Erfahrungen mit Strogon: überwiegend negativ!

  • Sind Sie Kunde? Dann haben Sie bereits Probleme oder Ihnen drohen Probleme. Lesen Sie sich diesen Beitrag genau durch. Mit diesen Hinweisen lösen Sie Ihr Problem.
  • Sie sind noch nicht Kunde? Achten Sie neben dem Preis auch auf Qualität. Wechseln Sie nur zu diesen seriösen Anbietern! Diese sind häufig sogar günstiger und bereiten Ihnen weniger Probleme.

Stand: 20.07.2020
Es werden Fakten und die Meinung des Autors wiedergegeben. Es wird jedoch keine Haftung übernommen und
keine Rechtsberatung geleistet, weil rechtliche Sachverhalte lediglich allgemein dargestellt werden (RDG §2 III, Satz 5) ⇒ weiterführende Hinweise.

 

Inhaltsverzeichnis:
I. Strogon Erfahrungen anderer Verbraucher
II. Seriöse Anbieter finden
III. Empfehlungen für Strogon-Kunden

I. Strogon Erfahrungen anderer Verbraucher

a) Verbraucherbeschwerden

Über den Stromanbieter Strogon ist nur wenig bekannt. Trotzdem gehört dieser Anbieter zu den Energieversorgern mit den meisten Verbraucherbeschwerden. Es handelt sich um einen kleinen Stromanbieter aus Bonn, der seit 2014 seine Kunden mit Strom beliefert. Auf de.reclabox.com haben sich jedoch schon zahlreiche Verbraucher über diesen kleinen Anbieter beschwert. Es ist somit vergleichsweise sehr wahrscheinlich, dass Sie Probleme mit diesem Anbieter bekommen werden.

Strogon Erfahrungen

Ende 2018 nahmen die Beschwerden gegenüber diesen Anbieter stark zu. Die folgenden Abbildungen zeigen Ihnen, welche großen Probleme Verbraucher mit Strogon haben:

b) Weiterempfehlungsraten

Im Forum des Bundes der Energieverbraucher wurde der Stromanbieter Strogon hinsichtlich einer monatlichen Vorkasse und aufgrund überhöhter und versteckter Preiserhöhungen kritisiert. Auf den Vergleichsportalen von Verivox und Check24 wurden häufiger fehlgeschlagene Anbieterwechsel bemängelt. Auf de.reclabox.com wurden einige Beschwerden veröffentlicht, die das Unternehmen auf dieser Plattform nicht beantwortet oder gelöst hat.

c) Kundenunfreundliche AGBs

Die AGBs von Strogon sehen zahlreiche kundenunfreundliche Regelungen vor, bei denen der Neukundenbonus eingeschränkt wird oder Zusatzkosten drohen (z.B. Umzugspauschalen i.H.v. 45€).

Kunden mit Mehrtarifzählern und Photovoltaikanlagen werden laut Vertrag nicht beliefert. Wenn Verbraucher dennoch über einen Mehrtarifzähler oder einer Photovoltaikanlage verfügt, kann dies zu einer Verweigerung des Neukundenbonus führen. Bei den Energieversorgern immergrün (365 AG) und Fuxx Sparenergie (Grüner Funke) wurden aufgrund dieser Einschränkungen bereits Boni unzulässiger Weise verweigert.

Überraschend und unzulässig dürfte die Beschränkung des Bonus auf rein private Nutzung sein. Wenn ein Verbraucher den Strom nicht rein privat nutzt, dann kann das Unternehmen den Neukundenbonus verweigern. (7) Wenn Verbraucher z.B. einen Online-Handel nebengewerblich führen, dann nutzt dieser den Strom oder das Gas nicht ausschließlich privat.

Darüber hinaus wird der Bonus ausgeschlossen, wenn Kunden in den letzten 6 Monaten ihren Vertrag mit Strogon widersprochen haben. Erschwerend kommt hinzu, dass auch Haushaltsangehörige Neukunden sein müssen, obwohl mit diesen gar kein Vertrag geschlossen wird.

