• In dieser Studie benenne ich auf der Basis einer Auswertung der Beschwerden auf Reclabox die Strom- und Gasanbieter mit den absolut gesehen meisten Verbraucherbeschwerden.
  • Am häufigsten beschweren sich Verbraucher über nicht-ausgezahlte Guthaben und Sofortboni, gefolgt von ignorierten Kündigungen, fehlerhaften Abrechnungen und versteckten Preiserhöhungen.
  • Am häufigsten haben sich Verbraucher über diese Anbieter beschwert: Fuxx Sparenergie (Grüner Funke), immergrün, ExtraEnergie, Stromio, Primastrom, Voxenergie, Strogon, Enstroga und Wunderwerk. Ich als Verbraucher meide diese Anbieter mit vielen Verbraucherbeschwerden. Stattdessen wechsle ich zu kundenfreundlichen, verbraucherfreundlichen Anbietern.

 

Stand: 10.07.2020
Autor: Dr. Matthias Moeschler

INHALTSVERZEICHNIS

I. Das Geschäftsmodell von Stromdiscountern geht zu Lasten der Kundenzufriedenheit
II. Gegenstand dieser Studie
III. Ergebnisse der Studie
IV. Verbraucherfreundliche Anbieter finden
V. Empfehlungen für Kunden von Anbietern mit vielen Verbraucherbeschwerden

 

I. Das Geschäftsmodell von Stromdiscountern geht zu Lasten der Kundenzufriedenheit

Über eine Million Verbraucher waren von den Insolvenzen der Stromdiscounter Teldafax, Flexstrom, Care-Energy und BEV betroffen. Viele Kunden klagen auf Verbraucherforen und Beschwerdeseiten2), dass ihr Wechsel zum vermeintlich billigeren Anbieter ein Fehler war. Woran liegt es, dass Stromdiscounter so häufig negativ auffallen?

unseriöse Stromanbieter - GründeLaut einer Studie von A.T. Kearney3) aus dem Jahr 2012 realisieren Stromdiscounter im ersten Vertragsjahr mit Neukunden Verluste zwischen 175€ bis 145€ bei einem Vertrag mit 3.500 kWh aufgrund von Provisionen an Vermittler und Boni für die Neukunden. Der Vertrag mit den Kunden rechne sich für den Anbieter nur, wenn Verluste in Form von schnellen und drastischen Preiserhöhungen und Einbehalten von Neukundenboni in den Folgejahren kompensiert werden würden. Dieses Geschäftsmodell sei laut A.T. Kearney riskant und gehe zu Lasten der Kundenzufriedenheit. Die wirtschaftliche Situation, dass beim Gewähren von Neukundenboni auf Vergleichsportalen im ersten Jahr Verluste anfallen, hat sich über die Jahre grundsätzlich nichts geändert.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass in den Medien regelmäßig über Abzocke und kundenunfreundliche Geschäftspraktiken berichtet werden (Quelle) und Verbraucher sich über „unseriöse“ Geschäftspraktiken beschweren (siehe z.B. diese Beschwerde). In diesen Berichten wurden einzelne Stromanbieter benannt. Es fehlte allerdings an einer Liste an Stromanbietern, bei denen besondere Vorsicht geboten ist, weil sich viele Verbraucher beschweren. Laut der Süddeutschen Zeitung (Quelle) erkennt man unseriöse Anbieter anhand von Warnsignalen, wie z.B. versteckten Preiserhöhungen, verspätete Abrechnungen und verspätete Guthabenauszahlung. Genau hier setzt die vorliegende Studie an.

II. Gegenstand dieser Studie

Es wurden 6.593 Verbraucherbeschwerden auf der Seite de.reclabox.com im Zeitraum vom 01.01.2015 bis zum 10.07.2020 ausgewertet, um die Stromanbieter mit den häufigsten Verbraucherbeschwerden zu benennen. Zudem wurde ausgewertet, über welche Sachverhalte sich die Verbraucher besonders häufig beschweren. Die nachfolgenden Aussagen beruhen auf den von Reclabox veröffentlichten Verbraucherbeschwerden. Es wurde nicht analysiert, ob die Beschwerden berechtigt sind oder ob die Beschwerden auf korrekten Tatsachenbehauptungen beruhen. Diese Studie soll Verbrauchern helfen, einen verbraucherfreundlichen, verbraucherfreundliche Stromanbieter zu finden. Zudem sollen Kunden der genannten Unternehmen sensibilisiert werden, in der Stromabrechnung auf häufig auftretende Fehler zu achten.

