Gastarife Regionale Energiewerke (REW)

Regionale Energiewerke (REW) haben einen Teil ihrer Kunden im Kundenportal angekündigt, die Versorgung einzustellen. Zudem wurden hohe Preiserhöhungen angekündigt.

  • Auf dieser Seite finden Sie Hintergrundinformationen, Empfehlungen, Erfahrungen anderer Betroffener und ein Widerrufschreiben (aktualisiert 09.12.2021).
  • Bei Problemen mit Preiserhöhung, Guthaben, Rechnung etc. finden Sie auf dieser und der zuvor verlinken Seite kostenlose Hilfe, Musterschreiben & Anleitungen. Mit Hilfe meiner Erfahrung werden wir bestimmt auch Ihr Problem lösen können.

Regionale Energiewerke (REW) bietet sehr günstige Tarife. Kunden berichten jedoch über negative Erfahrungen aufgrund von Preiserhöhungen >20% im Folgejahr. Es handelt sich um einen jungen Stromanbieter aus Düsseldorf ohne eigenes Strom- oder Gasnetz – der Name ist irreführend.

Regionale Energiewerke Erfahrungen

Über den Stromanbieter Regionale Energiewerke ist nur wenig bekannt, da da Unternehmen erst 2016 gegründet wurde. Einige der Bewertungen sind negativ (Stand: 10.12.2020).

Autor: Matthias Moeschler; aktualisiert am 16.01.2022

INHALTSVERZEICHNIS

I. Regionale Energiewerke: Wer steckt dahinter?
II. Preiserhöhung: versteckt und unzulässig
III. So wehren Sie die Preiserhöhung ab
IV. Rechtssicher kündigen

V. Zählerstand mitteilen

I. Regionale Energiewerke (REW): Wer steckt dahinter?

Es handelt sich nicht um einen Verbund von regionalen Energiewerken / Stadtwerken, die Sicherheit und Beständigkeit für mich suggerieren. Stattdessen handelt sich sich um einen jungen Energie-Discounter, der 2016 gegründet wurde. Der Name ist somit irreführend.

Ich vermute es ist ein reines Marketing. Stadtwerke haben ein geringes Risiko, weil sie Eigentum an Netzinfrastruktur besitzen und aufgrund der Anreizregulierung eine regulatorische Verzinsung von ca. 4% erzielen. Diese Einkommen können als Puffer dienen, falls das Vertriebsgeschäft Verluste einfahren sollten. Derartige Puffer besitzt Regionale Energiewerke nicht.

II. Regionale Energiewerke: versteckte & überzogene Preiserhöhungen

Am meisten ärgern sich Verbraucher anscheinend über die Preiserhöhung von Regionale Energiewerke. Gerne lasse ich Ihnen eine Vorlage zukommen, mit der Sie sich ganz bequem gegen die Preiserhöhung wehren können. Verbraucher haben mir zurückgemeldet, dass sie ihr Geld gegenüber der Regionale Energiewerke zurückholen konnten. Beschwerden lohnt sich also! Dazu später mehr.

Wann sind Preiserhöhungen unzulässig?

Preiserhöhungen müssen mind. 4 Wochen vorab angekündigt und zugesendet werden

Preiserhöhungen müssen vorab zugesendet werden. Es reicht nicht, wenn das Preiserhöhungsschreiben lediglich ins Kundenportal eingestellt wird. Die Preiserhöhung muss mindestens 4 Wochen vorab zugesendet werden. Oft sichern die Anbieter in den AGBs eine Ankündigung 6 Wochen vorab zu.

Preiserhöhungen müssen transparent kommuniziert werden

Das Preiserhöhungsschreiben muss transparent sein. Wenn das Preisserhöhungsschreiben im Kundenportal hinterlegt wurde, dann muss die E-Mail ebenfalls transparent die Preiserhöhung mitteilen, auch wenn die Details nicht enthalten sein müssen.

Intransparente Preiserhöhungsschreiben zeichnen sich z.B. so aus:

  • Betreff: Kein Hinweis auf die Preiserhöhung, weil ein unzutreffender Betreff (z.B.„Aktuelle Neuigkeiten“) gewählt wurde. Das LG Hamburg (Az: 312 O 453/18) urteilte, dass der E-Mail-Betreff eindeutig auf die Preiserhöhung hinweisen muss, um dem §41 (5) EnWG zu genügen.
  • Fehlende Hervorhebung der Preiserhöhung. Eine Hervorhebung ist jedoch zwingend geboten, wenn nicht ausschließlich Preisinformationen kommuniziert werden (OLG Köln, Az: 6 U 303/19).
  • Fehlende oder unpassende Überschrift [z.B. „Auswirkungen auf Kostenstrukturen“; „Wettbewerb bestimmt Kostenrahmen“]
  • Erwähnung in einem Nebensatz etc.
  • Das Wort „Preiserhöhung“ wird im Text nicht verwendet sondern geschickt umschrieben.

