Seriöse Stromanbieter sind sehr darauf bedacht, kundenfreundlich zu handeln. Sie fordern keine überhöhten Mahngebühren und schalten Inkassounternehmen nur bei berechtigten Forderungen ein. Bei unseriösen Stromdiscountern werden zu hohe Mahngebühren berechnet und Inkassounternehmen werden häufig sehr schnell beauftragt und. Ich habe auch den Eindruck gewonnen, dass durch das Einschalten von Inkassounternehmen Verbraucher unter Druck gesetzt werden sollen, um unberechtigte Forderungen durchzusetzen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sich gegen unzulässige Mahnungen und Inkassounternehmen erfolgreich wehren können.

 

Gründe, wann unseriöse Stromdiscounter unberechtigte Forderungen mit Hilfe von Inkassounternehmen eintreiben

In den vergangenen Jahren berichten Verbraucher vermehrt über unberechtigten Forderungen von unseriösen Stromdiscountern. Besonders häufig bemängeln Verbraucher,

  • versteckte und starke Preiserhöhungen,
  • fehlerhafte Abrechnungen (z.B. falsche Zählerstände),
  • verweigerte Boni und
  • Nichterfüllungsschäden aufgrund vorzeitiger Vertragskündigung.

Mit diesen fragwürdigen Praktiken scheinen einige Stromanbieter einen Zusatzgewinn zu realisieren. Legt der Verbraucher Einspruch dagegen ein und verweigert Zahlungen, reagieren die Stromdiscounter häufig, indem sie Inkassounternehmen eingeschalten. Beim Stromanbieter 365 AG (inkl. immergrün, Almado, Meisterstrom) und Fuxx Sparenergie (inkl. Grüner Funke, Fuxx, Plusstrom) beklagten Kunden sogar, dass der Versorger das Lastschriftmandat unbemerkt gekündigt hat und sie dadurch in Zahlungsverzug gerieten.

Empfehlung: Mahngebühren und Inkassounternehmen erfolgreich abwehren

Wenn die Forderungen unberechtigt ist

Grundsätzlich sollten aus meiner Sicht Verbraucher nur berechtigte Forderungen begleichen. Ob eine Forderung berechtigt ist, können Sie mit Hilfe dieser Internetseite herausfinden und im Zweifel mich auch kontaktieren. Sie können eine nicht berechtigte Forderung unter Vorbehalt bezahlen. Damit geben Sie zu erkennen, dass er Sie gegenüber dem Stromanbieter die geltend gemachte Forderung nicht anerkennen. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Sie (weiter) vom Inkassounternehmen verfolgt werden. Allerdings müssten Sie dann häufig das Geld vor Gericht zurück klagen und nachweisen, dass die Forderung des Stromanbieters unberechtigt ist. Vor diesem Hintergrund bevorzuge ich, solche Forderungen nicht zu begleichen. Wichtig ist, dass Sie dem Stromanbieter (wenn nicht schon geschehen) und, sofern eingeschaltet, dem Inkassounternehmen (oder Inkasso-Rechtsanwaltskanzlei) den Widerspruch schriftlich der Einschreiben mit Rückschein begründen. Selbstverständlich bleibt eine unberechtigte Forderung und die daraus resultierenden Verzugskosten bzw. Inkassogebühren auch dann ungerechtfertigt, auch wenn der Stromanbieter oder ein Inkassounternehmen hierüber Mahnungen erlässt. Ich empfehle, dass Sie Ihren Einspruch konsequent aufrecht zu halten. Wenn ein Inkassobüro eingeschaltet wurde, muss dieses Rücksprache mit dem Auftraggeber halten und den Sachverhalt klären. Bei einem seriösen Inkassounternehmen wird die Mahnung zurückgenommen und die Forderung an den Stromanbieter zurückgeben.

Damit die Mahnkosten nicht weiter ansteigen, ist es wichtig, dass Sie den Sachverhalt schnell mit dem Stromanbieter klären. Wenn der Stromanbieter auf Ihre Bedenken nicht eingeht, sollten Sie eine Beschwerde auf Reclabox schalten und danach die Schlichtungsstelle einschalten.