III. Ergebnisse der Studie

Verbraucherbeschwerden konzentrieren sich nur auf wenige Stromanbieter

unseriöse Stromanbieter Studie

Die Auswertung der Verbraucherbeschwerden auf Reclabox zeigt, dass sich die Verbraucherbeschwerden auf de.reclabox.com nur auf wenige Stromanbieter konzentrieren. Insbesondere über folgende Strom- und Gasanbieter haben sich Verbraucher beschwert: Fuxx Sparenergie (inklusive der Vertriebsmarke Grüner Funke); immergrün, ExtraEnergie; Eon, Stromio, Primastrom und Voxenergie . Aber auch über sehr kleine und junge Anbieter, wie Strogon, Enstroga und Wunderwerk beschweren sich relativ viele Verbraucher.

In den Medien wurde bereits vor ExtraEnergie, CareEnergy und die 365 AG (ehemals Almado) gewarnt. Überraschend an dieser Studie ist, dass weitestgehend unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung einige neue Stromanbieter gegründet wurden, die allem Anschein nach verbraucherunfreundlich handeln. Über den Stromanbieter Fuxx Sparenergie, der erst seit 2013 als Energieanbieter tätig ist, beschwerten sich z.B. sehr viele Verbraucher. Über dieses Unternehmen haben sich jeweils mehr Verbraucher beschwert, als über den Großkonzern EonEnergie, der mehrere Millionen Kunden mit Strom versorgt. Dieser Vergleich zeigt, dass eine Auswertung über die Anzahl der Beschwerden pro 1.000 Kunden aussagekräftiger gewesen wäre, um die Kundenfreundlichkeit von Stromanbietern beurteilen zu können. Diese Auswertung ist allerdings nicht möglich, weil keine öffentlichen Statistiken vorliegen, wie viele Kunden die Stromanbieter jeweils beliefern. Vor diesem Hintergrund muss die vorliegende Liste der Stromanbieter mit den häufigsten Beschwerden relativiert werden. 

Für die Anbieter yello, eprimo und Vattenfall, die ich für verbraucherfreundlich halte und empfehle, gilt das Gleiche: Die Anbieter haben sehr viele Kunden – aufgrund ihrer Größe sind diese in der Liste der Anbieter mit den meisten Verbraucherbeschwerden enthalten. Wenn ein Problem auftritt, dann sind meiner Erfahrungen nach diese Anbieter sehr bemüht, das Problem zu lösen. 

Inhalte der Verbraucherbeschwerden

Die Auswertung der Kundenbeschwerden auf Reclabox5) bekräftigt die Schlussfolgerungen der Studie von A.T. Kearney, dass die Verluste der Stromdiscounter im ersten Jahr in Form von schnellen und drastischen Preiserhöhungen und dem Einbehalten von Neukundenboni kompensiert werden:

  • 11% der Verbraucher beschweren sich über eine drastische Preiserhöhung nach der Preisgarantie und häufig auch über den Umstand, dass die Preiserhöhungen z.B. in langen Nachrichten versteckt wurden.
  • 13% der Verbraucher beschweren sich darüber hinaus, dass Kündigungen, z.B. um den Preiserhöhungen zu entgehen, auf unterschiedliche Weise erschwert oder gar verhindert wurden (z.B. indem Schreiben aus formalen Gründen nicht anerkannt werden oder dass die Kündigung beim Stromanbieter schlichtweg nicht eingetroffen sei).
  • In 20% der Fälle wurde die Stromabrechnung bemängelt. Diese sei entweder fehlerhaft (11%; insbesondere aufgrund verweigerter Neukundenboni und falscher Zählerstände) oder zu spät erstellt worden (9%).
  • In über ein Drittel aller Beschwerden (32%) werden zudem eine verspätete Auszahlung von Guthaben und des Sofortbonus angeführt.
  • Die sonstigen Beschwerden (24%) umfassen ebenfalls Sachverhalte, bei denen in vielen Fällen von einer Begünstigung des Stromanbieters auf Kosten der Verbraucher auszugehen ist. Bemängelt wurden z.B. zu hohe Stromabschläge, ein schwer erreichbarer Kundenservice, ein schnelles Einschalten von Inkassounternehmen, Tarifwechsel seien für Bestandskunden nicht möglich, ungewollte Tarifabschlüsse über das Telefon und ungerechtfertigte Kündigungen durch den Versorger.

