Bei Strompreiserhöhungen steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu. Nutzen Sie dieses. Verwenden Sie hierzu diese Vorlage und versenden Sie Ihre Sonderkündigung postalisch per Einschreiben. Schließen Sie eine ungewollte Vertragsverlängerung aus, indem Sie zusätzlich diese Hinweise zur Kündigung befolgen.

Wenn Sie Ihr Sonderkündigungsrecht nicht wahrnehmen konnten (z.B. weil Sie die Frist nicht eingehalten haben), dann gibt es weitere Möglichkeiten, sich gegen die Strompreiserhöhung zu wehren. Prüfen Sie, ob Ihre Preiserhöhung unzulässig ist.

In den folgenden Fällen sind Strompreiserhöhungen nicht zulässig:

  • Preiserhöhungen von 10% und mehr (siehe Einschränkungen unter II.).
  • Nicht mitgeteilte oder intransparent mitgeteilte Preiserhöhungen.
  • AGBs ohne zulässige Preisänderungsklauseln (dies ist bei sehr vielen Verträgen, die vor 2014 geschlossen wurden, der Fall).

Zudem müssen Verbraucher auf Ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen werden, der Stromanbieter hat die Preiserhöhung rechtzeitig (in jedem Fall jedoch vor Ablauf der normalen Abrechnungsperiode)vorab mitzuteilen und die Preiserhöhung darf nur per E-Mail mitgeteilt n Die dem ausdrücklich zugestimmt haben.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie sich erfolgreich gegen eine überhöhte, verklausulierte, nicht mitgeteilte oder versteckte Preiserhöhung wehren können.(aktualisiert am 18.02.2018)

I. Bei diesen Stromanbietern werden überhöhte und versteckte Preiserhöhungen besonders häufig bemängelt

In der Zeitschrift Zeit sowie im Forum forum.energienetz.de und auf der Seite Reclabox werden unzulässige und versteckte Preiserhöhungen insbesondere von folgenden Unternehmen berichtet:

II. Preiserhöhungen von 10% und mehr sind unzulässig!

Der Stromanbieter darf seinen anfänglichen Gewinnanteil (mit Ausnahme des Neukundenbonus) nicht erhöhen – die Preise dürfen nur im Rahmen der tatsächlichen Gesamtkostenentwicklung angepasst werden. Andernfalls ist die Preiserhöhung unwirksam. Der Stromanbieter darf somit den Umfang der Preiserhöhung nicht wahllos festlegen, sondern er muss diese auf eine Berechnungsgrundlage stützen. Damit soll verhindert werden, dass der Stromanbieter seine Gestaltungsmacht zu Lasten der Kunden ausnutzt. Bei  Preiserhöhungen von mehr als 10% dürfte der Stromanbieterteil gesteigert haben. Somit sollten Sie bei bereits 5% aktiv werden! Diese Einschätzung begründe ich nachfolgend:

Das Problem besteht darin, dass Stromanbieter sich weigern, ihre Betriebskosten offen zu legen. Dadurch können Gerichte nicht prüfen, ob der Stromanbieter vielleicht doch seinen Gewinn nachträglich erhöht. Jedoch trägt der Stromanbieter im Streitfall die Darlegungs- und Beweislast für die Zulässigkeit der Preiserhöhung.  Bei hohen Preiserhöhungen können Kunden somit ernsthafte Zweifel an Zulässigkeit der Preiserhöhung äußern und die Zahlungen mit Verweis auf die AGBs des Stromanbieters und auf § 307 I BGB verweigern. Dies dürfte der Fall sein, wenn nach dem ersten Vertragsjahr die Preise um 10% und mehr angehoben werden. Schließlich sind die bundesweit durchschnittlichen Strompreise bei einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh von 2016 auf 2017 „nur“ um 0,43 Cent/kWh angestiegen. Preiserhöhungen rechtfertigen die Stromanbieter besonders gerne mit der gestiegenen EEG-Umlage oder stark steigenden Netzentgelten der Fernleistungsnetzbetreiber (Die 365 AG (immergrün) begründet z.B. ihre Preiserhöhungen mit einem 80%-igen Anstieg der Netzentgelte des Fernleitungsnetzbetreibers Tennet TSO GmbH. Mir wurde auch berichtet, dass ein Stromanbieter den 80%-igen Anstieg der Netzentgelte der Firma Tennet gegenüber Kunden anführt, für die andere Fernleitungsnetzbetreiber zuständig sind. Die EEG-Umlage ist jedoch in 2017 „nur“ um 0,63 Cent/kWh und die Netzentgelte inkl. Messung, Abrechnung und Messstellenbetrieb im Bundesdurchschnitt „nur“ um 0,49 Cent/kWh angestiegen. Das BGH (VIII ZR 247/17) urteilte, dass Veränderungen einzelner Kostenbestandteile (z.B. Netzentgelte, Stromsteuer oder EEG-Umlage) erkennbar sein müssen. Daraus kann geschlussfolgert werden, dass z.B. Preiserhöhungen i.H.v. 10% nicht mit Erhöhungen der EEG-Umlage begründet werden darf, wenn dieser Effekt lediglich 2% ausmacht. Dies bedeutet somit, dass der Stromanbieter die wahren Gründe für die Preiserhöhung bekanntgeben muss.

In 2018 wird die EEG-Umlage um 0,09 Cent/kWh sinken. Wenn also Ihr Stromanbieter die Stromkosten um mehr als 3 Cent/kWh anheben möchte, dann frage ich mich, welche anderen Kosten dies rechtfertigen könnten! Mir fehlt dazu die nötige „Kreativität“. Natürlich handelt es sich hier um Durchschnittswerte. Bei einem höheren oder geringeren Jahresverbrauch als 3.500 kWh im Jahr und je nach Region können die Werte variieren. Aber dieser Effekt dürfte gering sein. (Auf der Seite Ihres Verteilnetzbetreibers könnten Sie die für Sie gültigen hoheitlichen Abgaben einsehen und die berechtigten Kostenanstiege nachrechnen). Und natürlich kann es sein, dass ein Stromanbieter die Kostensteigerungen erst nach zwei oder drei Jahren auf einen Schlag an die Kunden weitergibt. Aber auch dann sind Preiserhöhungen von 10% für mich nur schwer vorstellbar.

Preiserhöhung Strom 2018
Preiserhöhung Stromanbieter

Nehmen wir mal an, Sie sind mit einer 30%-igen Erhöhung Ihres Arbeitspreises von 25 Cent/kWh auf 32,5 Cent/kWh konfrontiert. Je nach Region, Jahresverbrauch und Beschaffungskosten könnten vielleicht  2,5 Cent/kWh erklärbar sein (rote und hellblaue Balken). Aber was ist mit den anderen 5 Cent/kWh? Diese können nur vom dunkel-blauen Balken stammen: von Beschaffung und Vertrieb. Dies bedeutet, dass die Vertriebs- und Verwaltungskosten Ihres Stromanbieters um über 100% gestiegen sein müssten. Natürlich ist dies nicht der Fall. Auch wenn die Gerichte die Betriebskosten der Stromanbieter nicht prüfen dürfen, so sollte doch jedem Richter ernsthafte Zweifel an der Preiserhöhung kommen! Insbesondere dann, wenn z.B. die 365 AG im Jahresabschluss 2015 Auch im Geschäftsjahr 2015 berichtet, ihr sei es gelungen,  ihre Wirtschaftlichkeit „durch flache Kostenstrukturen, optimierten Stromeinkauf und wettbewerbsfähiger Preise für Endkunden“ zu steigern (Quelle: Bundesanzeiger.de).

Das Branchenblatt ZfK (Ausgabe November 2017, Seite 9) berichtet unter Berufung auf Analysen der Consutlingfirma ene’t, dass die Rohmarge der deutschen Stromversorger im Jahr 2018 durchschnittlich um 1,35 Cent/kWh gegenüber 2017 steigt. Die durchschnittliche Rohmarge betrug am 1. Januar 2017 7,67 Cent/kWh und wird am 1. Januar 2018 9,02 Cent/kWh betragen. Aus der Rohmarge kaufen die Versorger den Strom ein und decken ihre Vertriebskosten. Der Rest ist Gewinn. Was bedeutet diese Studie für den Verbraucher? Verbraucher haben einen Anspruch darauf, dass dass Energieversorger sinkende Kosten zeitnah an ihre Kunden weitergeben (siehe BGH Az. VIII ZR 138/07). Verbraucher können unter Berufung auf gesunkene Kosten auf eine Preissenkung bestehen. Zudem untermauert die Entwicklung der Rohmarge die vorherige Argumentation, dass Kostensteigerungen von 10% (also z.B. den Anstieg des Arbeitspreises von 30 Cent/kWh auf 33 Cent/kWh) nicht zulässig sind.

Ich empfehle Ihnen den Stromanbieter bei Preiserhöhungen von 10% und mehr anzuschreiben und ihm Ihre Bedenken mitzuteilen. Bitten Sie Ihren Stromanbieter sich zu erklären. Schauen Sie vorsichtshalber auf der Seite Ihres Verteilnetzbetreibers (meistens sind es die Stadtwerke) nach, wie stark deren Netzentgelte gestiegen sind. Ihren Netzbetreiber finden über diese Seite.