Wenn zu hohe Mahnkosten berechnet wurden

Die zulässige Höhe der Mahngebühren ist nicht eindeutig gesetzlich geregelt. Häufig werden in der Rechtsprechung Kosten bis 3€ anerkannt, wenn der Stromanbieter selbst mahnt. Die Mahnpauschalen dürfen lediglich die angefallenen Kosten für Porto und Material (z.B. Papier und Briefumschlag) beinhalten. Kosten für Verwaltung, Personal und Technik dürfen dem Verbraucher nicht auferlegt werden.

Bei Primastrom waren in den AGBs von 2015 Mahnpauschalen von 5€ für die erste und 7,50€ für die zweite Mahnung sowie 10€ für das telefonische Inkasso festgelegt (Quelle). Diese Mahnkosten waren nicht zulässig, denn das Gesetz steht über den AGBs der Stromanbieter. Mahnkosten von 5€ oder mehr sahen z.B. die Richter am Landgericht Frankenthal (Az.: 6 O 281/12) als nicht zulässig an. Vor diesem Hintergrund reduzierten Stromanbieter wie Primagas die Mahnkosten auf 2,50€.

Wenn ein Inkassounternehmen oder eine Rechtsanwaltskanzlei beauftragt wird, dürfen höhere Kosten berechnet werden. Die Höhe der Mahnkosten orientiert sich dabei am Gegenstandswert der Forderung. Die zulässige Höhe der Mahnkosten können Sie hier nachprüfen.

Ab wann dürfen Stromanbieter Mahnkosten erheben?

In den meisten Fällen tritt der Verzug erst nach der ersten Mahnung ein. Die erste Mahnung soll als „Zahlungserinnerung“ dienen. Der Kunde wird gewarnt und bekommt die Gelegenheit, den offenen Betrag zu begleichen. Ab der zweiten Mahnung darf der Gläubiger weitere Schritte einleiten. Der BGH hat jedoch entschieden, dass Stromkunden unter bestimmten Voraussetzungen bereits bei Verzug mit Mahnkosten rechnen müssen.

Wenn der Stromanbieter die Fälligkeitstermine für die zukünftigen Abschlagszahlungen bereits konkret benannt hat und das Geld zu den genannten Terminen nicht beim Stromanbieter angekommen ist, geraten Verbraucher gem. § 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB auch ohne eine Mahnung sofort in Verzug. Wenn Verbraucher z.B. zum 1. eines jeden Monats den Abschlag bezahlen sollen, das Geld aber erst am 2. des Monats auf das Konto des Stromanbieters eingegangen ist, kann der Stromanbieter einen Verzugsschaden geltend machen. Die Mahnungen erfolgen häufig voll automatisch, sodass bei unseriösen Stromanbietern bereits am 2. des Monats die Mahnung rausgeschickt wird und Mahnkosten anfallen. Auch wenn der Verbraucher in der Stromrechnung auf eine Nachzahlung mit konkretem Fälligkeitsdatum hingewiesen wird, dürfen Mahnkosten bereits mit der ersten Mahnung erhoben werden.

Erfolgen mehrere Mahnungen, muss die Frist zwischen diesen angemessen sein und mindestens 10 bis 14 Werktage betragen.

Keine Angst vor Schufa-Eintragung

Ein Schufa-Eintrag droht Ihnen nur, wenn Sie der Forderung nicht widersprochen haben. dürfen nur Forderungen eingetragen werden, denen nicht widersprochen wurden. Haben Sie ungerechtfertigte Forderungen Ihres Stromanbieters widersprochen, so handelt es sich um eine bestrittene Forderung. Diese darf nicht an die Schufa weiter gegeben werden.

Bei dem Text handelt es sich nicht um eine (rechtliche) Beratung, sondern um die persönliche Einschätzung des Autors, die sich aus Erfahrungen zahlreicher Verbraucher und Verbraucherschützer ergibt.

