Lieber Besucher,

auf dieser Seite informiere ich über aktuelle Probleme von Strom- & Gas-Kunden:

  • gas.de: Zum 3.12.2021 wurde der Bilanzkreis gekündigt. Hunderttausende Kunden fallen in die Ersatzversorgung.
    (Stromio gehört zum gleichen Konzern. Zusammen haben die Unternehmen 1-2 Mio. Kunden)
  • immergrün, Wunderwerk und weitere Unternehmen: Vertragskündigungen, Preis- & Abschlagserhöhungen, Bonus-Verweigerung etc.
  • Insolvenzen: Otima Energie AG, Smiling Green Energy, Lition, Fulminant Energie

Zudem biete ich Hilfe für betroffene Kunden in Form von Empfehlungen, Musterschreiben und Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

aktualisiert am 5.12.2021 um 23:01 Uhr 

INHALTSVERZEICHNIS

  1. Überblick
    a) aktuelle Probleme
    b) Hilfe für betroffene Kunden
  2. Aktuelle Ereignisse:
  3. Kündigungen durch Energieanbieter
    a) außerplanmäßige (unzulässige?) Kündigungen

    b) Kündigungen zum Vertragsende
  4. Preiserhöhungen:
    zur Höhe | zur Rechtmäßigkeit
  5. Drastische Abschlagserhöhungen:
    Die E-Mails | Zur Rechtmäßigkeit
  6. Das Insolvenzrisiko steigt
  7. Kommentare von betroffenen Kunden

I. Überblick

a) aktuelle Probleme von Strom- & Gaskunden

⇒ Fehlt ein Unternehmen? Info bitte an moeschler@verbraucherhilfe-stromanbieter.de. Danke!

Ausgewählte Zeitungsartikel:

  • E&M (3.11.): immergrüns vorgezogene Kündigungen; Staatsanwaltschaft ermittelt
  • WiWo (29.10.): Nächste Insolvenz
  • Zfk (25.10.): immergrün erhöht Abschlagszahlungen drastisch
  • BILD (14.10.): Weitere Strom- und Gasversorger kündigen Verträge (Bezahlinhalt)
  • E&M (11.10.): „Außerordentlich“ Geschäftspraktiken am Strommarkt
  • WeserKurier (11.10.): Stromanbieter kündigen 700 Bremer Kunden
  • energate (8.10.): immergrün & Meisterstrom stoppen Stromlieferungen

 

b) Hilfe für betroffene Kunden:

Dies scheint der typische Ablauf bei immergrün & Co. zu sein:

Dies sind die dazugehörigen Schreiben von immergrün:

Welches Schreiben haben Sie erhalten?


Empfehlungen, Musterschreiben, Schritt-für-Schritt-Anleitungen

Meine empfohlenen Strom- & Gasanbieter & Spar-Tipps

Besucher meiner Seite berichten mir, dass Sie unsicher sind bei der Wahl des Anbieters – gerade weil sie in der Vergangenheit die falschen Anbieter gewählt haben.

Ich empfehle diese verbraucherfreundlichen Anbieter:

  • Service: mindestens GUT (3/5 Sternen)
  • AGB: sauber, keine versteckten Zusatzkosten
    (⇒ immergrün schränkt Boni ein & hat Zusatzkosten)
  • geringes Insolvenzrisiko: Eigentum an Netzinfrastruktur
    (⇒ immergrün hat kein Eigentum an Netzinfrastruktur)

Strom & GAS: Wechsel-Empfehlung für den 6.12.

Auf der rechten Seitenleiste (Desktop-Ansicht) und auf dieser Seite sehen Sie, dass u.a. Vattenfall am günstigsten ist.

Finden Sie den für Sie günstigsten Anbieter auf Verivox:
 
Ich kann günstigere Tarife vermitteln, als über Verivox/Check24 angeboten werden. Bei Interesse oder wenn Sie sich bei der Wahl des Anbieters unsicher sind, dann schreiben Sie mich gerne unverbindlich an (moeschler@verbraucherhilfe-stromanbieter.de).

 

II. Neuste Ereignisse

3.12.

Gas.de wurde zum 3.12.2021 der Bilanzkreis gekündigt. Ich rechne damit, dass 100.000 bis 400.000 Kunden betroffen sind (⇒ zur Abschätzung).

30.11.

Beim Insolvenzverfahren zu Fulminant Energie wurde für die betroffenen Kunden eine Internetseite eingerichtet. Die betroffenen Kunden werden zeitnah über die Ersatzversorgung mit Energie beliefert.

23. und 24 .11.

Mit Fulminant Energie ist der 4. Anbieter insolvent. In Großbritannien sind die Ausmaße deutlich größer. ca. 4. Mio. Britten haben in den letzten Monaten die Insolvenz ihres Anbieters erleben müssen.

19.11.

ZfK berichtet über Vertragsänderungen und vorgezogene Abschlagserhöhungen bei jura Strom. Kunden erhielten eine Ankündigung, dass sie nun zu Börsenpreisen Energie erhalten. Dies sehe ich kritisch. Das Schreiben und meine Einschätzung finden Sie hier.

immergrün versendet  Kompromissangebote an Kunden, die einen Schadensersatz fordern und sich dabei an die Schlichtungsstelle wenden. So ein Schlichtungsangebot werde ich mir zeitnah anschauen und meine Einschätzung abgeben.

18.11.

ZfK berichtet, dass es die ersten Stadtwerke für die Ersatzversorgung höhere Preise als für die Grundversorgung vorsehen. Dies ist insb. dann problematisch, wenn ein Anbieter Insolvenz anmeldet und der Kunde in die Grundversorgung rutsch. Bei den Stadtwerken Witten zahlen Bestandskunden 7,60 Cent/kWh, während Neukunden (z.B. eines insolventen Anbieters) 17,99 Cent/kWh zahlen sollen.  

 

Alle Ereignisse im Zeitverlauf seit dem 7.10.2021 finden Sie hier.

 

III. Kündigungen durch Energieversorger

Folgende Anbieter haben – zumindest einem Teil ihrer Kunden – eine Kündigung zugesendet.

a) Außerplanmäßige (unzulässige?) Kündigungen

Die E-Mails der Anbieter

Betroffene Kunden finden hier Empfehlungen, Musterschreiben etc.

Per Klick vergrößern Sie die Bilder.

Mit Ausnahme von „Energie für uns“ verwendet keiner der Energieversorger das Wort „Kündigung“, sondern, dass die Versorgung eingestellt wird. Oft heißt es auch, dass die Versorgung „vorübergehend“ eingestellt wird. Dies ist irreführend. Auch an einer Begründung fehlt es. „Angesichts von solchen Schreiben ist es auch nicht abwegig von möglichen Insolvenzen zu sprechen“, schlussfolgert der Rechtsexperte Schneidewindt der Verbraucherzentrale NRW (energate-Messenger vom 11.10.2021).

„Energie für uns“ bietet den betroffenen Kunden an, sie bei der Suche nach einem alternativen Energievertrag zu unterstützen.

Grundsätzlich gilt, dass immergrün & Co. am Vertrag festhalten muss.

  • Laut immergrüns eigenen AGBs (3 (2)) müssen Vertragsänderungen mindestens 6 Wochen vorab mitgeteilt werden. Somit verstößt immergrün gegen seine eigenen AGBs. Ähnliche Klauseln finden sich bei den anderen Stromanbietern.
  • immergrün & Co. darf den Vertrag mit seinen Kunden nur dann beenden, wenn ein Sonderkündigungsrecht vorliegt (z.B. Zahlungsverzug oder Stromdiebstahl) oder wenn der Vertrag nach der Mindestlaufzeit ausläuft.
  • Ein weiterer Grund könnte vorliegen, wenn immergrün & Co. (z.B. aufgrund einer Insolvenz o.Ä.) Sie nicht weiter beliefern kann.

Die Deutsche Energiepool hat bereits am 24.9. Kunden gekündigt. Das Unternehmen hingegen spricht von einer Kündigung. Auf seiner Internetseite veröffentlichte das Unternehmen eine entsprechende Erklärung, mit der es eine Sonderkündigung begründet.

 

Welche und wie viele Kunden sind betroffen?

  • Die 202 Rückmeldungen vom 8. bis zum 13.10.2021 auf dieser Seite zeigen, dass Kunden aus ganz Deutschland betroffen sind.
  • Der Bremer Energieversorger SWB und der Netzbetreiber Wesernetz (Einzugsgebiet: Bremen und nähere Umgebung) gaben gegenüber dem Weser Kurier an, dass mindestens 700 Kunden betroffen sind. Vergleicht man dies mit den Rückmeldungen betroffener Kunden auf dieser Seite, so muss von einer 4-stelligen oder 5-stelligen Anzahl an betroffenen Kunden in ganz Deutschland ausgegangen werden. 

immergruen-fuxx-sparenergie-strogon Enstroga Wichtige Mitteilung Beendigung Ihrer Belieferung

  • Diese Auswertung legt nahe, dass nur ein Teil der Kunden von immergrün & Co. gekündigt wurden. Rückmeldungen von Kunden gegenüber Verbraucherhilfe-Stromanbieter bestätigen dies.

Wer steckt hinter immergrün, idealenergie, meisterstrom und Almado energy?

  • Hinter der immergrün-Energie GmbH steckt die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH (ehemals 365 AG und almado AG) mit Sitz in Köln. 
  • Zum Unternehmen gehören auch idealenergie, Meisterstrom und Almado energy
  • Der Kundenservice und weitere Prozesse werden von GfM betreut
  • Mahnungen werden von EWD-Inkasso bearbeitet
  • Rechtliche Auseinandersetzungen führen die SMB Rechtsanwälte

b) Kündigungen zum Vertragsende

Bei diesen Kündigungen zum Vertragsende haben die Energieanbieter nicht gegen den Vertrag verstoßen. Genauso wie die Kunden, haben die Energieanbieter das Recht, die Verträge zum Ende der Laufzeit zu kündigen. Dies war bisher unüblich. Als Gründe werden die steigenden Energiepreise genannt. 

Die Betroffenen Kunden werden nun einen teureren Energievertrag erhalten.

Die E-Mails der Anbieter

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IV. Preiserhöhungen

a) Wie hoch fallen die Preiserhöhungen aus?

Die stärksten Preiserhöhungen, die mir vorliegen, stammen von Wunderwerk AG (Gas: +352 % auf Arbeitspreis), Enstroga (Gas: +261 auf Arbeitspreis), REW (Strom: Grundpreis: 2,68€⇒36,09€/Monat  & +67% auf Arbeitspreis), immergrün (Gas/Strom: +219% / +127% auf Arbeitspreis)

Haben Sie eine Preiserhöhung, die ich hier mit aufnehmen soll? Dann senden Sie mir gerne eine E-Mail an moeschler@verbraucherhilfe-stromanbieter.de

 

b) Sind diese Preiserhöhungen zulässig?

Nach meiner Einschätzung sind die meisten Preiserhöhungen von immergrün & Co. mit hohen Erfolgsaussichten anfechtbar.

Zuletzt wurde immergrün am 18.10.2021 von der Verbraucherzentrale aufgrund von Preiserhöhungen abgemahnt.

Betroffenen Kunden biete ich hier kostenlose Musterschreiben an, die auf diesen Argumenten aufsetzen. Anbieterübergreifend bestätigen mir Verbraucher, dass sie mit meiner Vorlage ihr Geld zurückholen konnten. Rezensionen auf Google sowie gelöste Beschwerden auf de.reclabox.com (siehe z.B. Quellen 123) bestätigen die Wirksamkeit meiner Vorlagen.

Intransparent mitgeteilte Preiserhöhungen sind unzulässig.

Preiserhöhungen müssen zugesendet werden und dürfen nicht einfach ins Kundenportal eingestellt werden. Drastische und versteckte Preiserhöhungen sind nicht zulässig. Vor Wirksamwerden haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Wenn die Preiserhöhung schon wirksam ist, können die betroffenen Kunden aber die Preiserhöhung noch 3 Jahre lang anfechten.

Am 18.10. hat die Verbraucherzentrale immergrün wegen intransparenten Preiserhöhungen abgemahnt: Im Betreff wurden die Preiserhöhungen nicht angekündigt. Das LG Hamburg (Az: 312 O 453/18) urteilte, dass der E-Mail-Betreff eindeutig auf die Preiserhöhung hinweisen muss, um dem §41 (3) EnWG zu genügen. Auch die Absenderadresse kontakt[at]kundenservice-energie.de lässt nicht erkennen, dass die E-Mail von immergrün stammt. Ferner mussten Kunden von immergrün sich erst im Kundenportal einloggen, um die Preiserhöhungen einsehen zu können.

Neben diesen Argumenten sehe ich weitere Argumente, weshalb ich die Preiserhöhungen von immergrün & Co als unzulässig erachte: Das versendete Schreiben genügt nicht dem §41 (3) EnWG. Es ist nicht transparent, weil nicht klar ist, wie die Preiserhöhung sich zusammensetzt (es fehlt an einer Berechnungsgrundlage) und weil der alte Preis nicht genannt oder transparent ins Verhältnis gesetzt wird. Genau dies verlangt aber der BGH (VIII ZR 247/17) und das OLG Köln (6U 303/19) in seinen Urteilen. Allein deshalb ist die Preiserhöhung bereits unzulässig. Das OLG Köln fordert ferner, dass zur Transparenz auch gehört, auf welche Preisbestandteile (Steuern, Abgaben, Umlagen etc.) die Preiserhöhung beruht.

Der Energieversorger darf seinen Gewinnanteil nicht steigern.

Daher dürfen die Preise nur im Rahmen der tatsächlichen Gesamtkostenentwicklung angepasst werden. Der Energieversorger darf somit den Umfang der Preiserhöhung nicht wahllos festlegen, sondern er muss diese auf eine Berechnungsgrundlage stützen. Damit soll verhindert werden, dass der Energieversorger seine Gestaltungsmacht zu Lasten der Kunden ausnutzt. Dem Verbraucher muss bei Vertragsabschluss möglich sein zu erkennen, in welchem Umfang spätere Preiserhöhungen auf mich zukommen können. Diesen Grundsatz haben die Unternehmen immergrün & Co. auch in Ihren AGBs verankert: „Der Energieversorger ist berechtigt und verpflichtet, eine Anpassung des Preises im Wege der einseitigen Leistungsbestimmung in Ausübung billigen Ermessens (§ 315 BGB) nach Maßgabe der Entwicklung der für die Preisbildung maßgeblichen Faktoren vorzunehmen.“ Zudem sichern die Anbieter ferner zu, dass sie Kostensenkungen von Kostensteigerungen abziehen. Diesen Grundsatz können die Anbieter nur erfüllen, wenn Sie eine nachvollziehbare Berechnungsgrundlage aufstellen, die Sie ja ohnehin Ihrem Kunden mitteilen müssen (siehe BGH (VIII ZR 247/17)) und wenn sie nicht willkürlich Ihre Preise erhöhen.