Verlangen Sie eine verständliche und nachvollziehbare Erklärung für das Ausmaß der Preiserhöhung. Zeigen Sie auch auf, dass die hoheitlichen Umlagen nur einen Bruchteil der Preiserhöhung rechtfertigen. Der Stromanbieter ist angehalten, die Preiserhöhung genau und verständlich zu erklären. Solange Sie keine für einen Laien verständliche und nachvollziehbare Erklärung erhalten haben, müssen Sie keine höheren Preise bezahlen. Der Versorger hat dann nur die Möglichkeit die Preiserhöhung durchzusetzen, indem er Sie auf Zahlung des höheren Preises vor Gericht verklagt. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Schließlich möchten die Stromanbieter ihre internen Berechnungsgrundlagen im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens nicht öffentlich preisgeben. Zudem riskieren die Stromanbieter, dass die erhöhten Preise als unbillig eingestuft werden. Wenn dies passiert, werden viele Verbraucher juristisch gegen die Preiserhöhung des Stromanbieters vorgehen.

Weil mir Gerichtsurteile zur Angemessenheit der Höhe von Preiserhöhungen nicht bekannt sind, sollten Sie zusätzlich prüfen, ob für die Preiserhöhung überhaupt eine rechtliche Grundlage bestand und ob diese versteckt mitgeteilt wurde:

III. Versteckte Preiserhöhungen sind unzulässig!

Versteckte, intransparente und nicht verständliche Strompreiserhöhungen sind nach §41 (3) EnWG unzulässig. Ob Versorger Ihre Kunden auf „transparente und verständliche Weise“ über Vertragsänderungen informiert haben, muss im Einzelfall beurteilt werden.

Der Stromanbieter muss nachweisen können, dass Sie die Preiserhöhung erhalten haben.

Ich höre von vielen Verbrauchern, dass Ihnen Tarifanpassungen nie mitgeteilt wurden. Die Preiserhöhung ist dann nicht wirksam. Der Stromanbieter muss nachweisen können, dass Ihnen die Preiserhöhung mitgeteilt wurde. Wenn der Stromanbieter mit Ihnen per E-Mail kommuniziert, so muss dieser den Versand nachweisen können. Wenn Ihnen die E-Mail aus technischen Gründen nicht richtig zugesendet wird oder diese in Ihrem Spam-Filter landet, so haben Sie die Preisinformation nie erhalten und die Preiserhöhung ist nicht wirksam geworden. Preisinformationen können auch per Post versendet werden. In diesem Fall muss der Stromanbieter nachweisen, dass Sie das Schreiben tatsächlich erhalten haben. Dies geht nur, wenn er einen Brief per Einschreiben versendet hat.

Bei diesen Kriterien liegen versteckte Preiserhöhungen vor:

Gemäß EnWG §41 (3) müssen Versorger Preiserhöhungen auf „transparente und verständliche Weise“ den Verbrauchern mitteilen. Es muss also für den Verbraucher leicht erkennbar sein, in welchem Umfang der Strom- oder Gasanbieter die Preise erhöhen möchte. Das BGH kontretisierte diese Vorgabe im April 2018 und urteilte (VIII ZR 247/17), dass bei Preiserhöhungen die alten und neue Preise transparent gegenübergestellt werden müssen und dass auch die Veränderungen einzelner Kostenbestandteile (z.B. Netzentgelte, Stromsteuer oder EEG-Umlage) erkennbar sein müssen.

Nur sehr selten erfüllen Preisinformationsschreiben diese Vorgaben: Die Strompreisstudie 2013 der Verbraucherzentrale NRW bestätigt, „dass der Großteil der Energieversorger kaum oder keine Transparenz über den tatsächlichen Inhalt des Preiserhöhungsschreibens gibt“: 9 von 10 Versorgern vermieden es, im Betreff auf einen Anstieg der Preise klar und deutlich hinzuweisen. Bei 41% der Unternehmen wurde nur der neue Preis für den Verbraucher mitgeteilt. Hinweise zum aktuellen Tarif des Kunden oder zu Preisänderungen fehlten. 38% der Unternehmen stellten ferner keine Information zu den Sonderkündigungsmöglichkeiten bereit und bei zwei Anbietern wurde sogar behauptet, es gebe kein Sonderkündigungsrecht für den Verbraucher. Dabei scheinen nicht nur die schwarzen Scharfe der Branche die Preiserhöhungen zu verstecken! Die Dreistigkeit, wie Strompreiserhöhungen versteckt werden, unterscheiden sich jedoch zum Teil erheblich. Folgende Aspekte sprechen für eine versteckte Preiserhöhung:

  • Äußere Form des Schreibens: Das Preisinformationsschreiben ist getarnt als Werbeflyer. Die meisten Verbraucher erhalten sehr viel Werbung, weshalb sie diese – wenn überhaupt – nur mit geringer Aufmerksamkeit lesen.
  • Betreff der E-Mail: Diese Überschrift ist allgemein gehalten und verschleiert, dass eine konkrete Änderung des Vertragsverhältnis beabsichtigt ist.
  • Text:
    • Der Text ist sehr positiv und allgemein formuliert. Dies vermittelt den Eindruck, dass keine negativen Änderungen dem Kunden mitgeteilt werden sollen. Der Gesamteindruck des Textes verleitet den Kunden, die Anlagen nur kurz zu überfliegen, weil keine für ihn relevanten Informationen zu erwarten sind, auf die er reagieren müsste (Beispiel immergrün (365 AG): „Zusammengefasst haben wir drei gute Nachrichten für Sie“).
    • Die Preiserhöhung wird erst am Ende eines langen Schreibens kurz erwähnt:
    • Die Preiserhöhung erfolgte ohne Hervorhebung
    • Es wird nicht eindeutig von einer Preiserhöhung gesprochen, vielmehr wird die Preiserhöhung umschrieben, was zu Verschleierung der Preiserhöhung beiträgt. Beispiel: „Während Ihr monatlicher Grundpreis ab dem xx.xx.2017 x€ beträgt, lässt sich für 2018 bereits eine Erhöhung des Grundpreises auf dann ungefähr x€ prognostizieren.“ (Grüner Funke 2016)
    • Es wird nur der neue Grund- und Arbeitspreis erwähnt, nicht aber die aktuellen Preise. Daher können nur Verbraucher, die Ihren aktuellen Arbeitspreis auswendig wissen, eine Preiserhöhung erkennen. Zudem werden die Veränderungen von einzelnen Kostenbestandteilen (z.B. Netzentgelte, Stromsteuer oder EEG-Umlage), wie vom BGH gefordert (VIII ZR 247/17), nicht erfüllt. Dadurch können Verbraucher nicht erkennen, wie stark und an welcher Stelle der Preis sich erhöht hat und ob ein Anbieterwechsel sich lohnen könnte.
    • Teilweise wird von einem Schutz der Preiserhöhung / sehr attraktiven Konditionen – trotz der xx%-igen Preiserhöhung gesprochen, was zu Verwirrung führen kann.
    • Die Ankündigung der Grundpreisreiserhöhung erfolgte weit vor Bindungsfrist, das ebenfalls zu einer Verschleierung der Preiserhöhung beitrug (AG Delmenhorst (AZ: 44 C 4120/14 (I)).
    • Im Schreiben wird fehlt bzw. wird lediglich (im Kleingedruckten / in der Fußnote) auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen. Die Erläuterungen sind zum Teil missverständlich (Beispiel immergrün (365 AG): „Über die gesetzlichen Rücktrittsrechte hinaus, besteht kein Rücktrittsrecht“. In diesen Beispielen wird der Verbraucher nicht intransparent und nicht verständlich über das Sonderkündigungsrecht informiert.

Beispiele und Gerichtsurteile zu versteckten Strompreiserhöhungen

Gerichte haben in der Vergangenheit unterschiedlich geurteilt ob ein Preiserhöhung verständlich und transparent war. Bei den nachfolgenden Fällen hingegen haben deutsche Gerichte zu Gunsten der Kunden geurteilt. Das BGH (VIII ZR 247/17) urteilte, dass bei Preiserhöhungen die alten und neue Preise transparent gegenübergestellt werden müssen und dass auch die Veränderungen einzelner Kostenbestandteile (z.B. Netzentgelte, Stromsteuer oder EEG-Umlage) erkennbar sein müssen. Diese Vorgabe ist bei keinen der nachfolgenden Preismitteilungen erfüllt. Die Preiserhöhungen der Firmen 365 AG (immergrünEnergie), ExtraEnergie, Stromio (Grünwelt Energie), Enervatis und Fuxx Sparenergie (Grüner Funke) werden zunächst beschrieben und anschließend werden die Begründungen der Gerichte angeführt, die Sie auf Ihren Sachverhalt übertragen können.

Preiserhöhung 365 AG / immergrün!Energie 2018

Der Versorger versendete Preiserhöhungen an Verbraucher im Jahr 2018, die in der Verbrauchsabrechnung versteckt mitgeteilt wurden. In einem mir zugesendeten Anschreiben lautete der Betreff der E-Mail „Vertragsende aufgrund Kündigung“. Im E-Mail-Text war kein Hinweis auf die Preiserhöhung. Erst beim genaueren Lesen des Anhangs hätte der Verbraucher die Preiserhöhung finden können:

Zunächst wurde das Guthaben der Verbraucher tabellarisch berechnet. Im Kleingedruckten steht dann geschrieben: „Weitere Rechnungsdetails sowie wichtige Preisinformationen zu Ihrem Stromliefervertrag finden Sie auf den folgenden Seiten.“

Erst auf der Folgeseite unter der Überschrift „Erläuterungen zu Ihrer Abrechnung“ steht der Hinweis auf die Erhöhung des Strompreises.