Mit Überraschungen müssen Kunden von Strogon auch dann rechnen, wenn sie umziehen. Auch wenn der Vertrag fortgesetzt wird, dürfte der Bonus verweigert werden, denn Strogon schreibt in seinen AGBs, dass der Bonus nur dann gewährt wird, „wenn wir Sie zwölf Monate ununterbrochen und berechtigt an der gleichen Abnahmestelle beliefern durften.“ Bei einem Umzug wechselt der Kunde die Abnahmestelle und der Energielieferungsvertrag wird an der neuen Abnahmestelle fortgesetzt.

Zuletzt sehen die AGBs der immergrün vor, dass unter gewissen Umständen das Unternehmen im Falle eines Pakettarifs das gesamte Paket bei vorzeitiger Kündigung abrechnen darf (7.3).

Wenn Sie Kunde von Strogon sind und Ihnen der Bonus verweigert oder Ihnen Zusatzkosten in Rechnung gestellt wurde, dann können Sie sich mit den Informationen auf dieser Internetseite dagegen wehren.

II. Seriöse Anbieter finden

Ich warne vor Strogon, um Verbrauchern diese Probleme zu ersparen.

Ich hoffe, ich konnte Sie überzeugen, Stromanbieter wie Strogon mit vielen Verbraucherbeschwerden zu meiden. Aus meiner Sicht ist es wichtig, auch auf Qualität zu achten. Eine Liste mit seriösen und unseriösen Strom- und Gasanbietern habe auf Basis einer Beschwerdestatistik, einer ausführliche AGB-Analyse und vier Stromanbieter-Tests zu Service-Qualität für Sie zusammengefasst. Wechseln Sie nur noch zu diesen Anbietern!

seriöse Stromanbieter finden

Meine Empfehlung zu Strogon

Ich persönliche tue mich schwer mit kleinen und jungen Stromdiscountern. Zum einen habe ich Bedenken vor weiteren Firmenpleiten (TelDaFax, Flexstrom und CareEnergy). Leider ist es nicht möglich, die wirtschaftliche Stabilität von Strogon zu bewerten. Zum anderen tendieren einige Stromanbieter zu verbraucherunfreundlichen Praktiken (z.B. versteckte Preiserhöhungen, Neukundenbonus verweigert, Guthaben nicht ausgezahlt etc.). Es gibt inzwischen deutliche Anzeichen, dass Strogon sich diesen Praktiken auch bedient. In der Zeitschrift Stern wurde über versteckte und überzogene Preiserhöhungen berichtet. Mir wurde die Verweigerung des Neukundenbonus aufgrund eines Kleingewerbes als Ebay-Händler zugetragen. Allem Anschein nach sucht das Unternehmen die Lieferadresse nach eingetragenen Unternehmen ab, um den Neukundenbonus verweigern zu können. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie sich gegen verbraucherunfreundliche Praktiken wehren können.

III. Empfehlungen für Strogon-Kunden

Praxiserprobte Empfehlungen: Folgende Empfehlungen haben sich bei Verbrauchern als besonders effizient wertvoll. Diese Erkenntnisse stammen aus Empfehlungen der Verbraucherzentrale, aus Foren, vom Bund der Energieverbraucher und aus persönlichen Erfahrungen von Verbrauchern.

a) Strogon kündigen / widerrufen

Leider verweigern einige Stromdiscounter die Kündigung, wodurch Verbraucher unfreiwillig länger beim Stromanbieter blieben als gewollt. Wie Sie eine unfreiwillige Vertragsverlängerung ausschließen können, erfahren Sie hier.

b) Probleme mit Strogon vermeiden / lösen

Wenn die Widerrufsfrist von zwei Wochen bereits abgelaufen ist, können Sie nicht mehr vom Vertrag zurücktreten. Folgende Punkte sollten Sie beachten und den verlinkten Hinweisen folgen, um Zusatzkosten zu vermeiden:

Versteckte Preiserhöhung

Bei einem Teil der Beschwerden kritisieren die Verbraucher, dass überzogene Preiserhöhungen von 30% und mehr versteckt in E-Mails mitgeteilt wurden. In der Vergangenheit wurde insbesondere der Grundpreis erhöht. Lesen Sie daher alle Dokumente von Strogon besonders sorgfältig durch und beachten Sie auch das Kleingedruckte. Wenn Sie Opfer einer versteckten oder überzogenen Preiserhöhung sind, dann folgen Sie diesen Hinweisen. Fast immer kann ich den Verbrauchern ihr Geld zurückholen.