Bei den Schreiben von immergrün & Co. sehe ich dies nicht als erfüllt an. Aus meiner Sicht könnte eine nachvollziehbare Berechnungsgrundlage so aussehen, dass z.B. alle variablen und fixen Kostensteigerungen (z.B. Steuern und Energiebeschaffungspreise; in Summe 2 Cent / kWh) und alle fixen Kostensteigerungen (z.B. Anstieg Kundenverwaltungskosten pro Kunde um 1 €) aufgelistet und im gleichen Verhältnis den Arbeitspreis (also auch um 2 Cent / kWh) und den Grundpreis (also um 1 €) erhöhen.

Strom- und Gasanbieter sollten eine nachvollziehbare Berechnungsgrundlage auch in Sonderverträgen bereitstellen (hier das Beispiel von LEW, bei der die Preiserhöhung vollständig erklärt wird):

Musterschreiben zur Abwehr dieser Preiserhöhungen fordern Sie hier an.

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V. Drastische Abschlagserhöhungen

a) die versendeten E-Mails
b) Wie viele Kunden sind betroffen?
c) Wann sind Erhöhungen erlaubt?
d) Sind die Abschlagserhöhungen berechtigt?
e) Vertragsbeendigung ohne Sonderkündigung

Betroffene Kunden finden hier Empfehlungen, Musterschreiben und Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

a) Die versendeten E-Mails

Die Schreiben wurden alle am 22.10. abends bis nachts versendet und ähneln sich z.B. hinsichtlich:

  • der Argumente, weshalb eine Abschlagserhöhung gefordert wird (im Interesse der Verbraucher: um Nachzahlungen zu vermeiden),
  • dass auf keine Preiserhöhung oder einen nachweislich höheren Verbrauch verwiesen wird,
  • dem Aufbau der Schreiben und
  • dem optimistischen Ausblick, den die Unternehmen zum Schluss trotz allem ziehen.

b) Wie viele Kunden sind betroffen?

Eine 5-stellige Zahl ist wahrscheinlich. Ich befürchte eine 6-stellige Zahl. Dies begründe ich folgendermaßen:

  • Die Kundenanzahl von immergrün schätze ich Mitte 2021 auf ca. 500.000 Kunden (hier fließen Expertenmeinungen, Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters sowie die Präsenz auf den Vergleichsportalen ein).
  • Die Umfrage zeigt, dass die Hälfte der betroffenen Kunden sich über die anderen Firmen beschweren: Wunderwerk, Elektrizitätswerke Düsseldorf, Strogon, Enstroga und Fuxx Sparenergie.
  • Die 4 Mal so hohen Besucherzahlen auf meiner Internetseite gegenüber der Vorwoche signalisieren mir, dass deutlich mehr Kunden von den Abschlagserhöhungen betroffen sind als von den vorzeitigen Vertragsaufkündigungen, die seit Anfang Oktober versendet wurden.
  • Nur am Tag der BEV-Insolvenz (Januar 2019) verzeichnete ich ca. doppelt so viele Besucher als am 23.10.2021. Damals waren ca. 300.000 Kunden von der BEV-Insolvenz betroffen. (Inzwischen ist meine Internetseite über Google jedoch leichter aufzufinden.)

c) Wann und wie stark dürfen Abschläge erhöht werden?

Das EnWG, StromGVV und GasGVV sehen vor, dass Abschläge nur erhöht werden dürfen, wenn 

  • die Preise erhöht wurden oder
  • der Verbrauch im Vergleich zur Vorperiode anstieg (ein Guthaben in der letzten Abrechnung ist dann jedoch anzurechnen).

Die Abschlagserhöhungen müssen zudem proportional erfolgen.

Beispiel zu Preiserhöhung: Wenn die Preise um 10% steigen, dann darf der Abschlag auch nur um 10% erhöht werden.

Beispiel zu Verbrauchserhöhung: Wenn im Jahr 2020 der Verbrauch 1.000 kWh betrug und in der 2021er Abrechnung der Verbrauch auf 1.500 kWh anstieg (+50%), dann darf der Abschlag um 50% erhöht werden. Wenn jedoch ein Guthaben i.H.v. 200 € in der 2021er Abrechnung vorlag bei Stromkosten i.H.v. 400 € (50%), dann darf der Abschlag nicht erhöht werden, da bei diesem Guthaben die Abschläge reduziert werden müssen und die beiden Effekte sich aufheben.

Meine Schlussfolgerung untermauere anhand von AGBs, dem Urteil des LG Düsseldorf (12 O 474/12) und dem StromGVV.

In den AGBs der Anbieter finde ich keinen Hinweis darauf, dass Abschläge abhängig vom aktuellen Marktpreis angepasst werden dürfen. Selbst wenn dies darin stünde, so würden diese Klauseln mit höchster Wahrscheinlichkeit gegen das EnWG und die Strom GVV / Gas GVV verstoßen.

Im Urteil des LG Düsseldorf wurde geurteilt, dass ExtraEnergie bei der Abschlagsberechnung für die künftige Abrechnungsperiode keinen höheren Verbrauch zugrunde legen darf, als er sich aus der Jahresrechnung für die vorausgegangene Abrechnungsperiode ergibt.

Im §13 Strom GVV steht: 

(1) Wird der Verbrauch für mehrere Monate abgerechnet, so kann der Grundversorger für die nach der letzten Abrechnung verbrauchte Elektrizität eine Abschlagszahlung verlangen. Diese ist anteilig für den Zeitraum der Abschlagszahlung entsprechend dem Verbrauch im zuletzt abgerechneten Zeitraum zu berechnen. (…).
(2) Ändern sich die Allgemeinen Preise, so können die nach der Preisänderung anfallenden Abschlagszahlungen mit dem Vomhundertsatz der Preisänderung entsprechend angepasst werden.
(3) Ergibt sich bei der Abrechnung, dass zu hohe Abschlagszahlungen verlangt wurden, so ist der übersteigende Betrag unverzüglich zu erstatten, spätestens aber mit der nächsten Abschlagsforderung zu verrechnen. Nach Beendigung des Versorgungsverhältnisses sind zu viel gezahlte Abschläge unverzüglich zu erstatten.
Weiterführende Informationen, Erläuterungen und Musterschreiben zum Thema Abschlag finden Sie hier.
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d) Liegen berechtigte Gründe für die Abschlagserhöhungen vor?

Bei den vorliegenden Schreiben: m.E. NEIN!

Grundsätzlich haben sich beide Vertragspartner (der Energieanbieter und der Kunde) an den geschlossenen Vertrag zu halten. Nur unter den zuvor genannten Gründen können Abschlagserhöhungen vorgenommen werden. In den Schreiben wird weder eine Preiserhöhung ausgesprochen, noch auf eine frühere Preiserhöhung verwiesen. Es wird auch nicht auf eine Abrechnung verwiesen, aus der ein höherer Verbrauch hervorgeht.

Die Anbieter schreiben, dass aufgrund des Preisanstiegs die Abschläge erhöht werden müssen, um den „benötigten Energieeinkauf sicherzustellen“ (immergrün). Es ist die Aufgabe des Anbieters, die Energie am Markt einzukaufen und vorausschauend zu planen. immergrün & Co. geben an, entsprechende Controlling- und Risikomanagement-Instrumente einzusetzen. Anscheinend haben die kritisierten Unternehmen sich entschieden, die Energie überwiegend am Spot-Markt zu beziehen. Das ist deren unternehmerisches Risiko. Früher, als die Preise am Spot-Markt niedrig waren, sind die Anbieter auch nicht auf den Kunden zugegangen und haben denen eine Abschlagsminderung angeboten. 

Betroffene Kunden finden hier Handlungsempfehlungenund hierMusterschreiben, wie Sie die Erhöhung der Abschläge verhindern können.

e) Vertragsbeendigung ohne Sonderkündigung

Bei Vertragsänderungen hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht – nicht der Anbieter selber. In den AGB 3 (2) von immergrün heißt es:

Änderungen der Vertragsbedingungen wird der Energieversorger dem Kunden mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Wirksamwerden durch Übersendung in Briefform mitteilen. (…) Im Falle einer Vertragsänderung ist der Kunde berechtigt, den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen zu kündigen oder den Änderungen zu widersprechen.

Anscheinend hält sich immergrün nicht an die eigenen AGBs . Die Abschlagserhöhung wurde ca. 2 Wochen vorab mitgeteilt. Nun erhalten Kunden die Kündigung. Betroffene Kunden können anhand ihrer E-Mail nachweisen, dass immergrün hier nicht richtig gehandelt hat. In meinen Empfehlungen an die Kunden gehe ich hierauf ein.

 

VI. Insolvenzen

a) 4 bisherige Insolvenzen
b) Hilfe für betroffene Kunden

c) Warum steigt das Insolvenz-Risiko bei Strom-/Gas-Discountern?
d) Was geschah vor dieser „neuen Eskalationsstufe“?

a) 4 bisherige Insolvenzen 

1. Insolvenz: Otima Energie AG (12.10.2021)

In England sind bereits Ende September neun Stromanbieter zusammengebrochen. Darunter befindet sich auch die Enstroga UK (Quelle).

Am 12.10.2021 hat der erste deutsche Strom- und Gasanbieter Otima Energie AG die Versorgung eingestellt und Insolvenz angemeldet. Als Gründe werden u.A. die massiv gestiegene Großhandelspreise und der damit einhergehende massive Anstieg an Vorauskasse- und Sicherheitsleistungen gegenüber seinen Marktpartnern genannt.

 2. Insolvenz: Smiling Green Energy

Unter der Marke „Natürlich-grün-Strom“ versorgt das Hamburger Unternehmen 1.500 Kunden mit Energie aus regenerativer Erzeugung. 

3. Lition (28.10.)

Ca. 20.000 private Kunden und 40 Mitarbeiter sind betroffen. Der Insolvenzverwalter prüft, ob der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden kann (Quelle). In diesem Fall haben Kunden kein Sonderkündigungsrecht. 

4. Fulminant Energie (16.11.)

Ca. 10.000 Kunden aus Deutschland und Österreich sind betroffen. Das Unternehmen wurde erst 2018 gegründet.

Beim Insolvenzverfahren zu Fulminant Energie wurde für die betroffenen Kunden eine Internetseite eingerichtet. Die betroffenen Kunden werden zeitnah über die Ersatzversorgung mit Energie beliefert.

b) Hilfe für betroffene Kunden

In diesem Abschnitt informiere Sie ich darüber, was Sie zur Insolvenz wissen sollten, um Ihren Schaden zu begrenzen. Dabei thematisiere ich u.A.

  • dass Sie weiter mit Strom & Gas versorgt werden,
  • ob Sie Abschläge zurückbuchen lassen sollten,
  • wie Sie Ihren Neukundenbonus und ausstehende Guthaben einfordern können und
  • wie Sie vergangene Preiserhöhungen anfechten können.

Zudem: Das sollten Sie sofort tun

  • Stoppen Sie alle Überweisungen und kündigen Sie die Daueraufträge,
  • lesen Sie den Zählerstand ab,
  • suchen Sie sich einen neuen, verbraucherfreundlichen Anbieter mit einem geringen Insolvenzrisiko.

Auf dieser Seite beschreibe ich ferner,

  • was mit Ihrem Guthaben passiert und
  • wie Sie  sich in die Insolvenztabelle eintragen.

Zusammen machen wir das Beste aus dieser unerfreulichen Situation.

Ihr
Dr. Matthias Moeschler

 

Inhaltsverzeichnis

i) Das sollten Sie wissen
ii) Das sollten Sie sofort tun
iii) Buchen Sie Überweisungen nicht voreilig zurück
iv) Wechseln Sie zukünftig zu verbraucherfreundlichen Anbietern mit geringem Insolvenzrisiko
v) Das sollten Sie ab Erhalt der Abrechnung tun
vi) Neuigkeiten zu den Insolvenzen

 

i) Das sollten Sie wissen

Ihre weitere Versorgung mit Strom und Gas ist gesichert

Trotz der Insolvenz werden Sie weiterhin mit Strom und Gas beliefert. Wahrscheinlich wird Ihr lokaler Versorger Sie hierzu anschreiben. Ihre unterbrechungsfreie Versorgung mit Strom und Gas ist somit gesetzlich sichergestellt.

Diese Ersatzversorgung ist allerdings deutlich teurer. Daher sollten Sie sich zeitnah einen neuen Versorger suchen. Sie haben die Möglichkeit, bis zu 6 Wochen rückwirkend die Versorgung des Grundversorgers durch Beauftragung eines anderen Versorgers abzulösen. Wie dies geht und wie Sie verhindern, erneut zu einem problematischen oder insolvenzgefährdeten Anbieter zu geraten, erfahren Sie auf den weiter unten aufgeführten Hinweisen.

Ihr Guthaben ist weg

Bei einer Insolvenz gilt eine komplette Ausgabensperre. Daher werden keine Auszahlungen (z.B. aus Guthaben, Boni oder zu viel geleisteten Abschlagszahlungen) mehr an Sie getätigt. Ihr Guthaben können Sie jedoch zu einem späteren Termin in die Insolvenztabelle eintragen lassen, nachdem der Insolvenzverwalter diese eröffnet hat. Da diese noch nicht eröffnet ist, können Sie aktuell hierzu nichts unternehmen.

Zur Orientierung: Bei der Insolvenz von BEV erhielten die Gläubiger nur ca. 3% ihres Guthabens zurück. Es ist somit anzunehmen, dass bei der Insolvenz Ihres Anbieters Ihr Guthaben so gut wie verloren ist.

Zeitverzug bei Abrechnungen

Der Insolvenzverwalter wird sich zunächst einen Überblick verschaffen müssen. Zudem wird ähnlich wie bei der Insolvenz von BEV ein großer Berg an Kündigungsschreiben, Widersprüchen, Abrechnungen etc. abzuarbeiten sein. Daher können die gesetzlichen Fristen für die Erstellung der Abrechnungen nicht eingehalten werden.

Im Falle eines Guthabens wird dieses wahrscheinlich verloren sein (siehe oben). Im Falle einer Nachzahlung beachten Sie bitte, dass unstrittige Nachzahlungen zu leisten sind. Sofern in den letzten 3 Jahren unzulässige Preiserhöhungen  vorgenommen wurden oder Abrechnungen fehlerhaft waren, sollten Sie die Hinweise in Abschnitt 2.4 beachten.

ii) Das sollten Sie sofort tun

1) Finden Sie heraus, ob Ihr insolventer Anbieter oder die Ersatzversorger Sie zukünftig mit Energie beliefert.