Stromanbieter und ihre Inkassounternehmen

Stromdiscounter beauftragen in der Regel immer das gleiche Inkassounternehmen und es ist keine Seltenheit, dass das Inkassounternehmen rechtlich mit dem Stromdiscounter verbunden ist. Wenn unzulässige Forderungen durchgesetzt werden sollen, profitiert der Stromanbieter doppelt: Er baut Druck beim Kunden auf und verdient an den Inkassogebühren. Die Stromdiscounter mit den meisten Verbraucherbeschwerden und ihre Inkassounternehmen sind nachfolgend aufgelistet:

Stromanbieter Inkassounternehmen
ExtraEnergie (inkl. ExtraStrom, Hitstrom und Priostrom) Muth & Faust; eg factory
Fuxx Sparenergie (inkl. Grüner Funke, Fuxx, Plusstrom) Agilis Inkasso
CareEnergy EWD-Inkasso; Creditreform
Stromio (inkl. GrünweltEnergie) Tesch Inkasso; Stromio-Inkassotech
BEV (Bayerische Energieversorgungsgesellschaft) Kanzlei Stapf
Primastrom  ADVOVOX Rechtsanwalts GmbH
365 AG (inkl. immergrün, Almado, Meisterstrom) EWD-Inkasso; SMB Rechtsanwälte
Voxenergie
Enervatis

Quelle: eigene Recherche

Insbesondere wenn Sie Kunden bei den aufgeführten Stromanbietern sind, sollten Sie kritisch prüfen, ob die Forderung des Inkassounternehmens berechtigt ist.

Dieser Text stellt keine Rechtsberatung dar und wurde nach besten Wissen und Gewissen erstellt. Hier werden Fakten und die Meinung des Autors wiedergegeben. Obwohl mit großer Sorgfalt recherchiert wurde, sind  Unvollständigkeiten oder Fehler nicht auszuschließen.  Dieser Text ersetzt keine rechtliche Beratung.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Mahnungen und Inkassounternehmen von unseriösen Stromanbietern gemacht? Hinterlassen Sie einen Kommentar, um anderen Verbrauchern zu helfen.

Mahnungen und Inkassounternehmen von unseriösen Stromdiscountern richtig abwehren
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11 Gedanken zu „Mahnungen und Inkassounternehmen von unseriösen Stromdiscountern richtig abwehren

  • 20. September 2018 um 10:46
    Permalink

    Ich habe / hatte leider auch Probleme mit meinem ehemaligen Stromanbieter. Von 2014 an war ich bei der Enstroga Kundin. Abschläge wurden aber gefühlt jede Woche erhöht. Vom Vertragsabschluss bis Ende hatte ich der Enstroga mitgeteilt, dass ich den Abschlag erst Ende des Monats begleichen kann nicht wie sie wollten am 20., am Anfang ging es dann noch, dann wurde mein Vater schwer krank und ich verpasste die Vorauszahlung mal, sodass ich immer erst am 01. für den Monat zahlen konnte. Mein Partner bezahlte dann auch einige Mal für mich, damit es ausgeglichen ist, danach kam dann Erhöhung wegen meine Stromverhalten habe sich geändert. Auch Briefe die wie Werbung aussahen habe ich erhalten indem Preiserhöhungen erwähnt wurden … nach meiner Rechnung Ende 2016 hatte ich Guthaben, Abechnung Mitte 2017 kam, diese wurde OHNE die Verzugsschäden aber MIT Mahnkosten bezahlt, … Abrechnung dann Ende Dezember 2017 kam, laut der Rechnung (ohne die Verzugsschäden) hätte ich über 100€ Guthaben), da wird die Stromkosten und Mahngebühren immer bezahlt haben, da sie jeden Monat statt Zahlungserinnerung / Mahnung gleich Inkasso geschickt haben, habe ich auch weiterhin Abschlag plus Mahngebühren bezahlt. Nun kam heute ein gelber Brief für Strom, nicht für die Verzugsschäden, was ja nicht stimmt, Strom wurde bezahlt, nur deren „Schäden“ sind noch offen. Ich rate jedem von denen ab …

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  • 18. September 2018 um 17:49
    Permalink

    Hallo,
    Ich habe heute eine E-Mail vom Inkassounternehmen von Immergrün erhalten.
    Aus einem offenen Rechnungsbetrag von 130€ sind jetzt etwas über 200€ geworden.