Neukundenbonus verweigert

Wählen Sie die Begründung für die Bonusverweigerung aus und folgen Sie den Empfehlungen.

Fehlerhafte Stromabrechnungen

Anscheinend werden Stromrechnungen verspätet oder gar fehlerhaft erstellt. Überprüfen Sie daher Ihre Stromabrechnungen der letzten drei Jahre auf Fehler. Auf dieser Seite stelle ich ein Berechnungstool bereit und gebe Ihnen wertvolle Hinweise, wie Sie Fehler finden und wie Sie sich wehren. Ein Fehler ist z.B., wenn falsche Zählerstände angesetzt werden.

Guthabenauszahlung fehlt 

Strogon zahlt anscheinend Guthabenauszahlung nicht oder nur verspätet aus. Folgen Sie diesen Hinweisen, um das Unternehmen zu mahnen und möglichst schnell an Ihr Geld zu kommen.

Verspätete Guthabenauszahlungen zukünftig vermeiden:

Bei der Mitteilung des Zählerstandes per E-Mail sollten Sie das nächste Mal bereits die Konsequenzen androhen, sofern die Stromrechnung nicht innerhalb von 6 Wochen und die Auszahlung nicht innerhalb von 2 Wochen nach Rechnungsstellung erfolgt:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

am xx.xx.20xx betrug mein Zählerstand (Nr. xxx) xxx Kwh.
Stellen Sie bitte sicher, dass mir Ihre korrekt erstellte Schlussrechnung gemäß § 40 (4) EnWG bis spätestens sechs Wochen nach Beendigung des Lieferverhältnisses zugeht.
Zudem erwarte ich von Ihnen, dass Sie mir das sich aus der Abrechnung resultierende Guthaben inkl. des Neukundenbonus fristgerecht innerhalb von 14 Tagen nach ergangener Schlussrechnung auf mein Ihnen bekanntes Bankkonto überweisen.
Bitte beachten Sie, dass Guthaben aus Energierechnungen unverzüglich zu erstatten sind (s. Urteil des OLG Düsseldorf v. 16. 12.2014, Az: I-20 U 136/14) und ansonsten eine Geldschuld während des Verzugs zu verzinsen ist (s. § 288 (1) BGB).
Sollten Sie meinen berechtigten Forderungen nicht innerhalb der o. a. Fristen nachkommen oder gemäß § 111a EnWG die Gründe für Abweichungen davon nicht darlegen, werde ich wegen Ihres Verzugs (siehe § 286 Abs. 2 Nr. 2 BGB) umgehend bei der Schlichtungsstelle Energie die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens veranlassen sowie die Marktwächter Energie der Verbraucherzentralen informieren.
Viele Grüße“

Praxisfall: Strogon Preiserhöhung 2017 per E-Mail

Wenn Sie dies schreiben, müsste Sie aus meiner Sicht die 4-wöchige Frist umgangen haben, die der Stromanbieter hat, um die Kundenbeschwerde zu lösen. Der Vorteil ist somit, dass Sie sofort die Schlichtungsstelle einschalten können. Zudem signalisieren Sie dem Stromanbieter, dass Sie ein aufgeklärter Verbraucher sind und Ihre Rechte kennen. Hoffentlich wird dies dazu beitragen, dass der Stromanbieter bei Ihnen keine Verzögerungen zulässt.

In 2017 hat Strogon gegenüber einen Kunden eine Erhöhung des Arbeitspreises auf 37 Cent/kWh angekündigt. Die mir vorliegende Preiserhöhung halte ich für intransparent und überhöht, weshalb ich die Preiserhöhung für unzulässig erachte. In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie sich wehren können.