Der Insolvenzverwalter entscheidet, ob der insolvente Anbieter die Belieferung fortsetzt oder ob die Ersatzversorgung einspringt. Ein Sonderkündigungsrecht besteht nur dann, wenn der insolvente Anbieter keine Energie mehr liefern kann.

Aufgrund der aktuell stark steigenden Preise halte ich es für wahrscheinlicher, dass der Ersatzversorger einspringt. In diesem Fall werden Sie von Ihrem Ersatzversorger informiert. Auch auf dieser Seite werde ich dies bekannt geben.

2) Widerrufen Sie die Einzugsermächtigung bzw. kündigen Sie den Dauerauftrag bei Ihrer Bank

Wenn der insolvente Anbieter Sie weiterhin mit Energie beliefert, dann müssen Sie die Abschläge an ein neues Konto überweisen, dass der Insolvenzverwalter noch bekannt gibt. Zahlen Sie die Abschläge so lange, bis der Vertrag planmäßig ausläuft. Diesen Vertrag können Sie nur regulär zum Vertragsende kündigen.

Wenn der Ersatzversorger einspringt, dann wird dieser Sie informieren und die neue Bankverbindung mitteilen.

Die Einzugsermächtigung bzw. den Dauerauftrag für den insolventen Anbieter müssen Sie unbedingt kündigen. Andernfalls geht dieses Geld in die Insolvenzmasse ein. Den Dauerauftrag kündigen Sie über die Bank, die Einzugsermächtigung kündigen Sie gegenüber dem (vorläufigen) Insolvenzverwalter. Nutzen Sie das Musterschreiben ii.

3) Lesen Sie den Zählerstand ab

Und teilen Sie diesen dem Netzbetreiber und ihrem aktuellen Anbieter (Ersatzversorger oder insolventen Anbieter) mit.

Machen Sie vorsichtshalber ein Foto. Es reicht, wenn Sie dem Netzbetreiber den Zählerstand in einer kurzen E-Mail mitteilen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe den Zählerstand am xx.xx.202x abgelesen. Dieser beträgt x.xxx.
Zähler-Nummer: [finden Sie auf dem Zähler]
Anschrift: [Ihre Anschrift]
Viele Grüße,

4) Wenn der Ersatzversorger einspringt:

Kündigen Sie vorsichtshalber den Vertrag mit dem insolventen Lieferanten.

Nutzen Sie das Musterschreiben i.

iii) Buchen Sie Überweisungen NICHT voreilig zurück!

Sollten Sie Ihre Überweisungen zurückbuchen lassen?

Zahlreiche Verbraucher möchten Ihre Verluste aufgrund der Insolvenz reduzieren und spielen mit dem Gedanken, Abbuchungen von Ihrem Konto zurückbuchen zu lassen. Aufgrund meiner Erfahrungen aus früheren Insolvenzen rate ich hiervon grundsätzlich ab. In den allermeisten Fällen handelt es ich um einen sehr schädlichen Aktionismus, der sich für Sie finanziell und emotional rechen wird. Lediglich unrechtmäßige Abbuchungen würde ich zurückbuchen.

Möchten Sie dennoch die Überweisung zurück buchen?

Dann würde ich Ihnen Folgendes empfehlen:

  • Kündigen Sie Ihrem Anbieter die Rückbuchung per E-Mail vorab an. 
  • Begründen Sie die Rückbuchung (z.B. Guthabenaufrechnung (wenn Sie vorab bereits gemahnt haben) oder zu hohe Abschläge wurden eingezogen, daher werden Sie den letzten anteiligen Monat zurückbuchen). 
  • Eine Aufrechnung mit dem erwarteten Guthaben bzw. mit dem Neukundenbonus sehe ich als riskant an. Dies könnte nur zulässig sein, wenn Sie bereits im Vorfeld die Guthabenauszahlung angemahnt haben und die gesetzte Frist ereignislos verstrichen ist.

Risiken: Erfahrungen mit BEV (2019)

Bereits bei der Insolvenz von BEV wurde diskutiert, ob Verbraucher nicht das Risiko eingehen und Rückbuchungen dennoch vornehmen sollten. Der Insolvenzverwalter von BEV hat jedoch versucht, die zurück gebuchten Verträge nachträglich einzufordern. Es entstanden Mehrkosten für die betroffenen Kunden.

Risiken in Form von Mahnungen

Letztendlich muss jeder selber entscheiden, ob er das Risiko eingehen möchte. Um eine entsprechende Entscheidung treffen zu können, sollten Sie jedoch wissen, welche Kosten auf Sie zukommen können: Die Rücklastschrift beträgt üblicherweise 10€ oder weniger, Mahnung dürfen i.d.R. nur maximal 2,5€ kosten, Inkasso wird deutlich teurer (bei ein paar Hundert Euro Gegenstandswert vielleicht 70€). Stellen Sie vor diesem Hintergrund sicher, dass Sie nicht in Zahlungsverzug geraten und holen Sie sich vorsichtshalber rechtlichen Rat ein.

iv) Wechseln Sie zukünftig nur noch zu verbraucherfreundlichen Anbietern mit geringem Insolvenzrisiko

a) Meine Empfehlungen (Stand: 26.11.2021)

Aktuell sind Vattenfall, Rheinpower und NEW die günstigsten meiner empfohlenen Anbietern.

Diese Anbieter haben ein geringes Insolvenzrisiko, verbraucherfreundliche AGBs & einen guten Kundenservice (Nachweis).

Legen Sie bitte zukünftig mehr Wert auf Qualität. So vermeiden Sie sich viel Ärger.

b) Meine empfohlenen Anbieter haben ein geringes Insolvenzrisiko

Ein geringes Insolvenzrisiko liegt vor, wenn der Anbieter direktes Eigentum an regulierter Netzinfrastruktur (insb. Strom und Gas) hat. Aufgrund der Anreizregulierung (AregV) erhalten die Unternehmen eine garantierte Verzinsung i.H.v. ca. 4% auf das Vermögen der Netzinfrastruktur. Diese Einnahmen können als Puffer für mögliche Verluste aus dem Vertriebsgeschäft dienen. Es ist somit sehr unwahrscheinlich, dass in vielen Jahren die Verluste aus dem Vertriebsgeschäft die Einnahmen aus dem Netzgeschäft übersteigen und das Eigenkapital aufzehren.

c) Warum sind Stromdiscounter oft riskanter?

Millionen von deutschen Verbrauchern wissen aus eigener Erfahrung, wie riskant die Geschäftsmodelle einiger Stromdiscounter tatsächlich sind: In den Jahren 2011, 2013, 2017 und 2019 haben die Stromdiscounter Teldafax, Flexstrom, Care-Energy und BEV Insolvenz angemeldet. 

Kurz zusammengefasst (ausführlich siehe hier): 

  • Stromdiscounter sichern sich seltener ab und kaufen Strom häufiger kurzfristig ein
  • Im ersten Jahr werden aufgrund von Kampfpreisen und Provisionen Verluste eingefahren. Diese müssen kompensiert werden, z.B. durch Preiserhöhung. Wenn sich die Kunden jedoch in den Fällen wehren, kann es passieren, dass das Geschäftsmodell nicht aufgeht.
  • Stromdiscounter haben i.d.R. keinen finanziellen Puffer aus Netzeigentum.

v) Das sollten Sie ab Erhalt der Abrechnung tun

Kontrollieren Sie Ihre Abrechnung & Guthabenauszahlungen

Grundsätzlich muss Ihnen die Abrechnung 6 Wochen nach Vertragsende zugesendet werden. Erfahrungsgemäß werden Sie die Abrechnung bei einer Insolvenz jedoch später erhalten. Eine berechtigte Nachzahlung ist zu leisten. Ein Guthaben wird nicht an Sie ausgezahlt, Sie können es jedoch in die Insolvenzmasse eintragen.

Insbesondere wenn Sie zu einer Nachzahlung aufgefordert werden, ist es wichtig zu prüfen, ob die Abrechnungen der letzten 3 Jahre korrekt waren und ob alle Guthaben- und Bonus-Auszahlungen getätigt wurden. Wenn Sie einen Fehler feststellen, können Sie die Nachzahlung reduzieren. 

Bei der Abrechnung werden öfters Fehler gemacht. Schauen Sie daher genau nach. Am häufigsten liegen falsche Zählerstande vor, der Boni wurde nicht berücksichtigt oder nicht alle geleisteten Abschläge erfasst. Die Abrechnung ist relativ leicht zu kontrollieren. Das habe ich im folgenden Bild veranschaulicht. Zudem finden Sie hier Musterschreiben, wenn ein Fehler vorliegt. Weiterführende Details, Musterschreiben und ein Berechnungs-Tool (Excel), mit der Sie die Rechnung kontrollieren können, finden Sie hier  und hier.

Wenn Ihnen der Neukundenbonus verweigert wird

Dann sollten Sie sich wehren.

  • Wenn Sie mindestens 12 Monate Kunde waren, dürften Ihnen die Boni zustehen. Leider haben einige Anbieter, wie z.B. immergrün, in seinen AGBs einige Einschränkungen zur Gewährung der Boni. Aus meiner Sicht sind diese allesamt unzulässig und mit meiner Hilfe haben viele der betroffenen Verbraucher den Boni doch noch ausgezahlt bekommen. Weiterführende Hinweise finden Sie hier und hier.
  • Wenn Sie noch keine 12 Monate Kunde waren, dürften Sie hohe Chancen haben, den Bonus einzufordern, da die Schuld an dem vorzeitigem Belieferungsende nicht bei Ihnen liegt. Damit Sie den Bonus einfordern können, nutzen Sie einfach mein Musterschreiben iii.

Tragen Sie ausstehende Guthaben in die Insolvenztabelle ein

Wie Sie das Guthaben in die Insolvenztabelle eintragen, erfahren Sie an dieser Stelle, wenn es soweit ist.

vi) Insolvenz: Neuigkeiten

  • 12.10.2021: Otima Energie AG hat Insolvenz angemeldet
  • 19.10.2021: Smiling Green Energy hat Insolvenz angemeldet
  • 28.10.2021: Lition hat Insolvenz angemeldet

 

c) Das Insolvenzrisiko im Endkundengeschäft steigt

Seit September 2021 steigen die Großhandelspreise für Strom und Gas stark an. Dies setzt insbesondere jene Stromanbieter unter Druck, die ihre Energie kurzfristig an den Spotmärkten beschaffen.

Experteneinschätzungen zum Insolvenz-Risiko

 „Angesichts von solchen Schreiben ist es auch nicht abwegig von möglichen Insolvenzen zu sprechen.“

Holger Schneidewindt (Rechtsexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) erwartet für die kommenden Wochen und Monaten, dass weitere Stromanbieter in Probleme geraten und in die Insolvenz rutschen (zitiert im energate-messenger vom 11.10.2021).

„Besonders gefährdet sind kleine Versorger“

Zu dieser Aussage kommen Analysten von Euler Hermes und Allianz Research in einer gemeinsamen Studie. Ferner gehen sie davon aus, dass sich die Energiemärkte erst im zweiten Quartal 2022 beruhigen werden. (Quelle: energate-messenger vom 14.10.2021)

„Auftakt zu weiteren Insolvenzen im Markt“

Insolvenzverwalter Tobias Brinkmann von Smiling Green Energy (Quelle: WirtschaftsWoche)

Wie kam es dazu, dass immergrün einseitig Verträge kündigt?

Die Geschäftsmodelle der Stromdiscounter, wozu auch immergrün und Fuxx Sparenergie gehören, sind oft riskant. Hinzu kommt, dass in den vergangenen Wochen die Strom- und Gaspreise an den Börsen stark gestiegen sind. Holger Schneidewindt (Rechtsexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) erwartet, dass in den kommenden Wochen und Monaten weitere Stromanbieter in die Knie gehen und in die Insolvenz rutschen (Quellen 1, 2).

Ursache 1: Starker Anstieg der Strom- & Gaspreise an den Börsen

Energy-charts.info
Energy-charts.info

Der Großhandelspreis je Megawattstunden Strom betrug im September bereits teilweise mehr 200 €. Dies war der höchste Wert seit zehn Jahren. In diesem Zeitraum hat immergrün bereits Preiserhöhungen von mehr als 50% versendet. Am 7.10.2021, dem Tag an dem immergrün die Versorgung tausender Kunden aufkündigte, stieg der Wert auf 442,90 Euro (siehe Abbildung, Quelle: entso-e). 

Die Preisexplosion ist dramatisch und in Großbritannien sind bereits die ersten Energieversorger pleite gegangen (Quelle).

 

Ursache 2: Die Geschäftsmodelle von Stromdiscountern sind oft riskant

Millionen von deutschen Verbrauchern wissen aus eigener Erfahrung, wie riskant die Geschäftsmodelle einiger Stromdiscounter tatsächlich sind: In den Jahren 2011, 2013, 2017 und 2019 haben die Stromdiscounter Teldafax, Flexstrom, Care-Energy und BEV Insolvenz angemeldet. 

1. Stromdiscounter kaufen Strom häufiger kurzfristig ein

Stromanbieter können entweder konservativ den Strom am Terminmarkt einkaufen – oder spekulativ zu oft günstigeren Konditionen am Spotmarkt. Stromdiscounter kaufen häufiger Ihren Strom und Gas kurzfristig über die Börse ein (Quelle). Daher sind diese tendenziell stärker von den aktuellen Preisschwankungen betroffen. Es ist zu vermuten, dass immergrün & Co. sich auch für die spekulative Strategie entschieden.

2. Verluste aufgrund von Kampfpreisen und Provisionen müssen kompensiert werden

Die Studie von A.T. Kearney aus dem Jahr 2012 zeigt sehr deutlich, warum die Geschäftsmodelle einiger Stromdiscounter riskant sind: Viele Stromdiscounter realisieren im ersten Vertragsjahr Verluste aufgrund geringer Margen, Provisionen an Vermittler und Boni für Neukunden realisieren. Das Geschäftsmodell der Stromdiscounter könne nur dann langfristig profitabel sein, wenn diese Verluste mit Hilfe von schnellen und drastischen Preiserhöhungen und dem Einbehalten von Neukundenboni kompensiert werden. Laut A.T. Kearney ist dieses Geschäftsmodell riskant und geht zu Lasten der Kundenzufriedenheit. An diesem grundsätzlichen wirtschaftlichen Prinzip hat sich seitdem nichts geändert. In der Literatur ist sogar die Rede, dass der Preiswettbewerb zugenommen hat.

Die Studie von Tobias Hirt mit Daten aus den Jahren 2016 bis 2018 bestätigen die Aussagen von A. T. Kearney. 