IV. Verbraucherfreundliche Anbieter finden

Verbraucher, die Ihren Stromanbieter wechseln möchten, sollten Anbieter meiden, die in der Vergangenheit durch kundenunfreundliche Geschäftspraktiken auffällig geworden sind.5) Die Ergebnisse dieser Studie sollen Verbraucher dabei helfen. Weniger geeignet für die Auswahl der Stromanbieter sind hingegen Kundenbewertungen, weil Verbraucher meistens innerhalb der ersten Monate ihre Beurteilung schreiben. Die Bewertung spiegelt daher überwiegend den Wechselprozess wieder, der nur selten Gegenstand einer Beschwerde ist. Aus diesem Grund verwundert es nicht, dass einige Stromanbieter mit den häufigsten Beschwerden bei den Kundenbewertungen überraschend gut abschneiden und zum Teil hohe Weiterempfehlungsraten von bis zu über 90% vorweisen können. Weitere Hinweise, die Sie beim Wechsel Ihres Stromanbieters beachten sollten, erfahren Sie hier:

Auf dieser Seite ist für den interessierten Verbraucher auch eine Liste mit verbraucherfreundliche Stromanbietern wiedergegeben. Diese verbraucherfreundlichen Stromanbieter wurden anhand der Kriterien ‚Beschwerdestatsitik‘, einer ‚AGB-Analyse‘, ‚Service-Tests‘ als verbraucherfreuntlich eingestuft.

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V. Empfehlungen für Kunden von Anbietern mit vielen Verbraucherbeschwerden

Verbraucher, die bei den genannten Stromdiscountern sind oder waren, haben drei Jahre Zeit, Einspruch gegen Stromabrechnungen, „vergessene Guthabenauszahlungen“ etc. einzulegen und Ihr Geld zurück zu fordern. Folgendes sollten Verbraucher dabei insbesondere überprüfen:

  • Gab es Änderungen bei Grund- oder Arbeitspreis? Viele Preiserhöhungen von den genannten Unternehmen sind unzulässig, z.B. weil die Preiserhöhung nicht transparent mitgeteilt wurde.
  • Wurden Neukundenboni verweigert?
  • Stimmen die Zählerstände?
  • Wurden alle Guthaben und Sofortboni ausgezahlt?

Im Falle von Unregelmäßigkeiten sollten sich Verbraucher rechtzeitig vor Ende der dreijährigen Verjährungsfrist schriftlich beim Stromanbieter beschweren. Die Beschwerde muss auch begründet werden. Auf dieser Seite werden die häufigsten Probleme mit Strom- & Gasanbietern aufgelistet und Handlungsempfehlungen für Verbraucher aufgezeigt.

 

Über den Autor:

Der Autor Matthias Moeschler war selbst Opfer einer versteckten Preiserhöhung. Als er die Preiserhöhung nicht anerkennen wollte, wurde er mit einer Feststellungsklage konfrontiert. Er möchte Verbraucher auf seiner Internetseite www.verbraucherhilfe-stromanbieter.de über die wichtigsten Beschwerden ggü. Stromdiscountern aufklären und darüber informieren, wie sich Verbraucher wehren können.

Hinweise und Quellen:

1) http://www.zeit.de/2016/36/strompreise-kunden-taeuschung-eprimo

2)  Siehe z.B.  http://de.reclabox.com/firmen und http://forum.energienetz.de/.