Diese Art der Preiserhöhung schätze ich als unzulässig. Weder im Betreff noch im Anschreiben wurden die Verbraucher auf die Preiserhöhung hingewiesen. Erst in Erläuterungen zur Abrechnung werden zukünftige Preissteigerungen ohne Hervorhebungen mitgeteilt. Die Preiserhöhungen werden somit nicht transparent mitgeteilt. Zudem vertrete ich die Auffassung, dass die Preiserhöhung auch geradezu versteckt wurde: Die Ankündigung zukünftiger Preise hat nichts mit den Erläuterungen zur Abrechnung des vergangenen Abrechnungsperiode zu tun. Folglich kann ein Verbraucher nicht damit rechnen, dass er dort Preiserhöhungen mitgeteilt bekommt.

Preiserhöhung 365 AG / immergrün!Energie 2014

Hintergrund zum Preisinformationsschreiben 2014, das mir vorliegt:

  • Im Betreff der E-Mail stand „Informationen zu Ihrer Energieversorgung“. Die Preiserhöhung wurde in einer E-Mail mit zwei Anhängen angekündigt. Im E-Mail-Text wird lediglich von „Informationen zu den neuen hoheitlich festgelegten Umlagen und Abgaben“ sowie zur SEPA-Umstellung gesprochen. Durch die Verwendung des Plurals („Umlagen“; „Abgaben“) ist nicht zu erahnen, dass es um eine konkrete Änderung des Vertragsverhältnisses geht. Dieser Eindruck wird aufgrund weiterer allgemeiner Informationen verstärkt. Zum Ende des E-Mail-Textes steht – hervorgehoben – folgende Aussage: „Zusammengefasst haben wir drei gute Nachrichten für Sie“. Insbesondere dieser Zusatz vermittelt den Eindruck, dass keine negativen Änderungen dem Kunden mitgeteilt werden sollen. Der Gesamteindruck dieses E-Mail-Textes verleitet den Kunden, die Anlagen nur kurz zu überfliegen, weil keine für ihn relevanten Informationen zu erwarten sind, auf die er reagieren müsste.
  • Der erste Anhang betrifft die SEPA-Umstellung.
  • Beim zweiten Anhang auf Seite 1, der sprachlich sehr ähnlich zum E-Mail-Text aufgebaut ist, wird erneut von hoheitlich festgelegten Umlagen gesprochen und mit starker Hervorhebung sticht folgende Aussage hervor: „Drei gute Nachrichten auf einen Blick“. Dem Verbraucher wird durch diese inhaltliche und sprachliche Ähnlichkeit den Eindruck vermittelt, dass im Anhang keine neuen Informationen gegenüber dem E-Mail-Text zu erwarten sind. Erst auf Seite 4 im zweiten Anhang, nach Informationen zur SEPA-Umstellung und Verbrauchsinformationen folgt – ohne Hervorhebung – folgender Text:
  • Zunächst wird beschrieben, dass Grundpreise verbrauchsunabhängige, teils hoheitlich regulierte Entgeltbestandteile und Fremdkosten enthalten und dass auf deren Entwicklung die Stromlieferanten nur begrenzt Einfluss haben. Trotzdem erhält der Kunde eine vollumfängliche Garantie auf den Grundpreis ab dem 1. Dezember2014 bis Ende 2016. Danach folgt folgender Satz (wobei die Höhe des Grundpreises variieren kann): „Der monatliche Grundpreis wird in diesem Zeitraum bei 19,95 € fixiert und ist gegen jede Erhöhung abgesichert. Ihnen als Produktkunde im Tarif Wasserkraft 6 sind diese Konditionen automatisch und unwiderruflich garantiert. Damit sind Sie vor jeglichem Grundpreisanstieg vollumfänglich geschützt.“ Insbesondere dieser letzte Satz vermittelt fälschlicherweise erneut den Eindruck, es handele sich hier um eine gute Nachricht für den Verbraucher.
  • Selbst auf Seite 4 des zweiten Anhangs wird nicht klar von einer Grundpreiserhöhung gesprochen, denn es wird lediglich von einer Fixierung und nicht von einer Erhöhung gesprochen. Erschwerend kommt hinzu, dass der letzte zitierte Satz einen Schutz vor einem Grundpreisanstieg suggeriert. Nur wenn der Verbraucher die genaue Aufteilung seiner Stromrechnung zwischen Grundpreis und Arbeitspreis kennt, was unwahrscheinlich ist, kann der Kunde erahnen, dass der Grundpreis ansteigt und dass er eben nicht vor einem Preisanstieg geschützt ist.
  • Allem Anschein nach widerspricht die Preiserhöhung sogar den eigenen AGBs. Die Preiserhöhung wird auf Seite 4 unterhalb des Säulendiagramms damit begründet, dass alle Änderungen hoheitlich beeinflusster Preisbestandteile in den Arbeitspreis eingepflegt wurden. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die Frage, welche Erhöhungen verbrauchsunabhängiger Bestandteile die Erhöhung des Grundpreises begründen – insbesondere wenn man bedenkt, dass nur ein kurzer Zeitraum zwischen Auftragsbestätigung und des Verkündens der Preiserhöhung liegt.
  • Die Ankündigung der Grundpreisreiserhöhung erfolgte weit vor Bindungsfrist, das ebenfalls zu einer Verschleierung der Preiserhöhung beitrug. Das Schreiben vom 03.02.2014 erfolgte fast 9 Monate vor der beabsichtigen Preiserhöhung ab dem 01.12.2014.
  • Im Schreiben wird zwar auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen, die Erläuterungen sind jedoch missverständlich. Der Text besagt, dass zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens einer Preiserhöhung das Vertragsverhältnis beendet werden darf. Wirksam wird die Grundpreiserhöhung für den Verbraucher allerdings erst deutlich später – zum 01.12.2014. Dass allerdings das Sonderkündigungsrecht vorsieht, sofort auf das Schreiben zu reagieren (also im Februar 2014) und nicht erst Ende des Jahres, wird nicht deutlich. Somit wird der Verbraucher nicht nur über die Preiserhöhung, sondern auch über das Sonderkündigungsrecht intransparent und nicht verständlich informiert.

Gerichtsurteil

Das AG Delmenhorst (AZ: 44 C 4120/14 (I)) argumentiert überraschend deutlich, dass die Strompreiserhöhung der 365 AG sittenwidrig ist. Zum einen ist die Preiserhöhung intransparent, zum anderen erfolgte die Mitteilung weit vor Vertragsende:

„Zum anderen ist das Vorgehen der Klägerin nach Auffassung des Gerichts sittenwidrig im Sinne von § 138 Abs. 1 BGB. Weder aus dem ersten Teil des Anschreibens, noch aus den ersten Seiten des sogenannten Informationsschreibens ergibt sich, dass hier neue, erst nach Ablauf des ersten Jahres eintretende hohe Grundpreise fällig werden sollten. Vielmehr ist von „3 guten Nachrichten“ in den ersten Seiten die Rede. Warum eine Erhöhung eines Grundpreises von 0,00 Euro auf 21,55 Euro monatlich eine gute Nachricht sein soll, ist für das Gericht nicht erkennbar. Die Ankündigung dieses Grundpreises erfolgt auf der 4. Seite im vorletzten Absatz mit der Erklärung, es könne jetzt bereits eine vollumfängliche Garantie auf den Grundpreis ab dem 01.04.2014 bis zum 31.12.2016 gewährt werden. Es ist nicht davon die Rede, dass damit erstmalig ein Grundpreis geltend gemacht wird.

Wenn man hinzu nimmt, dass dieses Schreiben (…) weit vor dem Ende der Bindungsfrist erfolgte, kann man daraus nur ein sittenwidriges Vorgehen seitens des Energielieferanten schließen, der mit solchen, völlig undifferenziert vom Schriftbild her gefassten Schreiben eine Verschleierung seiner angekündigten Preiserhöhung vornehmen will.“

Preiserhöhung ExtraEnergie (2014)

Hintergrund zum Preisinformationsschreiben:

  • Im Betreff der E-Mail stand „Energiemarktentwicklungen und -preisanpassungen“. Auf mehreren Seiten wurden die Verbraucher zunächst über den Anbieter und dann über die Energiewende und den damit zusammenhängenden Folgen informiert. Im Rahmen des Fließtextes stand u.a. folgender Passus:
  • „Unser Anspruch ist es, unsere Kunden stets vor marktbedingten Preiserhöhungen zu schützen. (…) Mit diesem Schreiben möchten wir Sie über die aktuelle Strommarktentwicklungen und Preisanpassungen informieren“
  • Nach eineinhalb Seiten wurde der Verbraucher in nur zwei Sätzen und ohne Hervorhebung über die Preiserhöhung informiert.
  • Am Ende der E-Mail steht folgender Satz: „Lieber Kunde, wir haben Sie über die aktuellen Gegebenheiten (…) informiert und Ihre monatlichen Belastungen durch unsere getroffenen Maßnahmen stabil gehalten.“

Gerichtsurteil

Die Verbraucherzentrale verklagte den Energieversorger ExtraEnergie vor dem Landgericht Düsseldorf (AZ: 12 O 177/14), bei beabsichtigten Preiserhöhungen diese deutlich hervorzuheben und auf das bestehende Sonderkündigungsrecht hinzuweisen. Die Richter bemängelten, neben der optischen Gestaltung, den irreführenden Inhalt des Schreibens. Der Inhalt erwecke den Eindruck, dass Kunden vor Preiserhöhungen geschützt seien. Das Gericht urteilt, dass diese Preiserhöhung intransparent und damit nicht wirksam ist:

Es liegt auch ein Verstoß gegen § 41 Abs. 3 Satz 1 EnWG vor, weil mit den versendeten Emails nicht in transparenter und verständlicher Weise über die beabsichtigte Preisänderung und das daraus resultierende Kündigungsrecht (vgl. §41 Abs. 3 Satz 2 EnWG) informiert wird. Die Emails verschleiern zunächst durch ihre allgemein gehaltenen Informationen zu Beginn, dass auch eine konkrete Änderung des Vertragsverhältnisses mitgeteilt werden soll. Bereits die Überschrift ist allgemein gehalten und suggeriert einem nicht unerheblichen Teil der angesprochenen Durchschnittskunden, dass – losgelöst vom konkreten Vertragsverhältnis – die aus der Energiemarktentwicklung entstehenden Preisanpassungen dargestellt werden. Entgegen der Auffassung der Beklagten verschafft auch die Betreffzeile „Energiemarktentwicklungen und -preisanpassungen“ keine Klarheit. Insbesondere durch die Verwendung des Plurals für den Begriff „Preisanpassungen“ bleibt unklar, dass es um eine konkrete Änderung im bestehenden Vertragsverhältnis geht. Dieser Eindruck einer generell-abstrakten Darstellung wird noch durch den Zusatz „Energiemarktentwicklungen“ verstärkt.