    Ich hatte den Strom zum 1.6.2018 angemeldet, tatsächlich wurde mein Zähler aber erst am 20.7.2018 freigeschaltet, weil er noch von der Vormieterin gesperrt war.
    Immergrün hat mich dann rückwirkend angemeldet, und wollte dann zum 15.8. 2018 drei Abschläge von meinem Konto abbuchen, was aber nicht möglich war.
    Ich habe darauf aufmerksam gemacht, dass ich bis zum 20.7. gar keinen Strom hatte.,das interessierte jedoch niemanden.
    Ich habe dann am 260€ überwiesen, und hatte vor diesen Betrag Anfang nächsten Monat nochmal zu überweisen. Damit wären dann alle offenen Abschläge bezahlt.

    Dass mir so schnell jetzt das Inkassounternehmen auf die Füße tritt, und natürlich bis zum 26.9. Die Forderung beglichen haben will, ist eine Frechheit.

    Ich werde morgen beim Netzbetreiber eine Bestätigung anfordern, dass mein Zähler erst am 20.7. freigeschaltet wurde, und damit dann der Forderung widersprechen.

    Falls jemand eine gute Idee hat, wie ich vorgehen soll, wäre ich für Ratschläge dankbar.

    MfG Dominik

    Antworten
  • 17. August 2018 um 17:36
    Permalink

    Ein Liebes Hallo,

    nach all dem, was ich hier gelesen habe, sehe ich mich das erste mal veranlasst meine Erfahrung mit dem Stromanbieter Immergrün darzulegen.
    Vorab möchte ich bemerken, dass bis bisher mit Verivox kein Problem habe.

    Auch ich habe mir einen neuen Stromanbieter gesucht, nachdem mein bisheriger die Grundgebühr meines Erachtens nach, stark erhöht hatte.

    Meine Wahl viel auf Immergrün. Der Wechsel klappte ohne Probleme und hatte was meinen Stromanbieter betrifft bisher nichts zu beanstanden.
    Dann die Wende…
    Mit der Verbrauchsrechnung, auf die ich ca. 7 Wochen warten musste, wurde eine Preiserhöhung der Grundgebühr von 5,82€ auf 12,00€ ab 01.08.2018 angekündigt. Auf die Preiserhöhung war in der Abrechnung nicht extra hingewiesen worden. Diese war unscheinbar auf eine der nächsten Seiten unscheinbar ausgewiesen. Das betraf auch der Hinweis auf das damit verbundene Sonderkündigungsrecht zum 31.07.2018. Mein Sonderkündigungsrecht nahm ich in Anspruch und suchte mir darauf hin einen Stromanbieter. Den beauftragte ich auch mit allen weiteren Modalitäten in diesem Zusammenhang. Nach kurzer Zeit bekam ich von diesem eine E-Mail worin mir mitgeteilt wurde, dass ein Wechsel ab dem 15.08.2019 vorgemerkt wurde. Seitens Immergrün liege eine Vertragsbindung bis 14.08.2019 vor. Nach einigem Hin und Her per E-Mail Widersprüche u.a.) bekam ich letztendlich die Kündigungsbestätigung. Damit verbunden kündigte ich zeitnah die Einzugsermächtigung. Der Abschlag für den Monat Juli 2018 konnte seitens Immergrün nicht abgebucht werden. Da ich in der Vergangenheit oft das Problem hatte, wenngleich es schon etwas zurück liegt, das das Guthaben aus Verbrauchsrechnungen oder Schlussrechnung mehrmals angemahnt werden musste. Das betraf auch die Überweisung auf Konto.