Preiserhöhung Strogon 2017

Meine Einschätzung zur Rechtmäßigkeit der Preiserhöhung

Die Preiserhöhung ist intransparent und daher unzulässig

Die Preiserhöhung von Strogon ist aus meiner Sicht aufgrund folgender Eigenschaften intransparent und daher unzulässig gemäß §41 (3) EnWG:

  • Im Betreff „Servicestark und zukunftssicher – Vertragsinformationen“ ist nicht ersichtlich, dass der Verbraucher mit einer Preiserhöhung rechnen muss. Zudem verspricht der Betreff einen positiven Inhalt. Eine derart hohe Preiserhöhung ist allerdings äußerst nachteilig für den Verbraucher.
  • Im Text wird lediglich ein Satz für die Preiserhöhung gewidmet. Zudem wird die Preiserhöhung nicht hervorgehoben.
  • Es ist nicht transparent, weil nicht klar ist, wie die Preiserhöhung sich zusammensetzt. Genau dies verlangt aber der BGH (VIII ZR 247/17)  in seinem Urteil.

Die Preiserhöhung ist überhöht und daher unzulässig

Der Stromanbieter darf seinen anfänglichen Gewinnanteil (mit Ausnahme des Neukundenbonus) nicht erhöhen – die Preise dürfen nur im Rahmen der tatsächlichen Gesamtkostenentwicklung angepasst werden. Der Stromanbieter muss die Preiserhöhung auf eine Berechnungsgrundlage stützen. Damit wird verhindert, dass der Stromanbieter seine Gestaltungsmacht zu Lasten der Kunden ausnutzt. An dieser Stelle sei auf die ständige Rechtsprechung des BGH verwiesen:

„…berechtigen ihre Anpassungsrechte die Versorger zu Preiserhöhungen nur, soweit sie damit unvermeidbare Kostensteigerungen OHNE ERZIELUNG EINES ZUSÄTZLICHEN GEWINNS an die Kunden weitergeben und dabei Kostensenkungen auch zeitlich ebenso und nach den gleichen Maßstäben berücksichtigen wie Kostensteigerungen. Halten sich einseitige Preiserhöhungen nicht innerhalb dieser Grenzen, sind sie vom Anpassungsrecht des Versorgers nicht gedeckt und damit unwirksam.“

In einem mir vorliegenden Fall wurde der Arbeitspreis von 22,19 Cent/kWh auf 37 Cent/kWh erhöht (+67%). Begründet wird diese Erhöhung mit Investitionen in den Service und steigenden Netzentgelten. Auch wenn Ihre Betriebskosten nicht öffentlich zugänglich sind, so bezweifle ich, dass Ihre Gesamtkosten in diesem Umfang gestiegen sind. Denn die EEG Umlage der tennet TSO GmbH stieg im Jahr 2017 z.B. „nur“ um 8,3% – dies sind lediglich 0,5Cent /Kwh . Bundesweit stiegen die Strompreise für private Haushalte von 2016 auf 2017 durchschnittlich „nur“ um 1,7%.Woher die anderen Steigerungen des Arbeitspreises herkommen sollen, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Fazit

Insgesamt schätze ich die Preiserhöhung als unzulässig an. Verbraucher dürfte daher in vergleichbaren Fällen gute Erfolgsaussichten haben. Betroffene Verbraucher können sich gerne an mich wenden. Ich werde auf Wunsch die Preiserhöhung bewerten und ein kostenloses Antwortschreiben anfertigen.

 

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  • 7. Dezember 2019 um 23:20
    Permalink

    Hallo,
    hier noch ein negativer Erfahrungsbericht zu Strogon:
    Ich wurde bis zum 8.2.19 von Strogon mit Gas beliefert, danach bin ich zu einem anderen Anbieter gewechselt. Vor einer Woche sah ich nochmal meine Unterlagen durch und stellte fest, dass ich von Strogon gar keine Abschlussrechnung hatte. Auf meine Email an den Kundenservice im November 2019 schickt mir Strogon diese zu. Die Endabrechnung war datiert auf den 11.06.19, also schlappe 4 Monat nach Belieferungsende. Laut dieser sollte ich eine Erstattung i. H. v. EUR 437,90 erhalten innerhalb von 30 Tagen, das hieße bis zum 11.07.19. Immerhin hatte Strogon den 15prozentigen Neukundenbonus korrekt einbezogen. Leider war aber auf meinem Konto nirgends der Geldeingang zu verzeichnen. Also wieder Email geschickt. Darauf antwortete Strogon lapidar, dass man mir das Geld in den nächsten Tagen überweisen werde. Nach 3 Tagen war das Geld auch korrekt auf meinem Konto eingegangen.
    Ich bin sehr enttäuscht von Strogon. Man hat sich noch nicht mal für den „Fehler“ entschuldigt und sein Bedauern ausgedrückt. Und 437 EUR sind schon eine Menge Geld. Ich werde dort wahrscheinlich nie wieder Kunde werden… Holzauge sei wachsam!

