verbraucherbeschwerden stützt sich der Autor auf die Seite de.reclabox.com. Trotz dieser Sorgfalt sind Fehler oder Ungenauigkeiten nicht auszuschließen und dieser Text stellt keine (Rechts-)Beratung dar, da nicht auf Ihren individuellen Sachverhalt eingegangen wird.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Energie-Discounter gemacht?

2 Kommentare zu „Regionale Energiewerke Erfahrungen

  • 8. März 2020 um 10:48
    Permalink

    Auch ich hatte schlechte Erfahrungen und Ärger mit den Regionalen Energiewerken.
    Sie berechnen fälschlicherweise Umzugpauschalen bei vorzeitiger Kündigung des Vertrages.
    Ich musste meinen Vertrag aufgrund von Umzug vorzeitig kündigen. Diesem wurde stattgegeben und ich bekam die Kündigungsbestätigung. In der Abschlußrechnung, die 2 Monate später eintrudelte, wurde mir allerdings eine Umzugspauschale von 60€ abgezogen, die laut deren AGB’s nur dann anfällt, wenn der Vertrag an den neuen Wohnort mitgenommen wird! Auf meine schriftliche Beschwerde wurde ich nur auf Ihre AGB’s verwiesen und erst nach mehreren Mails mit Androhung rechtlicher Schritte bekam ich kommentarlos, ohne Entschuldigung, die Korrekturrechnung. Die Überweisung des Geldes sollte dann auch erst 2 Monate später erfolgen (sprich, insgesamt 4 Monate nach meiner Kündigung). Erst nachdem ich wieder schriftlich Einspruch einlegte, wurde mir das Geld überwiesen.
    Interessant auch, sie wechseln permanent Ihren Firmensitz und Bewertungen, die ich über google abgegeben hatte, wurden gelöscht. Unseriös.

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  • 13. Februar 2020 um 21:05
    Permalink

    Endabrechnung kam 6 Wochen nach auslaufen des Vertrages. Ich hatte 2 neue Kunden geworben aber die Prämie wurde mir nicht gutgeschrieben. Angeblich wussten die von nichts. Ausserdem sollte die Grundgebühr von 6.95 € auf 25 € steigen und das pro Monat.

    Antworten

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