„Für den Wettbewerb der Energieversorger zeigten die Berechnungen, dass knapp ein Viertel aller dominierenden Tarife (TOP10) defizitär sind und damit dem Versorger keinen wirtschaftlichen Nutzen bringt. Erschreckend ist zudem, dass die dominierenden Tarife für Privatkunden eine Amortisationszeit der Investition der Neukundenakquise durchschnittlich bis zu neun Jahre und bei Gewerbetarifen bis zu 10 Jahre betragen kann.“

3. Wenn sich Kunden wehren, wird es teuer

Dieses Geschäftsmodell geht somit nur dann auf, wenn die Verbraucher dem Unternehmen langfristig treu bleiben. Denn erst wenn die Verbraucher mehrere Jahre Kunde bleiben, können die Verluste des ersten Jahres in den Folgejahren ausgeglichen werden. Wenn der Anbieter es jedoch übertreibt, z.B. mit drastischen Preiserhöhungen um steigende Bezugspreise für Strom und Gas auszugleichen, dann geht die Rechnung nicht auf.

Es können sogar noch weitere Kosten entstehen, z.B., wenn der Energieversorger nicht nachgibt und Kunde die Schlichtungsstelle einschaltet. Diese ist für den Energieversorger kostenpflichtig. Gegen die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH (Nachfolgegesellschaft der 365 AG) liefen im Jahre 2013 insgesamt 447 Verfahren der Schlichtungsstelle Energie (9% aller behandelten Fälle).

4. Kein finanzieller Puffer aus Netzeigentum

Ein geringes Insolvenzrisiko liegt vor, wenn der Strom- und Gasanbieter ein direktes Eigentum an regulierter Netzinfrastruktur (insb. Strom und Gas) hat. Aufgrund der Anreizregulierung (AregV) erhalten die Unternehmen eine garantierte Verzinsung i.H.v. ca. 4% auf das Vermögen der Netzinfrastruktur. Diese Einnahmen können als Puffer für mögliche Verluste aus dem Vertriebsgeschäft, z.B. aufgrund steigernder Bezugspreise für Strom und Gas, dienen.

Stromdiscounter wie immergrün und FuxxSparenergie haben jedoch häufig kein Eigentum an Netzinfrastruktur. Daher fehlt ihnen der finanzielle Puffer aus dem netzgeschäft. Auch die Stromdiscounter Teldafax, Flexstrom, Care-Energy und BEV, die zuvor insolvent gegangen sind, hatten kein Eigentum an Netzinfrastruktur.

Die 365 AG (Vorgängergesellschaft der Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft) hatte Ende 2018 ein Eigenkapital i.H.v. 4,755 Mio. € bei einem Umsatz i.H.v. 311,356 Mio. €.

 

d) Was geschah vor dieser „neuen Eskalationsstufe“?

Hr. Schneidewindt bezeichnet die Kündigung der Stromverträge als „neue Eskalationsstufe“. Im Vorfeld haben sich Kunden über folgende Maßnahmen von immergrün (z.B. auf reclabox) beschwert:

  • Versteckte und starke Preiserhöhungen (>20%), die zum Teil laut betroffener Kunden nicht mitgeteilt wurden
  • Abrechnungen wurden erst verspätet erstellt und/ oder waren fehlerhaft (z.B. wurde ein zu hoch geschätzter Zählerstand bemängelt)
  • Guthaben wurde nicht ausgezahlt
  • Zu hohe Abschlagszahlungen
  • Bonus wurde verweigert (z.B. wenn Strom nicht ausschließlich privat genutzt wird)
  • Versteckte Zusatzkosten (insb. Nichterfüllungsschäden aufgrund Kündigung nach Umzug)

Eine genaue Analyse der kunden-un-freundlichen AGBs, auf dessen Basis immergrün Boni verweigert und versteckte Zusatzkosten begründet, finden Sie hier.

In den letzten Monaten hat immergrün hohe Preiserhöhungen versendet. Einem Kunden wurde die Erhöhung des Arbeitspreises um ganze +86% angekündigt. Ein weiterer betroffener teilte mir mit, dass er am 1.10. eine Preiserhöhung von 25,54 auf 39,70 Cent/kWh erhielt. Begründet wurden die Preiserhöhungen „aufgrund außergewöhnlich stark ansteigender Großhandelspreise an den Energiemärkten“.

Preiserhoehung-immergruen-Belieferung

Derartige Preiserhöhungen sind meiner festen Überzeugung nach unzulässig, selbst wenn diese transparent mitgeteilt werden (siehe Argumentation).

Zuvor fielen insb. => immergrün => Fuxx Sparenergie und => Wunderwerk AG negativ auf (z.B. aufgrund verweigerter Neukundenboni, versteckten Preiserhöhungen, Nichterfüllungsschäden).

Hinter der immergrün-Energie GmbH steckt die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH (ehemals 365 AG und almado AG) mit Sitz in Köln. Zum Unternehmen gehören auch idealenergie, Meisterstrom und Almado energy.

 

 

VI. Kommentare von betroffenen Kunden

Ich finde es toll, dass Sie sich in den den Kommentaren so umfangreich austauschen und anderen Betroffenen helfen!

Es werden Fakten und die Meinung des Autors wiedergegeben. Trotz aller Sorgfalt wird jedoch keine Haftung übernommen. Es wird auch keine Rechtsberatung geleistet, weil rechtliche Sachverhalte lediglich allgemein dargestellt werden (RDG §2 III, Satz 5) ⇒ weiterführende Hinweise.

Ärger mit immergrün & Co: Abschlag & Preis erhöht, Vertrag gekündigt

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563 Kommentare zu „Ärger mit immergrün & Co: Abschlag & Preis erhöht, Vertrag gekündigt

  • 7. Dezember 2021 um 13:42
    Permalink

    Heute hat immergrün mein Guthaben aus der korrekt erstellten Rechnung (mit 25% Neukundenbonus) auf mein Konto überwiesen!
    Danke Hr. Moeschler für diese Seite u. sämtliche Vorlagen, die ich bisher fast alle! verwendet habe.

    Antworten
  • 6. Dezember 2021 um 22:11
    Permalink

    Mein Erfahrungsbericht mit dem Stromanbieter Immergrün, vielleicht hilft es ja der einen oder dem anderen hier in diesem Forum:

    Im April 2021 habe ich mit Immergrün einen Stromvertrag ab Juli 2021 mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit und eingeschränkter Preisgarantie abgeschlossen. Mitte Oktober 2021 kam dann von Immergrün die Info, dass sich die Abschlagszahlung drastisch erhöht. Die Erhöhung der Abschlagszahlung wurde mit höheren Beschaffungskosten begründet. Dieser Abschlagserhöhung habe ich widersprochen mit der Begründung, dass sich weder der individuelle Verbrauch noch der Strompreis erhöht haben.

    Ende Oktober 2021 hat Immergrün per Mail den Arbeitspreis zu Mitte November um ca. 80% erhöht und dies wieder mit höheren Beschaffungskosten begründet. Dieser Preiserhöhung habe ich per Mail und Brief widersprochen. Mit Verweis auf die eingeschränkte Preisgarantie habe ich darum gebeten, den Vertrag zu den vereinbarten Preisen zu erfüllen und verdeutlicht, dass dieser Widerspruch nicht als Sonderkündigung des Vertrages zu verstehen ist.

    Ein paar Tage später hat dann Immergrün den Vertrag zu Anfang Dezember gekündigt, wieder mit Verweis auf die höheren Beschaffungskosten. Der Kündigung habe ich mit Verweis auf die AGB, Vertragslaufzeit und eingeschränkter Preisgarantie umgehend widersprochen. Auf meinen Widerspruch gab es bis zum Datum der ausgesprochenen Kündigung keine Antwort von Immergrün. Daher habe ich mich dann mit der Schlichtungsstelle Energie in Verbindung gesetzt, den Sachverhalt geschildet und um Unterstützung gebeten. Ziel des Schlichtungsverfahrens ist, dass Immergrün den Vertrag zu den vereinbarten Preisen bis zum Ende der Mindestvertragslaufzeit erfüllt. Ein Stromvertrag mit einem neuen Anbieter würde aufgrund der aktuell hohen Kosten ein großes Loch in meine Haushaltskasse reißen.

    Anfang Dezember gab es dann einige überschneidende Entwicklungen. Mein Grundversorger hat mir wegen der Kündigung von Immergrün mitgeteilt, dass er mich ab Dezember zum Grundtarif versorgt. Immergrün schrieb fast zeitgleich, dass sie nun doch den Vertrag bis zum Ende der Mindestlaufzeit und zu den ursprünglichen Konditionen erfüllen werden und die Kündigung zurücknehmen. Ich vermute, dass die Eröffnung des Schlichtungsverfahrens seine positive Wirkung entfaltet hat. Mein Grundversorger teilte ebenfalls zwei Tage später mit, dass Immergrün nun doch wieder mein Stromlieferant ist und hat den Grundversorgungsvertrag mit mir wieder gekündigt bzw. storniert.

    So wie es jetzt ausschaut, konnte ich erreichen, dass Immergrün den Vertrag erfüllt. Mal schauen, wie die Schlussrechnung Mitte 2022 aussieht und ob der Bonus berücksichtigt wird. Will hoffen, dass Immergrün nicht in die Insolvenz rutscht.

    Mir ist ja durchaus klar, dass insbesondere kleinere Anbieter derzeit vor finanziellen Schwierigkeiten stehen. Der Energiemarkt ist in Bewegung, und das spüren neben den Verbrauchern auch Anbieter, die keine langfristigen Verträge am Markt geschlossen haben. Ich sehe aber nicht ein, dass einige Anbieter ihr unternehmerisches Risiko auf die Kunden abwälzen und in guten Zeiten die Gewinne mitnehmen und in schlechten Zeiten die Verträge nicht erfüllen wollen.

    Antworten
  • 6. Dezember 2021 um 20:09
    Permalink

    So, jetzt ist wie befürchtet folgendes eingetreten:

    Unberechtigte Sonderkündigung am 9.11. durch immergrün! mit Terminierung Lieferende auf den 22.11.
    Wir haben direkt widersprochen und Vertragsfortsetzung gefordert, und für den Fall, dass der Vertrag tatsächlich einseitig durch immergrün beendet wird, Schadensersatzforderung angedroht.
    Nachdem wir dann von unserem Grundversorger am 15.11. die Mitteilung erhielten, dass immergrün! zum 22.11. die Belieferung einstellt, sind wir am 21.11. zum hiesigen Gasversorger gewechselt. Neuer Vertrag mit Vertragsbindung bis 31.12.2022.
    Wir haben immergrün! erneut angekündigt, zum Ende der ursprünglichen Vertragslaufzeit (10.10.2022) Schadensersatz in voller Höhe zu verlangen, und das Vergleichsangebot abgelehnt.

    Nun kommt heute Abend, also zwei Wochen nach Lieferende, eine Email von immergrün! mit dem Inhalt, dass immergrün! die Belieferung wieder aufnehmen wird bzw. will, zu den ursprünglichen Konditionen.

    Geht das überhaupt? Wir haben ja einen neuen rechtsgültigen Vertrag mit Mindestlaufzeit.
    Kann uns immergrün! einen Strick daraus drehen, dass wir uns bereits einen neuen Vertrag gesucht haben? Oder ist immergrün! weiterhin in der Pflich, unsere Mehrkosten zu übernehmen, auch ohne uns wieder beliefern zu können, da von uns nicht erwartet werden kann, dass wir beliebig lange in der Grundversorgung bleiben?
    Bis heute ist immergrün! auch in keiner Korrespondenz auf die Möglichkeit eingegangen, die Belieferung wieder aufzunehmen. Es ging einzig und allein immer um ihr Bedauern, dass der Vertrag „beendet werden musste“, und dass uns ja eine (kleine) Entschädigung zustehe.

    Antworten
  • 4. Dezember 2021 um 12:38
    Permalink

    Nachdem auf meiner Schlussrechnung kein Bonus ausgewiesen wurde, habe ich dies beanstandet und folgende Antwort von immergrün bekommen:

    „“Sehr geehrter Herr XXX,
    wir beziehen uns auf Ihre Nachricht vom 30.11.2021.
    Zur Klärung Ihrer möglichen Ansprüche bitten wir Sie um folgendes:
    Sollte die Abnahmestelle lediglich privat genutzt werden, können Sie uns gerne einen Nachweis vom Netzbetreiber zukommen lassen, in dem dies bestätigt wird.
    Nach Erhalt des Nachweises werden wir gerne den Neukundenbonus als Gutschrift in einer korrigierten Rechnung hinterlegen.
    Wir hoffen Ihnen mit dieser Information geholfen zu haben.““

    Ich habe den Netzbetreiber Bayernwerk nun mal angeschrieben, ob sie mir einen solchen Nachweis ausstellen würden. Warum muss ICH nachweisen dass ich meinen Strom nur privat nutze? Ich habe weder eine PV-Anlage noch sonst irgendein Gewerbe.

    Antworten
    • 6. Dezember 2021 um 15:12
      Permalink

      „Ausschließlich privat genutzt“.. Fallstricke gibt es viele.

      Laden Sie auch keinen Dienstwagen; kein Elektro- oder Hybridelektrofahrzeug das zu einem Betriebsvermögen gehört? Z.B. Ihrem Arbeitgeber gehört?

      Oder laden Sie Ihr Betriebshandy zu Hause auf? 😉

      Der Netzbetreiber Bayernwerk wird das kaum überprüfen. Wie soll er das denn seriös bestätigen?!

      Antworten
      • 7. Dezember 2021 um 00:02
        Permalink

        Bonus-Verweigerungen, weil Sie den Strom nicht ausschließlich privat genutzt haben sollen, können Sie leicht mit meinem Musterschreiben abwehren. Schreiben Sie mich hierzu einfach an. Dann erhalten Sie das Musterschreiben.

        Antworten
  • 2. Dezember 2021 um 11:32
    Permalink

    IMMERGRUEN-ENERGIE Abrechnung zum Kündigungsdatum
    Die Schlussrechnung wurde übermittelt.
    Ein im 2-stelligen Bereich liegendes, geringes Guthaben wurde zur Zahlung angekündigt.
    Sofortbonus, Bonus wurde NICHT berücksichtigt.
    Allerdings „verrechnet“ sich der Anbieter trotz vorliegender, korrekt übermittelter
    Zählerstände um 200 kwh zu seinen Ungunsten, was einen Gegenwert von etwas über 50 € ausmacht.
    Vorsorglich ist in der Rechnung vermerkt, dass der Verbrauch anhand vorliegender Daten geschätzt wurde und Nachforderungen nicht ausgeschlossen werden.
    Wir werden berichten, sobald es Neuigkeiten zu berichten gibt.

    Antworten
  • 1. Dezember 2021 um 08:57
    Permalink

    Nach mehreren Korrekturschleifen wegen vergessenem bzw. zu niedrig ausgewiesenem Bonus hat Enstroga uns das Guthaben inkl. Erstjahresbonus überwiesen, obwohl der Vertrag durch die wohl unrechtmäßige Kündigung durch Enstroga vor Ablauf des 1. Jahres gekündigt wurde.