In diesem Zusammenhang stellt es sich bei den Emails vom 26.02.2014 und 29.04.2014 (Anlage K 3 und K 4) auch als irreführend dar, dass direkt zu Beginn des Fließtextes das Ziel formuliert wird, den Kunden vor Preiserhöhungen zu schützen. In der Email vom 28.02.2014 (Anlage K 5) wird irreführend ausgeführt, die Konditionen sollten für den Kunden kontinuierlich verbessert werden. Darüber hinaus entsteht durch den einleitenden Teil bei allen drei Emails der Eindruck, es werde durch die mitgeteilten Informationen ausschließlich eine Serviceleistung erbracht, die – anders als eine Preisanpassung – in keinem Zusammenhang mit eigenen Interessen des Absenders steht.

Auch die Art und Weise der Darstellung (Fließtext, ohne Hervorhebung, in der Mitte eines über mehrere Seiten gehenden Textes) führt zur Unklarheit. Letztlich wird der Durchschnittskunde in der Annahme, dass lediglich allgemeine Umstände mitgeteilt werden, bestärkt, indem am Ende der Email mitgeteilt wird, dass die monatliche Belastung des Kunden stabil gehalten worden sei. Sofern die Beklagte meint, durch die Formulierung im Perfekt werde für den Kunden deutlich, dass die Preise – in der Vergangenheit – hätten stabil gehalten werden können, während dies für den Jetztzeitpunkt nicht mehr gelte, kann dieser Auslegung nicht gefolgt werden. Bei dem Passus handelt es sich offensichtlich um eine Zusammenfassung des Inhalts der Email, insbesondere angezeigt durch den Passus „wir haben sie (. . .) informiert“. Der Kunde versteht deshalb auch die Information über den „stabil gehaltenen“ Preis als Information über den status quo.

Aus den obigen Ausführungen ergibt sich zugleich, dass die Beklagte nicht nur intransparent über die Preisänderung informiert, sondern auch über das in diesem Zusammenhang bestehende Kündigungsrecht. Dass überhaupt über das Kündigungsrecht informiert wird – wie die Beklagte einwendet – ändert an der intransparenten Art und Weise der Informationsmitteilung nichts.“

Das Gerichtsurteil des Landgerichts Düsseldorf wurde am 20.10.2016 vom Oberlandesgericht Düsseldorf (AZ: I-20 U 37/16) bestätigt. Der Stromanbieter wurde ferner untersagt, sich auf die in den fraglichen E-Mails angekündigten Preiserhöhungen zu berufen.

Preiserhöhung Fuxx Sparenergie (Grüner Funke) 2016

Preiserhöhung und Sonderkündigungsrecht getarnt in einem Werbeflyer

Fuxx Sparenergie versende Preiserhöhungen unter der Überschrift „Mehr Grund zum Jubeln in unserem besten Kundenservice aller Zeiten Aktuelle Preisinformation“. Das Schreiben ähnelte einem Werbeflyer mit fußballspielenden Füchsen. Unter der zweiten Überschrift innerhalb des Schreibens „Klare Kante bei Preis und Service“ weist Fuxx Sparenergie zunächst auf seine „Service-Offensive“ und dann darauf hin, dass der Arbeitspreis künftig steigen steigen werde. Die Preiserhöhungen betrugen teilweise über 30%. Der letzte Absatz des Schreibens trägt die Überschrift „Wir sind für Sie da!“. Unter dieser Überschrift erläutert die Beklagte zunächst ihre Erreichbarkeit per Telefon, dann die Internetseite und im dritten Satz heißt es: „Übrigens haben Sie aufgrund obiger Vertragsanpassungen ein bis zum Wirksamwerden der Anpassung gültiges Sonderkündigungsrecht.“

Gerichtsurteil (Az.: 312 O 514/16)

Die Richter des Landgerichts Hamburg vom16.01.2018 urteilen, dass die Preiserhöhung von Fuxx Sparenergie den Transparenzanforderungen des § 41 III EnWG nicht genügen (Az.: 312 O 514/16):

„Die Mitteilung der Preiserhöhung erfolgt im Fließtext im dritten Absatz in versteckter Weise unter den Überschriften „Mehr Grund zum Jubeln mit unserem besten Kundenservice aller Zeiten Aktuelle Preisinformationen“ bzw. der Unterüberschrift „Klare Kante bei Preis und Service“. Diese Formulierungen lassen in keiner Weise erkennen, dass eine Preiserhöhung folgt. Vielmehr wird die ungünstige Nachricht der Preiserhöhung mit beschönigenden Formulierungen wie „Grund zum Jubeln“, „besten Kundenservice aller Zeiten“ und „Klare Kante bei Preis und Service“ verschleiert. Auch bei vollständigem Durchlesen des Textes muss der Kunde bei der Formulierung „Bis zum Ablauf ihrer Preisgarantie zum 30.9.2016 sind nun Sie nämlich geschützt vor einer nicht hoheitlich bedingten Anpassung ihres Arbeitspreises auf danach 28,47 Cent, statt wie bisher 21,55 Cent“ genau hinschauen, um nicht zu überlesen, dass ihm hier eine Preiserhöhung mitgeteilt wird.

Auch auf das Sonderkündigungsrecht wird nicht in transparenter Weise hingewiesen. Erst im vierten Absatz des Schreibens – und damit nicht mehr in Zusammenhang mit der Preiserhöhungsmitteilung – steht mitten im Fließtext: „Übrigens haben Sie aufgrund obiger Vertragsanpassungen ein bis zum Wirksamwerden der Anpassung gültiges Sonderkündigungsrecht.“ Die Überschrift dieses Absatzes „Wir sind für Sie da!“ Deutet zudem in keiner Weise an, dass ein Sonderkündigungsrecht bzw. ein Rücktrittsrecht besteht.“

Preiserhöhung Stromio (Grünwelt Energie) und Enervatis

Preisinformationsschreiben getarnt als Werbeflyer

Im Jahr 2016 versuchten vermehrt Stromanbieter ihre Preisinformationsschreiben als Werbeflyer zu tarnen, sodass viele Kunden das Schreiben ungelesen in den Papierkorb werfen. Zwar sind Angaben zu Vertragsänderungen auch noch versteckt, allerdings hätte der Kunde diese eher erkennen können.

Beim Stromanbieter Stromio lassen eine auffällig hervorgehobene Übersicht „XXL-Preisgarantie“, ein großes TÜV-Siegel und eine große Testsieger-Plakette das Anschreiben wie ein Werbeflyer wirken. Beim Stromanbieter Enervatis ging man ähnlich vor: Die Überschrift lautet „UNSER TOP-Angebot: 24 Monate Preisgarantie“. Anstatt dem TÜV-Siegel und der Testsieger-Plakette stehen weitere Botschaften am Ende des Schreibens. Beim Stromanbieter FUXX die Sparenergie sind es fußballspielende Füchse und ein groß hervorgehobenes Qualitätsversprechen. Alle drei Mitteilungen haben gemeinsam, dass die eigentlich interessante Information für den Verbraucher – Preisinformationen – ohne Hervorhebung beiläufig erwähnt werden. Erschwerend kommt hinzu, wenn diese Mitteilungen oft nur wenige Monate nach dem Vertragsschluss versendet werden (siehe hierzu auch die oben zitierten Ausführungen des AG Delmenhorst (AZ: 44 C 4120/14 (I)).

Es ist äußerst fraglich, ob die zuvor genannten Preisinformationsschreiben dem Transparenzgebot gemäß §41 (3) EnWG entsprechen. Leider kenne ich kein Gericht, das über einen vergleichbaren Sachverhalt geurteilt hat. (Im Fall von Flexstrom wurde nicht über die Intransparenz des Schreibens, sondern über die automatische Vertragsverlängerung geurteilt.) Vor diesem Hintergrund empfehle ich auf die Gerichtsurteile gegenüber 365 AG und ExtraEnergie zu verweisen. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale muss eine Preiserhöhung gegenüber allen Kunden plausibel begründet und der Verbraucher über seine Rücktrittsrechte informiert werden. Wenn dies nicht erfolgte, ist die Preiserhöhung nicht zulässig. Im Falle von Stromio wurden die Rücktrittsrechte in der dritten Fußnote in Kleinschrift erwähnt. Zudem wurde nur der neue Arbeitspreis, nicht aber der aktuell geltende Arbeitspreis erwähnt. Daher konnten nur Verbraucher, die Ihren aktuellen Arbeitspreis auswendig wissen, eine Preiserhöhung erkennen. Das dürfte auch bei den wenigsten Amtsrichtern der Fall sein!