Der Anbieter darf nicht nachträglich seinen Gewinn steigern. Die Preissteigerung muss verhältnismäßig sein

In den AGBs verpflichten sich die Strom- und Gasanbieter, Preiserhöhungen abhängig von Kostensteigerungen vorzunehmen – die Preise dürfen nur im Rahmen der tatsächlichen Gesamtkostenentwicklung angepasst werden. . Vereinfacht bedeutet dies Folgendes:

  • Angenommen, die Beschaffungspreise und Umlagen steigen von 2021 auf 2022 um 2 Cent / kWh, dann darf dem Verbraucher auch nur der Arbeitspreis um 2 Cent / kWh erhöht werden.
  • Wenn die Fixkosten (Personal, Miete, etc.) um 100.000€ von 2020 auf 2021 steigt, dann darf allen Verbrauchern die Jahresgrundgebühr um nur 100.000€ erhöht werden. Wenn der Anbieter 10.000 Kunden hat, dann dürfen somit pro Verbraucher die Grundgebühr um 10 € auf das Jahr gerechnet erhöht werden. 

Hier können Sie die Regionale Energiewerke AGBs herunterladen (Stand: 22.03.2020).

Der Energieversorger darf somit den Umfang der Preiserhöhung nicht wahllos festlegen, sondern er muss diese auf eine Berechnungsgrundlage stützen. Damit soll verhindert werden, dass der Energieversorger seine Gestaltungsmacht zu Lasten der Kunden ausnutzt. Mir als Verbraucher muss bei Vertragsabschluss möglich sein zu erkennen, in welchem Umfang spätere Preiserhöhungen auf mich zukommen können. Diesen Grundsatz haben Sie auch in Ihren AGBs verankert: „Der Energieversorger ist berechtigt und verpflichtet, eine Anpassung des Preises im Wege der einseitigen Leistungsbestimmung in Ausübung billigen Ermessens (§ 315 BGB) nach Maßgabe der Entwicklung der für die Preisbildung maßgeblichen Faktoren vorzunehmen.“

III. So wehren Sie die Preiserhöhung ab

Eine unzulässige Preiserhöhung abzuwehren ist sehr zeitaufwendig und es bedarf juristischen Sachverstand. Hohe Beratungskosten durch einen Rechtsanwalt (ab 200€) schrecken viele Verbraucher ab. Aus diesem Grund scheitern die meisten Verbraucher und sie müssen höhere Preise bezahlen, obwohl die Preiserhöhungen nicht zulässig sind!

Ich war Opfer eines anderen Stromanbieters, der mir versteckt eine 50%ige Preiserhöhung mitteilte. Aus diesem Grund helfe ich Ihnen kostenlos, Ihr Geld zurückholen. Rezensionen auf Google sowie gelöste Beschwerden auf de.reclabox.com (siehe z.B. Quellen 123) bestätigen die Wirksamkeit meiner Vorlagen und die guten Erfolgsaussichten.

⇒ So unterstütze ich Sie:

Ich biete Ihnen an, eine Vorlage für Ihren Widerspruch zuzusenden, die Sie nur noch an Ihren spezifischen Fall anpassen müssen. Nachdem Sie der Preiserhöhung widersprochen haben, zeige ich Ihnen, wie andere Verbraucher erfolgreich ihre Rechte durchgesetzt haben. Auf diese Weise vermeiden Sie unnötige Fehler, die Ihnen Geld kosten. Fordern Sie meine Widerspruchs-Vorlage hierüber an. Fertig.

IV. Regionale Energiewerke kündigen

Die Kündigungsfrist von Regionale Energiewerke (REW) beträgt i.d.R. 6 Wochen. Kündigen Sie möglichst frühzeitig per E-Mail ([email protected]). Haben Sie <2 Wochen Zeit, dann kündigen Sie gerichtsfest per Einschreiben. Nutzen Sie hierzu meine kostenlosen Mustervorlagen.

Kontakt Regionale Energiewerke GmbH:

  • Fax-Nummer +49 0211 97533331
  • E-Mail-Adresse [email protected]
  • Postalisch: RegionaleEnergieWerke GmbH, Kaiserswerther Straße 215, 40474 Düsseldorf

Umzug: kein Sonderkündigungsrecht!

Laut AGBs von Regionale Energiewerke (REW; Stand: 14.05.2021) haben Sie kein Sonderkündigungsrecht bei Umzug. Stattdessen sind Sie verpflichtet, den Umzug mindestens 4 Wochen vorab anzukündigen.