    Ich bin zumindest froh, dass wir die Forderung nicht im Insolvenzregister eintragen haben müssen.

    Kommunikation lief über E-Mail und war ziemlich einseitig. Am Tel. nur ewige Warteschleife.

    Antworten
    • 1. Dezember 2021 um 09:43
      Permalink

      So ’nen Bonus vergisst man schnell mal. Gerade dann, wenn man ein Computer ist, der alle Vertrags- und Kundendaten in Millisekunden aus der Datenbank holt. *Ironie aus*
      Enstroga gehört m.E. vom zuständigen Staatsanwalt persönlich geschlossen und aufgelöst.

      Antworten
  • 22. November 2021 um 09:45
    Permalink

    Ich hatte nach Widerspruch gegen die Erhöhung der Vorauszahlung auch die „Abmeldung“ zum 8.11. beim örtlichen Netzbetreiber erhalten.
    Nach 2 Einschreiben und umgehender Eröffnung einer Beschwerde bei der Schlichtungsstelle erhielt ich das „Vergleichsangebot“. Das belief sich auf knapp 9ct/kWh für die noch bis zum Ende der Mindestlaufzeit zu erwartenden Liefermenge.
    Das Angebot habe ich angenommen und die Schlußrechnung mit Berücksichtigung aller Boni incl. Überweisung folgte innerhalb von 2 Tagen!!!
    Die Beschwerde habe ich darauf hin zurück gezogen und ich konnte rückwirkend ab 9.11. einen Vertrag beim örtlichen Versorger für ca. 4ct/kWh mehr als bisher bei Immergrün (incl. 25% Bonus) abschließen. Laufzeit aber leider 24 Mon.
    Fazit: Die 365AG nimmt offenbar viel Geld in die Hand, um die Firma zu retten. Eine für sie zwingende Entscheidung zur Fortführung meines Vertrages hätte Monate gedauert. Und das hohe Risiko einer Insolvenz von Immergrün / 365AG in den nächsten Monaten steht im Raum. Dann nützt mir die eingeklagte Fortführung des Vertrages nichts mehr!

    Antworten
    • 22. November 2021 um 11:07
      Permalink

      @Karsten Oehmichen

      So ganz verstehe ich Ihre Antwort nicht.

      Sie schreiben, dass Sie das „Vergleichsangebot“ von Immergrün für die Restlaufzeit angenommen hätten. Nachfolgend erwähnen Sie aber, dass Sie rückwirkend zum Zeitpunkt der einseitigen Vertragskündigung durch immergrün einen neuen Vertrag beim örtlichen Versorger angenommen hätten. Was denn nun?

      Antworten
      • 22. November 2021 um 12:01
        Permalink

        @Max
        Das „Vergleichsangebot“ ist als ein Geld-Angebot zum außergerichtlichen Vergleich auch unter Ausschluss der Schlichtungsstelle! D.h. immergrün / 365AG hat mir einen nicht unerheblichen Geldbetrag angeboten und inzwischen auch gezahlt. Der deckt meine Mehrkosten beim nächsten Versorger bzw. in der Grundversorgung bis zum Ende der Mindestlaufzeit bei weitem ab.
        Im Gegenzug ziehe ich meine Beschwerde bei der Schlichtungsstelle zurück, akzeptiere die unberechtigte Kündigung zum 8.11. und verzichte auf weiter Forderungen aller Art.

        Antworten
        • 22. November 2021 um 14:23
          Permalink

          Danke für die Rückmeldung. Verstehe.

          Das kann ich sehr gut nachvollziehen dass Sie darauf eingegangen sind, hätte ich auch so gemacht.

          Antworten
  • 21. November 2021 um 21:41
    Permalink

    Was ich gerade überlege: Weiter unten berichten andere Nutzer, dass ihr Vertrag durch die Schlichtungsstelle Energie bei immergrün fortgesetzt (reaktiviert?) wurde. Allerdings kann ich über die Schlichtungsstelle erst 4 Wochen nach meiner Erst-Beschwerde beim Energieversorger aktiv werden.

    Das heißt für mich: Da der erste Widerspruch am 27.10. erfolgte (ein Tag nach Ankündigung der Arbeitspreiserhöhung durch immergün), kann ich frühestens zum 24.11. ein Schlichtungsverfahren eröffnen. Allerdings wurde uns, wie vielen anderen, durch immergrün einseitig der Vertrag zum 22.11. gekündigt (mit zwei Wochen Vorlaufzeit), d.h. ab dem 23.11. bin ich bereits in der Grundversorgung.

    Falls ich einen neuen Vertrag bei meinem regionalen Versorger abschließe: Ist es dann überhaupt möglich, wieder zu immergrün zu wechseln, falls dies über die Schlichtungsstelle verhandelt wird? Oder müsste ich dazu so lange in der Grundversorgung bleiben, bis sich der Vorgang über die Schlichtungsstelle klärt (oder eben nicht)? Die Anwortfristen lassen dann ja wahrscheinlich auch wieder x Wochen ins Land streichen.
    Der Wechsel von immergrün zu den Stadtwerken (die neben EWE die derzeit günstigsten für uns am Markt sind), bedeuten ca. 1000 Euro extra/Jahr.

    Antworten
    • 3. Dezember 2021 um 16:31
      Permalink

      Moin!

      Hatte ein ähnliches Problem und die Schlichtungsstelle bereits früher informiert. Die hat sich sehr schnell des Problems angenommen und reagiert. In der Zwischenzeit bin ich in die Grundversorgung gerutscht. Mittlerweile hat immergrün eingelenkt und hält am Vertrag fest. Die Kündigung wurde aufgehoben und immergrün hat alles weitere mit dem Grundversorger geklärt. Es geht am Ende nur um Hartnäckigkeit!
      Grüße

      Antworten
  • 16. November 2021 um 18:11
    Permalink

    Ich verstehe die ganze Diskussion hier nicht. Immergrün hat mir riesengroßen Gefallen getan, danke dafür erstmal. Durch die sonderkündigungsmöglichkeit konnte ich noch einen neuen preisgünstigen Vertrag mit hohen Bonus bekommen und drüber hinaus hab ich schon meine schlussrechnung inkl Bonus und das Geld von immergrün bekommen. Hätte ich wie viele hier mich quer gestellt müsste ich jetzt bzw. am 1.1 einen deutlich teureren Anschluss Vertrag abschließen…. Hauptsache man motz hier offensichtlich statt mal sein Hirn zu benutzen, überall werden die Preise deutlich erhöht und ich hab richtig gespart bei immergrüne!

    Antworten
    • 16. November 2021 um 19:08
      Permalink

      Na, du bist ja unser großes Superschlaule, hoffentlich geht dein hoher Bonus nicht in die Hosen. Wenn dein neuer Energieversorger sich in einem halben Jahr genauso verhält, wie sich immergrün jetzt verhalten hat, kannst du ja schon mal ne Flasche Schampus aufmachen,dann läuft ja deiner Meinung nach…

      Antworten
    • 17. November 2021 um 10:13
      Permalink

      Ich habe mein Hirn benutzt und versucht, ein neues günstiges Angebot zu finden.
      Hat nicht gut geklappt, ist teurer.
      Wenn ein Stromlieferant den Vertrag nicht einhält und einem dadurch Nachteile entstehen, dann „motzt“ man. Macht für mich sehr viel Sinn.

      Antworten
    • 18. November 2021 um 23:30
      Permalink

      Und ich kann Ihren Kommentar nicht nachvollziehen: Ihnen ist sicherlich nicht bewusst, wie viele Menschen gerade leiden. Ich bekomme es täglich mit: Viele Kunden wenden sich verzweifelt an mich und wissen nicht weiter.
      Es wurden z.B. Abschlagserhöhungen von 100% und mehr angekündigt. Einige können sich das nicht leisten. Sie wissen nicht, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen.
      Andere Betroffene wollen einfach nicht über den Tisch gezogen werden und fordern, dass die Anbieter sich an den Vertrag halten sollen.
      Ich hoffe Sie können nun besser die Diskussion auf dieser Seite nachvollziehen.

      Antworten
      • 19. November 2021 um 10:23
        Permalink

        Irgendwie verstehe ich Sie nicht. Das beste wäre doch gewesen das Sonderkündigungsrecht zu nehmen und sich noch im November einen neuen Anbieter zu suchen der noch Bonus bzw. Günstigen Tarif anbietet. Im Januar wird das unmöglich . Da hilft es nix auf den verstaut zu bestehen weil ab Januar wird es dann richtig teuer. Zumal immergrün den Bonus und den Ausgleich zugesagt hat. Ich finde ihre Beratungen führt dazu das die verzweifelten Kunden am Ende deutlich mehr bezahlen werden und Sie sind es auch noch durch ihre falsche Beratung schuld. Gut gemeint ist halt nicht gut gemacht …. Vielleicht vergessen sie mal ihre Verbitterung und versuchen den Menschen zu helfen das Sie günstigen Strom erhalten statt hier ihren persönlichen Verbitterung Feldzug vorantreiben den viele Menschen teuer zu bezahlen haben weil Sie ihnen vertrauen.

        Antworten
        • 19. November 2021 um 17:00
          Permalink

          1, Kunden, die selbst (sonder-)kündigen, bekommen keinen Bonus, schrieb dieser seltsame „Immergrün Kundenservice“ hier kürzlich.
          2. Entgangenem Bonus in Prozent des zukünftigen Verbrauchs hinterher zu laufen ist totaler Mist.
          3. Neuverträge im November sind teuer. Teurer als Altverträge. Wer weiß, wie die Preise im Febr., März, usw. werden.
          4. Was macht ein Stromlieferant, wenn ein Kunde nicht zahlt? Inkasso, Anwalt,… Und Verbraucher sollen schön die Schnauze halten, weil Vertragsbruch ein Unternehmerprivileg ist? Ich habe da andere Vorstellung vom Sinn und Zweck von Verträgen.

          Antworten
        • 20. November 2021 um 10:50
          Permalink

          An Anonymous: Was wollen Sie? Sie sind nicht mal in der Lage Ihren Namen hier zu veröffentlichen!

          Immergrün verstößt gegen aktuelles deutsches Recht u. gegen ihren eigenen AGB und setzen ihre Kunden zeitlich u. durch drastische Abschlagszahlungserhöhungen immens unter Druck.

          Auch aufgrund der Hilfe v. Hrn. Dr. Moeschler hat mir die zwischenzeitlich involvierte Schlichtungsstelle Energie e.V. am 19.11.2021 mitgeteilt, das immergrün den Liefervertrag bei mir erfüllen wird.

          Ihren Hinweis bzgl. Bonuszahlungen bei neuen Anbietern, zeigt ganz klar auf, das Sie das Problem nicht erkennen. Für Sie gerne immergrün! 2.0!

          Bei Ihnen tippe ich auf Energie-Discounter involviert, evtl. dbzgl. politisch aktiv, aber auf jeden Fall dbzgl. ein Opportunist.

          Grüße

          Jörg

          Antworten
    • 20. November 2021 um 11:21
      Permalink

      Wenn Sie selbst sagen, das Sie hier die ganze Diskussion nicht verstehen, warum schreiben/antworten Sie über eine Thematik, wovon Sie keine Ahnung haben? Ich persönlich kann es mir schon denken!

      Ich habe mich, nach Ihren Worten, quer gestellt u. immergrün wird nun den vertraglich vereinbarten Liefervertrag erfüllen. Diese Bestätigung habe ich gestern, den 19.11.2021, schriftlich. z.B. von der Schlichtungsstelle Energie e.V. erhalten.

      Jan Weber, ich glaube nicht, das Sie Jan Weber heißen!

      Antworten
  • 13. November 2021 um 17:35
    Permalink

    Was ich hier auch nicht ganz verstehe:
    Wieso kann ein Stromlieferant ungestraft falsche Rechnungen ausstellen. Dass ein Bonus „vergessen“ würde, glaubt doch niemand. Sowas ist ein Betrugsversuch. Und wenn es klappt, ist es gewerbsmäßiger Betrug. Jeder Verbraucher wird für sowas hart bestraft.

    Antworten
    • 15. November 2021 um 08:47
      Permalink

      ist ganz einfach: Wenn es Betrug wäre, bliebe es nicht ungestraft. Der Nachweis dafür wird allerdings wohl kaum gelingen. Außerdem muss es immer jemanden geben, der die Anzeige macht, und jemanden, der „gewillt“ ist, die Anzeige weiter zu verfolgen. Beides stellt eine Hürde dar.

      Antworten
    • 15. November 2021 um 09:21
      Permalink

      Ist doch völliger Quatsch , hier schreibt doch jeder das er seinen Bonus bekommen hat , was wollen Sie mit sowas erreichen ??? Bis jetzt haben die Firmen doch sogar schnell abgerechnet und bezahlt…
      Was ist mit der Stromio / Gas.de Preiserhöhung ist die ok ?

      Antworten
      • 15. November 2021 um 11:18
        Permalink

        Ist leider überhaupt kein „Quatsch“: Ich renne schon seit 6 Wochen bei immergrün meinem Sofortbonus hinterher und habe ihn bis heute noch nicht bekommen. Kannst es gerne auch als „Unterschlagung“ bezeichnen…

        Antworten
        • 22. November 2021 um 22:40
          Permalink

          Sofern der Vertragsabschluss seinerzeit über Verivox erfolgt ist, folgende Empfehlung:

          Bis ca Mitte Okt. 21 stand auf der Verivox Seite das sogenannte
          „Bonus Versprechen“

          …garantiert Dir, das Du nach einem erfolgreichen Neuabschluss alle Wechselprämien und Boni erhältst…

          Ich habe Verivox aus dem Bonus Versprechen in Anspruch genommen.

          Nach ca. 2,5 Wochen hat mein Anbieter gezahlt.

          Antworten
      • 15. November 2021 um 14:09
        Permalink

        Dieser „Quatsch“ ist meine naive Sicht. Ich frage mich das ernsthaft. Ich verstehe jetzt, dass Sie meine Sicht nicht teilen. In Ordnung.
        Erreichen will ich hier nicht wirklich viel. Nennen wir es einfach Selbstkundgabe.
        Von irgendwelchen Stromio oder Gas Preiserhöhungen weiß ich wenig. Ist aber auch off-Topic, weil ich das absichtliche Zurückhalten von Boni zum Thema machte.

        Antworten
    • 15. November 2021 um 18:47
      Permalink

      Bonus-Verweigerungen (insb. aufgrund von PV, Mehrtarifzählern, nicht ausschließlich private Nutzung etc.) ist leider tatsächlich eine häufige Beschwerde. Dies bestätigt die Schlichtungsstelle Energie in Ihren Jahresberichten. Auch ich kann berichten, dass betroffene sich an mich wenden. Zum Glück sind diese Beschwerden meiner Wahrnehmung nach in der letzten Zeit rückläufig.