    Antworten
  • 22. Juli 2019 um 17:11
    Permalink

    Zwei Mal über Abo Alarm gekündigt! Strogon ist frech und unmöglich. Jahresabrechnung konnte nicht mal verglichen werden, da ich nicht mal eine bekommen habe. Strogon fordert Mahngebühren für Monat Juli obwohl der noch nicht mal rum ist! Der totale Chaos Haufen da arbeiten nur Ausländer die einen teilweise nicht mal verstehen 🤦🏼‍♂️. Hab rechtzeitig gekündigt und deshalb bekommen sie nichts mehr! Zusagen von Mitarbeitern werden nicht eingehalten und ignoriert. Absolut nicht zu empfehlen diese Firma.

    Antworten
  • 22. Juli 2019 um 17:07
    Permalink

    Zwei Mal über Abo Alarm gekündigt! Strogon ist frech und unmöglich. Jahresabrechnung konnte nicht mal verglichen werden, da ich nicht mal eine bekommen habe. Strogon fordert Mahngebühren für Monat Juli obwohl der noch nicht mal rum ist! Der totale Chaos Haufen da arbeiten nur Ausländer die einen teilweise nicht mal verstehen 🤦🏼‍♂️. Hab rechtzeitig gekündigt und deshalb bekommen sie nichts mehr! Zusagen von Mitarbeitern werden nicht eingehalten und ignoriert.

    Antworten
  • 4. Juni 2019 um 20:46
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Moeschler,

    auch ich bin Opfer der Strogon AG geworden. Leider bin ich nur per Zufall auf die E-Mail von November 2018 gestoßen, dass sich meine Grundgebühr von 7,20 € auf 20 € ab dem 1. Mai erhöht. Nun ist aber leider schon Juni. Kann ich den Vertrag trotzdem kündigen?

    Freundliche Grüße,
    Dennis Polster

    Antworten
  • 5. März 2019 um 19:19
    Permalink

    Von 2017 bis 2019 war ich Kunde von Strogon (Strom). Abgesehen von einigen unerfreulichen Kleinigkeiten (forciertes Inkasso, dubiose Forderungen, unübersichtliche interne Verrechnungen) ist mir aufgefallen, dass es bei Abrechnungen zur Vermischung von Brutto- und Nettopreisen gekommen ist mit ca. 500€ zu meinem Nachteil. Jeder Strogon Kunde sollte seine Endabrechnungen daraufhin genau überprüfen.

    Antworten
  • 13. September 2018 um 09:50
    Permalink

    Hallo,

    auch ich möchte mich hier mit einreihen, denn auch ich bin Strogon „Opfer“ geworden.
    Wie in einigen Beiträgen weiter oben mehrmals erwähnt wurde, habe ich mich über den gleichbleibenden Preis im 2. Jahr gefreut, denn eine Info über eine Preiserhöhung kam nicht.
    Vor drei Tagen erhalte ich dann die Endabrechnung. Über 800 Eur Nachzahlung, aufgrund zweier Preiserhöhungen.
    Ich habe direkt Widerspruch eingelegt und fristlos gekündigt sowie um einen Nachweis gebeten, aus dem hervorgeht, dass die Info über die Preiserhöhungen an mich versendet wurde. Dieser Nachweis kam in Form zweier PDF- Dateien, die als email an mich versendet wurde. 1. email kam im November 2016! mit der Ankündigung der Erhöhung für Oktober 2017! Betreff: Verbesserter Service- Anpassung Ihrer Preise, dann eine lange Textnachricht und im letzten Abschnitt versteckt die neuen Preise… Die zweite Preiserhöhung, auch als email war im Betreff als „servicestark und zukunftsicher- Vertragsinfo“ gekennzeichnet. Wieder langer Text und ganz unten die neuen preise, die von 22 Cent auf 37 Cent gestiegen sind.