IV. Wann liegt keine rechtliche Grundlage für die Preiserhöhung vor?

Für Sonderverträge liegen keine gesetzlichen Grundlagen vor. Daher müssen Stromanbieter in ihren AGBs Preisanpassungsklauseln aufnehmen. Liegt keine Anpassungsklausel vor, dann ist die Preiserhöhung nicht zulässig. Aber auch wenn eine Anpassungsklausel vorliegt haben Sie gute Erfolgsaussichten: Die Klauseln müssen den Anlass und den Modus der Änderung der Entgelte transparent darstellen, so dass der Verbraucher mögliche Änderungen der Entgelte anhand klarer und verständlicher Kriterien absehen kann. (EuGH Az. C-359/11 und C-400/11; C-92/11). Der Verbraucher muss also einschätzen können, mit welchen Preisänderungen er rechnen darf/muss. Der BGH fordert ferner den Kunden aufzuklären, dass der Versorger die Pflicht hat, Kostensenkungen genauso wie Kostenerhöhungen nach den gleichen Maßstäben an den Kunden weiterzugeben (VIII ZR 225/07 Rn 23). Die Verbraucherzentrale geht davon aus, dass in der Vergangenheit die Mehrzahl der Strom- und Gasanbieter unwirksame Klauseln verwendet haben, weil die Klauseln zu vage formuliert waren.

Viele Energieversorger haben ihre AGBs inzwischen überarbeitet und die allermeisten sollten den oben beschriebenen Anforderungen inzwischen genügen. Entscheidend für die Beurteilung, ob eine rechtliche Grundlage für die Preiserhöhung vorliegt, sind die AGBs, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig waren. Dies sei am Beispiel der AGBs von immergrün (365 AG) verdeutlicht:

  • Ende 2013 lautete die Preisänderungsklausel: „Preisänderungen erfolgen entsprechend § 5 Abs. 2 Satz 1 StromGVV“. Diese Klausel dürfte den Anforderungen hinsichtlich Anlass, Voraussetzungen und Umfang der Preiserhöhung nicht ausreichend gewesen sein.
  • Inzwischen (Stand 08/2017) wurde die Preisänderungsklausel angepasst und dürfte den gewünschten Anforderungen entsprechen: „…Der Energieversorger hat daher insbesondere steigende oder sinkende Kosten für die Energiebeschaffung, den Vertrieb, die Kundenverwaltungsstruktur … bei der Preisanpassung zu berücksichtigen. (Anlass) Im Falle von Kostensteigerungen ist der Energieversorger berechtigt … Wirken sich Veränderungen der für die Preisbildung maßgeblichen Faktoren sowohl kostensenkend als auch kostensteigernd aus, so wird der Energieversorger Kostensenkungen mit den Kostensteigerungen so miteinander verrechnen… Der Energieversorger ist verpflichtet…“ (Voraussetzungen & Umfang)

Wenn Sie einen Vertrag mit immergrün aus Ende 2013 geschlossen haben, so ist die Preisänderungsklausel „Preisänderungen erfolgen entsprechend § 5 Abs. 2 Satz 1 StromGVV“ relevant und nicht die aktuelle, überarbeitete Version.

V. Ratschläge zum weiteren Vorgehen

A) Wenn Sie die (versteckte) Preiserhöhung erst nach Ihrem Sonderkündigungsrecht erfahren haben:

In den meisten Fällen erfahren Kunden die versteckte Preiserhöhung erst, wenn sie ihre Stromabrechnung kontrollieren und die höheren Arbeits- oder Grundpreise entdecken. Für einen Widerspruch gegen Ihre Stromrechnung haben Sie drei Jahre Zeit. Wie Sie am besten vorgehen, hängt maßgeblich davon ab, wie versteckt die Preisanpassung war.

1. Prüfen Sie zunächst, ob die Voraussetzungen der Preiserhöhung eingehalten wurden (Ankündigung sechs Wochen voran sowie Höhe und Rechtsgrundlage der Preiserhöhung).

2. Prüfen Sie, ob es sich um eine versteckte Preiserhöhung handelt. Vergleichen Sie am besten Ihren Fall mit den zuvor geschilderten Fällen der 365 AG und der ExtraEnergie hinsichtlich folgender Aspekte:

  • Wird im Betreff eine Preiserhöhung angedeutet?
  • Wird am Anfang des Textes auf eine Preiserhöhung hingewiesen, oder wird dies erst nach einigen Seiten Text deutlich?
  • Stehen die Aussagen auf der ersten Seite des Schreibens im Widerspruch zur Preiserhöhung (wird z.B. von „guten Nachrichten“ gesprochen?)
  • Wurde die Preiserhöhung im Text hervorgehoben (z.B. Großschrift oder Hervorhebung in fett)
  • Wird im Text eindeutig von einer Preiserhöhung gesprochen, oder suggeriert die Textpassage gleichbleibende Preise (z.B. „wird fixiert auf…“; „gegen jede Erhöhung abgesichert“)
  • Sind im Text widersprüchliche Formulierungen enthalten (z.B.: „Preisgarantie“; „Schutz vor Preiserhöhungen“)?
  • Wurden auch die aktuell gültigen Arbeits- und Grundpreise oder nur die zukünftigen Preise benannt?

3. Danach sollten Sie sich beim Versorger über die (versteckte) Preiserhöhung schriftlich beschweren (ein Anruf bei der Hotline hilft Ihnen i.d.R. nicht weiter). Argumente und Urteile finden Sie auf dieser Seite. Sie können zusätzlich unberechtigte Zahlungen aus der Strompreiserhöhung verweigern. Dann besteht allerdings die Gefahr, dass der Versorger Sie auf Zahlungen verklagen wird und Ihnen Mahngebühren in Rechnung gestellt werden. Überlegen Sie sich diesen Schritt daher besonders gründlich. In Foren wird am häufigsten empfohlen, z.B. Nachzahlungen unter Vorbehalt zu leisten. Die unter Vorbehalt geleisteten Zahlungen wird Ihr Stromanbieter aber wahrscheinlich nicht mehr freiwillig herausrücken. Sie wären somit gezwungen auf Rückforderung zu klagen. In diesem Fall tragen Sie und nicht mehr der Stromanbieter die Beweislast – Ihre rechtliche Position hat sich somit verschlechtert. Fazit: Sind Sie bereit das Risiko einer Klage oder Mahngebühren einzugehen? Wenn ja, dann sollten Sie die strittigen Beträge verweigern. Eine Zahlung unter Vorbehalt würde Ihre rechtliche Position verschlechtern.

  • In der ersten E-Mail empfehle ich Ihnen lediglich mitzuteilen, dass die Abrechnung falsche Preise enthält. Errechnen Sie am besten auch, auf welchen Rechnungsbetrag Sie kommen und welches Guthaben oder Restschuld Sie ermittelt haben. Von dem Schreiben, das die versteckte Preiserhöhung erhält, würde ich nicht erwähnen. Schließlich trägt das Energieunternehmen die Beweispflicht, dass Ihnen die Preiserhöhung ordnungsmäßig zugesendet wurde.
  • Der Energieversorger wird daraufhin sehr wahrscheinlich auf sein Schreiben verweisen. Erst danach würde ich der Preiserhöhung widersprechen. Ich empfehle zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit der Schlichtungsstelle zu drohen. Folgendes Musterschreiben kann Ihnen zur Orientierung dienen:

Vertragsnummer: xxx

Kundennummer: xxx

Betreff: Widerspruch gegen Schlussrechnung und Preiserhöhung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit widerspreche ich der Schlussrechnung vom xx.xx.201x, weil Ihre Preiserhöhung gemäß §41 (3) EnWG nicht auf „transparente und verständliche Weise“ mit mitgeteilt wurde. Die Ankündigung der Preiserhöhung im Schreiben vom xx.xx.201x ähnelt sehr dem Sachverhalt der 365 AG und der ExtraEnergie aus den Jahren 2013 und 2014. In diesen Fällen haben deutsche Gerichte (u.a. das Landgericht Düsseldorf (AZ: 12 O 177/14) und das Amtsgericht Delmenhorst (AZ: 44 C 4120/14 (I)) zu Gunsten der Verbraucher entschieden und die Praktiken der Stromanbieter kritisiert.

Ferner zweifle ich die Zulässigkeit der Preiserhöhung gemäß §315 BGB an, da eine Preiserhöhung i.H.v. xx% nicht mit der tatsächlichen Gesamtkostenentwicklung erklärbar ist. Darüberhinaus zweifle ich gemäß §307 I auch die rechtliche Grundlage Ihrer Anpassungsklausel („Zitat der AGB-Klausel hier einfügen„) an, weil nicht klar ersichtlich ist, unter welchen Voraussetzungen der Stromanbieter berechtigt ist den Strompreis in welcher Höhe zu erhöhen. In diesem Zusammenhang verweise ich auf die Seite der Verbraucherzentrale, wo ähnliche Klauseln vom BGH als unzulässig eingestuft wurden: http://www.verbraucherzentrale.de/Rueckforderung-ueberhoehter-Gaspreise-4.