      Die Frage zur gas.de-Preiserhöhung gilt vermutlich mir. Ich habe diese gerade online gestellt. Da die Preiserhöhung noch nicht wirksam ist, ist diese leicht abwehrbar. Selbst wenn diese schon wirksam wäre, so wäre diese mit meinem Musterschreiben vermutlich leicht abwehrbar (Erfahrungswerte auf Basis vorheriger Preiserhöhungsschreiben).

      Antworten
      • 16. November 2021 um 05:36
        Permalink

        Da bin ich gespannt. Sicher hätte ich diese mit einem Schreiben versuchen können „abzuwehren“. Der Anbieter wird das aber nicht getan haben weil ihm gerade danach war – sondern weil ihm das Wasser bis zum Halse steht. Er will Kunden mit solchen für ihn unwirtschaftlichen Verträgen loswerden. Wenn die das dann „abwehren“ – könnte das selbe passieren wie bei den jetzt hier hauptsächlich angesprochenen Anbietern: sie „sonderkündigen“ ihren Kunden oder fassen die Abwehr der Erhöhung als Sonderkündigung auf… Und wer aktuell einen Gaspreis von unter 10Ct/kwh erwartet – der hat die Zeit nicht verstanden. Entweder das Unternehmen hat genügend Rücklagen – oder es geht mit solchen Preisen Pleite…

        Antworten
      • 17. November 2021 um 10:17
        Permalink

        Kann sein, dass es anders heißt. Wie nennt man es, wenn jemand mehr in Rechnung stellt und/oder abbucht als vertraglich vereinbart ist?

        Antworten
          • 19. November 2021 um 07:26
            Permalink

            Hab’s gerade im StGB nachgelesen. Nach meinem Rechtsverständnis ist das eindeutig gewerbsmäßiger Betrug nach §263 Abs. 3 StGB.
            Sobald ich Zeit habe, mache ich ’ne Online-Anzeige.
            Ich war solidarisch, habe Wehrdienst geleistet und habe mich impfen lassen. Jetzt kann der Staat sich mal revanchieren.

  • 12. November 2021 um 10:53
    Permalink

    Eben gerade ist mein Guthaben bei Immergrün (entstanden durch zu hohe Abschläge) korrekt und schnell gutgeschrieben worden. Am 05.11. war Rechnungsstellung, heute 775 Euro zurückerhalten. Auch hier: nochmal Glück gehabt.

    Antworten
  • 12. November 2021 um 10:37
    Permalink

    Hallo,

    nach nun mehrmaligen Anmahnen das ich meinen Sofortbonus(30€) und mein Guthaben(340€ inkl. 15%Bonus) von immergrün! haben möchte kam gestern nun tatsächlich der Sofortbonus und heute das Guthaben. Bin somit erst mal froh aus der Geschichte mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Werde mir in Zukunft genau anschauen zu wem ich da wechsle. Ging fünf Jahre lang gut bis nun immergrün! kam.
    Aktuell bin ich beim Grundversorger da es sich überhaupt nicht lohnen würde zu wechseln. Alle ziehen ja die Preise massiv an.
    Danke Herr Möschler für die Unterstützung und ich hoffe andere kommen hier auch gut raus.

    Antworten
    • 12. November 2021 um 16:53
      Permalink

      Ich rechne damit, dass in den nächsten 7 Tagen viele Grundversorger die Preise deutlich anheben werden. (Grund: Viele Grundversorger erhöhen standardmäßig zum Jahresende die Preise, 6 Wochen vorab müssen sie dies ankündigen).
      Zudem gehe ich davon aus, dass Kunden, die in die Ersatzversorgung fallen (z.B. bei Insolvenz) deutlich höhere Preise zahlen werden, als jene Kunden, die schon länger in der Grundversorgung sind.
      Fazit: Die meisten Preissteigerungen kommen erst noch.

      Antworten
  • 11. November 2021 um 20:19
    Permalink

    Wieso macht die Bundesnetzagentur ihr Verfahren nur mit Immergrün, wenn die anderen praktisch das gleiche veranstalten?
    Achso, klar, ist ne Behörde, die sich Agentur nennt, damit es schicker klingt. Da geht natürlich alles schon der Reihe nach.

    Antworten
  • 11. November 2021 um 12:48
    Permalink

    Jetzt rumort es auch bei gas.de. Mein Vertrag ist mit eingeschränkter Preisbindung. Am 19.10. erhilt ich ein Schreiben in dem mein Grundpreis/Verbrauchspreis ab 01.11.2021 von 16,90€ / 5,83ct/kwh auf 20,50€ / 6,94ct/kwh angehoben wurde. Damit konnte ich noch gut umgehen und hätte das akzeptiert. Heute jedoch bekam ich eine weiter Preiserhöhung ab 01.01.2022 auf 26,65€ / 15,90ct/kwh – womit ich nicht mehr umgehen möchte. Sonderkündigungsrecht wurde korrekt erwähnt. Ich werde also wechseln, da Preise aktueller vertrauenswürdiger Quellen deutlich unter dieser Bepreisung liegen. Zu hohe Abschläge und anderer Ärger sind allerdings bei gas.de (Sitz Magdeburg) bei mir nie zu beanstanden gewesen. Rechtsgrundlage der Erhöhung sei §6 der AGBs. Hab ich mir angeschaut – kann so sogar durchgehen. Die „eingeschränkte Preisgarantie“ war also nicht das was ich mir darunter vorgestellt habe 🙂

    Antworten
    • 11. November 2021 um 14:04
      Permalink

      Kann man sich innerhalb von wenigen Minuten anschauen.
      §6 sagt, dass Kosten angepasst werden können.
      §7 wiederum regelt, dass Kosten gem. §4 Buchstaben a – c nicht abgeändert werden dürfen, solange die Preisgarantie greift.
      §4 Buchstabe a steht für die Beschaffungskosten.

      Also eher ein NEIN bezüglich „kann so sogar durchgehen“.

      Antworten
    • 11. November 2021 um 15:05
      Permalink

      Lieber Hr. Richter, könnten Sie mir die Preiserhöhung und die AGBs bitte zuschicken? Sehr gerne würde ich mir das mal genauer anschauen.

      Antworten
      • 11. November 2021 um 21:51
        Permalink

        Warum wird das Schreiben hier nicht veröffentlicht??

        Antworten
        • 12. November 2021 um 08:48
          Permalink

          Ich komme kaum mit der Arbeit hinterher. Das Schreiben habe ich bereits erhalten. Ich prüfe es und werde es dann selbstverständlich hochladen. Das Schreiben werden Sie dann hier finden.

          Antworten
        • 12. November 2021 um 09:11
          Permalink

          Weil es sich um ein pdf handelt, beim konvertieren in einfachen Text die ganze Formatierung verloren geht und es sehr mühselig ist das irgendwie wieder hinzubiegen und Anhänge (pdf, png etc.) nicht möglich sind.

          Antworten
  • 11. November 2021 um 09:15
    Permalink

    kurzes Update zu unserem Enstroga-Rausschmiss:
    – Schlussrechnung wurde zügig erstellt. Der Neukundenbonus wurde dabei allerdings vergessen.
    – korrigierte Schlussrechnung wurde nach schriftlicher Reklamation erstellt. Der Neukundenbonus wurde auf einen Fixbetrag gekappt (der sich ergeben hätte, falls der beim Abschluss geschätzte Verbrauch auch tatsächlich eingetreten wäre; es wurde aber mehr verbraucht), nicht aber als prozentualer Bonus auf die Gesamtkosten, wie es vertraglich vereinbart war.
    – Guthabenauszahlung ist bisher für beide Rechnungen nicht erfolgt.

    Antworten
    • 11. November 2021 um 20:12
      Permalink

      Dann ist wohl noch eine dritte Rechnung fällig. Und nach dem geplanten Vertragsende natürlich auch Zählerstand ablesen und Mehrkosten- bzw. Schadenersatz verlangen.

      Antworten
  • 11. November 2021 um 04:24
    Permalink

    Hallo, ich wurde wegen des Widerspruchs gegen eine völlig überzogene (+110%!) sowie völlig unbegründete (nur allgemeines Blabla über Energiekrise) Preiserhöhung nun gekündigt.

    Sowas kann doch nicht zulässig sien, oder?
    Eigentlich müssen die mich doch weiter beliefern, oder?

    Was kann man da tun, damit die weiterliefern müssen?

    Antworten
    • 11. November 2021 um 08:34
      Permalink

      >Hallo, ich wurde wegen des Widerspruchs gegen eine völlig überzogene (+110%!) >sowie völlig unbegründete (nur allgemeines Blabla über Energiekrise) Preiserhöhung >nun gekündigt.

      Da bist du einer von Vielen…

      >Sowas kann doch nicht zulässig sien, oder?

      Nein, ist es nicht!

      >Eigentlich müssen die mich doch weiter beliefern, oder?

      Ja

      >Was kann man da tun, damit die weiterliefern müssen?

      Anwalt mit Klage auf Weiterbelieferung beauftragen…

      Antworten
    • 12. November 2021 um 15:21
      Permalink

      > Hallo, ich wurde wegen des Widerspruchs gegen
      > eine völlig überzogene (+110%!) sowie völlig
      > unbegründete (nur allgemeines Blabla über Energiekrise)
      > Preiserhöhung nun gekündigt.

      So isses. Du bist einer von vielen.

      > Sowas kann doch nicht zulässig sein, oder?

      Das ist in der Tat nicht zulässig.

      > Eigentlich müssen die mich doch weiter beliefern, oder?

      Prinzipiell ja. Was aber machst Du, wenn sie es nicht tun?
      Ein dummes Gesicht 🙂

      > Was kann man da tun, damit die weiterliefern müssen?

      Nichts Effektives. Prinzipiell steht Dir der Rechtsweg offen, davon hast Du aber nichts. Es ist vermutlich sinnvoll, daß Du Dich von diesem Anbieter trennst.

      Ich wechsele schon lang Jahr für Jahr den Gas- und den Stromanbieter und habe dabei schon etliches erlebt. Speziell beim Gas (bei dem ich im Winter viel verbrauche und im Sommer wenig, aber Monat für Monat das gleiche bezahle) lege ich Wert auf einen Vertragsbeginn im Herbst (optimal wäre der 01.11.), weil ich dann nämlich in den ersten Monaten weniger zahle, als ich verbrauche. Somit baut sich übers Winterhalbjahr ein implizites Soll auf (der Anbieter hat von mir Geld zu bekommen, nicht ich von ihm). Beginnt der Vertrag z.B. am 01.05., dann zahlt man im Sommer Monat für Monat den Durchschnittspreis, verbraucht aber weniger als das, hat somit bis zum Herbst ein implizites Guthaben aufgebaut. Wenn der Anbieter den Winter durch liefert, gleicht sich das bis zum Ende des Abrechnungsjahres aus (vorausgesetzt, die Abschläge sind korrekt berechnet). Wenn der Anbieter aber pleite geht, ist dieses implizite Guthaben verloren. Von einer insolventen Firma gibt es praktisch nichts zurück (Die Insolvenzquote bei BEV betrug 3%, das heißt: Von einem Guthaben von 700 Euro gab es 21 Euro zurück).

      Wenn es aktuell Schwierigkeiten mit einem Gasanbieter gibt, gilt das Motto: Rette sich, wer kann. Aktuell sind die Preise auch seriöser Alternativanbieter so, daß man sich sinnvollerweise zum Grundversorger zurückbegibt.

      Das weitere Vorgehen hängt davon ab, wie man finanziell zum Anbieter steht und ob man im Zweifelsfall bereit ist zu streiten oder lieber seine Ruhe haben möchte. Wenn man alles hinnimmt, was der Anbieter von einem will, und auch zahlt, was er von einem will, dann hat man keinen Ärger. Aber man zahlt halt ggf. mehr, als wenn man sich streitet.

      Ich habe hier ein Excelblatt, auf dem ich jede Woche meinen Zählerstand eintrage und Excel ausrechnen lasse, wie hoch die Endrechnung wäre, wenn der Vertrag heute zu Ende wäre. Ich weiß also jederzeit, ob ich zu zahlen hätte oder ich prinzipiell Geld vom Anbieter zu bekommen hätte. Ich weiß auch, wie groß die Beträge sind und kann somit ermessen, ob sich ein Streit lohnt.

      Wenn man bereit ist zu streiten und noch Geld vom Anbieter zu bekommen hat, kann man durchaus erwägen, die beiden letzten Abschläge zurückzuholen. Was man hat, hat man. Grundsätzlich setzt man sich damit ins Unrecht, allerdings ist es unwahrscheinlich, daß der Insolvenzverwalter einen aus formalen Gründen wegen weniger Euro verklagt.

      Mit dieser Strategie (Gas-Vertrag im Herbst beginnen, hartnäckig bleiben) bin ich ganz gut durch die Insolvenz der BEV gekommen: Sie hat die Lieferung Ende Januar eingestellt. Ich habe mir schnell einen alternativen Versorger gesucht und ihn auch gefunden und dann erstmal abgewartet.
      Irgendwann hat mir der Insolvenzverwalter eine Rechnung geschickt. Auf dieser fehlte der Neukundenbonus, der selbstverständlich integraler Teil meiner Kalkulation war. Ich habe diesen dann zeitanteilig vom Rechnungsbetrag abgezogen und den Rest überwiesen, denn ich zahle meine Rechnungen. Andere Betroffene haben des Neukundenbonus wegen geklagt und schließlich Recht bekommen: Wenn der Anbieter den Vertrag kündigt (Insolvenz ist ja auch eine Art Kündigung), verliert der Kunde den Anspruch auf den Neukundenbonus nicht. Ich hätte also (hätte ich das bereits gewußt oder es darauf ankommen lassen), nicht nur einen Teil des Neukundenbonuses abziehen können, sondern sogar den ganzen, woraufhin ich sogar noch Geld zu bekommen gehabt hätte (das natürlich nie gekommen wäre). Egal, ich fand meine Zahlung angemessen und habe selbst nie mehr etwa von BEV oder ihrem Insolvenzverwalter gehört.

      Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Insolvenzverwalter einen ehemaligen Kunden seiner Insolvenzfirma wegen 70 oder 100 Euro verklagt, wenn doch, hätte ich den Fehdehandschuh angenommen.

      PS: Aktuell ist die Preissituation so, daß man sich um alternative Anbieter nicht zu bemühen braucht. Aktuell geht man zum Grundversorger, bis sich die Preise wieder beruhigt haben und steigt erst dann wieder ein.