    Beide Preiserhöhungen habe ich per email nicht erhalten! Gelöscht habe ich sie nicht, sie sind auch nicht im Spam gelandet.

    Ich werde, sollte sich bis dahin keine Einigung ergeben, in 4 Wochen die Schlichtungsstelle einschalten.

    Gibt es eventuell einen Tip, was ich noch tun kann? Hätte ich die Preiserhöhungen erhalten, hätte ich sofort gekündigt…

    Antworten
    • 13. September 2018 um 22:59
      Permalink

      Kontaktieren Sie mich einfach via mrmoeschler(at)gmail.com und fügen Sie das Anschreiben bei. Ich biete Ihnen ein kostenloses Musterschreiben an, dass Sie an Ihren Fall anpassen können.

      Antworten
  • 3. August 2018 um 17:20
    Permalink

    Sehr interessant, was ich da so alles leider erst zu spät gelesen habe.
    Auch ich war entsetzt über das Geschäftsgebahren der Firma Strogon.
    Mein Vertrag ist inzwischen ausgelaufen. Mein Problem war der Bonus der mir nach 3 Monaten nach Vertragsbeginn zugesagt wurde.
    Ich musste ihn drei mal anmahnen bis etwas überwiesen wurde. Dann natürlich nicht der vollständige Betrag. —Also wieder mahnen. Ist dann trotzdem noch eingegangen, nachdem sie wahrscheinlich gemerkt haben – der Kunde läßt nicht locker –

    So krass ist mir das seither noch nie passiert, obwohl ich jährlich meine Verträge wechsle.

    Antworten
  • 26. Juni 2018 um 12:39
    Permalink

    „Strogon“ ist m. E. völlig unseriös. Über Verivox zu Strogon wechseln wollen. Mitteilung von Verivox, die Unterlagen wurden durch uns geprüft und an Strogon weitergeleitet. Sie werden von Strogon in den nächsten 4 Tagen die Vertragsunterlagen erhalten. Nach meinem Urlaub, rd. 20 Tage nach diesem Schreiben immer noch keine Nachricht von Strogon. Anruf bei Strogon: Angeblich auf Grund hoher Neubestellungen dauere die Bearbeitungszeit etwas länger als gewöhnlich. Aber ich würde spätestens in 3-4 Tagen die Vertragsunterlagen erhalten. Nach 8 Tagen erneuter Anruf bei Strogon. Jetzt folgende Aussage: Bei dem Wechselprozess hätte es einen internen Systemfehler gegeben. Ich sollte doch bitte noch mal einen Wechsel über Verivox vornehmen. Na klar, mittlerweile hat sich der Preis bei Strogon um rd. 25% erhöht. Da könne man leider nichts machen. Meiner Meinung nach hauen die Angebote raus und wenn sich die Preise an den Gas- oder Strombörsen erhöhen werden die Anträge nicht angenommen. Solche Läden mit diesen Praktiken sind einfach ein Ärgernis.
    Im nachhinein bin ich bin ich aber froh, dass ich mit diesem Laden kein Vertragsverhältnis habe.
    Dieter Schnelle

    Antworten
  • 12. Juni 2018 um 14:25
    Permalink

    Hallo,
    auch ich habe schlechte Erfahrungen mit Strogon gemacht. Im August 2018 gab es in einer sehr langen Email einen Text über Service und Innovationen. Im letzten Absatz versteckt stand dann, dass man die Grundgebühr für Gas von monatlich 7,52 € auf 25 € ab Dezember erhöhen wird. Wenn man nicht aufmerksam liest, übersieht man dieses!! Glücklicherweise gabe es im Oktober noch eine AGB Änderung, so dass ich ein Sonderkündigungsrecht hatte und eine Kündigung eingereicht habe zum 31.12.2018. Nach Erhalt meiner Abschlussrechnung habe ich mich gefragt, wieso ein Monat mit 25 Euro Grundgebühr berechnet wird. Erst durch Recherche in alten EMails bin ich zu der August EMail gelangt. FINGER WEG! Das ist Kundenverarsche!