§ 21 Umzug
(1) Der Kunde ist verpflichtet, dem Lieferanten jeden Umzug mit einer Frist von mindestens 4 Wochen vor seinem Umzug unter
Angabe der neuen Anschrift in Textform anzuzeigen und dem Lieferanten innerhalb dieser Frist den Nachweis für den
bevorstehenden Umzug, z.B. durch Vorlage einer Kopie des neuen, unterzeichneten Mietvertrags oder des Übernahmeprotokolls
der neuen Wohnung, zu erbringen.
(2) Ein Umzug des Kunden beendet den Liefervertrag zum Zeitpunkt des vom Kunden mitgeteilten Umzugsdatums. Der Lieferant
behält sich das Recht vor, dem Kunden für die neue Entnahmestelle ein neues Vertragsangebot zu unterbreiten.

V. Regionale Energiewerke Zählerstand mitteilen

Das Unternehmen verfügt über ein Kundenportal, auf das Sie Ihren Zählerstand eintragen können. Ich empfehle Ihnen jedoch, lieber Ihren Zählerstand dem zuständigen Netzbetreiber mitzuteilen. Machen Sie vorsichtshalber ein Foto vom Zählerstand. Falls es Probleme mit der Stromrechnung geben sollte, so können Sie Ihren Verbrauch nachweisen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Energie-Discounter gemacht?

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101 Kommentare

  1. Bei uns wurde auch die Lieferung ohne Schriftliche Ankündigung gekündigt. Danach aber ohne Nachweis über 700€ Rechnung erhalten. Jetzt ist der bekannte Inkasso eingeschaltet.
    Haben Sie weitere Tipps? Könne wir eine Sammelklage starten?
    Danke schön!

    1. Ich habe heute mein Inkasso-Schreiben bekommen und werde auch nicht zahlen. Ich wäre auch ggfs. bei der Sammelklage dabei.
      Das ist aus meiner Sicht klarer Vertragsbruch. Meine Forderung gegen die REW ist deutlich höher als der Betrag über den das Inkassoverfahren läuft.
      Finde es auch wirklich krass, dass ich nicht eine einzige Mahnung bekommen habe, sondern jetzt direkt das Inkassoverfahren.

  2. Hat jemand von allen Betroffenen schon die Abrechnung der REW genau studiert? Ich bin in einem anderen Forum auf einen Beitrag gestoßen, in welchem ein User die 2,05 Cent Stromsteuer pro KW ansprach, welcher laut Bundesnetzagentur im Arbeitspreis enthalten sein muss. Haben die REW diesen bei ihren Kunden also doppelt abgerechnet?

    Der User im Forum hat dagegen bei REW Einspruch eingelegt und den vollen Betrag erstattet bekommen. Das macht doch kein Unternehmen freiwillig oder?

  3. Keine Ankündigung der Preiserhöung, untergeschobene Preiserhöhung erst nach Monaten im Kundenportal, Abrechnung erst nach Einschaltung des Rechtsanwalts, dazwischen mehere Mahnungen vom Inkasso, nach Sachdiskussion mit dem noch verbliebenem Büropersonal, bat dieses um Ausgleich der Forderung ohne das Setzen einer Frist – danach: Stille seitens REW.

  4. Meine Stromlieferung wurde zum 31.03.22 eingestellt.
    Ich erhielt keine Kündigung von REW ,sondern nur eine Mitteilung des Netzbetreibers, dass ich jetzt in deren Grundversorgung sei(ca.100%teurer).
    Eine Abschlussrechnung habe ich auch nicht erhalten ,es wurden ca.300€ einfach per Lastschrift eingezogen.
    Der Lastschrift habe ich widersprochen.
    Daraufhin habe ich 2 Mahnungen per Email erhalten und jetzt eine Mahnung eines Inkassounternehmens.
    Telefonisch ist bei REW niemand zu erreichen. Zugang zum Kundenportal gibt es auch seit April nicht mehr.
    Der Liefervertrag wäre eigentlich noch bis zum 31.12.22 gültig.

    1. Ich habe ebenfalls eine E-Mail eines Inkassounternehmens im Auftrag der REW erhalten. Brisant ist, dass ich seit einem Jahr um die Korrektur meiner Schlussrechnung kämpfe und diverse andere Probleme mit REW hatte/habe. Unter anderem geht es um eine massive zurückdatierte Preiserhöhung der REW. Leider war eine Kontaktaufnahme mit dem „Support“ von REW nicht hilfreich. Zuletzt wurde ich ignoriert und erhielt immer weiter ungerechtfertigte Abbuchungen, welche von mir zurückgezogen wurden.

      Interessant sind auch die google Bewertungen zum besagten Inkassounternehmen. Ich lasse mich von derartigen Methoden nicht einschüchtern und habe einen Rechtsanwalt zur Wahrung meiner Interessen beaufragt. Ich hoffe das es mir viele Opfer der REW gleichtun.