      Antworten
  • 10. November 2021 um 16:41
    Permalink

    Hallo an alle, die in letzter Zeit zu EWE (Strom) gewechselt haben.
    Nachdem bei mir von Immergrün die Lieferung eingestellt wurde, wechselte ich am 01.11.2021 zu EWE (damals hier empfohlen).
    Eine Bestätigung über den Auftragseingang habe ich am 02.11.2021 erhalten.
    Seitdem ist Funkstille, Mails werden nicht beantwortet.
    Aufgrund der Abmeldung von Immergrün bin ich seit gestern, 09.11. beim Grundversorger Süwag.
    Das wollte ich vermeiden.
    Hat bei Euch der Wechsel zu EWE geklappt oder hängt Ihr auch in der Luft?

    Antworten
    • 10. November 2021 um 20:10
      Permalink

      Hallo,
      habe am 8.11. (also vorgestern) zu EWE gewechselt, weil Wunderwerk zum 19.11. die Belieferung einstellt.
      Auftragseingangsbestätigung kam am gleichen Abend noch.
      Seither aber auch nix mehr.
      Aber wie gesagt, ist erst 2 Tage her.
      Haben wahrscheinlich auch gerade viel zu tun.
      Mal sehen, ob daß bis nächsten Freitag funktioniert, sonst bin ich auch ein Fall für die Grundversorgung.

      Gruß
      Thorsten

      Antworten
      • 18. November 2021 um 09:10
        Permalink

        Kurze Rückmeldung,
        hat doch noch alles geklappt.
        Heute (18.11.) hat uns EWE die Vertragsbestätigung geschickt.
        Alles gut, müssen doch nicht in die Grundversorgung.
        Wahrscheinlich haben die gerade echt viel zu tun.

        Gruß
        Thorsten

        Antworten
        • 21. November 2021 um 13:18
          Permalink

          Hallo Thorsten, das ist ja klasse, bei mir auch…
          grad eben mal wieder bei „mein EWE“ reingeschaut und siehe da, seit 19.11. ist der Vertrag da. Sogar rückwirkend ab 09.11., also auch keine Grundversorgung. Es hat zwar 2,5 Wochen gedauert, in der ich nicht wusste, ob das jetzt klappt, aber die haben wohl wirklich viel zu tun.

          Schönen Sonntag noch!

          Antworten
    • 11. November 2021 um 11:42
      Permalink

      Hat bei mir problemlos geklappt. Am 29.10. zum Termin 08.11. gewechselt und am 03.11. die Auftragsbestätigung erhalten. Allerdings habe ich den Vertrag direkt bei EWE und nicht über ein Portal abgeschlossen. Haben wahrscheinlich momentan seeehr viele zusätzliche Vertragsabschlüsse.

      Antworten
  • 10. November 2021 um 10:12
    Permalink

    Hallo zusammen,

    folgender immergrün-Gas-Ablauf bei uns:

    Lieferbeginn 11.10.2021 mit 1 Jahr Preisgarantie
    Abschlag 153€ zum 15. des Monats

    26.10. immergrün: Ankündigung Arbeitspreiserhöhung von 6 auf 18 Cent zum 26.11.
    27.10. Wir: Widerspruch per Email mit Verweis auf AGB und Preisfixierung, sowie Entzug des SEPA Mandats
    05.11. Wir: Kopie des Widerspruchs per Einschreiben
    08.11. immergrün: Ankündigung Erhöhung des Abschlags von 156 auf 303 Euro/Monat
    10.11. immergrün: Mitteilung Lieferende zum 22.11., da „keine Zustimmende Reaktion“ auf angekündigte Erhöhungen erhalten
    10.11. Wir: Widerspruch zum erhöhten Abschlag per Email, sowie Aufforderung Auszahlung eines möglichen Guthabens per Überweisung anstatt Verrechnungsscheck

    Momentan überlege ich noch, wie wir bzgl. dem Lieferende vorgehen: Widersprechen und hoffen, dass es noch einige Zeit ohne Belieferungsstopp weitergeht? Oder schnellstmöglichen Wechsel zum regionalen Energieanbieter? Dieser überarbeitet allerdings aktuell seine Tarife und kann frühestens nächste Woche die neuen Preise verkünden, dh Vertragsabschluss frühestens Ende nächster Woche. Das wäre nur wenige Tage vor dem angekündigten „Lieferende“ durch immergrün.

    Antworten
    • 12. November 2021 um 15:46
      Permalink

      > folgender immergrün-Gas-Ablauf bei uns:

      > Lieferbeginn 11.10.2021 mit 1 Jahr Preisgarantie
      > Abschlag 153€ zum 15. des Monats

      Dazu vermutlich Sofortbonus und am Ende des Jahres Neukundenbonus.

      > 26.10. immergrün: Ankündigung Arbeitspreiserhöhung
      > von 6 auf 18 Cent zum 26.11.

      Verdreifachung des Preises. Das geht so nicht, wenn eine Preisgarantie versprochen ist.

      > 27.10. Wir: Widerspruch per Email mit Verweis auf
      > AGB und Preisfixierung, sowie Entzug des SEPA Mandats

      Gut so.

      > 05.11. Wir: Kopie des Widerspruchs per Einschreiben

      Kann man machen, muß man nicht unbedingt.

      > 08.11. immergrün: Ankündigung Erhöhung des Abschlags von
      > 156 auf 303 Euro/Monat

      > 10.11. immergrün: Mitteilung Lieferende zum 22.11.,
      > da „keine Zustimmende Reaktion“ auf angekündigte
      > Erhöhungen erhalten

      Also Kündigung des Vertrags. Auch gut so 🙂

      > 10.11. Wir: Widerspruch zum erhöhten Abschlag per Email,
      > sowie Aufforderung Auszahlung eines möglichen
      > Guthabens per Überweisung anstatt Verrechnungsscheck

      Gut so.
      Meiner Einschätzung nach wird Immergrün darauf nicht angemessen reagieren.
      > Momentan überlege ich noch, wie wir bzgl. dem Lieferende vorgehen:
      > Widersprechen und hoffen, dass es noch einige Zeit ohne
      > Belieferungsstopp weitergeht? Oder schnellstmöglichen
      > Wechsel zum regionalen Energieanbieter?

      Rein der Form halber würde ich der einseitigen Kündigung des Vertrages durch Immergrün widersprechen und ansonsten die Füße stillhalten. Wenn Immergrün die Lieferung einstellt, fallt ihr auf den Grundversorger zurück, das ist aktuell eine gute Möglichkeit.

      Du kannst dagegen nichts machen. Immergrün meldet beim Netzbetreiber (das sind vermutlich Deine lokalen Stadtwerke), daß sie nicht mehr liefern. Damit ist Immergrün dann draußen, wenngleich formal zu Unrecht. Es lohnt sich nicht, dagegen anzugehen.

      Bitte checke die AGB, ob dort nicht irgendwo ein Haken versteckt ist, der Immergrün dieses Vorgehen erlaubt.

      Und dann ist halt die Frage, ob Du bereit bist zu streiten oder nicht.

      Du schreibst keine Details über Deinen Vertrag, somit spekuliere ich im folgenden ein bißchen und mag damit danebenliegen. Meine Gas-Verträge der letzten Jahre kamen alle mit „Sofortbonus“ und „Neukundenbonus“. Wenn das bei Dir auch so ist, hast Du Anspruch auf beide Leistungen. Wenn der Energieversorger bereits nach 6 Wochen die Lieferung einstellt, dürfte der Preis des in dieser Zeit bezogenen Gases geringer sein als die Summe der Boni. Somit hättest Du prinzipiell von Immergrün Geld zu bekommen und nicht umgekehrt.

      Soweit würde ich das nicht treiben. Ich hätte auch keine Lust dazu, mich um die Preisdifferenz zwischen Immergrün und dem Grundversorger zu streiten, denn Du wirst im ersten Belieferungsjahr vom 11.10.2021 bis zum 10.10.2022 beim Grundversorger mehr Geld bezahlen, als Immergrün Dir vertraglich zugesichert hat (Bei mir wären das 300 bis 400 Euro, darum führe ich von mir aus keinen Prozeß). Sollte allerdings eine Verbraucherzentrale einen Musterprozeß führen wie damals bei BEV, würde ich mich dranhängen.

      Wenn alles so ist, wie hier beschrieben (Bonus etc.), würde ich (ich!) mir die beiden Abschläge vom Oktober und November zurückholen, wenn Immergrün mich dann beim Grundversorger angemeldet haben sollte.

      Was Du machst, ist natürlich Deine Sache.

      Antworten
  • 10. November 2021 um 08:59
    Permalink

    Immergrün hat mir eine Auszahlungsbestätigung per Mail geschickt:

    Vertragsnummer: xxxxxx

    Sehr geehrter xxx,

    vielen Dank für Ihre Nachricht.

    Hiermit bestätigen wir Ihnen die Rückzahlung Ihres Guthabens. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieser Vorgang einige Tage in Anspruch nehmen kann.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr immergrün! Team

    Antworten
  • 9. November 2021 um 16:52
    Permalink

    Immergrün:
    Stromschlussrechnung korrekt mit Neukundenbonus

    Gasschlussrechnung leider ohne Neukundenbonus, Sofortbonus nur teilweise
    Auf die Bitte um Korrektur natürlich keine Antwort

    Antworten
      • 9. November 2021 um 20:25
        Permalink

        Vielen Dank.

        Aber das hilft alles nichts, wenn immergrün auf keine einzige E-Mail reagiert…

        Antworten
        • 9. November 2021 um 21:55
          Permalink

          Es tut mir leid, dass immergrün bei Ihnen keine Reaktion zeigt.
          Sie sollten daher 4 Wochen nach erstmaliger Beschwerde die Schlichtungsstelle Energie einschalten. Je länger die Unternehmen brauchen, auf Ihre Beschwerde einzugehen, desto teurer wird es für die. Sie sehen, früher oder später werden die reagieren.
          Viel Erfolg dabei!

          Antworten
  • 8. November 2021 um 19:18
    Permalink

    Hallo Herr Moeschler,

    leider hat immergrün bis heute nicht auf den Widerspruch zur Kündigung reagiert, der Grundversorger bat mich in der Zwischenzeit um die Mitteilung der Zählerstände (bin leider sowohl Gas- als auch Stromkunde bei immergrün). Was tun? Gilt es als Einverständnis zur Kündigung, wenn ich meine Zählerstände melde? Soll ich einen neuen Anbieter suchen? Die Abschlagshöhen sind jenseits von Gut und Böse, es sind wohl auch nur wenige Anbieter auf den Vertragsportalen zu finden (PLZ 74074). Vielen Dank im Voraus

    Antworten
    • 8. November 2021 um 21:17
      Permalink

      Nur weil man den Zählerstand meldet, heißt es nicht, dass Sie einer Kündigung zustimmen.
      Ich gehe nicht davon aus, dass Sie die Vertragskündigung rückgängig machen können. Mir ist auch kein Fall bekannt, bei dem ein Kunde dies geschafft hat. Aber Sie sollten Schadensersatz einfordern. Nutzen Sie dazu gerne meine Musterschreiben & mein Berechnungstool =>LINK
      Deshalb würde ich wechseln. Ich habe über ein Vertriebsportal für Energiemarkler diese Konditionen gefunden für Ihre PLZ 74074: 6,41 ct/kWh, 94,77 €/Jahr, 24-monatige Preisgarantie. Bei Interesse schreiben Sie mich gerne einfach an: moeschler@verbraucherhilfe-Stromanbieter.de

      Antworten
  • 8. November 2021 um 18:08
    Permalink

    Hallo,

    Wunderwerk hat soeben meine Sonderkündigung bestätigt, nämlich zum 19.11..
    Im Portal steht auch Lieferende 19.11, 0:00 Uhr.
    Und ich solle bitte zum 19.11. den Zählerstand mitteilen.
    Bedeutet daß, die Belieferung endet am 19.11. morgens und ich brauche auch ab diesem Tag einen neuen Lieferanten?
    Oder zählt der 19.11. noch mit und der neue Vertrag müsste ab dem 20.11. laufen?
    Bin mir da etwas unsicher, man kündigt ja auch immer zum 30. Oder 31. des Monats und nicht zum 1..

    Liebe Grüße
    Thorsten

    Antworten
  • 7. November 2021 um 13:45
    Permalink

    Haben Sie auch das Schreiben mit den 25€-Zusatzkosten erhalten, weil Sie angeblich nicht per E-Mail erreichbar sind? Bitte kommentieren!

    Ich würde per E-Mail widersprechen. Dies könnte etwa so aussehen:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Sie haben mir Zusatzkosten i.H.v. 25€ angekündigt, weil Sie die Kommunikation mit mir von E-Mail auf Brief umstellen wollen. Sie begründen dies, weil ich angeblich nicht mehr per E-Mail erreichbar sein soll.
    Diese E-Mail belegt, dass der Fehler bei Ihnen liegt: Selbstverständlich bin ich noch per E-Mail erreichbar. Ich habe Ihre E-Mail erhalten und ich habe Ihnen per E-Mail geantwortet. Eine Bearbeitungspauschale i.H.v. 25 € für etwas, dass Sie zu verantworten haben, ist nicht gerechtfertigt. Meinen Widerspruch habe ich äußern müssen, da Sie eine unzulässige Anpassung des Vertrages vornehmen wollten. Diesen Widerspruch müssen Sie bearbeiten. Selbst wenn keine Kommunikation per E-Mail möglich wäre, so dürften Sie doch höchstens die Porto-Kosten ansetzen. Gerichte haben in ähnlichen Sachverhalten (insb. bei Mahnungen) die Kosten auf 2,5€ begrenzt.
    Vor diesem Hintergrund fordere ich Sie auf, die Kommunikation per E-Mail fortzuführen und derartige Zusatzkosten zu unterlassen.
    Viele Grüße

    Antworten
    • 7. November 2021 um 17:58
      Permalink

      Am 06.11.2021 wurde mir von der Fa. Enstroga dieses wenig seriös dargestellte Schreiben zugestellt:

      Angeblich per Email nicht erreichbar und daher zukünftige 25€ Pauschale für eine Kommunikation per Post.
      Preiserhöhung um >125%
      Zeit zur Stellungnahme beträgt <3 Tage bis zum angeblichen Inkrafttreten der Erhöhung trotz Preisgarantie
      Angeblich, ohne jegliche Nachweise, deutlich mehr verbraucht als vorher angenommen

      Insgesamt ist das Unternehmen organisatorisch völlig überfordert.
      Darstellungen entbehren jeglichem Recht
      Fristen utopisch kurz bis hin zu unmöglich, da die Zustellung schon in der Vergangenheit des Inkrafttretens liegt

      Hiermit ein eindeutiges Negativerlebnis mit unbekanntem Ausgang, wobei ich Rechtsmittel definitiv nicht ausschliesse.