Vor diesem Hintergrund erwarte ich die korrigierte Rechnung und die Überweisung des Guthabens bis zum xx.xx.201x.

Viele Grüße

3. Vermutlich wird Ihr Stromanbieter Ihrer Bitte nicht vollumfänglich nachkommen und z.B. ein Kompromissangebot Ihnen unterbreiten. Bei eindeutigen Fallen würde ich keinen Vergleich mit dem Versorger eingehen, sondern die (versteckte) Preiserhöhung aus unzulässig bezeichnen. Dementsprechend deutlich würde ich Anfragen an den Stromanbieter formulieren. Eine Empfehlung kann ich allerdings nicht aussprechen, weil jeder Sachverhalt einzeln zu bewerten ist und Restrisiken bestehen. Gegen mich hat z.B. mein ehemaliger Stromanbieter eine Feststellungsklage vor Gericht beantragt.

4. Wenn Sie kein Kompromissangebot Ihres Versorgers annehmen möchten, dann empfehle ich Ihnen eine Beschwerde auf Reclabox zu schalten. Auf diese Weise können Sie Ihr Anliegen ins Internet stellen, was den Druck auf den Energieversorger und damit Ihre Erfolgsaussichten erhöht. Schließlich will dieser im Internet nicht schlecht dastehen. Ferner reduziert dieses Vorgehen die Wahrscheinlichkeit eines Rechtsstreits. Hierzu können Sie sich am folgenden Text anlehnen:

Betreff: Versteckte Preiserhöhung

Vertragsnummer: xxx

Kundennummer: xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie ich Ihnen bereits schriftlich mitgeteilt habe, verstößt meiner Meinung nach Ihr Schreiben vom xx.xx.201x, in der Sie die Preiserhöhung angekündigt haben, gegen §42 (3) EnWG. Sie haben weder im Betreff Ihres Schreibens noch im Text auf „transparente und verständliche Weise“ die Preiserhöhung mitgeteilt. (hier können Sie noch weitere Details benennen)

Ich habe meinen Sachverhalt mit dem der 365 AG und der ExtraEnergie aus den Jahren 2013 und 2014 verglichen. In diesen Fällen haben u.a. das Landgericht Düsseldorf (AZ: 12 O 177/14) und das Amtsgericht Delmenhorst (AZ: 44 C 4120/14 (I) zu Gunsten der Verbraucher entschieden und die Praktiken der Stromanbieter kritisiert. Zudem zweifle ich die rechtliche Grundlage der Preiserhöhung an. Zuletzt vermute ich, dass Sie Ihren Gewinnanteil mit dieser Preiserhöhung steigern. Dies ist aber nicht zulässig, da Sie nur unvermeidbare Kostensteigerungen ohne Erzielung eines zusätzlichen Gewinns an die Kunden weitergeben dürfen und dabei Kostensenkungen auch zeitlich ebenso und nach den gleichen Maßstäben berücksichtigen müssen wie Kostensteigerungen. Für Details verweise ich auf http://verbraucherhilfe-stromanbieter.de/preiserhoehung-strom/.

Vor diesem Hintergrund erwarte ich die korrigierte Rechnung und die Überweisung des Guthabens bis zum xx.xx.201x.

Viele Grüße

Meine Forderung: Zurücknahme der Preiserhöhung

5. Überlegen Sie sich, ob Sie Ihren Stromanbieter wechseln wollen. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle empfehlen, dass Sie nicht einfach über die Vergleichsportale Ihren nächsten Stromanbieter aussuchen, sondern dass Sie darauf achten, dass dieser Anbieter auch seriös ist. Die Empfehlungen auf den Vergleichsportalen sind leider nicht zuverlässig. Stattdessen sollten Sie jene Stromanbieter meiden, die in der Vergangenheit häufiger negativ aufgefallen sind. Welche Stromanbieter Sie meiden sollten und worauf Sie unbedingt achten sollten, erfahren Sie hier:

B) Wenn Sie die (versteckte) Preiserhöhung während Ihres 14-tägigen Sonderkündigungsrechts erfahren haben:

Bei der Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung, etwa bei Preiserhöhungen oder Wohnungswechsel, sollten Sie die außerordentliche Kündigung auf jeden Fall selbst gegenüber Ihrem bisherigen Versorger vornehmen und keinesfalls – wie dies etwa viele Online-Portale als Service anbieten – Ihrem neuen, potentiellen Anbieter überlassen. Das Recht der außerordentlichen Kündigung steht nämlich in der Regel nur Ihnen selbst zu und nicht dem neuen Anbieter wie bei der ordentlichen Kündigung. Erfahren Sie zu spät, dass sein neuer Lieferant nicht aufgrund erteilter Vollmacht den bisherigen Vertrag kündigen kann, laufen Sie Gefahr, die Kündigungsfrist zu verpassen. Häufig geben Stromversorger Ihren Kunden nur eine zweiwöchige Kündigungsfrist, um von Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen zu können.

Leider haben in der Vergangenheit einige der unseriösen Anbieter behauptet, sie hätten nie eine Kündigung erhalten. Daher empfehle ich Ihnen, die Kündigung postalisch per Einschreiben/Einwurf zu versenden. So können Sie nachweisen, dass Ihr Brief beim Adressaten tatsächlich eingegangen ist.

Waren Sie selber Opfer einer (versteckten) Preiserhöhung? Schildern Sie Ihren Fall und Ihre Erfahrungen, um anderen Betroffenen zu helfen!

Dieser Text stellt keine Rechtsberatung dar und wurde nach besten Wissen und Gewissen erstellt. Hier werden Fakten und die Meinung des Autors wiedergegeben. Obwohl mit großer Sorgfalt recherchiert wurde, sind  Unvollständigkeiten oder Fehler nicht auszuschließen.  Dieser Text ersetzt keine rechtliche Beratung. Bei den genannten Verbraucherbeschwerden stützt sich der Autor auf die Seite de.reclabox.com.

27 Gedanken zu „Preiserhöhung Strom

  • 6. Juni 2018 um 09:31
    Permalink

    Ich habe von Eprimo am 27.05.2018 die Jahresabrechnung bekommen. Sie wurde Online gestellt ohne irgendeine Info an mich. Ich habe sie zufällig gesehen als ich mich eingeloggt habe. Bei genauerer Prüfung habe ich gesehen, dass der Grundpreis ab 01.01.2018 von 63,28 €/Jahr auf 112,60 €/Jahr nahezu verdoppelt wurde. Ich Naivling habe mich noch gefreut dass keine Preiserhöhung erfolgt und fand das sehr fair. Im Nachhinein erinnere ich mich an einen Werbefleyer. Diesen habe ich nur grob überflogen und entsorgt. Gestern habe ich bei der Hotline angerufen. Der Herr war recht unfreundlich. Er teilte mir mit, dass ein Schreiben angeblich im November letzten Jahres an mich versendet wurde. Er schickt es mir „sehr gerne“ nochmals zu. Daraufhin hat er mich abgewimmelt. Ich werde nun ein Schreiben aufsetzen Aufgrund Ihrer Vorlage. Herzlichen Dank hierfür.

    Antworten
    • 5. Juni 2018 um 22:37
      Permalink

      Vielen Dank für Ihren Kommentar!
      Wäre es möglich, dass Sie mir das Schreiben zur Verfügung stellen? Ich würde gerne darüber auf dieser Seite berichten.

      Antworten
    • 11. Juni 2018 um 09:35
      Permalink

      Das Schreiben kam mittlerweile an, man sieht deutlich dass im Nachhinein die relevanten Daten geändert wurden da die Schrift sehr verschwommen ist, die persönlichen Daten aber ganz klar sind. Ich muss mich schwer bemühen sachlich zu formulieren.

      Antworten
      • 11. Juni 2018 um 23:30
        Permalink

        Ich bin irritiert. Gibt es also Hinweise, die eine „Anpassung“ des Originalschreibens vermuten lassen? Ich biete Ihnen gerne meine Unterstützung an via E-Mail (mrmoeschler(at)gmail.com).

        Antworten
        • 21. Juni 2018 um 08:28
          Permalink

          Ich habe Ihnen gestern Abend zwei E-Mails dazu geschrieben. Es könnte sein, dass durch die Anhänge alles im Spamfilter gelandet ist.

          Grüße

          Antworten
  • 17. April 2018 um 15:15
    Permalink

    Gerade habe ich eine über 25% Preiserrhöhung von Grünwelt Strom (stromio) erhalten von 23 cent auf 29 Cent + Jahresgebühr Erhöhung. Habe sofort Sonderkündigung ausgesprochen !

    Antworten
    • 17. April 2018 um 23:13
      Permalink

      Ich höre in den letzten Tagen von einigen Stromio-Kunden, dass sie Preiserhöhungen im Kunden-Portal vorfinden. Anscheinend wird den Verbrauchern nicht auf transparente Weise per E-mail mitgeteilt, dass eine Preiserhöhung vorgenommen werden soll. Stattdessen erfolgt anscheinend nur der Hinweis, dass neue Dokumente im Kunden-Portal vorliegen. Sofern die Frist für eine Sonderkündigung abgelaufen ist, sollten Verbraucher sich gegen diese Art der Mitteilung wehren.