3) Siehe https://www.atkearney.de/documents/856314/1214638/BIP_Der_Strom_und_Gasvertrieb_im_Wandel.pdf/ee091e7c-9406-4b23-b5b3-608f936cbecc.

4) Siehe z.B. http://www.zeit.de/2016/36/strompreise-kunden-taeuschung-eprimo und http://www.sat1gold.de/tv/serviceakte/video/17-veraergerte-kunden-von-almado-clip

5) Zur Methodik: Jede Beschwerde wurde dem vorrangigen Sachverhalt zugeordnet, auch wenn mehrere Sachverhalte bemängelt wurden. Weil der vorrangige Sachverhalt nur subjektiv bestimmt werden kann, sind leichte Ungenauigkeiten bei den Ergebnissen nicht auszuschließen. Alternativ hätte eine Beschwerde auch mehreren Sachverhalten zugeordnet werden können. Dadurch wäre die Auswertung allerdings noch subjektiver verlaufen.

6) Der Autor folgt in diesem Punkt der Auffassung von http://www.n-tv.de/ratgeber/Billig-ist-oft-unfair-article12181501.html.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrem Stromanbietern gemacht? Hinterlassen Sie einen Kommentar, um anderen Betroffenen zu helfen!

Stromanbieter mit den häufigsten Verbraucherbeschwerden
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14 Kommentare zu „Stromanbieter mit den häufigsten Verbraucherbeschwerden

