Unseriöse Stromanbieter: Die häufigsten Beschwerden

Bei einigen Stromanbietern gehört es anscheinend zur gängigen Praxis, sich an ahnungslosen Verbraucher zu bereichern: versteckte Preiserhöhungen, Verweigerung des Neukundenbonus, zu hohe Abschläge, fehlerhafte Rechnungen, keine Auszahlung des Guthabens etc.

Damit sich die ahnungslosen Verbraucher nicht gegen diese Praktiken wehren, schüchtern einige der unseriösen Stromanbieter ihre Kunden sogar mit Mahnungen und Feststellungsklagen ein, behaupten Unwahrheiten und ignorieren E-Mails und Anrufe. Genau das ist auch mir passiert – und es passiert tausenden Verbrauchern jedes Jahr! Diese Ungerechtigkeit war meine Motivation, diese Internetseite aufzubauen und anderen Verbrauchern zu helfen.

Hilfe für betroffene Verbraucher

Stromanbieter haben mit diesen Methoden nur dann Erfolg, wenn die Verbraucher schlecht informiert sind. Zum Glück gibt es Verbraucherschützer (z.B. marktwaechter-energie.de), gemeinnützige Vereine wie z.B. „Bund der Energieverbraucher“ und „Bezahlbare Energie“ sowie engagierte Forenmitglieder auf Internetseiten wie http://forum.energienetz.de/, die leidenschaftlich Betroffenen helfen, damit sie sich erfolgreich gegen diese windigen Geschäftspraktiken wehren können. Leider ist es sehr zeitaufwendig, sich durch die Blog-Einträge zu lesen und Hilfe zum zutreffenden Sachverhalt zusammenzusuchen. Genau hier möchte ich ansetzen.

Ich habe die Verbraucherbeschwerden auf Reclabox analysiert und festgestellt, dass sich die dort veröffentlichten Beschwerden nur auf wenige Stromanbieter konzentrieren. Interessant an der Studie ist zum einen, dass die beiden jungen Stromdiscounter Fuxx Sparenergie und BEV zwischen 2015 und 09/2017 jeweils mehr Verbraucherbeschwerden gesammelt haben, als der recht bekannte Stromdiscounter 365 AG. Zum anderen ist interessant, dass sich die Inhalte der Beschwerden immer wieder gleichen. Die ausführliche Studie finden Sie hier.

Für jeden der häufigsten Beschwerden erfahren Sie auf einem Blick Hintergrundinformationen, Gerichtsurteile und Hinweise, wie Sie sich wehren können:

Darüberhinaus habe ich auch sehr ausführlich meine Erfahrungen mit einem unseriösen Stromanbieter zusammengefasst, damit Sie aus meinen Fehlern lernen können.

Ich versuche mit dieser Seite Verbrauchern zu helfen, die Opfer eines unseriösen Stromanbieters geworden sind. Ich gebe auch Empfehlungen, wie Sie richtig kündigen und einen seriösen Stromanbieter finden können. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei nicht um eine juristische Beratung handelt.

Wenn Sie Anmerkungen und Ergänzungsvorschläge haben, freue ich mich über einen Kommentar von Ihnen! Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, dass auch andere betroffene Verbraucher von Ihrem Wissen profitieren.

Ich bin leider kein Jurist, daher verstehen Sie die Inhalte dieser Internetseite bitte nicht als juristische Beratung. Es handelt sich lediglich um Fakten oder um meine Meinung. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt. Die Inhalte dieser Seite wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Allerdings können inhaltliche Fehler und  Fehleinschätzungen sind ausgeschlossen werden. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird ebenso nicht erhoben. Bei den genannten Verbraucherbeschwerden beziehe ich mich auf die Seite de.reclabox.com. Zudem ist diese Internetseite im Aufbau. Ich würde mich daher freuen, wenn Sie mir helfen würden, die Inhalte dieser Seite stetig weiterentwickeln zu können.

 

8 Gedanken zu „Unseriöse Stromanbieter: Die häufigsten Verbraucherbeschwerden

  • 18. Oktober 2016 um 09:41
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    Vielen Dank für die tolle Zusammenstellung. Hier sieht man auf einen Blick, was zu tun ist!

    Eine Ergänzung habe ich noch: Die Fuxx Sparenergie verweigert wie die 365 AG in ihren AGBs Photovoltaikanlagen. Ich befürchte, dass viele Verbraucher bei diesem Anbieter um den Neukundenbonus geprellt werden.

     
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    • 18. Oktober 2016 um 14:51
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      Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe dies im Text angepasst.

       
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  • 9. Mai 2017 um 19:08
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    SEHR informative Seite!!! Danke.
    FUXX – die Sparenergie verweigert auch mir den Neukundenbonus, bezieht sich auf die AGBs und schreibt, ich hätte einen Mehrtarifzähler, o.ä. (bis zum Eingang der Mail wußte ich nicht einmal, dass es so etws gibt, geschweige denn, was das ist). Deshalb würde man mir den Bonus verweigern, und das sei auch schon gerichtlich bestätigt.

    Meine Recherchen führten mich auf diese Seite und auch zum dem Anerkenntnisurteil der 365AG.