      Antworten
  • 8. März 2018 um 17:53
    Permalink

    Hallo, Vielen Dank für diese Tolle Homepage! Ich habe einen Tarif bei Grüner Funke und hatte im ersten Jahr kein Problem. ich hatte auch zeitnah eine Abrechnung bekommen und die Auszahlen von 10€ haben auch funktioniert. Heute hat mich mein Netzbetreiber gebeten meinen Zählerstand mitzuteilen. Jetzt habe ich mich bei Gründer Funke eingewählt und dort auch meinen Zählerstand eingegeben. daraufhin ist mir ein Schreiben vom 17.10. aufgefallen in dem versteckt auf der 2. Seite eine Preiserhöhung ab dem 1.12.17 von 3€ auf 23€ aufgeführt ist. das ist eine Preiserhöhung von 766%!!!!!
    Ich werde heute mal eine e-Mail aufsetzen um das ganze nicht mehr bis Juli laufen zu lassen.

    Antworten
  • 18. Februar 2018 um 11:34
    Permalink

    Hier mein Feedback zu meiner Meldung vom 13.01.18
    Immergrün hat die Preiserhöhung von 36,21% storniert.
    Die Preiserhöhung war als vorletzter Satz als Preisanpassung in einem Schreiben, welches zu 95% nur die gesetzlichen Preusanpassungen enthielt, „versteckt“. Diese Preisanpassung war nicht als Preiserhöhung ausgewiesen, es war auch kein Preis „vorher“ ausgewiesen, sondern nur der neue Preis. Im Gegenzug sind bei den gesetzlichen Preisen (EEG Umlage etc.) alle Preise vorher und nachher und sogar mit dem Erhöhungsbetrag aufgeführt gewesen.
    Außerdem konnte/wollte mir Immergrün keinen Nachweis über den Versand der E-Mail mit dem Preiserhöhungsschreiben erbringen.
    Eine Begründung der Preiserhöhung von 36,21% blieb Immergrün mir auch schuldig.
    Alle Kontakte per Email zum Kundenservice hatten nur das Resultat, dass Immergrün behauptete, alles wäre korrekt abgelaufen und haben mir eine letzte Zahlungsfrist gesetzt.
    Der Kontakt zum Kundenservice für Verbraucherportal-Beschwerden unter VPB@ kundenservice-energie.de hatte dann die Wende gebracht.
    Heute erhielt ich eine neue Rechnung, welches jetzt ein Guthaben für mich bedeutet (vorher sind es rund 250€ Nachzahlung gewesen).
    Ich bedanke für die Hinweise hier im Portal, welche ich gut nutzen konnte und welche mich ermutigten gegen den „Goliath“ an zu treten.

    Antworten
    • 18. Februar 2018 um 15:31
      Permalink

      Vielen Dank für Ihren wertvollen Kommentar! Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass erst wenn man genügend Druck aufbaut, sich etwas tut. Ich weiß auch von anderen Verbrauchern, dass kein Nachweis über den Versand der E-Mails erbracht wird und eine inhaltliche Begründung wird auch nicht geführt.
      Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Erfolg!

      Antworten
  • 15. Februar 2018 um 22:38
    Permalink

    Ich habe per E-Mail von Extraenergie GmbH nach 12 Monaten die Jahresrechnung erhalten und darin versteckt den Hinweis auf eine 30% Preiserhöhung. Ich habe sofort schriftlich (E-Mail) von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht
    Eine Vertragskündigung wurd abgelehnt mit dem Hinweis auf eine vor 3 Monaten gesendete Preisinformations-Nachricht per E-Mail – diese wurde aber nachweislich nicht zugestellt, vermutlich auch nicht gesendet.
    Einen Versand-Nachweis bzw. Beweis bleibt Extraenergie GmbH jedenfalls schuldig.
    Anscheinend wird mit dieser ‚Masche‘ regelmäßig versucht eine verdeckte Preisanpassung durchzusetzen.
    Die Extraenergie GmbH besteht auf der Anpassung und ignoriert die Kündigung.
    Insgesamt eine sehr unerfreuliche Erfahrung und sicher der schlimmste Anbieter an den ich bislang geraten bin!

    Antworten
    • 16. Februar 2018 um 13:05
      Permalink

      Ich hoffe Sie bleiben hartnäckig und wehren sich gegen diese unzulässige Preiserhöhung! Auf Wunsch unterstütze ich Sie dabei.

      Antworten
  • 1. Februar 2018 um 19:01
    Permalink

    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Ich habe dann gestern das erste Schreiben verwendet, dass Sie hier ober freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Eine Antwort kam bisher aber noch nicht. Auch noch nicht auf meine erste Email von Samstag, in der ich darum gebeten habe mir die Preiserhöhung zu erklären.
    Ich danke Ihnen sehr für Ihre Unterstützung.

    Antworten
  • 31. Januar 2018 um 13:41
    Permalink

    Ich habe vor 5 Tagen eine Abrechnung von Gruener Funke bekommen. Hier fiel mir auf, dass der netto Arbeitspreis von 19,65 Cent (Zeitraum 01.01.2017 – 30.11.2017) auf 27,14 Cent (Zeitraum 01.12.2017 – 31.12.2017) angehoben wurde. Über eine Preiserhöhung wurde ich nicht explizit informiert.

    Auf Nachfrage bei der Hotline wurde ich auf eine Email vom 19. Oktober verwiesen. In dieser stand unter dem Betreff: „Schauen Sie regelmäßig in unser Kundenportal“ folgender Text:

    Sehr geehrter Herr xxx,

    Ihre Daten sind bei uns sicher: Unsere Webseiten profitieren vom Schutz durch HTTPS, der sicheren Variante des Hypertext-Kommunikationsprotokolls.

    Sicher haben Sie es in den Medien bereits mitverfolgt, dass es zum Teil erhebliche Sicherheitslücken bei der Nutzung des WLAN-Standards WPA2 gibt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bereits am Montag, 16.10.2017 dazu aufgerufen, auf Online-Banking in WPA2-geschützten Netzwerken zu verzichten.

    Auch vor Online-Shopping über eine unsichere WLAN-Verbindung warnt das Bundesamt. Viele Nutzer sind deshalb verunsichert und fragen sich, ob ihre Online-Aktivitäten noch sicher sind.

    Hier geht es zum Kundenportal: Da Sie von uns Informationen zu Umlagen, Abgaben und Erhöhung Ihrer tarifbezogenen Preise an Ihr passwortgeschütztes Kundenpostfach erhalten, wollen wir die Warnung des Bundesamtes für Sie einordnen.

    Ist die Nutzung meines Kundenpostfachs bei Fuxx jetzt noch sicher?
    Da Sie von Ihrem Energieanbieter generell wichtige Dokumente und Informationen zu Ihrem Vertrag in Ihrem persönlichen Kundenpostfach ansehen müssen, ist es natürlich wichtig, zu wissen, ob der Zugriff auf das Kundenpostfach noch gesichert erfolgen kann. Theoretisch könnten die Sicherheitslücken bei WPA2 dazu führen, dass Cyber-Kriminelle die Verschlüsselung knacken und auf fremde Daten zugreifen können. Allerdings ist es dafür erforderlich, dass der Zugriff auf das WLAN-Netz aus einer gewissen räumlichen Nähe erfolgt.

    Gegenmaßnahmen sind bereits ergriffen
    Sowohl Gerätehersteller als auch Software-Anbieter arbeiten bereits an der Schwachstelle.
    Für den Umgang mit hochsensiblen Daten wie Transaktionsnummern für das Online-Banking oder Kreditkarteninformationen mag Vorsicht im Umgang angemessen sein. Insgesamt, und das bestätigt auch der Chaos-Computer-Club, muss die Bedrohung angesichts immer noch funktionierender weiterer Sicherheitsstufen doch etwas relativiert werden.

    Ihre Vertragsnummer: xxxx

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Grüner Funke Service-Team

    Selbstverständlich habe ich nicht auf mein Kundenportal geguckt, weil ich davon noch nie Gebrauch gemacht habe und es auch nicht musste und auch noch gar keine Zugangsdaten angefordert hatte – alle Infos habe ich ja immer per Email bekommen.

    Jetzt habe ich selbstverständlich nachgeschaut und dort befindet sich tatsächlich ein Dokument, in dem am Ende auf die Preiserhöhung hingewiesen wird. Ist das ok so????

    Herzlichen Dank für die tolle Seite und die Infos

    Antworten
    • 1. Februar 2018 um 18:47
      Permalink

      Aus meiner Sicht ist die Preiserhöhung aus zwei Gründen unzulässig: Zum einen wurde Ihnen die Preiserhöhung versteckt mitgeteilt, weil in der E-Mail kein Bezug zur Preiserhöhung für Sie ersichtlich war. Zum anderen ist die Preiserhöhung viel zu hoch. Stromanbieter dürfen ihren Gewinnanteil nicht nachträglich steigern. Das bedeutet, dass Preise nur im Umfang von Kostensteigerungen angepasst werden dürfen.

      Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen ein Anschreiben aufsetzen, mit dem Sie sich wehren können.
      Viele Grüße
      Moeschler

      Antworten
    • 17. August 2018 um 14:55
      Permalink

      Hallo,
      genau das schreiben habe ich am auch am 19.10.2017 bekommen. Leider kann und hab ich auch noch nie auf das Fuxx Kundenportal zugegriffen. Was ist draus entstanden? Hat es eine Rückzahlung gegeben? Bei mir wurde der Grundpreis von 7,25 auf 24,- €/Monat erhöht.
      Habe mich jetzt beschwert bei Fuxx, am der Hotline war man sehr unkooperativ.
      Ich habe vor jetzt eine Rücklastschrift zu tätigen und den korrigierten (unstrittigen) Betrag zu überweisen …, dass muss aber bis Anfang KW39/2018 passieren, wegen der Bankfristen …
      Gruß Thomas

      Antworten
  • 17. Januar 2018 um 10:23
    Permalink

    Ich würde, wie oben von mir auch erfolgt, einen Nachweis des Versands anfordern.
    Eine angeblich alte Mail kann man leicht noch mal verschicken und dann behaupten, die wäre damals so versandt worden. Wenn man eine Mail versendet, ist diese Mail anschließend im Ordner „versendet“ zu finden mit dem Zusatz: Versand am xx.xx.xxxx und den Empfänger. Genau diesen Nachweis sollten sie verlangen. Wenn sie den nicht vorlegen können, würde ich die Erhöhung nicht anerkennen und ebenfalls mit der Schlichtungsstelle oder mit Anwalt drohen.