    Antworten
    • 12. Juni 2018 um 23:01
      Permalink

      Haben Sie sich gegen die versteckte Preiserhöhung gewehrt? Wie hat das Unternehmen reagiert?

      Antworten
  • 24. Mai 2018 um 03:03
    Permalink

    Bin leider auch ein Kunde von strogon und habe folgendes zu berichten leider hatte ich vorigen Monat etwas wenig Geld und konnte meinen Abschlag nicht zahlen 4 Tage später bekam ich eine mahnung die ich Ernst nahm und am 1,5 . 2018 sofort überwiesen haben (94 €) ich dachte mir ok Feiertag Wird 2 Tage später drauf sein .
    Ich rief bei strogon an und am 4.5 war das Geld auf dem kundenkonto . 2 Tage später bekam ich einen Brief von einem inkasso unternehmen und solle jetzt 145 € an strogon zahlen was in meinen Augen leider Gottes nicht rechtens ist
    Was soll ich machen ?

    Antworten
  • 16. Mai 2018 um 19:27
    Permalink

    Hallo und guten Abend,
    ich habe einen ähnlichen Fall bezüglich einer Gutschrift über 614 Euro von Strogon.
    Die Frist der Rücküberweisung ist inzwischen verstrichen. Ich habe also jetzt eine
    letzte Frist von 14 Tagen gesetzt. Ich hätte jetzt nur gern mal gewußt, was eine Beschwerde
    auf reclabox ist. Was bedeutet reclabox??

    Vielen Dank und freundliche Grüße
    Donald Scheffler

    Antworten
    • 17. Mai 2018 um 15:31
      Permalink

      Auf der Seite RECLABOX können Sie eine öffentliche Beschwerde schreiben. Die Unternehmen reagieren i.d.R. auf diese Beschwerde, weil sie negative Kundenmeinungen im Internet gerne vermeiden möchten.
      Schauen Sie sich am besten mal diese Beschwerde über Strogon an, damit Sie eine ungefähre Vorstellung bekommen, was zu tun ist.

      Antworten
  • 22. April 2018 um 14:57
    Permalink

    Hallo,
    Ich bin (leider) Kunde bei Strogon, allerdings nicht für Strom, sondern für Gas.
    In der ersten Vertragsperiode lief alles einwandfrei. Und zu meiner Verwunderung habe ich zum Ende meiner ersten Vertragsperiode keinerlei Schreiben von Strogon erhalten. Befürchtet hatte ich eine Preiserhöhung, aber es kam keine.
    „Prima“ dachte ich, denn damit verlängert sich der Vertrag um weiter 12 Monate zu den bisherigen Konditionen.
    Ungefähr fünf Wochen nach der ersten Vertragsperiode erhielt ich meine Jahresabrechnung für die erste Vertragsperiode. So weit, so gut.
    Stutzig machte mich allerdings, dass ich ab April 2018 einen um 60% höheren monatlichen Abschlag zahlen sollte. Zwei meiner Anfragen zu diesem höheren Abschlag wurden nur „ausweichend“ beantwortet: Man hätte meinen aktuellen Tarif überprüft und mache mir jetzt noch einmal ein günstigeres Angebot. Per Einschreiben habe ich dann eine Bestätigung meines bisherigen Tarifs eingefordert und die sofortige Kündigung ausgesprochen, für den Fall, dass sich der Preis erhöht hat.
    Daraufhin hat mir Strogon mitgeteilt, dass mein Arbeitspreis ab der zweiten Vertragsperiode nun 7,00 ct/kWh betragen würde. Das entspricht einer PREISERHÖHUNG um 87% !! Die sofortige Kündigung wurde mir ohne Angabe von Gründen verweigert.
    Ich habe inzwischen einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Falls Strogon nicht einlenkt, wird das gerichtlich am Ende der zweiten Vertragsperiode geklärt.
    Deshalb: Von Strogon als Gasversorger kann ich nur ABRATEN.
    Immerhin habe ich auch etwas dazugelernt: Ab jetzt werde ich meine Verträge grundsätzlich bereits wenigen Monate nach Vertragsanfang kündigen. Üblicherweise beträgt die Kündigungsfrist 4…8 Wochen (je nach Vertrag und Anbieter). Wenn es bis dahin noch 3…8 Monate sind, dann hat man „alle Zeit der Welt“ und zur Kündigung reicht dann ein einfacher Brief, oder eine Email: Kündigung zum Vertragsende, sowie Aufforderung zur Bestätigung von Kündigung und Kündigungstermin innerhalb von 4 Wochen.
    Erst wenn die Kündigung unbeantwortet bleibt, oder wenn es zeitlich „eng“ wird, sollte man sicherheitshalber die Kündigung per Einschreiben (Einwurf) durchführen.
    Und nur wer die Kündigungsbestätigung erhalten hat, der hält „alle Trümpfe“ in der Hand. Er kann sich 4…6 Wochen vor Vertragsende in aller Ruhe nach einem günstigen Angebot umschauen, entweder beim selben Anbieter, oder bei einem anderen Anbieter. Mit dieser Vorgehensweise lebt sich’s besser, denn als „Bestandskunde“ wird man häufig „gemolken“.