    Hat jemand Kenntnis davon, ob es inzwischen tatsächlich ein anders lautendes Urteil gibt, oder ist das nur ein „Ablenkungsmanöver“, damit ich gar nicht erst klage, „weil ich ja eh verlieren würde“.

    In einem Forum bin ich auf einen Betrag gestoßen, dass angeblich die Staatsanwaltschaft Hamburg bereits gegen den GF der Fa. FUXX ermittelt wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug – http://forum.energienetz.de/index.php/topic,20383.0.html

     
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    • 16. Mai 2017 um 12:09
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      @ Rita

      Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die 365AG Gerichtsurteile zitiert, dich nicht oder nur indirekt den vorliegenden Fall betreffen. Das Amtsgericht hat in meinem Verfahren nicht viel Wert auf diese zitierten Urteile gegeben. Ich vermute, dass diese zitierten Urteile einen einschüchternden Effekt haben sollen. Bei mir hat es zu Beginn leider genau diesen Effekt gehabt.

      Ich habe keine Hinweise finden können, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen die Firma Fuxx-Sparenergie eine Ermittlung eingeleitet hat.
      Vor diesem Hintergrund muss ich annehmen, dass diese Aussage nicht richtig ist.

       
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  • 13. Juli 2017 um 00:12
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    Es gibt noch eine andere Argumentation, um die an den Haaren herbeigezogene Begründung „Mehrbereichszähler“ für die Verweigerung des Neukundenbonus außer Kraft zu setzen,
    1. Das Vergleichsportal Verivox machte dem Stromlieferanten (bei mir „Grüner Funke“) das Angebot zum Abschluss eines Vertrages zu den angegebenen Konditionen (also mit Neukundenbonus) und teilte ihm die erforderlichen Daten mit (also auch den vorhandenen Zähler mit HT und NT)
    2. Der Stromlieferant bestätigt das Zustandekommen des Vertrages zu diesen Konditionen schriftlich, sendet aber gleichzeitig seine AGB zu, in der er die Belieferung von Kunden mit Mehrbereichszählern ausschließt.
    3. Demnach wäre überhaupt kein Vertrag zustandegekommen.
    4. Spätestens mit der Zusendung der Zählerstände vom Netzbetreiber hätte der Stromlieferant dies erkennen müssen und den Kunden darauf aufmerksam machen müssen.
    5. Stattdessen lässt er den Kunden im Glauben, dass ein Vertrag zu den vereinbarten Konditionen zustandegekommen ist. Er bucht die Monatsraten ab. Nach einem Jahr bemerkt der Kunde in der Jahresrechnung, dass der Neukundenbonus nicht berücksichtigt wird und protestiert.
    6. Das schlüssige Verhalten des Strombetreibers lässt erkennen, dass er das Vertragsangebot zu den vereinbarten Konditionen angenommen hat.
    7. Die Verweigerung des Stromanbieters, den Neukundenbonus nicht zu berücksichtigen, ist als einseitige, nachträgliche Änderung der Konditionen zu werten und deshalb unwirksam.

     
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    • 14. Juli 2017 um 16:20
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      Ich stimme Ihnen in Ihrer Argumentation hinsichtlich Mehrbereichszähler/Mehrtarifzähler/ Doppelzähler zu.
      Der Stromanbieter hätte zu Vertragsbeginn wissen müssen, dass der Vertrag gegen die eigenen AGBs verstößt, den Vertrag hat er aber dennoch angenommen.
      Das von mir genannte Gericht aus Regensburg hat aus dieser Überlegung heraus dem Verbraucher Recht gegeben und ihm den Bonus zugesprochen.

       
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  • 22. Juli 2017 um 10:32
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    Beziehe Strom von 365AG. Nach zehn Monaten Arbeispreis von23,59 Cent/kWh auf 32,00 Cent/kWh erhöt. Bei heutigen Neuverträgen ist der Arbeitspreis nur 26,87 Cent/kWh . Preiserhöung ist also reine Abzocke. Hände weg von diesen Anbieter.

     
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  • 4. Oktober 2017 um 13:27
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    Ich habe den Stromvertrag mit Immergrün gekündigt.
    Daraufhin wurde von mir unbemerkt kein Lastschriftverfahren mehr durchgeführt.
    Die Mahnungen die angeblich per E-Mail rausgeschickt wurden, habe ich nicht gesehen/gelesen.
    Als die 2. Mahnung dann doch per Post kam, traf diese am 28.9.2017 ein.
    Bezahlt werden sollte bis zu 29.9.2017.
    Das habe ich dank Online-Banking auch geschafft.
    Trotz Anruf bei Immergrün mit der Bitte um Aussetzung der Weitergabe an ein Inkasso-Büro (habe auch die Zusage bekommen) traf am 02.10.2017 ein Schreiben eines Inkasso-Büros ein. Mit den entsprechenden Gebühren natürlich.
    Meine Anrufe bei Immergrün und bei dem Inkassobüro endeten jeweils mit dem Satz man werde prüfen, das dauere einige Tage, obwohl der Zahlungseingang von Immergrün am 29.9. 2017 telephonisch bestätigt wurde.
    Nie mehr Immergrün!

     
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