    Mehrmals schrieb ich Immergrün an und bat wegen Vertragsendes um die Erstellung und Übersendung der Schlussrechnung für den Zeitraum 15.05. – 31.07.2018. Da ich nach einer ersten Berechnung ein Guthaben ausgerechnet hatte teilte ich Immergrün mit, dass ich auf Grund des Vertragsendes und das errechnet Guthaben von der offenen Abschlagszahlung Juli 2018 Abstand nehme. Auf meine Nachrichten- resultierend auf Ihre Erinnerungsschreiben, selber reagierte das Unternehmen nicht. Stattdessen erhielt ich allgemeine E-Mails in denen mir mitgeteilt wurde, dass mein Kundenkonto einen negativen Betrag ausweist und zur Überweisung aufgefordert wurde.

    Das letzte Erinnerungsschreiben nebst Zahlungsaufforderung nahm ich zum Anlass auf eine weitere Beantwortung per E-Mails zu verzichten. Um den Sachverhalt zum Abschluss bringen zu können suchte ich das persönliche Gespräch. Ich rief beim Kundenservice an. Eine beabsichtigte telefonische Klärung war wegen maßlosem und ungebührendem Verhalten des Mitarbeiters nicht möglich. Nachdem der Mitarbeiter mir mit Inkasso und Kosten von 70 Euro drohte sah ich mich veranlasst, das Telefonat bestimmt und dennoch freundlich zu beenden.
    Ich sah mich veranlasst erneut an das Unternehmen zu wenden worin ich gemacht Erfahrungen mit den Servicemitarbeiter schilderte und abermals um die Erstellung und Übersendung der Schlussrechnung bat. Ich verwies darauf, dass ich sofern sich in meiner Berechnungen der Fehlerteufel eingeschlichen haben sollte und mein Kundenkonto kein Guthaben ausweisen sollte, die Nachzahlung fristgerecht erfolgt.

    Auf eine Antwort/ Reaktion seitens Immergrün werde ich nicht mehr warten brauchen.

    Heute fand ich in meinem E-Mail-Postfach ein Schreiben von der ewd- Inkasso vor!

    Der ganze Vorgang sowie das Verhalten seitens Immergrün macht mich jetzt nur noch Sprach-, und Fassungslos. Wie reagiere ich jetzt richtig? Für Tipps und Hinweise vielen Dank im voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten
  • 31. Juli 2018 um 11:58
    Permalink

    Guten Tag,
    Meine Schwiegermutter ist im März verstorben. Die Wohnung war aus kulanz des Vermieters zum April gekündigt. Mein Mann hat mit Sterbeurkunde seiner Mutter noch im März per Mail den Vertrag gekündigt und den Zählerstand telefonisch beim Hauptanbieter durch gegeben. Der Ernergieliferant hat sowohl im April und im Mai nochmals den Beitrag abgebucht. Da das Konto aber bereits im Mai aufgelöst wurde,hat der Anbieter kein Geld mehr erhalten. Jetzt kam eine Mahnung gerichtet an meine verstorbene Schwiegermutter. Gestern hat mein Mann bei dem Anbieter angerufen und ihm wurde mitgeteilt, dass die Kündigung angeblich erst mitte Mai den eingegangen sei und wir für den offenen Posten inkl. Mahn und Rücklastschriftkosten aufkommen müssten. Ansonsten würde dieses an ein Inkasso Unternehmen abgegeben werden. Leider hat mein Mann alle Mails komplett ohne Sicherungskopie gelöscht,sodass wir keinen Nachweis haben,dass bereits im März gekündigt wurde. Davon mal angesehen müsste im Sterbefall doch ein Sonderkündigungsrecht gelten? Die Mitarbeiterin meinte,dass trozdem der Vertrag noch sechs Wochen gültig wäre. Außerdem haben wir nie eine Endabrechnung erhalten. Da die Wohnung seit Ende Februar nicht mehr bewohnt war,müsste es unserer Meinung bei der Endabrechnung ein Guthaben raus kommen. Meine Frage wäre jetzt ob sich da ein Rechtsstreit lohnt und ob die Forderung betechtigt ist? Der Anbieter ist Grünwelt

    Antworten
    • 31. Juli 2018 um 23:37
      Permalink

      Nach meiner Kenntnis gibt es kein Sonderkündigungsrecht bei Tod. D.h. der Verbraucher muss selber den Vertrag ordentlich kündigen.