  • 18. Dezember 2020 um 17:28
    Permalink

    Als örtlicher Grundversorger, hat man doch auch gewisse Veranwortung? Die Stadtwerke Rostock AG schloss vor 2 Jahren auf eigene Faust den GVV mit dem längst verzogenen Vormieter. Dieser wurde nicht informiert. Ich habe den Versorger angeschrieben und mehrfach versucht mich anzumelden. Nach 1J 8Mon erste Sperre, vorher keine Rechnung, Mahnung oder Kündigung. Sohn noch minderjährig, galt als guter Grund die einstweil. Verfügung zu erlassen. Erst nach Entsperrung ca. 2 Wochen später kam Post. Kein Vertrag o. Ä, der Name des Vormieters wurde einfach gg meinen getauscht. Utopischer Verbrauch und Summe, niemals hätte ich alles auf einmal zahlen können. Entspr. hoch die Abschläge. Auf Vergleichsfotos sah ich bei Prüfung, dass eine ganze Weile keine Plombe am Zähler war. Erstmal wurde mir nie ein Vertrag bestätigt, zweitens wurde verhindert, dass ich in einwn günstigeren Tarif o. den Anbieter wechseln hätte können, indem keine Anfrage beantwortet wurde und drittens sehe ich nicht ein, für den fehlerhaften Vertragsabschluss gerade zu stehen. Was verbraucht wurde muss bezahlt werden klar, aber offensichtlich gilt bei SWRAG kein Kundenrecht. Auf meine Beanstandungen kam nichts, sondern die Mahnung einer Gesamtrechnung für die Vertragsdauer von fast 2 Jahren. Die SWRAG ist erfahrungsgemäss sehr inkooperativ und die Mitarbeiter werden offensichtlich geschult, sämtliche Kundenfragen zu ignorieren und richtig frech zu werden, wenn man die Fehler anspricht. Als Sponsor der städtischen Vereine und gewerbliche Partnerkonstrukte mit scheinbar korrupter Strukturen, sind sie am längsten Hebel und das bekomme ich jetzt zu spüren. Seit Oktober wurde wieder gesperrt. Die Ankündigung lag zeitgleich mit der Mitteilung im Briefkasten und wurde eingeworfen. Fristen sind nur für Kunden bindend. Seither von den Stadtwerken, Verhandlungsverweigerung, Anpassungen von Datierungen auf Anschreiben teils 1 monatiger Verzug der Zustellung, falsche eidesstattl. Versicherung über die Zustellung der Ankündigung ( dummerweise auf 30.09. datiert, mein Dok hat aber Datum 02.10. ) etc, etc.. Ich habe bis heute keinen Strom und bin am Ende meiner Kräfte und guten Glaubens. Am 08.12. beantragte ich Hilfe mittels Darlehen beim Amt. Das Amt zieht aber gerade um und arbeitet entsprechend. Dennoch ist mein Antrag vom 09.12. bewilligt worden. Die Bewilligung hat die SWRAG am 16.12. um 12:00 erhalten, mit Hinweis, dass die Überweisung getätigt wurde. Mir wurde gesagt,dass es nur ein paar Stunden dauert, sobald der Bescheid vorliegt. Ich habe meine Sachbearbeiterin gebeten mir zu helfen die Entsperrung zu erwirken, so habe ich seit Mittwoch in Form von Mails (keine einzige Antwort), Online-Kontaktformular und ständige Anrufe, versucht etwas zuerreichen und meine Sachbearbeiterin ist ebenso dran geblieben. Am Telefon, richtig unsachliches Personal, die sich selbst in Widersprüchen verhaspeln und jedesmal eine neue Ausrede haben. Erst kam keine Bewilligung an, die nach 2-3 Anrufen dann doch zu finden war. Dann war die bewilligte Summe wg eines Berechnungsfehlers beim Amt inkorrekt (Korrekturbescheid kam quasi sofort mit fehlerh. Bescheid). Dann war der Bescheid wegen digitalem Vorausversand mit dem Vermerk ENTWURF das Problem. Dann wurde der Betrag, längst bezahlt, zum Problem. Trotz Kundennummer im Verw.Zweck konnte der Zahlungseingang (zuerst angeblich nicht gebucht) nicht gefunden werden. Zweischendurch immerwieder mal Hoffnung, dass es jetzt endlich klappt, aber die Entscheidungsträger sind nie zu erreichen gewesen. Gestern habe ich einen Anwalt mit ins Boot geholt. Selbst seine Faxanschreiben etc. bewirken nichts, ausser das auf einmal Bewilligung und Zahlungseingang aufgefunden wurden. Heute freitags wieder Anrufmarathon, Mails und Anwaltskontakt mit Ergebnis, die Rechtsabteilung der Stadtwerke müssten abstempeln sind aber „überraschend“ nicht zu erreichen. Das heisst, 2 Monate Kampf und täglich nichts anderem als eine Lösung zu finden und nun doch die volle Zahlung, ohne Schulden bei der SWRAG sitzen ich mit meiner Familie mind. ein Wochenende noch im Dunkeln und bin machtlos gegenüber dem örtlichen Energiemonopol. Lockdown und E-Learning für mein mittlerweile vollj. Sohn bedeutet den totalen Einschnitt in die Grundrechte. Existenziell, finanziell und gesundheitlich ist die Lage mehr als kritisch, das Fest fällt leider schon aus und ich weiß nicht inwiefern ich noch Vertrauen zu meiner Heimatstadt und deren Institutionen haben kann. Mein furchtbares FAZIT: bloss nicht fragen und beanstanden beim Energiegrundversorger. Er bekommt immer was er will und ist was besseres als der Kunde. Sorry, aber ich fühl mich als Mensch unterster Klasse, obwohl ich sogar rechtlich bestätigt nicht so viel falsch gemacht habe. DANKE LandM-V

    Antworten
  • 11. November 2020 um 13:32
    Permalink

    Ich möchte mich bei Herrn Moeschler bedanken. Er hat mit aus einer schwierigen Situation sehr geholfen. Bisher konnte ich die Anrufe wegen Stromwechsel immer abwehren, was häufig vorkam, aber dieses Mal kam der Anruf in einer Situation, wo ich mit den Gedanken ganz woanders war. Hatte auch eine persönliche Situation zu verarbeiten. Man teilte mir mit, dass mein Stromvertrag zum Jahresende ausläuft und voxenergie mit hilft dieses in Ordnung zu bringen. Natürlich war ich sehr aufgeregt und war froh, dass diese es zusicherten. Erst später stellte ich fest, dass ich mich überrumpeln habe lassen.
    Durch Hilfe von Herrn M. konnte ich von diesem Vertrag zurücktreten, für dass ich ihm sehr dankbar bin.