    Antworten
  • 16. Januar 2018 um 22:20
    Permalink

    Habe soeben eine Email von meinem Stromanbieter mit der Abschlussrechnung für 2017 bekommen. Soweit so gut. Habe die Rechnung näher angeschaut. Weniger Stromverbrauch als in 2016 und trotzdem sollen die Abschläge um 27 erhöht werden.
    Nach näherem Betrachten fand ich den neuen Strompreis. Von 24,03 ct in 2017 wurde er nun in 2018 auf 31,38 ct erhöht. Habe jedoch niemals eine Email geschweige denn einen Brief über diese Erhöhung erhalten.
    Auf der Webseite des Stromanbieters EVD EnergieVersorgung Deutschland GmbH habe ich dann versteckt in einem Untermenü eine Information über eine Stromerhöhung zum 1.1.2018 gefunden.

    Dieses war nun wirklich nicht transparent und grenzt zudem schon an Wucher.

    Schicke in diesem Augenblick ein Fax an das Unternehmen:

    „Sehr geehrte Damen und Herren,

    gerade bekomme ich per Email den Jahresabschluss.
    Ich wunderte mich über die Preisanpassung für 2018 und fand auf Ihrer Webseite versteckt eine Information zur Preisanpassung zum 1.1.2018.
    Die Preiserhöhung wurde nicht oder nicht transparent mitgeteilt. Es handelt sich hiermit um eine versteckte Preiserhöhung.
    Versteckte, intransparente und nicht verständliche Strompreiserhöhungen sind nach §41 (3) EnWG unzulässig.

    Somit widerspreche ich dieser Preisanpassung zum 1.1.2018.
    Rechtliche Schritte behalte ich mir vor.“

    Ich hoffe, das genügt erstmal. Morgen werde ich erstmal meine Rechtsschutzversicherung bemühen.

    Werde berichten.

    Antworten
  • 13. Januar 2018 um 12:57
    Permalink

    Ich habe per Email die Abschlussrechnung von Immergrün erhalten und in dieser stehen zwei Preiserhöhungen; eine ab dem 01.01.2017 und eine ab dem 01.02.2017 (+36,21%!). Ich kann die Emails mit der Bekanntgabe der Erhöhungen nicht finden und kann mir auch nicht vorstellen, dass ich diese zweimal übersehen hätte. Einen Einspruch gegen die rechnung habe ich jetzt abgeschickt und werde weiter berichten.

    Antworten
    • 14. Januar 2018 um 11:00
      Permalink

      Vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Ich bekomme öfters mit, dass Stromanbieter die Preiserhöhung gar nicht mitgeteilt haben. Dies könnte auch bei Ihnen der Fall sein. Fordern Sie daher Immergrün auch auf, die Mitteilung über die Preiserhöhung Ihnen zu belegen (z.B. könnten die ja problemlos die ursprüngliche E-Mail an Sie weiterleiten).

      Viel ERfolg!

      Antworten
  • 5. Januar 2018 um 00:44
    Permalink

    Zum Jahreswechsel 2017/2018 lief mein Vertrag bei der Strogon AG aus (genau am 28.12.2017). Da ich die ganze Zeit weder eine Mail noch einen Brief von Strogon erhalten habe, habe ich am 03.01.2018 erstmals dort angerufen und gefragt, wie es denn mit meinem Vertrag aussieht. Da wurde mir mitgeteilt, dass es ab dem 29.12.2017 eine Preiserhöhung gab. Ich hätte der Erhöhung ja nicht widersprochen und müsste jetzt den teureren Preis bezahlen. Auf meine Bemerkung, dass ich die Preiserhöhung nicht erhalten habe, antwortete man mir, dass diese bereits im September 2016 (NICHT 2017!) zugestellt wurde. Mein neuer Preis wäre jetzt ca. 0,33 € gegenüber vorher 0,25€, also eine Erhöhung um ca. 30%.
    Ich hatte anschließend darum gebeten, dass man mir die Preiserhöhung nochmals zuschickt, damit ich wenigstens genau weiß, wie hoch der Preis jetzt ist. Noch am selben Tag erhielt ich ein Angebot für einen 24-Monats Vertrag. Die Unterlagen die Preiserhöhung betreffend wurden mir aber nicht zugesandt. Daraufhin habe ich am 04.01.2018 wieder dort angerufen und nochmals nach der Ankündigung der Preiserhöhung gefragt. Man entgegnete mir, das wird noch bearbeitet und die Ankündigung sei bereits am 15.11.2016 erfolgt (wieder 2016 und nicht 2017!).
    Ich geh davon aus, dass die Preiserhöhung niemals angekündigt wurde, dass man versuchen wird, mich weiter hinzuhalten.
    Was soll ich Ihrer Meinung nach tun? Sollte ich zB den Nachweis der Versendung der Mail anfordern?

    Antworten
    • 5. Januar 2018 um 15:36
      Permalink

      Vielen Dank für Ihre Frage.
      Der Stromanbieter ist in der Pflicht, den Versand der Preiserhöhung nachzuweisen. Daher würde ich an Ihrer Stelle genau dies einfordern. Ich empfehle allerdings dies schriftlich zu tun, denn nur so können Sie Ihre Aufforderung nachweisen. Telefonate sind hierfür nicht geeignet (es sei denn, dass ein Zeuge mithört – dies dürfte aber deutlich aufwendiger sein).

      Antworten
      • 5. Januar 2018 um 18:01
        Permalink

        Vielen Dank für die Antwort.
        Sie haben mein Gedankengang bestätigt. Nächste Woche werde ich die (angebliche) Preiserhöhung sowie den Nachweis, dass diese versendet wurde schriftlich anfordern.

        Noch ein Zusatz:
        Das ganze scheint wirklich so Methode zu haben, denn per Telefon sollte man eigentlich seinen derzeitigen Kontostand abfragen können, was aber immer wieder abgebrochen wird. Außerdem habe ich den ersten Abschlag nach angeblicher Preiserhöhung schon bezahlt und dieser ist immer noch derselbe, wie vor der Erhöhung. Bei einer über 30%igen Erhöhung würde doch jeder auch den monatlichen Abschlag anpassen. Wie gesagt, das könnte aber Methode sein. So merkt man unter Umständen gar nicht, was passiert und nach der Jahresabrechnung kommt dann eine fette Nachforderung. Dann ist das ganze aber schon so lange her für den Kunden, dass dieser sich sicher nicht mehr an die Ankündigung der Erhöhung erinnert und zähneknirschend bezahlt.

        Antworten
        • 17. Januar 2018 um 10:16
          Permalink

          Nachdem ich letzte Woche nochmals mit Frist zum 17.01.2018 den Nachweis des Versands der Preiserhöhung angefordert und notfalls mit Einschaltung der Schlichtungsstelle für Energie bzw. mit dem Gang zum Anwalt gedroht hatte, wurde mir gestern mitgeteilt, dass man hiermit meine Kündigung zum 31.01.2018 anerkennt (ich hatte Strogon die Möglichkeit eingeräumt in beiderseitigem Einverständnis den Vertrag aufzulösen).
          Die Erhöhung des Arbeitspreises wird zudem rückwirkend storniert.
          Natürlich kam auch noch der Zusatz: „Rein vorsorglich weisen wir darauf hin, dass dies ohne Anerkennung einer Rechtspflicht erfolgt.“
          Das ist mir aber alles egal. Ich habe jetzt wieder einen neuen Anbieter gesucht und auch schon beauftragt.

          Ich möchte mich daher noch mal ausdrücklich hier bedanken, für diese gute Seite und auch für die Tipps in den Kommentaren.

          Antworten
  • 19. Oktober 2017 um 15:57
    Permalink

    Hallo zusammen,

    ich habe schlechte Erfahrungen mit Meisterstrom (365 AG) gemacht. In den AGB’s ist klar geregelt das alle schriftlichen Korrespondenzen per Mail abgewickelt wird. Demnach auch die Bekanntgabe von Preiserhöhungen. Komischerweise habe ich bisher alle Mails von Meisterstrom erhalten und die Mails mit den angeblichen Preiserhöhungen nicht. Aus diesem Grund konnte ich nicht rechtzeitig von meinem Sonderkündigungsrecht gebraucht machen. Ein Nachweis über die Existens der Mails steht noch aus.

    Also Finger weg von allem was nach 365 AG aussieht.

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    • 20. Oktober 2017 um 08:21
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      Der Stromanbieter ist in der Beweispflicht, dass Ihnen die E-Mail zugestellt wurde. Wenn er den korrekten Versand nicht nachweisen kann, ist die Preiserhöhung unzulässig. Ihrem Kommentar entnehme ich, dass Sie die Existenz der Mails angefordert haben. Dies anzufordern war genau richtig.

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