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      • 12. November 2021 um 15:52
        Permalink

        > Am 06.11.2021 wurde mir von der Fa. Enstroga dieses
        > wenig seriös dargestellte Schreiben zugestellt:

        > Angeblich per Email nicht erreichbar und daher
        > zukünftige 25€ Pauschale für eine Kommunikation per Post.

        > Preiserhöhung um >125%

        > Zeit zur Stellungnahme beträgt Inkrafttreten der Erhöhung trotz Preisgarantie

        > Insgesamt ist das Unternehmen organisatorisch völlig überfordert.

        Vielleicht steht es auch kurz vor der Pleite?

        > Darstellungen entbehren jeglichem Recht

        Klar. Es gilt allerdings Zivilrecht. Sprich: Du müßtest klagen, wenn Du dagegen angehen willst. Fragt sich halt, ob das sinnvoll ist.

        > Hiermit ein eindeutiges Negativerlebnis mit unbekanntem Ausgang,
        > wobei ich Rechtsmittel definitiv nicht ausschliesse.

        Wenn Du selbst Rechtsanwalt bist oder einen guten (!) Rechtsanwalt an der Hand hast, mach das.

        Ansonsten ist das ein dummer Spruch, den man sich sinnvollerweise verkneift, weil man sich damit nur lächerlich macht.

        Antworten
  • 7. November 2021 um 13:04
    Permalink

    Jemand schon bei enstroga gekündigt? Halten die ihr Kündigungstermin ein und klappt der Wechsel zum neuen Versorger? Kann mir vorstellen, dass die überlastet sind durch die ganze Kündigungen bzw es hier vielleicht auch noch absichtlich Steine in den Weg gelegt werden?

    Ich hab Kündigungstermin zum 11.11, Wechsel zu EWE aber bisher noch keine Bestätigung oder Rückmeldung erhalten?! Dann habe ich zu EWE recherchiert und die scheinen wohl auch nicht so toll zu sein… Mittelweile ist hier auf dieser Seite auch die EWE Empfehlung entfernt worden…sehr dubios das ganze. Ist jemand erfolgreich zu EWE gewechselt bzw verlief die Kündigung bei enstroga ohne Probleme?
    Danke

    Antworten
    • 9. November 2021 um 16:10
      Permalink

      Hallo,
      ich habe nach einem überteuerten, telefonischen Angebot (bisher 65 EUR Abschlag/Mon. für 2500 kwh, neu 116 EUR !!!) von enstroga für 2022 einen Vertrag mit EWE abgeschlossen. Die Vertragsbestätigung einschl. online Zugang usw. kam schon nach ein paar tagen per Mail und Post.
      EWE hat für mich die Kündigung übernommen und die Kündigungsbestätigung von enstroga zum Vertragsende (nach 12 Monaten) kam auch bald.
      Nun bekam ich allerdings am vergangenen Freitag eine Mail von enstroga, dass sie die Belieferung in meinem Gebiet zeitnah einstellen und zwar ab 16.11.2021, also genau zwei Monate früher. Hab per Mail Widerspruch eingelegt und darauf bestanden, dass sie die vertragsgemäße Belieferung bis zum Vertragsende einhalten müssen. Habe noch keine Antwort, wird sicher auch keine kommen…

      Antworten
      • 9. November 2021 um 17:31
        Permalink

        Da dürfte das aktuelle Urteil Sie sicherlich interessieren: REW wurde verklagt, im Falle einer Kündigung, die Belieferung wieder aufzunehmen.

        Antworten
  • 7. November 2021 um 12:47
    Permalink

    Hallo,
    ich habe meinen bestehenden Stromliefervertrag mit Immergrün im Sommer auf ökostrom umgestellt und gleich verlängert. Der Vertrag beinhaltet eine eingeschränkte Preisgarantie.
    Zunächst erhielt ich vor einigen Tagen ein Mail mit der Ankündigung der Erhöhung der Abschlagszahlungen um 30%. Kurz darauf ein weiteres Mail mit der Mitteilung, dass sich der Energiepreis von ca. 30 auf nunmehr 50 Cent erhöhen werde, ich aber von meinem Kündigungsrecht Gebrauch machen könne.
    Vor drei Tagen ging mir dann ein Mail zu, in der immergrün erklärt, dass es meine Sonderkündigung erhalten habe und akzeptieren werden. Und dies, obwohl ich mit der Begründung Preisgarantie den beiden ersten Mails schon widersprochen hatte.
    Ich habe nunmehr erklärt, dass ich gar kein Sonderkündigungsrecht habe und auf die Belieferung zu den im Vertrag genannten Konditionen bestehe. Andernfalls behielte ich mir Rechtsmittel, Schadenersatzklagen und das komplette Onlinebeschwerdeprogramm vor.
    Keine Reaktion vom Anbieter.
    Vor meinem letzten Mail habe ich in der Warteschleife solange ausgeharrt bis jemand ran ging. Hier wurde mir dann ein Vertrag für 39 Cent angeboten. Aber nur weil ich brav zugehört habe. Ansonsten hätte das Gegenüber aufgelegt.
    Unfassbar.
    Viele Grüße
    Stefan Dietl

    Antworten
  • 7. November 2021 um 10:24
    Permalink

    Hallo, alle zusammen,
    auch ich gehöre zu denen, die von immergrün am 22. Oktober 2021 die E-Mail mit der Abschlagserhöhung (fast das Doppelte) bekommen hat. Ich habe sofort per E-Mail und Einschreiben mit Rückschein gekündigt und die Einzugsermächtigung entzogen und am 1. November wurde tatsächlich kein Betrag abgebucht.

    Die Kündigungsbestätigung erhielt ich zum 5. November. Meine E-Mails hierzu blieben unbeantwortet.

    Ich bin verunsichert. Den Zähler habe ich am 31. Oktober abgelesen und den Stand gemailt, die Erhöhung sollte am 1. November erfolgen. Die Lieferung mit Strom erfolgte bis 5., also muss ich bis 5. zahlen, obwohl ich vorher gekündigt habe?

    Schön, dass es diese Seite gibt!

    Antworten
    • 7. November 2021 um 12:24
      Permalink

      Hallo Karin,
      ich habe zwar nicht selbst gekündigt, dass hat Immergrün für mich gemacht, aufgrund meines Widerspruchs.
      Bis 08.11. werde ich beliefert. Ich zahle die 8 Tage nicht anteilig jetzt, sondern warte auf die Schlussrechnung, da verrechnen die das sicherlich.
      Mehr Sorgen macht mir grad der neue Stromlieferant „EWE“, Auftragsbestätigung am 02.11. erhalten und seitdem nichts mehr gehört. Jetzt rutsche ich wohl ab 09.11. zum Grundversorger, von denen ich auch schon Post habe.

      Antworten
      • 7. November 2021 um 12:59
        Permalink

        Hallo, bei mir ebenso, von EWE habe ich seit einer Woche nix gehört. Hab Termin zum 11.11 angegeben!

        Nach etwas Recherche habe auch gesehen, dass EWE auch nicht ganz so toll sein soll, die Bewertungen und Kommentare sind ebenso Katastrophe. Hier wurde plötzlich die Empfehlung von EWE als günstiger Anbieter gelöscht…sehr dubios…

        Antworten
  • 6. November 2021 um 19:45
    Permalink

    Habe nun meine Endabrechnung von immergrün erhalten. Alles korrekt, sogar mehr als 25% Bonus, bestimmt um die Mehrkosten durch meinen neuen Netzbetreiber auszugleichen. Mal sehn wann das Geld eingeht.

    Antworten
  • 6. November 2021 um 12:07
    Permalink

    @Immergrün Kunden mit Kündigung am 19.10

    Habt ihr allesamt schon eure Abschlussrechnung bekommen?
    Kam diese per Post oder per Mail? Ich hab bisher noch nix erhalten 🙁

    Danke!

    Antworten
    • 6. November 2021 um 12:26
      Permalink

      Hallo, meine Endabrechnung kam am 21.10. per Email. Eine korrigierte Rechnung kam dann am 23.10. und der Betrag inkl. Neukundenbonus wurde mir am 01.11. überwiesen.

      Antworten
      • 6. November 2021 um 12:37
        Permalink

        Danke Diane. Ich frag dann nochmal bei immergrün nach.

        Antworten
        • 6. November 2021 um 13:31
          Permalink

          Ich habe meine Endabrechnung gestern erhalten – per Email. Und sie war danach auch im Download im Kundenbereich von immergrün zu finden. Die Abrechnung ist absolut korrekt. Jetzt hoffe ich auf eine (wie angekündigt) zeitnahe Gutschrift des Guthabens. Dann ist die Sache für mich abgeschlossen…

          Antworten
          • 6. November 2021 um 16:39
            Permalink

            Danke Andreas für deine Rückmeldung. In meinem Kundenportal ist noch kein Dokument hinterlegt. Ich hab jetzt eine freundliche Mail an den Support geschrieben. Vermutlich sind die einfach noch hinterher mit der Bearbeitung der Endabrechnungen.

    • 6. November 2021 um 19:46
      Permalink

      siehe einen Kommentar über dir, kam per Mail.

      Antworten
    • 7. November 2021 um 14:09
      Permalink

      Trotz mehrmaliger Nachfrage meinerseits via Mail, habe auch ich von immergrün! mit Belieferungsstop zum 19. Oktober – noch keinerlei Schlussrechnung erhalten.

      Antworten
      • 7. November 2021 um 16:00
        Permalink

        Laut EnWG haben die Stromanbieter 6 Wochen Zeit nach Vertragende Ihnen die Rechnung zukommen zu lassen. Wichtig ist, dass Sie den Zählerstand schnell übermitteln und bei Verzug mahnen. Nutzen Sie hierzu meine Musterschreiben.

        Antworten
  • 5. November 2021 um 21:16
    Permalink

    Hallo zusammen,
    mehrfach habe ich hier ja auch schon geschrieben. Ich gehöre zu denen, die von Immergrün am 22.10. die Mail mit der Abschlagserhöhung (mehr als das doppelte) bekommen hat.
    Daraufhin Widerspruch und als Folge davon die Akzeptierung der Sonderkündigung (ich habe nicht gekündigt). Dieser Mail auch widersprochen, den Rabatt von 30% nicht akzeptiert.
    Danach eine Mail, dass die Lieferung zum 08.11. eingestellt wird. Im Kundenbereich ist es auch so hinterlegt.
    Am 01.11. habe ich zu dem hier empfohlenen EWE (über Verivox) gewechselt. Am 02.11. Von EWE den Auftragseingang bestätigt bekommen und dass geprüft wird. Seitdem habe ich nichts mehr gehört.
    Ist das in diesen Zeiten normal, dass es so lange dauert?
    Heute bekam ich Post vom Grundversorger Süwag, dass ich ab 09.11. von denen beliefert werde.
    Ich hoffe EWE meldet sich bald und dass die meinen kurzfristigen Start ab 09.11. akzeptieren.

    Das ist vielleicht ein Hickhack….

    Antworten
  • 5. November 2021 um 10:08
    Permalink

    Hallo Herr Moeschler,

    ich habe am 31.10. eine Sonderkündigung an die Wunderwerk AG geschickt, bezüglich der Gas-Preiserhöhung zum 27.11..
    Habe jetzt festgestellt, daß auf dem Vordruck und im Text jedoch nicht das Wort Sonderkündigung, sondern außerordentliche Kündigung steht.
    Könnte daß eventuell ein Problem geben und wird nicht anerkannt?
    Hatte die PDF von Ihrer Seite.

    Geschickt wurde es per Fax und zusätzlich per Einwurfeinschreiben (jedoch haben die nur ne Postfach Adresse).

    Bislang habe ich zumindest noch nix von denen gehört.

    Sollte ich noch eine genau definierte Sonderkündigung hinterher schicken oder erstmal abwarten?

    Besten Dank, auf jeden Fall, für die Unterstützung und die vielen Infos auf dieser Seite.

    Liebe Grüße aus Köln
    Thorsten Bürvenich

    Antworten
    • 5. November 2021 um 10:54
      Permalink

      Ich würde es immer noch per Mail zusätzlich kommunizieren. Der Eingang von Einschreiben kann zwar bewiesen werden, ich denke aber nicht, dass die Firmen in der jetzigen Situation Kündigungen per Mail ignorieren würden ;-).

      Antworten
      • 5. November 2021 um 12:16
        Permalink

        Richtig. Kommunizieren Sie per E-Mail und per Einschreiben. Per Einschreiben beweisen Sie, dass der Versorger Ihre Nachricht erhalten hat, per E-Mail können Sie den Inhalt nachweisen.

        Antworten
        • 5. November 2021 um 13:30
          Permalink

          OK, danke. Werde dann heute nochmal eine Mail nachlegen.

          Gruß
          Thorsten Bürvenich

          Antworten
  • 5. November 2021 um 08:12
    Permalink

    Die Geschichte mit den „connections time out“ hatte ich auch öfter. Das sind/waren meiner Meinung nach Überlastungen der Server durch zu viele Aufrufe. Sicher haben seit den Kündigungen sehr viel mehr Leute öfter versucht in ihrem Dokumentenpostfach die Schlussrechnung zu finden… Dieser Ansturm ist für die Bandbreiten manchmal zu groß.
    ——————————————–
    Ich hatte am 19.10. meinen Zählerstand gemeldet (immergrün) und habe heute meine Schlussabrechnung erhalten. 775 Euro Guthaben – das deckt sich mit meinen Berechnungen. Ich hatte einen Vertrag ohne Bonus mit einem meiner Meinung nach realistischen KWh-Preis (31 Cent), – aber viel zu hohen Abschlägen und die Abrechnung ist absolut korrekt. Jetzt bete ich dass die Zahlung auch schnell ankommt. Wenn ja kann ich nur sagen: blaues Auge und wieder viel dazugelernt – oder besser gesagt: die Augen geöffnet.
    – Leistung / Qualität / Ware gibt es nirgendwo geschenkt.
    – jede dazwischengeschaltete Instanz (Vergleichsportale) ist entweder abhängig (bekommt Provisionen) oder erhöht die Kosten schlussendlich (das muss ja auch irgendwie bezahlt werden)
    – bietet jemand etwas überdurchschnittlich billig an, läuft irgendwo was schief (23 Cent die KWh…) Sowas bezahlen dann die Kunden mit realistischen Preisen mit (also ich) und im Falle einer Insolvenz beißt der Schwächste in der Kette auf Granit (der Endverbraucher).
    – das größte Erfolgserlebnis unserer Konsumgesellschaft (Verbraucher: „etwas extrem günstig geschossen zu haben“, Unternehmen: „einen möglichst hohen Umsatz zu erzielen mit vielen Neukunden“) kann (und wird) sich immer öfter in einen wesentlich länger anhaltenden Albtraum verwandeln – für alle Beteiligten.
    Dank an Herrn Moeschler für die Bereitstellung der vielen Informationen und der Austauschmöglichkeit!

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