      Wenn Sie kündigen, müssen Sie den Versand der Kündigung auch nachweisen können.

      Ich glaube Ihnen, dass Sie gekündigt haben und dass Grünwelt die Kündigung auch erhalten hat. Insofern ist die Forderung des Stromanbieters nicht berechtigt. Das Problem ist, dass es sich hierbei um einen Stromanbieter handelt, der öfters Verbrauchern Probleme bereitet und den Gang vor Gericht nicht scheut. Vor Gericht müssen Sie nachweisen können, dass Sie gekündigt haben. Da Sie das anscheinend nicht können, vermag ich für Sie keine Erfolgsaussichten vor Gericht erkennen.
      Haben Sie inzwischen die Kündigung nachweislich versendet (z.B. postalisch per Einschreiben), um weitere Kosten zu verhindern?
      VG Moeschler

      Antworten
  • 17. Juli 2018 um 18:43
    Permalink

    Hallo,

    ich bin seit Juni zu immergrün gewechselt , habe vorher noch nie einen Stromanbieter selbst ausgewählt und bin durch die Seite Verivox auf den günstigen Tarif aufmerksam geworden.

    Nachdem die erste Lastschrift von meinem Konto fehlgeschlagen ist habe ich eine Erinnerung bekommen und danach eine Mahnung . ich sollte bis zum 12.07.2018 die 2 Monatsraten überweisen. jeweils 80€, was ich im übrigen völlig überteuert halte, irgendiwe hatte ich eine monatliche rate von 8€ im Kopf, als ich den Vertrag abgeschlossen habe. Jetzt war ich aber bis zum 16.07.2018 im Urlaub und konnte jetzt erst die 167,40 überweisen, 160€ für Mai und Juni plus 4,90 Gebühren die nicht weiter aufgelistet sind, plus 2,50 Mahnkosten.??

    Heute bekam ich eine Email von einem inkasso Büro EWD Inkasso.de das das Büro von Immergrün einen Auftrag bekommen hat mit folgenden Forderungen

    Hauptforderung (Details siehe Rückseite)160€
    Inkassokosten (1,3 Geschäftsgebühr nach § 4 Abs. 5 RDGEG i.V.m. § 13 Abs. 1 RVG, Nr. 2300 VV RVG)58,50€
    Verzugszinsen (5 Prozentpunkte über Basiszinssatz) vom 15.06.2018 bis 18.07.2018 0,90€
    Pauschale Entgelte für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen (Nr. 7002 VV RVG) EUR 11,70
    Mahnkosten unserer Mandantin vor Inkassoübergabe 7,40
    Gesamtforderung: EUR 238,50
    zu zahlen bis zum 24.07.2018

    Jetzt habe ich dort angerufen und sie meinte eine „Beschwerdestelle“ würde sich bei mir melden in 2 Tagen und wir könnten schauen, ob die inkasso kosten nötig sind, bzw. ob wir uns eineigen könnten.

    Jetzt habe ich schiss nachdem ich hier alles gelesen habe, das die mich abzocken wollen.

    Sind die hohen Gebühren Rechtens?

    Grüße

    I

    Antworten
  • 6. Juni 2018 um 21:50
    Permalink

    Hallo,

    folgender Sachverhalt. Mein erster Abschlag für meinen Stromlieferant „immergrün“ sollte zum 01.05 erfolgen. Dem kam ich nicht nach und erhielt am 24.05 eine Mahnung den offenen Betrag zu zahlen. Jetzt zum 04.06 kriege ich eine E-mail vom Inkasso Unternehmen… ?! Nach knapp einem Monat wird ein Inkassounternehmen beauftragt ?! Ist das rechtens? Wie ich gehe ich jetzt am Besten vor?