    Antworten
  • 30. Oktober 2020 um 10:28
    Permalink

    über knapp ein jahr lang hab ich bei Innogy 70euro stromabschlag bezahlt und per 9.06.2020 hat man mir mitgeteilt daß ich bis 09.2020 keinen strom zu zahlen brauch. In dem Schreiben standen dann für in der zukunft liegende termine Juli/august/september folgende abschlagshöhen in dem brief 351euro und 2x 39 euro. Da ich probleme beim gas habe und dies abgestellt wurde und das über infoscore läuft, wollte ich daß man mir das guthaben doch überweißt und ich mit einem schlag fast den gesamten betrag bei infoscore hätte tilgen können um dann per juli beim gas wieder im reinen zu sein. Stattdessen haben 3 mitarbeiter von innogy im juni am telefon immerwieder drauf verwiesen daß es kein guthaben auszuzahlen gäbe, weil das kundenkonto strom ausgeglichen ist. Auch auf meinen mehrfachen, energischen verweis darauf daß das kundenkonto mit september doch erst auf null ist, somit im juni doch guthaben vorhanden ist, wie denn ein in der zukunft liegender termin des plusminusnull, im juni schon ein kundenkonto auf ausgeglichen setzen kann. Fazit, man hat mir die auszahlung eines stromguthabens von 429 euro verweigert. Hätte man dies getan, hätte ich per ende juli wieder gas gehabt und müßte als werktätiger nicht mit wasserkocher von juni bis november rumhantieren um warmes wasser zum waschen zu produzieren. AUßerdem sitz ich unnötig durch fehlverhalten von innogy in einer kalten wohnung. Hier treffen somit schon mehrere rechtlich bedenkliche sachverhalte aufeinander die durch das fehlverhalten verursacht werden. Mir entsteht ein wirtschaftlicher schadfen weil ich mittels strom entweder 2 wasserkocherladungen für „waschen per waschbecken“ benötige oder 40 wasserkocherladungen um in der badewanne zu baden. Im zeitraum von juli bis november werd ich somit 48h wasserkocherbetrieb bei 1850W-2250W haben, außerdem muß ich mir die haare immer gleich mit fön trockenmachen um in einer kalten wohnung keine kopfhautentzündung zu bekommen und als nächstes wäre das verhalten von innogy somit auchnoch körperverletzung. Leider weiß ich nicht genau welche stellen/behörden ich spitz machen kann damit innogy (was ja jetzt bei Eon mit dazugehört) eins auf den deckel geben kann. Ein mitarbeiter von eon hatte per vorige woche freitag (23.10.) diese ganzen sachen so aufgeschrieben und an die beschwerdeabteilung geleitet aber ich hab eher das gefühl daß die sich nicht zucken werden und nicht dergleichen tun werden.

    Antworten
  • Pingback:untergeschobene Verträge Strom & Gas abwehren mit Mustervorlage

  • Pingback:Abschlgaszahlung Strom & Gas reduzieren - verbraucherhilfe-stromanbieter.de

  • 6. Januar 2020 um 21:15
    Permalink

    Die Informationen, die Sie hier zum Thema Stromanbieter mitteilen, sind sehr übersichtlich. Jetzt sollte ich eine bessere Entscheidung treffen können. Meiner Meinung nach sollte man dies immer auf eine gut informierte Weise tun.