    Antworten
    • 22. April 2018 um 22:53
      Permalink

      Vielen Dank für Ihren ausführlichen Erfahrungsbericht!
      Ich teile Ihre Einschätzung, dass Verträge deutlich vor Vertragsende gekündigt werden sollten, damit man – wie Sie richtigerweise sagen – „alle Trümpfe“ in der Hand hat. Wenn Sie dann noch die unseriösen Strom- bzw. Gasanbieter meiden, werden Sie zukünftig Geld sparen und Ärger vermeiden.
      Ich gehe davon aus, dass Sie eine Rechtsschutzversicherung haben und deshalb einen Rechtsanwalt eingeschaltet haben. Für alle Verbraucher, die keine Rechtsschutzversicherung haben biete ich meine Unterstützung an, sodass Sie auch ohne Zusatzkosten zu Ihrem Recht kommen. Denn eine 60%ige oder gar 87%ige Preiserhöhung ist nicht zulässig. Ich biete Ihnen ein kostenloses Musterschreiben an, dass Sie an Ihren Fall anpassen können.

      Antworten
  • 12. März 2018 um 14:58
    Permalink

    Hallo,
    zunächst möchte ich mich recht herzlich für die sehr guten Informationen auf Ihrer Hompage.
    Mit dem Stromanbieter Strogon habe ich folgende Erfharung gemacht:
    Mein Vertag bei Strogon endete am 26.12.2017, die Abrechnung habe ich am 10.02.2018 (also noch siebeneinhalb Wochen) erhalten. Gemäß Abrechnung habe ich ein Guthaben von über 500,00 €. Das Guthaben wurde Stand 12.03.2018 noch nicht ausgezahlt. Auf eine E-Mail von mir hat Strogen bisher nicht reagiert. Für mich stellt sich die Frage, wie ich hier weiter vorgehen soll. Hat jemand die gleichen Erfahrungen mit Strogon gemacht ?

    Antworten
    • 12. März 2018 um 22:30
      Permalink

      Die Auszahlung muss unverzüglich oder spätestens mit der nächsten Abschlagszahlung verrechnet werden. Da über ein Monat vergangen ist, empfehle ich dem Stromanbieter eine 14-tägige Frist (z.B. 28.03.2018) zusetzen.
      Die Erfahrungen anderer Verbraucher mit nicht ausgezahltem Guthaben (siehe hier) zeigen, dass einige Stromanbieter nicht darauf reagieren. Es bietet sich bei Überschreiten der Frist an, eine Beschwerde auf reclabox zu schreiben. Wenn auch darauf nicht reagiert wird, sollten Sie die Schlichtungsstelle einschalten. Voraussetzung ist, dass der Stromanbieter 4 Wochen nach erstmaliger Beanstandung das Problem nicht lösen konnte. Die Schlichtungsstelle ist für Sie kostenlos.

      Auch wenn es ein wenig Zeit dauert, wenn Sie am Ball bleiben und diese Schritte durchführen, werden Sie Ihr Guthaben auch bei unseriösen Stromanbietern früher oder später bekommen.

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