    Über Hinweise wäre ich sehr dankbar.

    MfG,
    Julien

    Antworten
    • 6. Juni 2018 um 22:08
      Permalink

      Haben Sie die Frist der Mahnung eingehalten? Wenn natürlich der Grund für die Mahnung weggefallen ist, dann darf der Stromanbieter nicht nachträglich noch ein Inkassounternehmen beauftragen. Wenn Sie die Frist nicht eingehalten haben, schätze ich das Vorgehen zwar als kundenunfreundlich, aber rechtlich zulässig ein.

      Viel Erfolg!

      Antworten
  • 3. April 2018 um 21:55
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Dr. Moeschler,

    leider bin ich in 2012 auch in die VERIVOX-Falle getappt und Kunde bei Priostrom GmbH geworden.
    Nach zehn Monaten Bezug habe ich dann mehr zufällig herausgefunden was mir wohl noch bevorstehen würde. Ja, ich klagte nicht … und es kam schlimmer. Das Übliche: versteckte Preiserhöhung in der Info Email – nicht beachtet. Fristlos aus besonderem Grund gekündigt wegen des Verhaltens von der Ben-Moshe – Gang im Sommer 2013. Guthaben aus der jährlichen Abschlagszahlung über 360 € nur zu 2/3 erstattet nach Mahnungen und Drohbriefen. Zwei Monate Forderungen über den Leistungsbezug hinaus. Erste stümperhafte Inkassohandlung durch eg factory GmbH, Tochter von Priostrom. Abgewendet durch deutlich formulierten Brief und Widerruf aller Forderungen. Etwas Pause, dann erster Angriff durch Muth & Faust 2014 – Partnerunternehmen – Energie – Holding von Moti ( Ben-moshe). Eine sachliche Email von mir mit voll umfänglichem Widerruf aller Forderungen. Februar 2015 Mahnung vom AG Hagen mit Fantasieforderung en. Widerspruch durch mich im März 2015. Anlagen: Eindeutige Dokumentation zum Geschäftsverhalten von der Ben-Moshe – Bande. Trügerische Ruhe bis heute – März 2018. Es folgt ein Faustschlag in mein Gesicht. Kanzlei Muth & Faus hat in 2016 meine aktuelle Anschrift ermittelt und die einer gelangweilten Richterin am AG Rottweil zukommen lassen – gleich mit Empfehlung ein besonderes verkürztes Verfahren anzuwenden. Folge daraus: Förmliche Zustellung Beschluss vom AG Rottweil, Handlungszwang für mich binnen 2 Wochen oder gleich pauschal verurteilt. Mein RA ist einer der „besseren“ in Hagen… sagt man. Ob das auch für bitterarme Frührentner so ist? Wird sich zeigen. Wenn seine Leistung teurer ist als die Gesamtforderung aus dem Rechtsstreit … habe ich wieder viel dazugelernt. Haben Sie bitte ein paar brauchbare Tips für mich.
    Freundliche Grüße

    Antworten
    • 2. April 2018 um 20:55
      Permalink

      Sehr geehrter Herr Hill,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich bin erschrocken, über welchen Zeitraum Sie das Unternehmen verfolgt. Zudem sind die rechtlichen Schritte völlig überzogen, wenn man betrachtet, um wie viel Geld es geht.

      Am besten wird Ihnen der Rechtsanwalt weiterhelfen können, weil ich selber kein Rechtsanwalt bin. Allerdings kann ich gerne inhaltlich unterstützen. Können Sie mir dazu sagen, wie Muth & Faust die Forderung begründen? Da müssen wir ansetzen.
      Die Schlichtungsstelle können wir leider nicht mehr einschalten…

      Antworten

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