    Antworten
  • 17. Dezember 2019 um 15:20
    Permalink

    Ich habe den Vertrag bei Immergrün (365 AG)zum 01.11.2019 gekündigt und habe am 31.10.2019, 23:05 Uhr den Zählerstand per E-Mail an 365 AG und Immergrün, mitgeteilt. Da ich, wenn ich an Immergrün eine E-Mail sende Antwort von 365 AG bekomme. Am 04.11.2019 erhielt ich per E-Mail die Eingangsbestätigung des Zählerstandes. Dann war warten angesagt. Am 09.12.2019 nach 18:00 Uhr erhielt ich eine E-Mail mit der Abrechnung, die ein Guthaben von 305,74 € auswies mit dem Zusatz, dass das Guthaben zeitnah auf das ihnen bekannte Konto gutgeschrieben wird. Zeitnah ist ein dehnbarer Begriff, der aber gesetzlich eingegrenzt ist und zwar ohne schuldhafte Verzögerung. Bei Zahlungen von Guthaben etc. beginnt die schuldhafte Verzögerung ab dem 6. Werktag, eigentlich sollte Guthaben unverzüglich überwiesen werden. Ich habe heute, 8 Tage später, bei Immergrün angerufen und nachgefragt und man teilte mir mit, dass ich ein Guthaben in angegebener Höhe habe es aber noch nicht überwiesen wurde. Auf meine Frage warum, konnte man mir keine Antwort gegeben sondern teilte mir mit, dass man die Auszahlung weiterleiten würde. Ich sagte der Dame, bis Donnerstag ist das Geld auf meinem Konto, ansonsten werde ich unangenehm. Wenn man bedenkt, dass es sich hier um 300,00 € handelt, wenn Immergrün, das nur bei 10 000 Kunden so hinauszieht, habe sie ein zinsloses Darlehen von 300 000,00 €, damit kann man was anfangen. Ich kann nur jeden warnen, sich immer gut zu informieren. Ich war schon bei Lieferanten, da habe ich am 30. den Zählerstand durchgegeben und am 02. des darauf folgenden Monats hatte ich die Abrechnung und am 05. das Guthaben auf meinem Konto, das ist seriös.

    Antworten
  • 10. April 2019 um 12:40
    Permalink

    Guten Tag,
    Habe nach Preiserhöhung von ESB von meinem Sonderkündigungsrecht zum 28.02.2019 Gebrauch gemacht.
    Ich bekam auch eine Kündigungsbestätigung von ESB zum28.02.2019 per Postbrief.
    Einen neuen Anbieter hatte ich ab 01.03.2019.
    Aber dann bekam ich ein Schreiben von EON (Grundversorger), dass sie sich freuen mich ab 20.02.2019 als Kunde begrüssen zu dürfen.
    Dann bekam ich im April eine Rechnung wiederum von EON, dass sie es bedauern mich als Kunden zu verlieren ….usw.
    Ich war also warum auch immer 8 Tage lang ungewollt Kunde von EON.
    Ich vermute die Angestellten der Stromunternehmen schieben sich hier gegenseitig Stromkunden zwecks besserer Statistik zu, und wenn man auch nur 8 Tage lang ein „Neukunde“ war. Man macht dies auf dem Rücken der Kunden, denn die haben letztlich den Ärger. mfg Josef Weiß

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  • 28. Dezember 2017 um 16:40
    Permalink

    Hallo,

    nach Kündigung meines Vertrages bei primastrom, hat primastrom ohne einen neuen Auftrag bzw. neuen Liefervertrag von mir zu haben, einfach bei meinen neuen Stromanbieter gekündigt. Der Vertrag endet aber erst 06.2018. Nach meiner Meinung hat primastrom nicht das Recht dies zu tun. Nach telefonischer Absprache( Kostenpflichtig) wurde mir verspochen diesen “ Systemfehler“ zu beheben. Nix passiert. Auf Einschreiben. Nix passiert. Auf EMail mit Fristsetzung um schriftliche Bestätigung zum 22.12.2017, keinerlei Reaktion von primastrom.

    Meine Meinung: Finger weg von Primastrom, lieber Grundversorger ist etwas teurer aber ohne Stress!

    Antworten
    • 29. Oktober 2020 um 14:14
      Permalink

      Grundversorger auf keinen Fall ist eine Haushohe verarschung warum nicht wechseln wenn man sparen kann

      Antworten
  • 4. Dezember 2017 um 21:03
    Permalink

    Heute hat es mich getroffen
    365 AG (immergrün) verweigert den Neukundenbonus wegen des Betreibens einer privaten Photovoltaikanlage.
    Mal sehen, wie 365 AG auf meinen Widerspruch reagiert.
    Finger weg von diesem Laden.

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